Aus der Amazon.de-Redaktion
Da schau her: Franz Ferdinand schaffen es tatsächlich, ihr Debüt trotz Dauer-Tournee noch einmal locker zu toppen. Noch mehr Gute-Laune-Songs, treibender Tanz-Rock, aber auch eine gut versteckte Detailverliebtheit machen das Zweitwerk tatsächlich "so much better".Dabei müssen die neuen Songs ja eigentlich unter enormem Zeitdruck entstanden und aufgenommen worden sein, aber die kantige, krachige und ungemein passende Produktion lässt trotzdem Sorgfalt und geschicktes Songwriting erkennen. Schon beim Kinks-lastigen Einsteiger "The Fallen" wird man wohl breit grinsend mitzucken, weil hier Spaß und Boshaftigkeit perfekt und fröhlich losgelassen werden. Aber auch Anklänge von Rockabilly ("Evil & A Heathen") oder Ska-Beats("You’re The Reason I’m Leaving") lassen die Glasgower einfliessen, wenn es ihrem Drive denn dienlich ist. Exot auf der Scheibe ist der Song "Eleanor Put Your Boots On", der glatt von der letzten White Stripes hätte kommen können, mit Akustik-Gitarre und Klavier intoniert. Sonst geht es meistens fett nach vorne, und immer mit dieser typischen ironischen Eleganz, die auf You Could Have It So Much Better als Markenzeichen von Franz Ferdinand verfestigt wurde.
Insgesamt also eine hoch unterhaltsame Scheibe mit Niveau und Langzeit-Spaßfaktor. Was will man mehr? --Deborah Denzer
Kundenrezensionen zu 'You Could Have It So Much Better'
Postprognixis. (20. Februar 2008)
Klingt wie Haufen, würd ich sagen. Das erste Album war ein Knaller. Dieses zweite Werk klingt wie Hulle. Allerdings im negativen Sinne. Möchtegernpostprog. The Party is over, und Ferdifranz hauen den Abfall vom ersten Album raus. Selbstzerstörung auf unterstem Niveau. Ne, da mach ich nicht mehr mit. Auf nimmerwiederhören!Kann nicht an die Klasse des Vorgängers anknüpfen (8. Juni 2007)
Riesige Erwartungen habe ich an das Nachfolgeralbum von "Franz Ferdinand" gestellt. Leider muss ich sagen, dass diese weitestgehend enttäuscht wurden. Habe das Album zwar erst einmal gehört und deshalb immer noch die wage Hoffnung, dass es vielleicht nach mehrmaligem Anhören besser wird, aber so richtig glauben kann ich das nicht...Während mich das letzte Album, eine Zufallsentdeckung, beim ersten Hören vor einiger Zeit regelrecht umgehauen hat durch seine innovativen Klänge und seine Ohrwurmqualitäten, erfasste mich bei "You could have it so much better" gepflegte Langeweile. Die Lieder sind nett, aber klingen irgendwie alle gleich und keins davon konnte mich so richtig begeistern. Von Innovation keine Spur mehr, alles kommt einem bekannt vor und man meint sich zu erinnern, dass es das schon öfter mal gab. Es tut mir sehr leid für die tolle Gruppe aus Great Britain, aber ich glaube nicht, dass ich große Lust habe, mir das Album noch oft anzuhören. Sorry.
Natürlich ist es immer schwierig, ein Nachfolgealbum eines Superburners zu produzieren, das den hohen Erwartungen gerecht wird, aber gerade in diesem Fall war ich über die Mittelmäßigkeit des Albums doch sehr enttäuscht.
Fazit: Ich empfehle das Album "Franz Ferdinand" uneingeschränkt, dieses hier aber eigentlich nur für Fans der Band. (Die Rezensionen, die behaupten, "Ychismb" sei besser als der Vorgänger, sind mir schleierhaft, aber über Geschmack lässt sich ja bekanntlich nicht streiten.)
Hoffentlich wird das nächste Album dieser vielversprechenden Band meinen Geschmack wieder besser treffen!!
du könntest es nicht besser haben (20. März 2007)
Mit so einer Platte geht man nicht mehr aus dem Haus!Die Musik schmiegt sich so an deinen Körper, dass sie nicht mehr loslassen möchte. Wie morgens die warme Decke.
Nur leider war die erste Platte noch geiler!
Franz (20. Oktober 2006)
Franz Ferdinand" You could have it so much better "
Nicht ganz vielversprechend lautet der Titel des Zweitlingswerk DER Band des letzten Jahres. Obwohl sie vor einem Jahr mit ihrem selbstbetitelten Debut eindrucksvoll den Startschuss einer neuen Trendbewegung abgefeuert haben, müssen sie sich nun gegenüber der Konkurrenz behaupten und zeigen wer der wahre Herrscher im Ring ist.
