Verkaufsrang: 8458 (DVD)
Actor: Jennifer Connelly
Actor: Sir Ben Kingsley
Actor: Ron Eldard
AspectRatio: 16:9
AudienceRating: Freigegeben ab 12 Jahren
Autor: Andre Dubus
Binding: DVD
Brand: Universum
Director: Vadim Perelman
EAN: 0828766958195
Technische Details: FSK 12
Format: Dolby
Format: PAL
Format: Surround Sound
Label: Ufa/DVD
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: Ufa/DVD
Verlag: Ufa/DVD
RegionCode: 2
Erscheinungsdatum: 12. September 2005
Spielzeit: 121
Studio: Ufa/DVD
TheatricalReleaseDate: 2003
UPC: 828766958195
von: Jennifer Connelly (Hauptdarsteller), Sir Ben Kingsley (Hauptdarsteller), James Horner (Komponist)
Preis: EUR 8,95
Kundenrezensionen zu 'Haus aus Sand und Nebel'
Ein Film, den man nie wieder vergisst (15. November 2008)
Ich hatte mir von diesem Film eigentlich nichts als Unterhaltung erwartet. Nach dem Film wusste ich, dass ich tatsaechlich einen der besten Filme meines Lebens gesehen hatte. Die schauspielerische Leistung von Ben Kingsley ist dermassen beeindruckend dass man sie wohl nie mehr vergessen wird. Das es Leute gibt die diesen Film nicht moegen spricht auch fuer den Film - er ist halt keine Mainstream-Ware. Es ist fast wie ein Film aus einer Zeit als es noch echte Perlen im Kino gab. Aus einer Zeit wo ein Film keine 100 Mio kosten musste um das Publikum schon vorab zu beeindrucken. Ein Film ueber das Leben.Wunderschoen - fuer Leute die echtes, wahres und wirklich grosses Kino lieben.
Klischeehaft und äußerst langweilig (10. August 2008)
Ich kann überhaupt nicht verstehen, dass "The House of Sand and Fog" so gut bewertet wird. Die Protagonisten treten holzschnittartig und klischeehaft in Szene. Der Plot (Wer darf wo wohnen?) ist hanebüchend und lächerlich. Habe mich selten so bei einem Film, der als Kinoperle angepriesen worden ist, gelangweilt. Es ist ein echt lächerlicher Film!Unglaublich tiefgehendes und berührendes Drama mit hochkarätigen Schauspielern (3. August 2008)
"Haus aus Sand und Nebel" ist einer der Filme, die man beim bloßen Lesen des Titels gar nicht weit genug unterschätzen kann, aber umso größer ist nachher die Überraschung, was für einen tollen Film man gerade sieht.Die Besetzung der Charaktere mit Jennifer Connelly und Ben Kingsley gibt schon eine kleine Vorahnung dessen, was einen erwartet, und tatsächlich glänzen beide Schauspieler (wie auch die weiteren Rollen) durch eine sehr glaubhafte Darbietung.
Zum Inhalt des Films: so banal die Geschichte um ein gepfändetes und zwangsversteigertes Haus auch klingt, so tiefgründig und dramatisch entwickelt sie sich in dieser Geschichte. Sehr einfühlsam und mit spannenden Einblicken in eine andere Kultur werden hier beide Seiten eines Konfliktes beleuchtet, der sich nach und nach für beide Parteien zu einem Daseinskampf entwickelt und höchst dramatisch endet.
Abgerundet wird das Meisterwerk von einem sehr schönen Soundtrack und faszinierenden Bildern der US-Westküste.
Nebelschwaden, die das Urteil trügen... (18. Juli 2008)
... sind meist Garant für menschliche Tragödien -in diesem Fall aber bieten sie einem einen außergewöhnlichen Film voller Tränen, ohne theatralisch zu wirken und schwieriger, vielschichtiger Rollen, mit wundervoller Besetzung und berührender und überzeugender Schauspielerei.
