Verkaufsrang: 23495 (DVD)
Actor: Anthony Higgins
Actor: Janet Suzman
Actor: Anne Louise Lambert
AspectRatio: 1.66:1
AudienceRating: Freigegeben ab 16 Jahren
Binding: DVD
Brand: ARTHAUS
Director: Peter Greenaway
EAN: 4006680032689
Technische Details: FSK 16
Format: Dolby
Format: HiFi Sound
Format: PAL
Label: Kinowelt Home Entertainment/DVD
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: Kinowelt Home Entertainment/DVD
Verlag: Kinowelt Home Entertainment/DVD
RegionCode: 2
Erscheinungsdatum: 9. August 2005
Spielzeit: 103
Studio: Kinowelt Home Entertainment/DVD
TheatricalReleaseDate: 1982
von: Anthony Higgins (Hauptdarsteller), Janet Suzman (Hauptdarsteller), Michael Nyman (Komponist)
Preis: EUR 10,04
Kundenrezensionen zu 'Der Kontrakt des Zeichners'
Wunderbare Bilder, prickelnde Dialoge, aber gen Ende leider konfus (29. Juli 2008)
Über diesen Film läßt sich zweifelsohne viel Positive sagen: Angefangen bei der ausgeprägten Aussagekraft der Bilder, erzeugt durch die überspitzen historischen Kostüme, eingebettet in eine unnatürlich harmonische Landschaft, über die glänzend geschriebenen Dialoge, die Gravität der Charaktere bis zu der unterschwelligen Sinnlichkeit der Atmosphäre, dem alles überlagenden Schatten der Intrige, der den Zuschauer völlig im Dunkeln lässt, wo Gut, wo Böse zu vermuten ist - dies alles im rechten Maß dosiert, hat Greenaway die durchaus treffenden Zutaten für ein "suspense"-geladenes barockes Kriminaldrama in der englischen Countryside gewählt.So wirft Greenaway auch die ein oder andere Fährte aus, man vermutet ungefähr, wohin man bzw. wohin die Handlung geführt wird und wartet schließlich gebannt auf die Entflechtung der vielen, undurchschaubar wirkenden Handlungsstränge und -details. Nur leider, leider wird man genau in diesem Punkt enttäuscht. Zum Ende des Films wird die Handlung merkwürdig konfus, statt Antworten werden Fragen aufgeworfen, es wirkt ein bißchen so, als habe der Drehbuchautor gen Schluss den roten Faden verloren und selbst vergessen, wie der Film eigentlich enden soll. So wird das Mordkomplott nicht aufgelöst und steht bis zum Ende unerklärt dahin. Vorab ausgeworfene Fährten und Hinweise werden nicht wieder aufgenommen, einiges an Symbolik wirkt rückblickend überflüssig und unausgegoren, demgegenüber finden sich völlig nebensächliche und unterentwickelt gebliebene Charaktere plötzlich in der zentralen Gegenüberstellungsszene am Ende wieder. Dementsprechend bleibt man als Zuschauer ziemlich ratlos und unbefriedigt zurück.
Im Ergebnis ein leider unvollendet gebliebenes Meisterwerk - schade!
Kein Historienschinken (20. Februar 2007)
Der Kontrakt des Zeichners ist der erste Spielfilm von Peter Greenaway, der vorher Kurzfilme gemacht hatte. Hier gibt es bereits ziemlich perfekt durchkomponierte Kulisse und Ausstattung zu sehen, auch die Musik ist absolut typisch. Die Story mit dem Vertag des Zeichners und den von ihm abzuliefernden 12 Bildern des Landguts klingt schon interessant, leider ist es manchmal ein wenig langatmig und auf der Stelle tretend umgesetzt und dafür ist die Person des arrogant auftretenden Zeichners doch nicht interessant genug. Aber was mir sehr gut gefallen hat, sind die lustigen Seiten des Films , das affektierte Auftreten der Edelleute wirkt schon sehr komisch, ebenso die metaphorischen, weitschweifigen Redensarten. Wer so etwas nicht mag, wird mit dem Film wahrscheinlich nicht viel anfangen können. Es ist jedenfalls kein verfilmter Historienschinken mit Action und Herzschmerz, wie man vielleicht anhand der Beschreibung des Films vermuten könnte.Allegorie (8. Januar 2007)
Es ist das 18. Jahrhundert in England. Der Adel umgibt sich mit Künstlern um seine Bedeutung zu unterstreichen. Auf einem Fest erbittet die vernachlässigte Gattin einen bekannten Zeichner mehrere Aufträge auf ihren Landsitz, den ihr Mann so schätzt, auszuführen. Der begehrte und sehr von sich selbst überzeugte Maler geht nur widerwillig und nach geschickten Verhandlungen auf das Angebot ein.Der Kontrakt beinhaltet auch Schäferstündchen mit der vernachlässigten Ehefrau und der bisher kindlos verheirateten Tochter. Der Zeichner erfüllt die angetragenen Aufgaben vorzüglich. Allerdings können die Betroffenen in den Bildner des Zeichners auch ihre eigenen Verfehlungen fein verdeckt wahrnehmen. Die Gemahlin wird zur Witwe und die junge Frau schwanger. Der Zeichner reist ab, er hat seine Pflichten erfüllt.
