Lullabies to Paralize (Ltd. Tour Edition)

Verkaufsrang: 33598 (Musik)
Artist: Queens of the Stone Age
Audio CD
EAN: 0602498844434
Format: Limited Edition
Format: Doppel-CD
ListPrice:
Anzahl Medien: 2
Verlag: Interscope (Universal)
UPC: 602498844434
Preis: EUR 14,99

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Aus der Amazon.de-Redaktion

Das Bild von der Band mit der Drehtür, wo die Musiker rein- und rauslaufen, ist wohl das angemessenste für die Queens Of The Stone Age. Türsteher Josh Homme hatte kein Problem, seinen langjährigen Basser und Queens-Mitgründer Nick Olivieri durch diese Tür zu schicken, und trotzdem mit Lullabies To Paralyze eine hervorragende Scheibe abzuliefern.

Der geniale Desert-Sessions-Produzent Alain Johannes übernahm kurzerhand den Viersaiter, Mark Lanegan hat ein weiteres mal traumhafte Vocals beigesteuert, Billy Gibbons von ZZ Top kann auf "Burn The Witch" einmal mehr demonstrieren, was für ein hervorragender Blues-Gitarrist er ist. Aber die Magie der Queens liegt im Wechselbad von heftigem Rumgeholze mit einem bösen Drive, wie es bei "Medication", "Everybody Knows That You're Insane" oder der potentiellen nächsten Single "In My Head" der Fall ist, und abgefahrenen Experimenten mit Tango-Groove ("Tangled Up In Plaid"), dem völlig abgedrehten Sechsminüter "The Blood Is Love" oder dem orchesterbeheizten "Someones In The Wolf".

Man sagt ja gerne, die Queens hätten den Rock'n Roll gerettet, aber keiner sagt, wovor eigentlich, und ob er gerettet werden wollte. Was sie aber definitiv geschafft haben, ist eine stets überraschende und eigenständige Art, dieser Musik immer wieder neue Aspekte abzugewinnen. Das ist auch mit Lullabies to Paralyze wieder eindrucksvoll gelungen.

--Deborah Denzer

dkb.de

Kundenrezensionen zu 'Lullabies to Paralize (Ltd. Tour Edition)'

Gespentisch und großartig. Ein Reißer für die späten Abendstunden (20. Mai 2007)

