Aus der Amazon.de-Redaktion
Mutig, mutig! Anstatt nach dem durchschlagenden Erfolg ihres '97er Albums Nighttime Birds auf Nummer Sicher zu gehen und die Spitzenposition im Gothic-Rock-Sektor mit einer weiteren Hitplatte zu verteidigen, fangen The Gathering auf How To Measure A Planet? ('98) an zu experimentieren. Streckenweise klingen die HolländerInnen sphärisch, fast schon elegisch, dann wieder extrem trocken, straight und ruhig. Letzteres überrascht am meisten, denn von den Metal-Roots ist nicht mehr viel übrig geblieben. Eher schon erinnert man an Pink Floyd, versteht Spannungsbögen auch über längere Distanz fast genauso meisterhaft zu spannen, wie die großen Vorbilder in ihren besten Jahren. Dazu kommt noch ein äußerst transparenter Gesamtsound, in dem immer genügend Platz ist für abgefahrene Klänge und wunderbar harmonische, verträumte Passagen. Ob's unbedingt gleich 'ne Doppel-CD mit solchem Material sein muss, sei mal dahingestellt, eine über jeden Zweifel erhabene Zauberkomposition wie "Liberty Bell" sollte man aber auf jeden Fall gehört haben. --Michael RensenKundenrezensionen zu 'How to Measure a Planet?'
Schwierig, spannend - genial (7. Dezember 2007)
Nachdem ich Nighttime Birds bereits kennen und lieben gelernt habe, erstand ich günstig diese CD. Ich habe sie dann 2 mal durchgehört (das 2. mal nur noch aus Pflichtbewusstsein noch bis zum Ende).Ich war enttäuscht, richtig enttäuscht. Konnte mit der Musik überhaupt nichts anfangen. Das klang mir alles zu dahergeleiert.
Und das ist wohl der Eindruck eines jeden, der diese CD zum ersten mal hört.
2 Jahre später, als ich das alles schon wieder vergessen hatte, hab ich die CD nochmal eingelegt. Vorher hatte ich ein paar Rezensionen gelesen.
Vielleicht haben die mich sozusagen vorbereitet. Plötzlich war sie nämlich da: die Erinnerung. Ich konnte mich an bestimmte Passagen erinnern. Ich fand langsam in die CD hinein. Vielleicht war ich erst jetzt bereit dafür, oder ich brauchte so lange, um sie zu "verdauen". Ich weiß es nicht. Jedenfalls war ich nun offen und zog mir die ganzen 2 CDs bis zum Ende rein. Und danach nochmal, und noch einmal. Und ich war verdammt sauer, wenn mich jemand dabei störte!
Und ich musste erkennen: Wer so etwas schönes zu erschaffen imstande ist, der muss wirklich etwas besonderes sein.
Ich höre die CD heute noch. Die Athmosphäre fesselt mich nach wie vor.
Meine Geschichte zeigt mir allerdings auch, warum The Gathering niemals so (kommerziell) "erfolgreich" sein werden, wie andere Bands. Es hat einfach nicht jeder die Lust oder die Zeit, sich so intensiv mit der Musik zu beschäftigen. Da wird die CD eben nach den ersten paar Songs wieder weggegeben. Musik soll ja beim ersten Mal gefallen - so jedenfalls der allgemeine Gedanke (nach meiner Erfahrung).
Umso mehr muss man The Gathering aber loben. Die wissen das sicher auch. Und trotzdem machen sie genau die Musik, die IHNEN gefällt, auch wenn sie wissen, dass ein Großteil der Menschen damit nichts anfangen kann.
Die Armen. Wenn die wüssten, was sie verpassen.
... man muss bereit sein ... (30. Oktober 2007)
Eingestiegen bei The Gathering bin ich mit Nightime Birds. "The frost hits me in the eyes" waren die ersten Worte, die ich jemals von Anneke van Giersbergen gehört habe.Als HTMAP heraus kam, war ich natürlich sehr gespannt, was mich erwarten würde... alle meine Erwartungen wurden zerschlagen... TG hatte sich neu erfunden, aber mein Herz machte Sprünge, da HTMAP nicht einfach nur ne Metal-Scheibe war, sondern eine eigene Musik-Richtung definierte (Trip Rock). HTMAP, das sind für mich eingängige Melodien, starke und lange Spannungsbögen, eine wundervolle Sängerin, abgefahrene Rhythmen. Es ist allerdings keine leichte Kost, nicht geeignet zum Bügeln. Auf HTMAP muss man sich einlassen, man muss bereit sein.