Jahre später, als er auf einem benachbartem Landsitz tätig wird, lädt man ihn zu Tee ein. Das letzte verhängnisvolle Kapitel hat damit begonnen.
Die Geschichte wird mit einer gestelzten Sprache vorgetragen und erfordert viel Aufmerksamkeit. Das geschickte Verstecken der vielen kleinen und großen Geheimnisse erzeugt Neugier und Interesse beim Zuschauer. Ein anregender Film jenseits des Mainstreams.
Malerische Bilder (31. Oktober 2006)
Die Herrin eines südenglischen Landsitzes bemüht sich, den hoch talentierten aber ebenso arroganten Zeichner Mr. Neville für einen Auftrag zu gewinnen. Sie hofft, mit diesen geplanten 12 Zeichnungen ihres Besitzes, die Gunst ihres Gatten wieder zu gewinnen.Neville möchte diesen Auftrag zunächst nicht ausführen. Erst als ihm auch sexuelle Gefälligkeiten in Aussicht gestellt werden, willigt er ein.
Neville ist ein Perfektionist und ordnet an, dass im gesamten Gebiet des Anwesens keinerlei Veränderungen vorgenommen werden dürfen, solange er an den Zeichnungen arbeitet.
Doch nach und nach tauchen immer wieder Dinge auf, die vorher nicht vorhanden waren. Neville ignoriert diese möglichen Hinweise und arbeitet seine Zeichnungen akribisch um. Schließlich wird der Besitzer des Landgutes tot im Wassergraben gefunden und man steht vor dem Rätsel, wer den Mord begangen hat.
Der Kontrakt des Zeichners war nach vielen Experimenten der erste durchgehende Kinofilm von Peter Greenaway.
Mehrere Erzählstränge verleihen seinem Werk eine ungeheure Komplexität. Unglaubliche Landschaftsaufnahmen, eine hervorragend darauf abgestimmte Musik, funkelnde Dialoge und eine gewisse kriminalistische Spannung lassen den Film zu einer Ausnahme werden.
Die Kompliziertheit des Films, seine Allegorien und Anspielungen erfordern beim Publikum ein hohes Maß an Aufmerksamkeit.
Technisch top, aber Handlung mit großen Schwächen (23. März 2006)
Anspruchsvolle Historienfilme sind selten und so freuten wir uns sehr auf diese mit entsprechenden Ankündigungen begleitete DVD. Das Positive vorneweg: die DVD und ihre Aufmachung lassen keine Wünsche offen. Es finden sich zahlreiche Extras, übersichtliche Menus und eine hervorragende Bild- und Tonqualität.Trotz der offenbar begrenzten Mittel schafft es Peter Greenaway großartige Bilder zu komponieren und zu fotographieren.
Größere Schwächen hat indes die eigentliche Handlung. Am Ende bleibt alles Stückwerk. Selbst die scheinbar alles verbindende Idee der 12 Zeichnungen trägt nicht wirklich bis zum Ende. Sie tauchen zwar auch dort auf, aber ihre eigentlichen Geheimnisse werden nie gelüftet, wenngleich doch gerade das der zentrale Punkt der Handlung hätte sein müssen. Es erinnert mich an einen Film aus einem ganz anderen Genre: Matrix. Zuviele Andeutungen, Scheinweisheiten, Fährten und Handlungsstränge werden an- und ausgelegt, aber am Ende ist man unfähig, alles in einem großen Finale zu vereinen und zu einem Ende zu führen.
Nun muß ein Film nicht notwendigerweise alle Fragen am Ende lösen. Aber hier werden zu viele zentrale Fragen gar nicht mehr behandelt. So gibt es beispielsweise nicht nur einen, sondern tatsächlich zwei Kontrakte, von denen der zweite der tatsächlich bedeutende ist. Der Zeichner geht ihn ein, um von der schönen Tochter im Gegenzug Aufklärung über für ihn undurchschaubare Zusammenhänge im Hinblick auf das Verschwinden einer Person sowie vermeintlichen Schutz zu bekommen (und vermutlich nicht ganz nebenbei auch bei ihr zum Zuge zu kommen). Trotzdem greift der Film zu keinem Zeitpunkt die Geheimnisse im Hinblick auf diese Person wieder auf. Dafür werden zu einem späteren Zeitpunkt Andeutungen gemacht, die Zeichnungen enthielten Hinweise darauf, daß ein Ehemann gehörnt worden sei. Trotz beider lediglich pauschal geäußerter Behauptungen bleibt der Film eine wirkliche Erklärung schuldig.
Als Fazit bleibt ein schön fotografierter Film, der technisch überzeugt, dessen Handlung indes vieles zu wünschen übrig. Er bleibt damit meilenweit hinter Meisterwerken des Genre wie z.B. 'Gefährliche Liebschaften' zurück. Daher höchstens 3 Sterne!





