Bergkristall

Verkaufsrang: 3249 (DVD)
Actor: Dana Vávrová
Actor: Daniel Morgenroth
Actor: Josephina Vilsmaier
AspectRatio: 16:9
AudienceRating: Freigegeben ab 6 Jahren
Autor: Adalbert Stifter
Binding: DVD
Brand: Concorde
Director: Joseph Vilsmaier
EAN: 4010324022356
Technische Details: FSK 6
Format: Dolby
Format: DTS
Format: PAL
Format: Surround Sound
Label: Concorde Video
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: Concorde Video
Verlag: Concorde Video
RegionCode: 2
Erscheinungsdatum: 2. November 2005
Spielzeit: 89
Studio: Concorde Video
TheatricalReleaseDate: 2004
von: Dana Vávrová (Hauptdarsteller), Daniel Morgenroth (Hauptdarsteller), Chris Heyne (Komponist), Stefan Busch (Komponist)
Preis: EUR 6,41

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Product Description

Concorde Bergkristall, USK/FSK: 6+ VÃ-Datum: 02.11.05

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Kundenrezensionen zu 'Bergkristall'

Ein deutscher Heimatfilm - Filmkunst, Heimatliebe und schauspielerische Größe ! (4. Oktober 2006)

"Bergkristall" ist ein wirklich schöner, harmonischer, beeindruckender und menschlich bewegender Deutscher Heimatfilm, gespielt mit viel Gefühl und echter Herzenswärme !
Die Rollen sind bestens besetzt, selbst die kleine, begabte Josefina Vilsmaier spielt ihre Rolle goldig, liebenswert, bezaubernd, mitreißend und sehr überzeugend !
Schöner und grandioser hätte man den Roman-Klassiker von Adalbert Stifter nicht verfilmen können. Es ist ein gutes, großartiges Filmwerk, welches sich besonders jene Menschen anschauen sollten, welche - auch 16 Jahre nach der Wiedervereinigung - ein unsinniges, charakterloses "Ossi-Wessi"-Gerede von sich geben und in deren Köpfen auch noch heute eine unselige "Mauer" spukt, welche 1989 gefallen ist !
Das schöne, geradezu befreiende Ende des Heimatfilmes, in welchem die beiden verfeindeten Bergdörfer wieder zueinander finden, rührt bis ins Innerste der Seele. Ein sehr wertvoller Film, gerade HEUTE !
Wunderbar, daß es diesen vorbildlichen Heimatfilm nun auf DVD gibt - man muß ihn einfach gesehen haben !
Mein ehrliche, aufrichtige Bewertung: Note 1 !

Klasse (27. August 2006)

Vorweg sei gesagt: ich kenne das Buch Adalbert Stifters nicht, da ich es mir vor Jahren zwar angeschafft hatte, aber feststellen mußte, dass mir die Lektüre mehr Kraft abverlangte, als ich dafür zu geben bereit war.
Vilsmaiers Film hat mich allerdings in seiner spannenden Handlung, seinen grandiosen Bildern, Bildkompositionen überaus beeindruckt.
Die Inszenierung ist alles andere als kitschig. Auch die Höhlenszene war nicht kitschig, - auf mich wirkte sie mystisch, verträumt, wunderbar, hinweisend auf das Märchen, dem die Handlungen der Kinder folgen.
Am meisten aber beeindruckte mich die Handlung an sich: zwei verfeindete Bergdörfer und Menschen, die in dieser Verfeindung aufgerieben werden, - kein Mensch erinnert sich mehr, woher die Verfeindung rührt, es fragt auch keiner danach. Längst hat sie sich verselbständigt und ist zum Selbstzweck geworden.
So fordert sie immer neue Opfer. Zur Besinnung kommen die vom Hass Verblendeten erst durch ein tragisches Schicksal und die entwaffnende Liebe zweier Kinder. Zur Beschämung aller Erwachsener.
Dem Buch Stifters folgend, analysiert Vilsmaiers Film die Grundstruktur von Konflikten, die um ihrer selbst willen fortdauern und in denen es keine Gewinner, sondern nur Verlierer gibt. Man muss nicht an den Nahost-Konflikt denken, um festzustellen, dass "Bergkristall" eine zeitlose Aussage hat und nach wie vor hochaktuell ist.