Great Ocean Road und Travel sind meine Lieblingssongs auf der Platte. Beide sind wohl Kandidaten für meine All-Time-Favs.
Jeder Song auf der Scheibe ist nicht einfach nur ein Lied, sondern es sind alles eigenständige Klangwelten, die einen mit auf die Reise nehmen.
HTMAP ist mein generelles Lieblingsalbum.
... man muss bereit sein ... (30. Oktober 2007)
Eingestiegen bei The Gathering bin ich mit Nightime Birds. "The frost hits me in the eyes" waren die ersten Worte, die ich jemals von Anneke van Giersbergen gehört habe.Als HTMAP heraus kam, war ich natürlich sehr gespannt, was mich erwarten würde... alle meine Erwartungen wurden zerschlagen... TG hatte sich neu erfunden, aber mein Herz machte Sprünge, da HTMAP nicht einfach nur ne Metal-Scheibe war, sondern eine eigene Musik-Richtung definierte (Trip Rock). HTMAP, das sind für mich eingängige Melodien, starke und lange Spannungsbögen, eine wundervolle Sängerin, abgefahrene Rhythmen. Es ist allerdings keine leichte Kost, nicht geeignet zum Bügeln. Auf HTMAP muss man sich einlassen, man muss bereit sein.
Great Ocean Road und Travel sind meine Lieblingssongs auf der Platte. Beide sind wohl Kandidaten für meine All-Time-Favs.
Jeder Song auf der Scheibe ist nicht einfach nur ein Lied, sondern es sind alles eigenständige Klangwelten, die einen mit auf die Reise nehmen.
HTMAP ist mein generelles Lieblingsalbum.
!!! Anneke komm zurück !!!
Hart, ruhig, sphärisch, innovativ - genial! (8. Juni 2007)
Ich bin geschockt, Anneke von Giersbergen hat bzw. wird The Gathering verlassen. Das möchte im zum Anlaß nehmen, mein Lieblingsalbum der Holländer zu rezensieren.1998 war die Welt bei TG noch in Ordnung. Sie wurde sogar vermessen ("How to measure a planet?" erschien im besagten Jahr). Die beiden Vorgänger waren recht erfolgreich und haben den Weg für viele Gothic Rock-Bands freigemacht, wie ich meine. Die Gruppe geht aber ab hier einen anderen Weg. Es wird experimentiert ohne Ende. Es gibt ruhige und harte Songs, es gibt sehr lange und total abgedreht Lieder wie der Titelsong z.B. (27 Minuten lang!). Manches erinnert noch an TG, manches mehr an Pink Floyd. Das Album hat aber einen ganz eigenen Touch den ich nie wieder vorher oder später von irgendeiner Gruppe/Interpret vernommen habe.
Von der CD 1 empfehle ich `Rescue me`, `Red is a slow colour` und `Travel`.
Von der CD 2 sind dies `South american ghost ride`, `Probably built in the fifties` und `How to measure a planet`.
Auch die Balladen `The big sleep` und `Illuminating` können mich voll überzeugen. `Liberty bell` war eine Single und geht gut ab.
Ab diesem Album hat die Gruppe einige Fans verloren, da die Musik nicht mehr durchgehend hart ist. Leider haben sie aber nicht die Fans dazugewonnen, die sie verdient hätten, will damit sagen, der große und verdient Erfolg blieb aus. In meinen Augen müßten sie auf Augenhöhe mit Porcupine Tree sein. Das Album ist aber innovativ ohne Ende und einfach ganz, ganz toll.
5 Sterne.
Viel Potential, aber vergeben (12. Dezember 2006)
Endlich eine Beethoven-Einspielung, die mit Toscaninis oder Kleibers Dynamik mithalten kann und dann so eine Enttäuschung bei der Akkustik - mufflig, verwaschen, flach. Und das im Jahr 1996! Ganz offensichtlich hat hier jemand am falschen Ende gespart, wodurch sich auch der niedrige Preis der CDs erklärt.Ein großes Lob an Dirigenten, Orchester und Solisten - eine Ohrfeige für den Aufnahmemeister und den Produzenten!





