Kundenrezensionen zu 'Rosenrot'
Gute Scheibe, aber mit einigen Sonderlichkeiten (29. Juli 2008)
Als ich das Album durchgehört habe, fand ich die ersten Lieder sehr gut. Im typischen NDH-Stil gefasst, passten sie genau zu Rammstein. Besonders das Lied "Rosenrot" hat es mir angetan.Doch dann kam der Song "Stirb nicht vor mir". Also wenn das Rammstein sein soll, dann habe ich was an der Neuen Deutschen Härte nicht verstanden. Auch wenn hier Till seine Gesangsqualitäten präsentiert, hat so ein Lied meiner Meinung nach nichts auf einem Rammstein-Album zu suchen.
Danach gings dann wieder Rammstein-typisch weiter bis zum Ende, wobei das letzte Lied such so eine Art "Lückenfüller" zu sein scheint.
Alles in Allem war "Rosenrot" ein gutes Album, doch man merkt schon, dass Rammstein mit den Jahren ruhiger werden.
Mainstream-Resteverwertung für kuschelbedürftige, 45-Jährige Bon-Jovi-Rock-Fans (27. Juni 2008)
Als riesiger Rammstein-Fan habe ich mir diese CD natürlich zugelegt, wohlwissend, das man es hier - entgegen der öffentlichen, natürlich marketingtechnisch ausgefeilteren Darstellung des Rammstein-Managements - mit einer Resteverwertung des Vorgängers "Reise Reise" zu tun hat:8 von 11 Songs sind Überbleibsel aus den Studio-Sessions des besagten Albums.
Die Qualitäts-Frage einer bzw. dieser Rammstein-CD ist wie immer Diskussionssache und auch nicht objektiv zu beurteilen. Hierin scheiden sich mal wie imemr die Geister zwischen denen, die mit den 6 Mannen etwas anfangen können oder nicht. Trotzdem bemühe ich mich hier mal um Objektivität.
"Rosenrot" ist alles in allem das bisher schwächste Rammstein-Album - weil (habe mal nur die beiden prägendsten Faktoren aufgeschrieben):
a) einfach eine HÖRBARE Resteverwertung von (dem auch nicht berauschendem Album) "Reise Reise" ist, die OFFENSICHTLICH auf kommerzielle Bereicherung ausgelgt ist.
b) es mit dem oberlangweiligen Schlussong "ein Lied" das wohl schlimmste Rammstein-Lied aller Zeiten beinhaltet. Nichts gegen die Idee, einmal ein ruhigeres Lied auf eine Rammstein-Platte zu bringen sowie (was die offizielle Absicht war) den treuen Fans ein Tribut-Song zu widmen; aber jenes "Lied" wirkt einfach nur einschläfernd und total uninspiriert. Idee akzeptal, Umsetzung mangelhaft.
Die Texte sind nicht sonderlich schlechter, als auf den Vorgänger-Alben. Auch die Gitarren schrammen teilweise richtig schön aus den Boxen. Trotzdem fehlt dem Album das "gewisse Etwas". Das "etwas", was sich im Grunde mit dem Wort "Qualität" definieren ließe. Rammstein setzen hier zu sehr auf Quantität. Die Songs klingen bemüht, aber nicht überzeugend. Man wird das Gefühl nicht los, dass Rammstein sich hier nicht so richtig viel Mühe gegeben und auf liebevolle Details in der Musik verzichtet haben... Ich will nicht sagen, dass alles "wie aus der Konserve" klingt, aber ...
Darüber hinaus flacht das Album zum Ende hin leider etwas ("etwas"?) ab: weder das (das muss man den Jungs zu Gute halten) experimentell ausgelegte, aber dann doch eigentlich nur peinliche "Te Quiero Puta" kann überzeugen; noch das besagte Schlusstück verleihen "Rosenrot" eine erfreulichere Note zum Abschluss. "Mann gegen Mann" will provozieren, wirkt aber im Jahre 2008 und unzähligen besseren "Schocker-Songs" von Rammstein in der Vergangenheit nur noch lächerlich. Man Jungs, wo bleibt die Innovation, die Abwechslung (mitlerweile ist ja eigentlich so jedes gesellschaftliche Tabu-Thema von den Rammsteinern schon thematisiert worden)?!??
