Verkaufsrang: 32859 (DVD)
Actor: Rouxnet Brown
Actor: Shaun Smyth
Actor: Neil Sandilands
AspectRatio: 16:9
AudienceRating: Freigegeben ab 12 Jahren
Binding: DVD
Director: John Greyson
Director: Jack Lewis
EAN: 4031846004682
Format: HiFi Sound
Format: PAL
Label: Pro-Fun Media
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: Pro-Fun Media
Verlag: Pro-Fun Media
RegionCode: 0
Erscheinungsdatum: 7. Dezember 2005
Spielzeit: 103
Studio: Pro-Fun Media
TheatricalReleaseDate: 2003
von: Rouxnet Brown (Hauptdarsteller), Shaun Smyth (Hauptdarsteller), Don Pyle (Komponist), Andrew Zealley (Komponist)
Preis: EUR 8,50
Kundenrezensionen zu 'Proteus - Meine Liebe ist deine Freiheit (OmU)'
Berührend (16. Mai 2007)
Ich fand die Art, wie der Film gemacht war, interessant. Eine alte Geschichte erzählen und die mit modernen Elementen mischen. Das kann entweder spannend sein oder in die Hose gehen. Aber das soll jeder für sich entscheiden.Die Liebesgeschichte zwischen Claas und Rijkhart braucht eine Weile, um in die Gänge zu kommen - ist dann aber umso schöner. Der Film, die beiden Männer, die erste Liebesszene hat mich sehr berührt. Ihre Liebe wird weder glorifiziert noch verstohlen betrachtet. Der Film zeigt sie einfach, wie sie ist: Menschlich, überraschend, stark, berührend und einfach atemberaubend. Sie bricht dem Zuschauer einfach das Herz.
Die beiden Hauptdarsteller haben mich förmlich aus dem Kinosessel gehauen. Neil Sandilands ist einfach umwerfend als der wortkarge, sensible und einfach nur süße Rijkhart. Er hat mich am meisten berührt. Sein Partner Rouxnet Brown in der Rolle des Claas steht ihm in nichts nach. Am Anfang ist er listig wie ein Fuchs und zwielichtig wie ein kleiner Gauner. Wider Erwarten verändert ihn Rijkharts Liebe von Grund auf und es zeigt sich - auch in diesem Fuchs schlägt ein Herz, das lieben kann.
Ich ziehe einen Stern für die bereits erwähnten stilistischen Mittel ab, die zwar originell sind, mich aber häufig irritiert haben. Dafür möchte ich vier dicke Sterne vergeben für eine der größten und emotionalsten Liebesgeschichten, die ich je gesehen habe. Einfach wunderbar!
Oh mein Gott... (4. Mai 2006)
Ich bin immer noch total geschockt. Das ist dann nun doch einer der schlechtesten Filme, die ich je im Schnelldurchlauf gesehen habe. Und ich musste ihn mit dem Finger auf der Vorwärts-Taste sehen, weil ich es sonst nicht ausgehalten hätte. Im 17.Jahrhundert Jeeps, Perrücken, die nicht mal in einem Billig-Porno durchgegangen wären, Kamerarauschen, schlechte Schauspieler (bei diesem ernsthaften Drama tritt ein Bully-Herbig-Verschnitt als schwuler Spock im Mittelalterverschnitt auf). Dieser Film hat definitiv zu viele Faktoren, die einen vom Hineindenken in die Geschichte abhalten. Das Ganze ist dann auch noch zu 50% auf Afrikaans gesprochen, so dass man gezwungen ist, sich die Untertitel mit reinzuschalten. Ich muss hier zugeben, dass ich mich durch solche Untertitel einfach nur gestört fühle.Für Leute, die sich durch solche Mängel nicht abschrecken lassen oder einfach mal nur einen schlecht gemachten Film sehen wollen, mag das alles spannend sein. Aber ich habe die Geschichte auch in den 10 Minuten Schnelldurchlauf mitbekommen. Schade für das Geld.
Spannendes Thema - nervige Umsetzung (2. April 2006)
Als ich die Vorschau der DVD sah, wurde ich ganz neugierig. Endlich mal kein Outing-Film der Neuzeit, sondern schwules Leben in der Kolonialzeit in Afrika - ein Thema, bei dem ich sehr gespannt war, was der Film zeigt und erzählen will. Die Geschichte basiert auf einer wahren Geschichte, das machte mich noch mal aufmerksamer.Die Geschichte der beiden Strafgefangenen ist gut erzählt und ebenso glaubwürdig gespielt. Man bekommt eine Idee, wie das Leben zur Kolonialzeit war. Dass die Jungs langfristig arge Probleme bekommen, ist zu erwarten. Geständnisse werden per Folter erpresst. Es kommt zur Verhandlung, in welcher der Kolonialhüter (heute würde man wahrscheinlich Gefängniswärter sagen) die Angeklagten deckt, da er sich selber in Claas Blank, den Farbigen der beiden, vernarrt hat. In wie fern hier die wahre Geschichte erzählt oder vom Autor frei interpretiert wird, sei dahin gestellt. Es sein denn, der Holländer war von knapp 300 Jahren schon so liberal wie heute.
