Verkaufsrang: 215 (DVD)
Actor: Kieran O'Brien
Actor: Margot Stilley
Actor: Michael Nyman
AspectRatio: 16:9
AudienceRating: Freigegeben ab 16 Jahren
Binding: DVD
Director: Michael Winterbottom
EAN: 4030521423190
Format: Dolby
Format: PAL
Format: Surround Sound
Languages:
ListPrice:
RegionCode: 2
Erscheinungsdatum: 3. November 2005
Spielzeit: 67
TheatricalReleaseDate: 2004
von: Kieran O'Brien (Hauptdarsteller), Margot Stilley (Hauptdarsteller)
Preis: EUR 5,96
Story
Matt ist Brite, Kälteforscher und gerade auf einer wissenschaftlichen Exkursion in der Antarktis unterwegs. Seine Gedanken sind jedoch gefangen von seiner Begegnung mit der hemmungslosen jungen Amerikanerin Lisa, die er in London getroffen hat. Und mit der er neben zahlreichen Konzertbesuchen vor allem den guten, leidenschaftlichen und vielseitigen Sex erfahren und genossen hat, der nicht bei jedem Zufallsaufriss zu erwarten ist.
Matt hat die attraktive 21jährige in der Brixton Academy während eines Auftrittes einer Brit-Rock-Truppe kennen gelernt. Auf seinem Weg über die Eiswüste vertraut er seinen Erinnerungen an, dass er, wenn er an Lisa zurückdenkt, sich weder an ihre Arbeit, ihre Kleidung, noch an das, was sie tat oder sagte, erinnerte. Sondern nur an ihren Geruch und die Berührung ihrer Haut mit der seinen. Und all die selbstverständlichen Variationen, in denen sie einander liegend, stehend oder kniend bespielten. „Fick mich!“, nicht „liebe mich“, aber: noch mal! Und: nochmal, bestimmte den Rhythmus ihres Zusammenseins.
Matt und Lisa werden einen Sommer miteinander verbringen. Ihre Nähe ist der Sex, den beide lustvoll genießen und keine Möglichkeit des Experimentes, keine Stellung, keine Variante auslassen. Sie treiben es im Bett, in der Küche, in der Badewanne, mit verbundenen Augen, mit leichten Schlägen und leichtem Schmerz als Stimulation der Lust. Und immer wieder gehen Matt und Lisa zusammen in die Konzerte angesagter britischer Pop- und Rocktruppen, koksen, kiffen, ficken ... und reden wenig. Das aber wäre auch unnötig, da es die Worte sind, die immer alles zerstören.
Der Alltag von Matt und Lisa spielt sich in Matts Wohnung ab. Bis zum Schluss darf er ihr Apartment nicht sehen. Sie, die in vielen Ländern viele Liebhaber hatte, die hemmungslos, hübsch, verrückt und ein wenig egoistisch ist, dem eigenen Genuss vielleicht ein wenig mehr Aufmerksamkeit schenkt, schafft auch Distanz. Nur einmal verlassen die beiden im Tageslicht ihre Höhle. Diesmal geht es nicht zu einem Konzert, sondern ans Meer. Hier fühlt sich Matt zu einem Geständnis seiner Liebe bemüßigt. Danach ist der Zenit überschritten. Der Ton, den Lisa mitunter anschlägt, wird gereizter. An ihrer Hingabe und kreativen Freude bei der Suche nach körperlicher Erfüllung, ändert das nichts. Dennoch. Etwas ist geschehen ... und ein Ende kündigt sich an. Auf Matt wartet das ewige Eis der Antarktis, doch von Lisa verliert sich jede Spur ...
Kundenrezensionen zu '9 Songs'
Extreme Geschmackssache! (6. Februar 2008)
9 Songs als wirklichen Film mit Handlung zu betrachten, wäre fast schon übertrieben. Das Werk stellt nichts anderes als eine Aneinanderreihung von Sex-Szenen und Konzert-Ausschnitten da.Dass dies extreme Geschmackssache ist, dürfte nicht verwundern.