Das schrecklich platte "Benzin" klingt wie die x-te Kopie eines Rammstein-Demo-Songs, der auf 0815-Riffs setzt und einfach nur in der (textlichen) Belanglosigkeit versinkt. Ich verstehe nicht, warum manche Fans gerade dieses Lied so gut finden. Sein wir (unter uns Rammstein-Anhängern) doch mal ehrlich: Im Grunde ist "Benzin" einfach total mies. Dass gerade dieses Lied dann auch noch als erste Single ausgekoppelt wurde, treibt einem glatt das Unverständis in ungewohnte Höhen und die TRänen in die Augen...
Wer das "alte, harte Rammstein" hören will, soll zu den ersten beiden bzw. drei Alben ("Herzeleid", "Sehnsucht" und "Mutter" )greifen.
Wer allerdings auf das weichere, pop-lastigere, Radio-taugliche ("Amerika") und kommerziell ansprechendere Rammstein steht, der kaufe sich zuerst "Rosenrot" ("Stirb nicht vort mir" auf Dauer-Repeat) und gerne auch noch "Reise, Reise" und überspringe alle Lieder, die mit den eigentlich typischen Rammstein-Sound ("Hilf mir", "Zerstören") unterlegt sind.
Anspieltipps: "Rosenrot" und "Feuer und Wasser"
Anspielwarnungen: "Ein Lied", "Te Quiero Puta" und "Benzin"
Diese CD hat mich textlich und musikalisch voll überzeugt ! (22. März 2008)
Ich habe die Band bis jetzt immer gemieden und stand ihr sehr kritisch gegenüber. Vielleicht durch die Presse, die RAMMSTEIN öfters in Nazi - Nähe geschrieben hat ? Wahrscheinlich ist das blanker Unsinn, hier auf dieser CD ist davon jedenfalls nichts zu merken ! Die Texte sind z. T. etwas skuril, aber interessant und passend und die Musik ist einfach guter Hard - Rock, mit ausreichend Gitarren und Schlagzeug sowie überzeugendem Gesang. Kurzum, eine sehr gute CD, die mich inzwischen zu einem weiteren Kauf (Mutter) veranlasst hat. Schöner Digipack mit alles Texten, empfehlenswert.Immer spannender wird RAMMSTEIN (4. Dezember 2007)
Einzige Ausnahme für mich leider Benzin.Aber sonst spanische Klänge (normalerweise mag ich sowas eigentlich gar
gar nicht - aber das ist ja geil aber erst nach dem 3 mal anhören) und
böse Texte - herrlich.
Rammstein gelingt der Spagat alte harte böse Elemente in
spielerisch neuen Kontext zu setzen.
Bravo - der Spagat ist gelungen.
Weiter so RAMMSTEIN - lass ihn reifen wie einen guten WEIN
(schlechter Reim - ich weis - grinz)
Vielschichtige Romantik (3. Dezember 2007)
Wenn ich mir die bisherigen Rezensionen durchlese, fällt mir auf, wie unterschiedlich die Meinungen zu diesem Rammstein-Album sind. Wenn ich die bisherigen Interviews mit Rammstein nicht komplett falsch verstanden habe, ist diese Art der Auseinandersetzung von der Band durchaus gewünscht und beabsichtigt: jeder kann die Texte auf seine individuelle Art interpretieren.Auch die Musik von "Rosenrot" lässt sich glücklicherweise in keine Schublade stecken.
"Spring" klingt z.B. langsam und brachial, bei "Zerstören" geben dagegen ein hohes Tempo und zum Text passende "zerstörerische" Gitarrenriffs den Ton an.
"Te quiero puta" ist einfach nur ein Gag (aber ein guter!), und "Hilf mir" klingt - allein schon textlich - wie eine theoretische Vorlage für die Pyrotechnik bei der nächsten Tour.
Meine Lieblingsstücke auf diesem Album sind ganz klar "Stirb nicht vor mir" und "Feuer und Wasser". Ersteres Lied liefert den Beweis: es gibt Romantik OHNE Schmalz.
"Feuer und Wasser" wirft für mich die Frage auf, warum so wenige Rezensenten erwähnen, was für eine schöne Stimme der Rammstein-Sänger Till Lindemann hat. Diese Stimme war und bleibt einer der Hauptgründe, weswegen ich Rammstein höre.






