Verkaufsrang: 553 (DVD)
Actor: Dietmar Schönherr
Actor: Eva Pflug
Actor: Wolfgang Völz
AspectRatio: 4:3
AudienceRating: Freigegeben ab 12 Jahren
Binding: DVD
Director: Dr. Michael Braun
Director: Theo Mezger
EAN: 4009750266618
Format: Dolby
Format: PAL
Format: Surround Sound
Languages:
ListPrice:
NumberOfItems: 3
RegionCode: 2
Erscheinungsdatum: 15. Dezember 2005
Spielzeit: 507
TheatricalReleaseDate: 1966
von: Dietmar Schönherr (Hauptdarsteller), Eva Pflug (Hauptdarsteller), Peter Thomas (Komponist)
Preis: EUR 9,97
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Duschköpfe in Position, Bügeleisen auf Volldampf und ab zu den äußersten Raumsektoren -- so begann 1966 die Fernseh-Science-Fiction in Deutschland-West in elegantem Schwarz-Weiss. Und war Kult von der ersten Folge an und brachte es dennoch nur auf sieben Folgen, die in den Studios der Bavaria in München produziert wurden. Ob es die martialischen Sprüche waren, die in der Obersten Raumfahrtbehörde grassierten oder die xenophobe Missachtung galaktischer Fremdlinge, insbesondere jener, die man Frogs nannte, darüber sinniert die zahlreiche Fan-Gemeinde immer noch.Heute fesseln uns neben der genial imrovisierten Ausstattung und den galaktischen Modetänzen im Starlight-Casino vor allem die Mimen in ihren hautengen Weltraum-Ski-Anzügen, allen voran Dietmar Schönherr alias Cliff Allistair McLane, der erste Antiautoritäre im deutschen Fernsehen und das auch noch als strafversetzter Raumschiff-Kommandant! Wer genau hinschaut, wird denn auch einen herben Generations-Konflikt zwischen den überalterten Amts- und Bedenkenträgern und der jungen Besatzung der Orion entdecken. Nicht zufällig geht es in zahlreichen 08/15-Dialogen darum, wer wann, wo und warum das Sagen hat, also um den Konflikt zwischen (falscher) Autorität und (echter) Kompetenz.
Die Solidargemeinschaft der Orion, zu der von Anfang an auch die heftig grimassierende Geheimdienstlerin (Eva Pflug) gehört, handelt in jeder Folge regelwidrig, nonkonformistisch, einfallsreich und clever. Und obsiegt. Feministinnen, die über die Macho-Anti-Utopie von Folge 5 nicht lachen können, seien auf die praktizierte Gleichberechtigung im 3. Jahrtausend und die supercoole Lydia van Dyke (Charlotte Kerr) verwiesen. Bastler werden mit der Folge 4 „Deserteure“ glücklich, und die echten Fans brauchen alle Sieben immer wieder. Treibstoff -- Oxygen -- Radio -- Batterie! Rücksturz zur Erde! --Carl-Ludwig Reichert
Was heute noch wie ein Märchen klingt, kann morgen bereits Wirklichkeit sein. Hier ist ein Märchen von Übermorgen. Raumpatrouille Orion. Rücksturz ins Kino bietet ein Wiedersehen mit Cliff McLane (Dietmar Schönherr), Tamara Jagellovsk (Eva Pflug) und jeder Menge entfremdeter Plastikbecher und Bügeleisen. Kult mit Ansage.
Die erstmals 1966 ausgestrahlte siebenteilige Fernsehserie wusste damals die Fernsehmacher mit Traumquoten von an die 44 Prozent zu begeistern. Was in den 60er-Jahren auf das deutsche Fernsehpublikum innovativ und faszinierend wirken musste, landet heute in der gnadenlosen Retroverwurstung mit vorprogrammierten Lachern und unvermeidbarem Lächerlichkeitspotenzial, könnte man meinen. Doch selbst das kinoverwertbare Stückwerk Raumpatrouille Orion. Rücksturz ins Kino konnte dem wunderlichen Charme der Serie nichts anhaben.