Die Handlung lässt sich knapp zusammen fassen: irrtümlicherweise wird Kathy, die von ihrem Mann verlassen wurde, mit einer Alkoholsucht kämpft und ihre Familie darüber aus Scham im Ungewissen lässt gepfändet und somit auf die Straße gesetzt. Colonel Behrani wittert mit dem Haus die Chance, erneut die Treppe des Wohlstandes zu erklimmen. Seine Familie, die sich genötigt war aus ihrer Heimat dem Iran zu fliehen und sich in Amerika eine Existenz aufzubauen. Eigentlichen fehlen ihnen die Mittel, den gewohnten Luxus weiter zu leben, doch der stolze Familienvater versucht alles, um den Schein zu wahren. Kathys Haus ersteigern und es für eine vielfach höhere Summe verkaufen, stellt für ihn und seine Familie die einzige Möglichkeit dar doch auch Kathy gibt nicht auf.
Diese schwankt zwischen Revolte und Resignation, bis sich der Polizist auf ihre Seite schlägt. Beide verlieben sich ineinander und er wird zum Rettungsanker, der verzweifelten jungen Frau, doch auch er hat Probleme.
Die Fronten verhärten sich und die Situation eskaliert. Das weiß man zwar schon nach den ersten 10 Minuten des Films, zu welchen Taten sich die Figuren durch ihre Ignoranz und Unfähigkeit zur Kommunikation hinreißen lassen, schockiert einen dennoch.
Was macht also diesen Film aus?
Zugegeben, es passiert nicht allzu viel. Viel mehr findet das Geschehen psychisch ab(ich zitiere Kathy, nach ihrem gescheiterten Selbstmordversuch: "ich wollte das endlich etwas passiert"), immer wieder spielen sich die Kontrahenten den Ball zu, es ist wie ein Tanz voll Traurigkeit und Anmut.
Das Spiel der Darsteller fügt sich dabei übergangslos in die Geschichte ein. Jeder ist glaubhaft in seiner Rolle. Beinahe jeder Schauspieler verfügt über eine enorme Presenz und Sensibilität, das schon wenige Blicke reichen, um das jeweilige Handeln zu verstehen. Keine Partei ist perfekt, jeder trifft Entscheidungen, von denen viele falsch und überaus schwerwiegend sind. Sehr realistisch wird dieser Interessenkonflikt dargestellt, indem geschickt mit den Sympathien gespelt wird. Auf wessen Seite soll man sein, wenn niemand böse ist aber das Glück des einen mit dem Unglück des anderen verbunden ist?
Wenn dann etwas passiert, ist es etwas großes, perfekt in Szene gesetzt. Abseits vom kommerziellen, hollywood Verständmis von "groß", nein. Die Mittel den Zuschauer zu fesseln sind subtiler und rühren darum direkt an das Herz und die Psyche. Schreckensmomente funktionieren ohne starke Effekte, sondern mit harmonischer Musik und traurig-schönen Bildern, ebenso wie die Momente der Erholgung und Besinnung, die Großaufnahmen der Charaktere oder Landschaftsbilder. Diese Pausen braucht man aber auch, um das Gesehene zu verarbeiten und sich wieder dem zu stellen was kommt, denn mit jedem weiteren Schritt auf den Abgrund leidet man als Beobachter mit und fragt sich kopfschüttelnd, wie man den nächsten Gegenschlag ertragen soll.
Doch es lohnt sich.
Ich liebe Jennifer Connelly. Die Frau hat ein Gespür für unkommerzielle und bewegende Filme. Wegen ihr und dem romantischen Titel stieß ich auf den Film und bin wirklich dankbar dafür.
Wer sich nicht auf die feinfühlige Erzählweise einlassen kann, auf das langsame Fließen des Geschehens, wird ihn langweilig finden, unforbereitete Menschen vielleicht als zu depremierend.
So viel sei gesagt: das Thema dieses Films hallt noch lang nach und verweigert einem das Sprechen. Eher denkt man still über die Vergänglichkeit aller Dinge und ihrer wahrhaftigen Wichtigkeit nach. Denn das Menschen Fehler begehen und andere Menschen damit ins Verderben stürzen, alle jenseits von Gut und Böse, ist nur allzu realistisch und alltäglich.
Dieser Film wirkt nachhaltig und sollte nur angesehen werden, in ruhiger, melankolischer Stimmung und wenn man weiß, worauf man sich einlässt.
Sollte dem so sein, lässt man sich mitreißen von der simplen Dramaturgie die "Haus aus Sand & Nebel" so ungeheuer wertvoll macht.