Noch vor Beginn der Aufnahmen zu Queens of the Stone Ages viertem Album, Lullabies to Paralyze, kickte Sänger, Gitarrist und Bandchef Josh Homme Bassist Nick Oliveri aus ungeklärten Gründen aus der Band. Da Homme und Oliveri schon seit 1990 und der Gründung von Kyuss Weggefährten gewesen waren, könnte diese Trennung allerlei Mitleid erregen. Wären QOTSA eine normale Band. Aber das sind sie nicht wirklich. Und die eigentlichen Regeln einer 'normalen' Band gelten da schon lange nicht. Während ihrer gesamten gemeinsamen Geschichte, seit der Gründung von Kyuss bis hin zu QOTSA und deren letztem Album, Songs for the Deaf, waren die Lineups der Bands so beständig wie Treibsand. Auch betreffend ihrer Nebenprojekte. Die rotierenden Lineups, geheuerte und gefeuerte Musiker, waren stets Teil der Bandphilosophie, sodass sie auch den Verlust von richtigen Bandmitgliedern standhalten konnten. Auch der Verlust von Oliveri sollte so verkraftet werden - sogar nachdem er Kyuss 1994 verließ und die Band ohne ihn weitermachte war das kein Problem. Die Wahrheit ist, dass der führende Kopf hinter QOTSA immer Josh Homme gewesen ist - er ist nunmal die eigentliche Konstante bei Kyuss und QOTSA, der Mann der fast die gleichen Visionen bei seinem Nebenprojekt die Desert Sessions verwirklicht hat. Und auf Lullabies to Paralyze gibt er seiner fixen musikalischen Idee wieder mehr und mehr nach. Sogar Hardcorefans werden sich anstrengen müssen, das Fehlen von Oliveri überhaupt zu bemerken.
Sicherlich gibt es einige Unterschiede zu den vorherigen Werken. Es ist meistens spürbar, dass Lullabies to Paralyze den Touch des manischen Metal-Schnörkel vermissen lässt. Der egozentrische Humor und die zahlreichen Gimmicks wie Songs for the Deafs Radio-DJ am Anfang sind komplett Fehlanzeige. Aber trotzdem hört sich alles wie eine beruhigende Weiterentwicklung des straffen Sounds vom Vorgänger an. Richtige Crossover-Poptöne kommen mit "Burn the Witch" und "No One Knows" durch; Songs ohne QOTSAs fuzzy Gitarren, ohne den heftigen Psychelida-Hard-Rock-Touch - ersetzt durch einen unwiderstehlichen melodischen Filter der der Musik eine wahrhaftige Sexiness verleiht. All das war der Band bis dahin so fremd wie all die unwiderstehlichen Pop-Hooks. Homme hat eine Überraschung mit einem solch derartigen Ausmaß rausgehauen, dass man befürchten könnte, dass deren Rock nun Geschichte ist. Quatsch! - Anstatt mit diesen Überraschungen abzuhauen, vereint er diese neuen Elemente mit dem breiten Art Rock von R und dem dunklen, Zeichen setzenden Metal von Kyuss.
Das Resultat ist ein perfekt dunkler, filmischer Reißer für die späten Nachtstunden.
Einer der Gründe, warum die Band immer als die Band wahrer Musiker angesehen wurde, ist die Tatsache, dass sie so unglaublich gut mit Stimmungen ungehen und spielen können. Nein, eher zaubern. Darin sind sie Meister. Egal, ob sie in einem sechsminütigen Epos die Spannung halten und immer weiter ausreizen, oder ob sie die Spannung bis aufs Äußerste in gerade mal zwei Minuten hochkurbeln. Und die Palette der wirren Gitarren, gespentischen Melodien und minor-key Melodien scheint unendlich. Zwar ist Lullabies wohl kaum ein Konzeptalbum, dennoch drehen und wirbeln die Songs wie in einem gespentischen Zirkel, beginnend mit der von Mark Lanegan gesungenen Opener-Salve "This Lullaby". Mit jedem Track wird das Album größer und gruseliger. Alles entlädt sich im gespentischen Meisterwerk "Someone's in the Wolf". Diese verführerische Präsentation ist der Schlüssel des Erfolgs. Das ist kein oberflächlicher Nihilismus, nein, vielmehr das tiefe innerliche Bedürfnis diesen sexy-schaurigen Fantasien zu erliegen. Und man bemerke und halte fest - diese Verführung ist rein musikalisch! Spezifische Lyrics machen da kaum was aus, vielmehr ist es die Tatsache, dass sich Hommes Stimme mit der Band vermischt, so nahtlos und schön, und dass alle Instrumente eine untrennbare Einheit bilden. Dies schafft eine elastische, hypnotische Kraft die schier endlos viele Versionen eines einfachen Sounds zu kreieren vermag.
Einfach gesagt, es gibt keine andere Rockband 2005, der man so gut und begeistert zuhören kann wie QOTSA. Andere rocken vielleicht härter oder nehmen mehr Risiken auf sich, aber keiner kann den Thron erklimmen, den die Queens einnehmen. Sie sind so gut und natürlich auf Lullabies, dass man den Verlust von Oliveri schnell vergessen kann - was wiederum ein Pluspunkt für Homme ist und seinen Trimph bemerkenswerter macht. Er ist nicht nur die treibende Kraft von QOTSA, sondern auch der Macher eines süchtig machenden Albums, das die Zuhörer dazu bewegt, sich in dessen Stimmungen fallen zu lassen.

Trotz Schwächen liebe ich das Album! (17. April 2007)

Seit erscheinen der Platte, hab ich sie schon so oft gehört und es wird einfach nicht langweilig, wobei ich sagen muss, dass ich eher auf die lauteren Seiten der Platte stehe. "Medication" "Someone's In The Wolf" und vor allem "Everybody Knows That You Are Insane" lassen mich beim Fahrrad fahren immer so kräftig in die Pedale treten, dass ich immer zu früh da bin. Trotz teilweise auch etwas schwächerer Passagen (eine Prise zu viel Pop) 5 Punkte für das Album. Kaufempfehlung!