Tolle Geschichte, grandiose Kulisse, aber schlecht gespielt (11. November 2005)

Joseph Vilsmaier ist eigentlich ein grandioser Regisseur, der das feine Gespür hat, aus dem verrufenen deutschen Film doch noch etwas zu machen und lieferte bereits mit Filmen wie "Stalingrad", "Herbstmilch" oder (vor allem) "Schlafes Bruder" grandiose Meisterwerke deutscher Schaffenskunst ab. Doch mit "Bergkristall" will ihm das leider nicht so ganz gelingen, was aber nicht unbedingt an ihm selber liegen mag.

Denn was Vilsmaiers Regiearbeit angeht, und seinem Gespür für visionär wuchtige Bilder, klappt auch beim "Bergkristall" alles hervorragend. Die Kulissen sind von Anfang bis Ende atemberaubend, vor allem die tiefverschneiten Berge fängt Vilsmaier mit einer Klasse ein, die einen nur staunend zurück lässt. Des weiteren sind die Kostüme sehr aufwändig und das Leben in den Bergen des 18. Jahrhunderts, glaubwürdig und realistisch in Szene gesetzt. Zudem kann auch die Geschichte als solches vollauf überzeugen. Die großartige Novelle von Adalbert Stifter wurde nahezu 1:1 auf Zelluloid gebannt und ist auch im Film wunderschön und spürbar. Abgerundet werden die positiven Details zudem von einem wunderschönen und in jedem Moment passenden Soundtrack, den man sich auch außerhalb des Films immer wieder gerne anhört!

Schade allerdings, dass es auch von einigen negativen Punkten zu berichten gibt. Da wären als aller erstes die schlechten Darstellerleistungen. Vilsmaiers Frau Dana Vávrová legt hier leider eine der schlechtesten Leistungen ihrer gesamten Karriere ab. Und ihre beiden Töchter, darunter hauptsächlich Josefina Vilsmaier als Töchterchen "Sani", haben leider überhaupt kein Talent zum schauspielern, genauso wie François Göske, der den Bruder Konrad spielt. Und auch alle anderen Darsteller machen ihre Sache eher schlecht als recht, mit Ausnahme von Theaterstar Daniel Morgenroth als Vater Sebastian. Er ist so ziemlich der Einzige, der vollauf überzeugen kann.

Zum anderen wurde leider auch das Drehbuch immer wieder etwas arg durch die Kitschmühle gedrängt. Drehbuchautor Klaus Richter lässt die Geschichte vom Bergkristall leider immer wieder stark ins Kitschige abrutschen (z. Bsp. in der Eishöhle) und lässt die Charaktere zudem Dialoge sprechen, die mitunter doch etwas arg an den Haaren herbeigezogen wurden und eher stelzig als glaubwürdig wirken.

Somit bleibt "Bergkristall", unterm Strich, ein, sowohl was die Geschichte betrifft als auch auf visioneller und akustischer Basis, höchst anspruchsvoller und sagenhafter Heimatfilm, der aber aufgrund der schlechten Darsteller, dem übertriebenen Kitsch und stelzigen Dialogen dennoch leider nicht ganz das geworden ist, was man von einem Vilsmaier erwarten kann, obwohl dieser allein eigentlich beste Arbeit ablegt! Schade!

Zur DVD sei gesagt, dass sie den Film in wunderbarer Qualität wiedergibt und auch einige nette Extras zu bieten hat!

Freunde von trauerlichen Weihnachtsgeschichten und visionell überzeugenden Heimatfilmen dürfen getrost zugreifen. Alle anderen sollten sich den Film aber lieber vorher erst einmal ausleihen, um am Ende nicht enttäuscht zu werden!

Überflüssig und emotionslos (4. November 2005)