In den schottischen Highlands zwischen noch lebenden Lammkeulen und vernebelten Weiden haben sie sich dann nach überlanger Tour verkrochen um in aller Gemütlichkeit und Landruhe den Nachfolger zur überaus erfolgreichen Blaupause der new wave of british new wave aufzunehmen. Der Fluch der Zweitplatte (die ja unbedingt besser sein muss?) hat sie aber trotzdem verfolgt. Ohne Seitenscheitel und maßgeschneiderte Designeranzüge wollten sie wohl allen fashion over function-Kritikern beweisen, dass sie nicht nur wegen ihrer Looks auf sich aufmerksam machten, denn jetzt sieht der Vierer sogar aus wie eine ganz normale Band. Und ebenso hat sich ihr Sound verändert. Um den Übergang zur neuen Platte zu erleichtern, vertrauen Franz jedoch bei ihrer ersten Auskopplung, das schmissige Do you want to mit stampfendem Diskobeat, auf Altbewährtes. Eleanor put your boots on prahlt mit Beatles-Gedenk-Klavier und Fade together befindet sich irgendwo zwischen den Beach Boys auf Tranquilizern und Countrygenöhle. Insgesamt ist das Album weniger tanzbar und wirkt trotz der Entstehungsgeschichte zu gestresst und forciert.
Mit ihrem meiner Meinung nach sensationellen Einstand im Rocksektor haben sich Franz Ferdinand letztes Jahr ein Denkmal geschaffen, doch nun ertrinken sie in ihrer Nachgeburt. So rutschen sie mit diesem Album ins obere Mittelmass ab und überlassen den Thron der Bloc Party und den Kaiser Chiefs. Und ja, we could have it (so much) better I think...
You couldn't have done it much better! (28. September 2006)
Schon das erste Album von Franz Ferdinand war einfach gut, und im Gegensatz zu anderen Bands mit fulminanten Debuts legen Franz Ferdinand mit "You Could Have It So Much Better" noch ein Brikett drauf. "You Could Have It So Much Better" ist Brit-Pop vom Allerfeinsten, musikalisch ausgebufft, abwechslungsreich, aber ohne selbstverliebtes Getue. Jeder Song hat seinen eigenen Charakter, hat seine Linie. Die Jungs zeigen, was sie können, greifen Wave und Punk genauso auf wie Balladenanklänge, Rockabilly und Gitarrenrock, und das Ergebnis ist unwiderstehlich.Franz Ferdinand haben aber nicht nur unzählbar viele Ideen, sondern auch diesen Instinkt, wie Musik klingen muss. Den hat man, oder man hat ihn nicht. Die 13 Songs auf dieser CD machen schon beim ersten Hören klar, welchem Lager Franz Ferdinand zuzurechnen sind.
"You Could Have It So Much Better" hat mehr zu bieten als "nur" Musik mit viel Drive und dem ein oder anderen hinterhältigen Songtext (sind alle im Booklet abgedruckt) -- man kann diese CD immer wieder hören, weil unglaublich viele Ideen drinstecken, und bei alledem klingt das Ganze wie aus einem Guss, locker und unangestrengt. Melodischer Rock mit Ecken und Kanten bildet die solide Grundlage für all das, was hier abgeht: Rhythmuswechsel, wo man sie nicht erwartet und dementsprechend "aufwacht" zum Beispiel (etwa in "Well That Was Easy" oder "I'm Your Villain"), oder Melodien mit viel Drive (z.B. "Walk Away"). Toll ist auch "Eleanor Put Your Boots On" mit seinen deutlichen Beatles-Anleihen (Der Name "Eleanor" dürfte nicht zufällig gewählt sein...), und der Song wirkt nicht wie ein müder Abklatsch, sondern lässt einen ahnen, wie die Beatles anno 2005 geklungen hätten. -- Oder gleich die ersten Takte von "I'm Your Villain", dieses herrliche Zusammenspiel eines genial einfachen Gitarrenriffs mit dem Schlagzeuger. Oder, nach dem kompromisslos spröden Titelsong, das melodische, ironisch sanfte "Let's Fade Together" mit diesem wunderbaren Piano. Oder das rundum perfekte "What You Meant" -- aber "rundum perfekt" kann man hier eigentlich alles nennen.
Durchhänger gibt's hier absolut keinen, ein Song ist besser als der andere, und egal ob eher verschärfter Gitarrenrock oder eher sanfte Balladen -- das Album hat eine klare Linie und groovt und groovt...
-- You couldn't have done it much better, Franz Ferdinand!