Heavy Rotation in my CD-Player (13. März 2007)

Diese CD ist unglaublich! Sie findet wie von Zauberhand immer wieder ihren Weg in meinen CD-Player. Und das schafft sonst nur Underground Network von Anti-Flag und AEnima von Tool. Aber nun zu QOTSA: Nach dem seichten Einstieg "This Lullaby" wird die Hit Keule ausgepackt. Nach tollen drei songs folgt der stärkste Teil der Platte. Mit "Burn The Witch", "In My Head" und "Little Sister" ist die Hitdichte so hoch wie kaum einer anderen Band. Aber es geht ja noch weiter...obwohl die restlichen songs nach diesem Hit Dreier erstmal etwas hinterherhängen, zeigt sich nach dem zweiten durchlauf der C, auch die Klasse der restlichen Songs. Zusammenfassend gesagt ist Lullabies nicht ganz so rotzig wie seine Vorgänger oder Kyuss, aber wen stört das schon? Mich nicht...

Flaschengrünes Wasser bei Mondschein (28. Dezember 2006)

ok, man hätte nach SftD wieder eine heiße wüsten-platte erwartet, aber wieso sollte man immer nur auf der selben schiene fahren? einerseits werden musikern einseitigkeit vorgeworfen, andererseits werden neue ideen bzw themen nicht begrüßt. und nach 3 desert-platten kann man es dem guten josh und seiner truppe nicht vorwerfen, einen stilbruch zu wagen. außerdem erinnern songs wie "the blood is love" auf jeden fall an die desert-sessions.

wie auch immer, ich habe bisher noch kein wort über die eigentliche qualität der platte verloren. der anspruch liegt eindeutig höher als bei den vorgängern. es sind zwar auch rockende und rollende songs vorhanden (little sister, everybody knows that you're insane, ...), aber der schwerpunkt liegt hier eindeutig auf der atmosphäre. und diese kommt so gut zur geltung wie in kaum einem anderen silberling. man bekommt eine grüne, dunkle, leicht bekiffte stimmung. erinnert alles sehr an eine nachtwanderung durch einen wald, die ihren höhepunkt bei einer flucht vor einem wahnsinnigen findet (hiermit meine ich den song "someone's in the wolf"). nach diesem ungekrönten songkönig kommt eine sehr entspannte phase, bis man sich bei "long, slow goodbye" entgültig von diesem beeindruckenden album verabschiedet. das konzept des albums, märchen, ist in meinen augen gut gewählt und passend zur musik. naja, ich könnte jetzt noch weiterhin schreiben, wie toll das album ist, aber was würde das bringen? ich denke, jeder leser dieser rezession hat verstanden, dass ich absolut begeistert von diesem album bin.

nun wird man sich fragen "soll ich das album nun kaufen?" dazu muss gesagt sein, dass dieses album nicht jedermanns sache ist. wer eher auf einfachere, schwerere, härtere musik steht, aber trotzdem eine QotSA-Platte im Schrank stehen haben will, der sollte lieber songs for the deaf kaufen. wer auf atmosphäre, märchen und kerzen steht, ist hiermit besser bedient. ich für meinen teil bereue den kauf absolut nicht.

Eher Mau (24. September 2006)

Nach einem Knalleralbum wie "Songs for the deaf" dachte ich, der Nachfolger kann ja gar nicht schlecht sein und kaufte die neueste Scheibe ungehört - ein Fehler.

Was ich beim Vorgänger geliebt hatte, schnelle, spritzige, gut gelaunte Musik, macht hier jetzt zunehmend langsamen Liedern Platz - die einfach nur langweilig sind. Rockeinheitsbrei sucht man hier zwar vergeblich, aber außer Höhepunkten wie "Everybody knows that your insane" und "Little Sister" bietet das Album zu wenig Kontinuität, was Songs angeht, die dazu verleiten würden, es etwas öfter in den CD-Player zu legen.
Vielleicht bin ich auch einfach nur ein Banause, der einschläfernden Liedern mit schiefer Gesangsstimme nichts abgewinnen kann, obwohl die doch total toll sind. Mir egal, meine Erwartungen an ein Quotsa-Album wurden nicht erfüllt, also gibt es nicht mehr als drei Sterne.

dkb.de

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