Ghost Reveries

Verkaufsrang: 4516 (Musik)
Artist: Opeth
Audio CD
EAN: 0016861812324
ListPrice:
Anzahl Medien: 1
Verlag: Roadrunner (Warner)
UPC: 016861812324
Preis: EUR 8,14

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Aus der Amazon.de-Redaktion

Mit ihrem achten Album in 15 Jahren liefern die schwedischen Avantgarde-Death-Metaller Opeth ihr Magnum Opus ab, ein beeindruckendes, intensives Werk voller Melancholie, Kraft und Innovation.

Nachdem Mastermind Mikael Akerfeldt seine Vorliebe für düsteren, atmosphärischen Death Metal auf der einen und sphärischen Progressive Rock auf der anderen Seite zuletzt sauber voneinander getrennt auf die Alben Deliverance und Damnation packte, versucht er nun beide Extreme unter einen Hut zu bekommen - und es gelingt ihm nicht nur bravourös, er erschafft auch ein zutiefst originelles, süchtig machendes Klangkunstwerk, das alle seine bisherigen Scheiben an Eindringlichkeit und kompositorischer Klasse übertrifft. Cleane, verschnörkelte Gesangsmelodien, wie man sie im Metal-Bereich nie zuvor gehört hat, treffen auf brutale Growls, zarte Traumreisen wechseln sich mit brettharten, verschachtelten Riff-Orkanen ab. Dazwischen thront Zeremonienmeister Akerfeldt und hält die Fäden so souverän in der Hand, wie es sonst nur sein Mentor und Freund Steven Wilson von Porcupine Tree schafft. Eines der besten Death-Metal-Alben der letzten zehn Jahre! -- Michael Rensen

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Kundenrezensionen zu 'Ghost Reveries'

Grandiose Werwolfoper (13. Mai 2008)

3 Uhr morgens, irgendwo zwischen Salzburg und München, und noch 5 Stunden zu fahren... Am Steuer ich und ich könnte noch Stunden, Tage, Wochen weiterfahren, aufgesogen in dieses düstere treibende Klanggebräu. Kaum zu glauben, daß diese finstere Mischung aus schwerblütiger Melodik und purem Adrenalin dieses Dauergrinsen, diese fast kindliche Begeisterung hervorruft. Proggige Akustikpassagen ... Growling in formvollendeter Ästhetik ... Metal ... was auch immer ... für mich ist es einfach nur Werwolfoper. Es ist gut, sehr gut, alles ist gut ...

Interessante Entwicklung ... (19. Juni 2007)