Was mich allerdings vom ersten Moment nervte, war die technische Qualität und die dilettantische Art der „Initiierung". Mit Filmtechniken kenne ich mich nicht sonderlich aus, jedoch wirkt der Film so, als ob er mit einer billigen Digitalkamera gedreht wurde. Die Aufnahmen erinnern eher an eine Daily-Soap als an einen Streifen, den man sich auf der Leinwand vorstellen könnte. Dass es sich hier um eine Geschichte im Jahre 1725 handelt, wird bei der Ausstattung nur teilweise berücksichtigt, aber nicht versehentlich, sondern scheinbar bewusst. Nach meinem Geschmack ziemlich widersprüchlich. Die Menschen sind in Kostüme der Zeit gehüllt, in barocke Kleider und Perücken oder Leinenklamotten für die Gefangenen, dann fährt allerdings ein Jeep herum, der folternde Mensch erinnert an ein heutigen deutschen Polizisten oder amerikanischen Cop, der einem billigen Porno entsprungen ist. Wenn irgendwann ein Handy geklingelt hätte, hätte es mich nicht überrascht. Ob es zu der Zeit schon den Begriff „Schwuchtel" gegeben hat (so im deutschen Untertitel zu lesen), passte ebenso in die eigenartige Vermischung der damaligen und heutigen Zeit.
Es ist sehr schade, dass dieser Film durch diese Initiierung so sehr an Unterhaltungswert verliert. Die Geschichte selber halte ich selbst für kinotauglich, die Umsetzung sollte dann allerdings von einem anderen Regisseur geschehen.
Liebe in Zeiten des Burenregimes (26. Januar 2006)
Der Film arbeitet eine wahre Begebenheit ( nach Prozessakten )auf, die sich in Südafrika zu Zeiten des erzkonservativen Burenregimes zugetragen hat.Die Schauspieler meistern neben Szenen der Gewalt auch sexuelle mit einer gewissen Natürlichkeit, die für sie einnimmt. Es ist die Geschichte einer dauerhaften Zuneigung zwischen zwei Sträflingen, die mit viel Einfühlungsvermögen dargestellt wird. Die Doppelmoral des stets repressiven Konservatismus' kommt dabei deutlich zum Vorschein.
Das traurige Ende der "tapferen" Protagonisten berührt einen tief.
Verbotene Liebe eindrucksvoll inszeniert (27. November 2005)
Die Geschichte von "Proteus" spielt in Südafrika im Jahre 1725 in der verrufenen Strafkolonie auf Robben Island. Dort treffen der junge Schwarze Claas Blank und der weiße holländische Matrose Rijkhaert aufeinander.Beide wurden hart bestraft: Claas wegen eines Diebstahls, Rijkhaert wegen Sodomie.
In 100 Minuten bildet der erfahrene Regisseur John Greyson die Themen Kolianismus mit der damaligen Situation von Schwulen, die vor allem homophob genannt werden kann. Hinzu kommt auch noch die Dimension des Rassismus, der weiße und schwarze Menschen völlig unterschiedlich behandelt.
Mit hat der Film sehr gut gefallen, den er zeigt, der Zeit entsprechend zaghaft beginnend, wie die beiden Männer immer stärker zueinander finden, nachdem sie sich zunächst nur gegenseitig als Sexobjekte sehen.
Die schauspielerische Leistung von Neil Sandilands und Rouxnet Brown ist beeindruckend und stellt diese schwierige Thematik jederzeit unterhaltsam und doch gleichzeitig nachdenklich dar.
Da der Film sich meiner Meinung nach jedoch ein wenig zu stark auf die Beziehung der beiden konzentriert, verdient er nur vier von fünf möglichen Sternen.
Der Film ist auf jeden Fall sehr empfehlenswert, und zwar nicht nur für Schwule, die die leidenschaftliche Geschichte der beiden sehen wollen, sondern für alle, die sich für besondere Problematiken des Kollonialismus oder einfach nur für einen unterhaltsamen Film interessieren.