Die FSK 16-Freigabe ist mehr als fragwürdig - zwar zählt der Streifen nicht zur Porno-Ecke, aber die extrem deutliche Darstellung von Geschlechtsteilen in Aktion bedarf an sich eigentlich schon einer FSK 18 Einstufung.
Entgegen anderslautenden Meinungen gibt es übrigens nur eine Version von 9 Songs auf deutscher DVD - nämlich diese FSK 16 Version und diese ist komplett ungeschnitten mit ihrer Laufzeit von ca. 106 Minuten.
Bild und Ton (Dolby 5.1) der DVD sind ok, aber weit von Referenzscheiben entfernt.
Boah, ein Porno ab 16!!! (29. Januar 2008)
Nein, hier hat die FSK nicht gepennt, sondern erkannt, das es sich eben nicht um einen Porno handelt (ein Metier, das den meisten 16-jährigen mittlerweile ohnehin nicht mehr fremd sein dürfte), sondern um das Gegenteil. Ein Porno soll ja Lust erzeugen und den Betrachter zu sexuellen Handlungen (allein oder zu zweit) reizen."9 Songs" tut dies durch die nüchterne Darstellung eben gerade nicht. Und genau dieses augenscheinliche Paradoxon im Kopf des Betrachters wollte Winterbottom doch erreichen. Man sieht echten, puren Sex, ohne dabei angeregt zu sein.
Sicherlich kann man menschliche Entfremdung auch allein durch Schauspielkunst, Kameraeinstellungen, Landschaften etc. darstellen. Winterbottom hat sich entschieden, dies zur Abwechslung mal mit den drastischen Mitteln der Darstellung des ur-menschlichsten Bedürnisses zu tun, zu dem sich zwei Menschen zusammenfinden: dem Sex.
Dass trotz dieses doch schon revolutionären Mutes kein wirklich revolutionärer Film herauskam, liegt wohl daran, dass Sex kein wirkliches Tabu mehr ist. Unsere ganze Gesellschaft ist mittlerweile derart pornoisiert, dass solch ein Film da gar nicht mehr auffällt. Eine vielleicht wohl eher unfreiwillige Erfahrung für Winterbottom.
Sehenswert ist der Film allemal. Auch wegen der wirklich guten Musik.
...9 Variationen , 8 Songs und nicht mehr (27. Januar 2008)
"9 Songs soll der Segen auf Erden sein"! Da läuft wohl etwas gewaltig schief.In ihren banalen und nichts sagenden Zeitspannen des Zusammenseins voller Oberflächlichkeiten, reduziert auf grobkörnige Inhalte, Worte und Bilder, sollte man dieses Paar lieber allein unter sich lassen. Ansonsten, ist Mann/Frau nicht allein auf das freizügig Dargestellte aus, quält man sich durch die 69 minütige, unterbelichtete Fabel über Sehnsucht, Kälte und Geborgenheit eines Beziehungsalltags oder besser -dramas von addierten, körperlichen Spielen ohne jegliche Dramaturgie oder Inhalte.
...bestimmt keine Liebesgeschichte, wie es Winterbottom sieht oder sehen möchte, sondern ein überaus seltsamer Film, in dem zwei Menschen ihr Leben auf Stammhirn gesteuerte Impulse reduzieren, als sei nichts dabei bzw. als sei dies der erstrebenswerte Kern ihres irdischen Daseins.
nb:
Die mit Handkamera aus dem Publikum heraus gedrehten Musikszenen zeigen Vertreter der 2004 aktuellen Rockszene. Hier die acht (keine neun!) Songs, die leider so gar nicht rüberkommen:
Black Rebel Motorcycle Club: Whatever happened to my rock and roll
Von Bondies: C'Mon, C'Mon
Elbow: Fallen angel
Primal Scream: Movin' on up
Dandy Warhols: You Were The Last High
Super Furry Animals: Slow life
Franz Ferdinand: Jacqueline
Michael Nyman: Nadia