... gibts hier im Hause Opeth zu hören. Ich folge der Band schon seit einigen Jahren und war natürlich 2005 mächtig gespannt auf dieses Album. Ersteinmal ist Ghost Reveries ein typisches Opeth-Album: Fette Riffs, superbe Growls in Kombination mit cleane Passagen und 'normalem' Gesang in oftmals überlangen Songs ... der seit My Arms, your Hearse bewährte Mix also. Die Neuerungen liegen hier im Detail und da hat sich tatsächlich einiges getan:
Auffälligste Neuerung ist sicherlich Per Wiberg (Ex Spiritual Beggars) mit dem Opeth das erste mal einen Vollzeitkeyboarder im Line-up haben. Glücklicherweise bleibt das Keyboard eher im Hintergrund - drängt sich also nicht durch stilistisch unpassendes Gedudel auf sondern verstärkt die vorhande Atmosphäre. Sehr gelungen.
Desweiteren hat Mikael Aakerfeldt auf diesem Album hauptsächlich Open Tunings verwendet wodurch die Akkordführung deutlich anders klingt; insgesamt ist auf Ghost Reveries die Melodieführung teilweise nicht mehr so trist wie sie in früheren Zeiten war. Dur war auf früheren Opeth-Alben eher weniger zu hören ...
Die Produktion ist meiner Meinung ziemlich gut, (obwohl) sie dieses mal nicht von Steve Wilson besorgt wurde. Gesang, Gitarren, Schlagzeug, Keyboard - alles tönt hier schon transparent, allerdings ist der Bass leider etwas weit in den Hintergrund geraten. Aber das kann man sicherlich verschmerzen.
Bleibt die Frage wie es eigentlich mit der musikalischen Substanz ausschaut. Ghost Reveries umfasst acht Songs und hat eine Spielzeit von über einer Stunde. Der Einstieg ist fulminant und 'Ghost of Perdition' trumpft sofort mit allen stärken der Band auf. Nach 3 heftigeren Songs kommt mit Atonement eine Ballade, die Aakerfeldts vorliebe für proggige Klänge aus den 70s mal wieder demonstriert. Hier kommt jetzt das Keyboard so richtig zum Einsatz und bereichert den Song um einige interessante Facetten. Harlequin Forest bietet danach wieder standard Opethkost (im besseren Sinne des Wortes). Anschließend folgt Hours of Wealth, welches einen eher eigenwilligen Song darstellt: nach ruhigem, schönen Intro folgt ein kurzer Zwischenpart mit Gesang und daraufhin ein bluesiges Solo. Fertig. Damit hätte man nicht gerechnet, aber Abwechslung ist Trumpf. Mit Grand Conjuration folgt daraufhin die Single-Auskopplung des Albums. Dabei handelt es sich um einen ziemlich heftigen, einfachen Song, der zwar sicher schnell im Gehörgang hängenbleibt aber schon nach ein paar mal hören furchtbar langweiligen daherkommt. Schade, sicherlich der Schwachpunkt des Albums. Entschädigt wird man dafür aber mit dem wunderschönen Isolation Years. Selten waren Opeth besser und Mikael Aakerfeldt zeigt hier nochmal warum er so ein außergewöhnlicher Songwriter ist. So einfühlsame Klange mit derart hinreißendem Gesang kriegt man sonst, nicht nur im Metalgenre, ganz ganz selten Geboten.
Abgesehen von Grand Conjuration ist noch zu erwähnen, dass Harlequin Forest und Baying of the Hounds gegen Ende hin leider den Faden etwas verlieren. Ein bisschen Schade, denn ein etwas kompakteres Auftreten hätte beide Songs sicherlich noch ein wenig aufgewertet; aber abgesehen davon ist Ghost Reveries ein wirklich hervorragendes Album dem ich auch trotz dieser Abstriche noch 5 Sterne gebe, allein schon weil sich der Kauf dieser CD für Isolation Years alleine schon gelohnt hat!

Sehr lustig... (1. März 2007)

..wie sich hier manche muckieren und dabei nicht das ganze Bild sehen. Hört bitte auf dieses Album mit Blackwater Park zu vergleichen, holt euch alle Opeth Alben und betrachtet euch die Entwicklung der Band. Um ehrlich zu sein war ich sogar positiv überrascht so ein Album direkt nach der Deliverence geliefert zu bekommen, denn diese stellt für mich den Tiefpunkt von Opeth' kreativem Schaffen dar.
Opeth fingen als eine fast schon progressive Black Metal Band an und entwickelten sich mit Still Life und vor allem My Arms Your Hearse immer mehr zu einer sehr innovativen Death Metal Band. Mit Black Waterpark waren dann sämtlich Kanten verschwunden und Opeth bot ein reiches Spektrum eingebettet in flüssiges Songwritung. Mit den Projekten Damnation und Deliverence verhelten sie auch ihre Einflüsse durch 70er Jahre Prog Bands nicht mehr. Ghost Reveries ist somit für mich eine absolut logische Weiterentwicklung. Es bietet eine schier unglaubliche musikalische Vielfalt, die aber immer in ein Songwritung gebettet ist, welches die verschiedenen Passagen in den Liedern zu passenden Übergängen verhilft. Opeth haben sicherlich einiges ihres rohen und spärrigen Charmes verloren, und dennoch haben sie mit Ghost Reveries einmal mehr ein grandioses Album abgeliefert, welches einfach eine andere Atmosphäre bietet, sowie jedes ihrer Alben eine eigene Atmosphäre hatte.