An und für sich ist man von Josef Vilsmaier ja gute Filme gewöhnt. Was er aber mit "Bergkristall" abgeliefert hat, ist mehr als enttäuschend. Das Familienprojekt der Familie Vilsmaier mag vielleicht die Erfüllung eines Kindertraums von Herrn Vilsmaier Senior darstellen, mehr aber auch nicht. Wer die literarische Vorlage, also die Novelle "Bergkristall" von Adalbert Stifter gelesen hat, wird rasch merken, dass diese filmische Umsetzung der Vorlage nicht auch nur annähernd gerecht wird. Der Film beginnt mit hektischem Funkverkehr der Bergwacht und einer Familie, die wie viele andere von einer riesigen Lawine in einem kleinen Gebirgsstädtchen eingeschlossen wird. Der Pfarrer, farblos dargestellt von Max Tidof, liest seinen zugereisten Freunden die Geschichte vom Bergkristall vor, die sein Großvater einst aufgeschrieben hat - was soll man sonst auch tun, wenn man eingeschneit ist? Und so erfahren wie von zwei verfeindeten Dörfern. Warum sie verfeindet sind? Das bleibt ein Geheimnis. Der Film legt sehr viel Gewicht auf den Hass und die Verachtung, die der zugereisten Schusterfrau aus dem Nachbarort und ihren Kindern entgegengebracht wird. Man zwingt sie schließlich, das Dorf zu verlassen und in ihr Elternhaus zurückzukehren, da sonst die Familie verhungern würde. Und so müssen die beiden Kinder jeden Sonntag drei Stunden über den Berg wandern, um die Mutter zu besuchen. Das mag rührselig klingen, ist aber langweilig und emotionslos erzählt und erinnert an ein runtergeleiertes Gedicht. So machen sie sich auch am Weihnachtsabend die Kinder auf den Weg, nur um auf dem Rückweg vom Schnee überrascht zu werden. Ein Weihnachtsfilm? Pustekuchen - außer dem Großvater, der die Kerzen am Baum anzündet und zwei Weihnachtsliedern in der Filmmusik ist überhaupt nichts von Weihnachten zu merken. Dafür werden die Kinder von einer lawine überrollt und krabbeln einfach so wieder daraus hervor (ein Weihnachtswunder???). Die Kinder erinnern sich an das Märchen vom Bergkristall und finden nach stundenlangem Rumkrabbeln in Eishöhlen tatsächlich den Kristall. Als wolle der Berg sie für den Frevel bestrafen, finden sie den Rückweg aus Schnee und Eis nicht mehr und drohen zu erfrieren. Doch inzwischen hat der Papa alle Nachbarn zusammengetrommelt, die plötzlich (warum???) von Hass und Feindschaft gar nichts mehr wissen wollen, und die Mutter macht sich vom Nachbardorf aus auf die Suche (die Bewohner des Nachbardorfes kommen hinterdrein... Warum???). Für diesen Sinneswandel gibt es überhaupt keinen Grund, und ihn nur auf die Kraft des Bergkristalls zurückzuführen ist schon sehr weit hergeholt. Der Rest des Films ergeht sich in ewig lange Szenen, in denen Kinder und Erwachsenen durch den Schnee staksen, Kinder in Bergspalten stürzen (ohne sich was zu brechen) und den Weg wieder raus finden, und eine Versöhnung der beiden Dörfer...na ja, ich frag mich immer noch, wieso die sich plötzlich versöhnen. Die Dialoge sind ebenso unpassend wie das ganze Brimborium, das um diesen Film gemacht wurde. Gewaltige Naturkulisse? Von wegen... und obwohl die Handlung in den bayrischen oder Tiroler Bergen spielt, sprechen Dana Vavrova und ihre Kinder und die Nachbarn allesamt hochdeutsch. Sehr seltsam. Die Dialoge der Kinder erschöpfen sich auf Sätze wie: "Wir müssen den Bergkristall behalten. Die Eltern brauchen ihn doch." - Dieser Satz soll den beiden Kindern im Berg Mut machen und kommt deshalb mehrfach vor. Die kleine Tochter von Joseph Vilsmaier und Dana Vavrova hatte den leichtesten Part - ich habe nicht mehr gezählt, wie oft sie in diesem Film zu ihrem Film-Bruder ergeben "Ja, Konrad" sagt: "Hilfst du mir, den Bergkristall zu finden?" - "Ja, Konrad."; "Du darfst nicht einschlafen." - "Ja, Konrad"; "Bleib dicht hinter mir, ich finde den Weg." - "Ja, Konrad." Und so geht das in einem fort. Man sollte wie gesagt wesentlich Besseres von Joseph Vilsmaier gewöhnt sein - dieser Film aber ist enttäuschend und weder Fisch noch Fleisch; kein Heimatfilm, kein Melodram, kein Weihnachtsfilm, sondern von allem ein wenig und schlecht gewürzt. So wird kein Festmahl daraus, allenfalls Fast Food.
Jasper P. Morgan

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