Aus der Amazon.de-Redaktion
Besonders tief wird sich der HipHop-Jahrgang 2006 wohl nicht in Erinnerungen einbrennen, sei es in den Abteilung Underground und noch weniger im Mainstream. Zu den überschaubaren Ausnahmen gehört das kurzweilige, amüsante und höchst abwechslungsreiche Album Idlewild von Outkast. Allen Trennungsgerüchten zum Trotz präsentieren sich André „Andre 3000“ Benjamin und sein kongenialer Partner Antwan „Big Boi“ Patton in aller Frische. Wie schon Gnarls Barkley auf St. Elsewhere begibt sich das schon 1992 in Atlanta / Georgia gegründete Duo im gazellenartigen Zickzackkurs auf einen Streifzug durch unzählige Genres, der mit einer prall gefüllten Wundertüte endet.Die parallel zum gleichnamigen, in der amerikanischen Prohibitionszeit spielenden Film veröffentlichte 1a-Platte im 3-D-Cover entstand bis auf wenige Ausnahmen wieder in Arbeitsteilung. Geschadet hat Outkast dieses Prinzip des getrennten Komponierens und gemeinsamen Auftretens wie schon auf dem formidablen Megaseller-Vorgänger Speakerboxx / The Love Below nicht. Ganz im Gegenteil. Unterstützt werden der Pimp Patton und Dandy Benjamin auf Idlewild von Leuten wie Scar, Sleepy Brown, Macy Gray oder Janelle Monaé, und selbst der oft nervige Snoop Dogg zeigt sich von seiner Schokoladenseite („Hollywood Devorce“). Herausstechend sind auf diesem quietschbunten HipHop & More-Spektakel der akustische Blues namens „Idlewild Blue“, das teilweise zappaeske „N2U“, die an Arrested Development erinnernde Sitar-Hippie-Nummer „The Train“ und der Gassenhauer „Call The Law“. Das Stück ist ungefähr so toll wie Crazy von Gnarls Barkley. --Sven Niechziol
Kundenrezensionen zu 'Idlewild'
OutKast-DAS ist Musik!!! (21. September 2007)
Ob es nun das beste oder das schlechteste Album von OutKast ist, mir ist es egal.Das ist das erste mal, dass mir wirklich alle, aber auch alle Songs auf einem Album für mindestens gut empfinde.
Phänomenale Jazz/Soul Nummern,rap vom feinsten,bekannte als auch unbekannte gäste sind mit dabei(janelle monaé), ein genialer instrumentaler song zum ausklang der LP.
Traumhaft.
OutKast kreierten ein Album zum träumen, ein album zum tanzen UND ein album, bei dem man sich einfach zurücklehnen kann und denkt: WARUM SIND DIESE BEIDEN NICHT NOCH BEKANNTER ALS SIE ES OHNEHIN SCHON SIND?
Ne, nicht mein Fall ... (27. Juni 2007)
... leider!Dieses ist das erste und (hoffentlich zukünftig) einzige Album von Outkast, das mich schwer enttäuscht hat!
Man merkt deutlich, dass "Idlewild" eigentlich der Soundtrack zum gleichnamigen Film ist.
Träge, uninspiriert und irgendwie fad!
"Ähm, war das jetzt wirklich Outkast?" war mein erster Gedanke nach der ersten Hörprobe...
Immernoch ziemlich crazy und sample-behaftet aber insgesamt fehlt das Feeling, das die anderen Platten wirklich ohne Ende verströmten und noch immer verströmen.
Wird denn jetzt jeder kommerziell?
Fehlgriff und gut? Ja!?
Undefinierbar......gut (2. Dezember 2006)
Endlich mal Rapper die sich trauen vom normalen Rapalltag abzuweichen und zu experimentieren. Und das gelingt ihnen auch sehr gut. Mehr kann ich dazu nicht sagen, man muss die Tracks hören und auf sich wirken lassen, denn DAS ist richtige Musik.Beste Tracks:
Idlewild Blues
Morris Brown
The Train
Hollywood Divorce (ft. Lil' Wayne & Snoop Dogg)
Kauft euch das Teil, ihr werdet positiv überrascht sein.
