Aus der Amazon.de-Redaktion
Das Warten hat sich gelohnt. David Gilmour legt mit seinem dritten Soloalbum On An Island zugleich ein ebenbürtiges Pink-Floyd-Album vor, auf das wir nach The Division Bell aus dem Jahr 1994 sicher noch länger vergeblich hoffen.Der Ex-Pink-Floyd-Gitarrist und -Sänger hat sich 22 Jahre für seinen dritten Streich Zeit gelassen, und dafür ein unverkrampftes, entspanntes, überwiegend ruhiges Werk eingespielt. Gilmours Ehefrau, die Autorin Polly Samson verfasste mit ihn die verträumten Texte. Viele Gastmusiker waren beteiligt, alte Weggefährten wie der Ur-Gitarrist der Pink Floyd, Rado ‚Bob‘ Klose, Keyboarder Richard Wright, David Crosby, Graham Nash, Georgie Fame und Ex-Roxy-Musik Phil Manzanera, der auch als Coproduzent fungierte. Und trotz der Orchesterpassagen dominieren Gilmours lyrisches Gitarrenspiel und Gesang, die allen zehn Songs den unverwechselbaren Pink-Floyd-Sound verleihen.
Absolute Höhepunkte sind die eher verhaltene, sparsam arrangierte Ballade „Smile“, die in Ruhe ihre Schönheit entfaltet und der hymnisch angelegte Titelsong. Zwischen meditativ aufgebauten Kompositionen wie „The Blue“ und „A Pocketful Of Stones“ hat er den erdigen Blues „This Heaven“ und den Rocker „Take A Breath“ gestreut. Die wohldosierte Ausgewogenheit ohne Bombast und künstlicher Aufgeregtheit ist hohe Kunst und tut gut. Ein rundes Album und rundum gelungen. -- Ingeborg Schober
Kundenrezensionen zu 'On An Island'
Einfach nur schön! (27. August 2008)
Ja, ja - da winden sie sich, die alten Pink-Floyd-Puritaner, jammern den guten Zeiten von 1973 - 1979 hinterher, beklagen dieses Gilmour-Solowerk, weil es nicht rockt, weil es seicht und kraftlos sei, nicht innovativ und eine Schande für ein Mitglied der legendären PINK FLOYD.Ich sage: dieses Album sollte nie progressiv werden. Es sollte auch kein Rockalbum werden. Es sollte auch das Rad nicht neu erfinden. Und es sollte auch nie ein PINK-FLOYD-Album werden. Dieses Album verkörpert für mich nur eines: Schönheit! Schönheit, in Musik, Harmonien und Atmosphäre ausgedrückt. Gänsehaut und feuchte Augen. Bei mir hat's gewirkt. In der Ruhe liegt die Kraft. Danke, David!
P. S.: Und das rockigste Stück auf dem Album, "Take A Breath", ist gleichzeitig das schwächste von allen. - Tja, so kann's gehen ...!
schwach! (4. Juni 2008)
Nachdem kein neues Pink Floyd Album in Sicht ist und auch Roger Waters nächstes Solo Album noch auf sich warten läßt hatte ich mich entschlossen in David Gilmours Soloalbum hineinzuhören.Leider ein bittere Enttäuschung. Nix Floyd und schon gar nicht Pink!
Gemütlich seichte Gitarrenklänge und einschläfernde Texte. Zugegeben, als Soundtrack für einen romantischen Abend vieleicht nicht übel, aber ist es das was man erwartet wenn man eine David Gilmoure CD kauft???
Zumal es für so ein Ereignis weitaus bessere Sachen gibt.
Also die Frage stellt sich ,was Gilmoure mit diesem Album bezwecken wollte.
Kaufen würde ich diese Platte zum Vollpreis nicht, vieleicht auf dem Wühltisch für 4,50 euro ,aber nur weil David Gilmour draufsteht.
Kann man nur hoffen das Roger Waters endlich ein neues Soloalbum veröffentlicht, denn der ist nun mal PINK!
Noch besser wäre natürlich die lang ersehnte Pink Floyd ReUnion.
Mehr als ein Stern kann ich diesem Album einfach nicht geben auch wenn ich David Gilmoure sehr schätze. Er ist ein brillianter Gitarrenspieler und Sänger aber das rechtfertig nicht diese schwache musikalische Leistung.
Die Ruhe schlechthin (8. Mai 2008)
Ich kenne kein anderes Album, dass so ruhig, gefühlsvoll und in sich geschlossen klingt. Perfekt, um nach einem stressigen Tag wieder zur Ruhe zu kommen.Schwermut (20. April 2008)
Hat David Gilmour sein Pulver verschossen? Ich denke ja! Langeweile macht sich auf dem ganzen Album breit. Der einst so geniale Musiker kann mit On an Island nur noch Depressionen hervorrufen. Nichts erinnert an die früherer Brillianz zu Pink Floyd Zeiten. Spielfreude weicht hier Schwermut.Suicidegefährdete Personen sollten diese Musik nicht hören, da sie zu einem nicht mehr rückgängig machenden Entschluss treiben könnte!
Echten Pink Floyd Fans treibt diese Musik Tränen in die Augen, auch wenn sie keine Selbstmordgedanken haben.
Wo ist das Problem? (7. April 2008)
Ich verstehe die allgemeine Kritik nicht...das Album strahlt eine wunderbare Ruhe und Gelassenheit aus und kingt dennoch eindeutig nach floydigem Gilmour.Ich mag dieses Album, es trifft meinen Nerv, man kann es nebenbei hören oder intensiv, es rockt nicht, es klingt einfach. Gilmour hat mittlerweile mit 62 mehr Blues als Prog in den Fingerkuppen, aber von einem langweiligen Blueslabum ist On an Island weit entfernt.
Wer den Sound von Gilmour schätzt, aber nicht erwartet, das er heftig rockt, der kann von dem Album nicht enttäuscht werden.
Vielleicht hilft es manchen dem Album näher zu kommen, wenn sie sich die Remember that night-DVD ansehen. Intime Momente inklusive.
Anhörtipps:
The Blue und On an Island.