Der Film geht schnurstracks von Folge eins ("Angriff aus dem All") über Folge zwei ("Planet außer Kurs") zu Folge sieben ("Invasion") über. Dazwischen wird über den Kunstgriff einer "Sternenschau" verbindendes Material aus diversen anderen Folgen eingefügt und am Ende hat man sogar einen halbwegs funktionierenden Plot. Interessant an Raumpatrouille Orion. Rücksturz ins Kino ist aber nun wirklich nicht die Handlung. Es sind vielmehr die grotesk anmutenden Tanzeinlagen, die respektlosen Improvisationen der Ausstattung und der kongeniale Soundtrack von Peter Thomas. Sicherlich kann man geteilter Meinung sein über die Entscheidung Elke Heidenreich als Sternenschausprecherin Helma Krap mit Bienenkorbfrisur in Positur zu rücken, dem Fan wird es ohnehin schwer fallen, die Verhackstückung seiner Lieblinge in konsumentengerechten Häppchen vorgeführt zu bekommen.
Für alle anderen jedoch, die mal sehen wollen wie das so war, damals, als man im muffigen 60er-Jahre-Deutschland auch mal visionär sein wollte, die bekommen einen ausgesprochen aufschlussreichen Einblick in eine der unterhaltsamsten Episoden deutscher Fernsehgeschichte. Und der von Peter Thomas eigenhändig neu digital abgemischte Soundtrack ist nun wirklich Kult. Thomas Reuthebuch
Kundenrezensionen zu 'Raumpatrouille Orion Kult-Kollektion (3 DVDs)'
Abzug bei der "B" Note (7. Juni 2008)
Ganz kurz.Die Serie ist toll, die Aufmachung der Box ist toll, der Preis ist toll ... Nicht so toll ist nur, dass die einzelnen Folgen keinerlei Erwähnung finden. ... auf Disk 1: Die Folgen 1-4. Das wars, keine Angabe der Titel oder des Inhaltes, Schade. Daher nur 4 statt fünf Punkte.
Sonst gibts aber nix zu meckern!
Prost.
Special effects sind eben nicht alles .... (25. Juli 2007)
Auch wenn die Sendung 1966 dem state of the art zumindest im Fernsehen entsprach und wir heute nicht nur über das Schaltpult mit Bügeleisen lächeln ist gute Sciene Fiction an die Geschichte gebunden und nicht an die Graphikprozessoren.Orion ist auch darin ein Stück Zeitdokument. Daß es keine Nationalstaaten mehr gibt wie zu Anfang jeder Folge uns immer wieder eröffnet wird ist im Zeitalter der Globalisierung für uns nichts neues. Im kalten Krieg, 5 Jahre nach der Kubakrise und am Rande des thermonuklearen Inferno sah man das wohl noch anders.
Noch findet man in dieser Fernsehserie eine von Männern dominierte, besonders eine männlich strukturierte Gesellschaft mit dem Generalstab, einer Kommandoebene. Doch der positive Held zeichnet sich gradezu dadurch aus Regeln zu umgehen und nur so rettet er am Ende den Planeten Erde. Die erste Frauen haben Führungspositionen erreicht, im Jahr 3000 Verzeihung: 1966. Sogar die Möglichkeit einer gewaltfreien matriachalischen Gesellschaft auf dem Planeten Chroma findet sich als Thema einer Folge.
Die Darstellung der Frogs als Lichtkörper für die Sauerstoff offenbar tödlich ist und der Laserstrahl nicht verweist auf die Möglichkeit ganz anderer (nicht- biologischer?) Lebensformen, wobei auch diese technische Zivilisationen sind.
Die Geschichten vom schnellen Raumkreuzer Orion sind heute Geschichte. Aber sie sind eine immer noch sehenswerte Geschichte.