Die guten Tracks versinken leider in der Menge an Spielereien (27. September 2006)
Da haben sie sich aber verhoben. Das neue Album von OutKast ist der Soundtrack zu einem Film, der in den 30er Jahren während der Prohibition spielt. Wird musikalisch aber nicht großartig weiter beachtet.Und so spielen und produzieren sich Big Boi und Andre 3000 munter aneinander vorbei in den Größenwahn. Nur 4 der 25 (zu viele! für 78 min. Laufzeit) Stücke haben sie gemeinsam eingespielt, den Rest irgendwie aufgeteilt - was zumindest beim Vorgänger ganz gut geklappt hat. Unter dem Strich sind einige nette Nummern (neben vielen Füllern) übrig: "The Mighty O" mit seinem Call/Response- Hook, das coole "Hollywood Divorce" (feat Snoop Dogg) oder der akustische Blues "Idlewild Blue" sowie die kommende Single "Morris Brown".
Aber die guten Tracks versinken leider in der Menge an Spielereien, Interludes und - es verfranst sich einfach. Kein großer Wurf, keine Hitsingle in Aussicht - die beiden sollten zukünftig ihre eigenen Brötchen backen.
Kaufempfehlung (5. September 2006)
Ich hab jetzt schon unzählige „professionelle“ und rein private Reviews über dieses Album gelesen und ich muss sagen von kompletter Schwachsinn bis genau zutreffend, war da alles dabei, bei den Amatueren wie bei den Profis.Um das Album mal so kurz wie möglich zu beschreiben, es ist gute, neue Musik.
Komplett innovativer Sound, gemischt mit Elementen aus vergangenen Musikepochen. Wie z.B. 14 Call The Law. Hauptsächlich performt von Janelle Monàe und im altem jazzigem Stil gehalten. Das lustige daran ist, dass ich diesen Dingern normalerweise nichts abgewinnen kann, auch nervt mich Aguilera immoment sehr mit ihrem Retro Trip, aber Call The Law hört sich so knackig an, nicht zuletzt weil Janelle Monàe einfach zauberhaft und kraftvoll singt, dass dies sogar einer meiner Lieblingstracks ist.
Aber das ist nur ein Lied von 25 Titeln (4 davon Interludes). Das Album glänzt durch viel Abwechslung ohne dabei den roten Faden zu verlieren. Von eher traurigen Tracks wie 12 Hollywood Divorce, über rauchig flaschige Lieder wie 06 N2U, 08 Chronomentrophobia, fröhliche wie 09 The Train, bis hin zu Orchester Bangern, wie 07 Morris Brown (lol die Worte Orchester und Banger passen wirklich überhaupt nicht zusammen, aber Outkast hat es nun mal möglich gemacht), ist alles vertreten. Wobei das Album im Ganzen eine sehr positve helle Stimmung verbreitet und kaum dunkle Momente hat.
Outkast sind sich hier nicht nur treu geblieben sondern haben sich auch mal wieder eine gehörige Portion weiterentwickelt und sie haben ihre Fühler diesmal noch weiter über den Hip Hop Tellerrand hinausgestreckt. 04 Idlewild Blue (Don'tchu Worry 'Bout Me) mehr in Country-Blues Mannier gehalten, kommt ebenfalls sehr gut daher obwohl sie sich doch nur eines alten Musikstils bedienen. Outkast nimmt alte Stile und verpackt alles auf ihre eigene Art, dass der Sound komplett innovativ wirkt und ist.
Dieses Album passt kaum noch in eine Kategorie, ist so individuell und kreativ, dass ich nichts anderes als 5 Sterne geben kann. Endlich mal wieder gute Musik !