Progger Aufgepaßt! (13. Oktober 2006)

Also ich als alter Progger habe mich immer vor Musik ferngehalten, in der auch nur ein Grunzlaut vorkam. Ok, es gab eine Ausnahme, nämlich die neueren Scheiben von Death. Nicht das ihr mich falsch versteht, bei mir rotieren nicht nur King Crimson und Gentle Giant. Nein, nein Prog-Metal steht bei mir hoch im Kurs und da gehts auch gerne mal heftig zur Sache (z.B. Pain of Salvation) aber darum gehts auch nicht. Dann, eines Tages kam mir auf einer Compilaton Cd eines reinen Prog-Zines doch tatsächlich Opeth in den CD-Player. Grunzerei?? Ich konnte ja meinen Ohren nicht trauen! Aber wenn man diese als eigenes Instrument anerkennt kommen Klangwelten zum Vorschein die man nur von einem anständigen Prog gewohnt ist - um mich wars geschehen, ich musste diese Platte - Ghost Reveries - haben. Und ich muss sagen: Sagenhaft. Wahnsinn. Opeth ist zu einer meiner Lieblingsbands geworden, habe mir nach und nach auch die anderen Outputs besorgt. Die ruhigen Stellen erinnern etwas an die alten Prog Helden aus den 70ern, sehr geil! Man merkt, das Mikael Akerfeldt (?) ein Fan der frühen Genesis ist. Aber trotzdem ein völlig eigener Stil, eine unbeschreibliche Atmosphäre. Und wer die Opeths mal live gesehen hat: Alles absolute Profis an ihren Instrumenten, ganz ohne rumzuposen.
Für mich ist Ghost Reveries die beste Scheibe von Opeth, auch wenn Deliverance mal eine Zeitlang die Nummer eins war.
Ich kann jedem Prog Metaller nur empfehlen mal in Opeth reinzuhören und die Vorurteile gegenüber das Grunzen mal beiseite zu legen, es lohnt sich wirklich. Bei anderen Bands kann man das Vorurteil aber getrost beibehalten (:

Death Metal vs Prog Rock (21. Juli 2006)

Opeth versuchen mal wieder den unüberbrückbaren Gegensatz zwischen Death Metal Growls und stimmungsvollen ProgRock Parts zu überbrücken. Auf Ihrem letzten Longplayer wird das so deutlich wie nie zuvor. Meister Akerfeldt hat durch sein Damnation Projekt viele neue Fans hinzugewonnen, die nichts mit progressivem Death Metal anfangen können. Ghost reveries ist entweder ein Zugeständnis an diese neue Hörerschicht oder eine konsequente Weiterentwicklung der persönlichen Vorlieben im Musikgeschmack. Im Großteil der Stücke läßt Akerfeldt seine wirklich wunderbare Singstimme hören, es gibt eine Vielzahl herrlicher akustischer Gitarren Arrangements und auch die introvertierten Keyboard Klänge aus Damnation sind zu finden. Das läßt den Liebhaber progressiver Rockmusik überlegen sich das Werk trotz der metallenen Parts mit grunzender Todesstimme zuzulegen, denn eines ist klar : Diese Schönheit und Intelligenz der Kompositionen, diese Stimmigkeit und emotionale Tiefe läßt sich momentan bei kaum einer anderen Produktion finden. Doch die oben erwähnte Unüberbrückbarkeit bleibt bestehen, vielleicht gerade weil Opeth clean so gut sind. Man fragt sich intuitiv welche Stellung diese Platte in seinen persönlichen Best of ohne die sogenannten Growl Parts hätte. War Damnation ja noch sehr melancholisch und zu kurz fahren Opeth beim Nachfolger richtig auf, wie eine Achterbahnfahrt wirkt das Opus, eine Geschichte zwischen Traum, Realität, Verfolgung, Tod, Geborgenheit und Sehnsucht musikalisch eingefangen.
Großartig sowas miterleben zu dürfen, aber Opeth sollten sich überlegen welchen Weg Sie in Zukunft gehen wollen : Vielleicht ist eine Trennug zwischen den beiden Vorlieben wie bei Damnation und Deliverance doch die bessere Wahl.

dkb.de

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