3-DVD Kult-Kollektion - Dies ist ein Märchen von Übermorgen - geniale Filmmusik, fantastistisches Schwarzweiß-Bild (22. April 2007)
Als ich diese DVDs das erste Mal einlegte, war ich erschüttert von der Spitzenqualität des Schwarzweiß-Bilds. Künstlerisch unschätzbar. Besonders die Brücke der Orion mit den aufwändigen und damals völlig neuartigen Accuplan (Transparentkunststoff) Aufbauten, sowie das Ambiente des Starlight-Casinos. Hier schlägt Orion Vergleichsserien wie Star Trek um Längen! Und dann noch diese Filmmusik!! Da kann man nur ins Schwärmen geraten! 80 Prozent aller Dialoge werden geschrien - was Dietmar Schönherr, Wolfgang Völz, und alle anderen hier bieten, ist vom allerfeinsten! Deutsche Filmkunst wird hier springlebendig - Raumpatrouille Orion ist eine deutsche SF-Serie, die niemals Staub ansetzen wird!Als Kind war es mir unbegreiflich, dass es nur sieben Folgen der Serie geben sollte, jetzt hat man einen Kinofilm mit neu gedrehten Szenen (Elke Heidenreich, Sternenschau) produziert und zollt der alten Serie mit dieser Kult-Kollektion Respekt. Das Bonusmaterial (u.a. englischer(!) Kinotrailer, englische Untertitel für den Film, Interviews) ist teilweise zum Schießen komisch, nicht allzu informativ, aber von künstlerischem bzw. nostalgischem Wert. Das einzige, was neben einem echten Making of fehlt, sind eigentlich Audiokommentare.
Persönlich würde ich (dem, der noch keine DVDs besitzt) diese 3-DVD-Edition empfehlen, da man hier alles zusammen hat und besonders auch auf DVD-3 mit dem Kinofilm noch einiges Bonusmaterial (ca. 30 Min.) zu finden ist, z.B. noch eine Diashow zu Trickarbeiten, einige Musikvideos, sowie eine Doku zur Premiere des Kinofilms 2003. Der Kinofilm selbst ist jedoch mehr ein Gag, nicht allzu überzeugend geschnitten, aber durchaus geeignet, um auch ein jüngeres Publikum an die Serie heranzuführen. Was man auf gar keinen Fall tun sollte, ist, sich zuerst die 7 Folgen ansehen, dann den Film. Am besten beides in größeren zeitlichen Abständen. Im Prinzip ist der 90-Minuten-Film ein Bonus, den ich mir ab und zu zwischendurch gönne.
Pioniertat (14. April 2007)
Als "Raumpatrouille" zum ersten Mal im Fernsehen lief, war unser Fernsehgerät noch ganz neu. Der Begriff "Science Fiction" war in Deutschland praktisch noch unbekannt. Es gab weder Kubricks "2001" noch "Enterprise" noch "U.F.O.". "Raumpatrouille", das war handgemachtes deutsches Studio-Fernsehspiel mit Selbstironie, eine coole Pioniertat vom Terminologischen bis zum Tricktechnischen. Mich machte die Orion damals - ich war 7 Jahre alt - über Nacht und für alle Zeiten zum SF-Fan. Und ich schäme mich auch heute nicht für meinen Geschmack von damals.Schöne Kult-Serie, der neue Ton aber unzumutbar (16. Oktober 2006)
Die Serie ist wirklich nett, kenne sie noch von der Erstausstrahlung, entschied mich jetzt nach längerer Wartezeit zum Kauf.Dieser war jedoch wohl verfrüht, denn in der Fassung, die ich von amazon geliefert bekam, ist der zuwählbare Dolby Digital 5.1-Ton (Remastered) unzumutbar, weil asynchron, zum Teil mit mehr als 1,5 Sekunden verspätet zum Bild. Eigentlich sollte es im Spätsommer eine Neufassung geben, ich habe wohl noch eine alte erwischt.
Der Original-Ton ist aber ok, somit stand den kultigen Abenden mit Commander McLane und seiner Crew nichts mehr entgegen.




