Verkaufsrang: 2334 (DVD)
AspectRatio: 16:9
AudienceRating: Freigegeben ohne Altersbeschränkung
Binding: DVD
Director: Philip Gröning
Director: Nicolas Humbert
EAN: 7321921867194
Format: Dolby
Format: PAL
Format: Surround Sound
Label: Warner Home Video - DVD
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: Warner Home Video - DVD
Verlag: Warner Home Video - DVD
RegionCode: 2
Erscheinungsdatum: 3. November 2006
Spielzeit: 161
Studio: Warner Home Video - DVD
TheatricalReleaseDate: 2005
Preis: EUR 7,46
Kundenrezensionen zu 'Die große Stille'
contradictio in re (21. August 2008)
Es ist eine Dokumentation, aber sie erklärt nichts. Sie will uns an etwas teilnaben lassen, was heute, in Zeiten der allgegenwärtigen akustischen Umweltverschmutzung fast bedrohlich wirkt: Stille. Überall sind dauernd irgendwelche akustischen Berieselungen am Werke, man kann sich ihnen kaum entziehen, und dann über zwei Stunden der Entzug dieses Geräuschterrors:Im Kino merkt das zunehmende Unbehagen, bald knistern Bonbonpapierchen, oder Tacos krachen überlaut, Menschen fangen an, auf ihren Sitzen hin und her zu rutschen, die ersten gehen.
Zu Hause mit der DVD, blinkt irgendein elektrisches Gerät, von draussen hört man Strassenlärm, das Handy klingelt.
Der Film will etwas erreichen, was in dieser Welt kaum herzustellen ist. Stille, Einkehr nach innen.
Man kann an ein stilles Plätzchen in der Natur gehen oder in ein Kloster. Dafür braucht man aber keinen Film.
Die unglaubliche Ruhe der chatreuse erleben ist etwas ganz anderes als den Film darüber sehen. Der Film ist quasi schön " Geräusch".
Der Stille erfährt man- in der Stille
eine tolle Dokumentation (28. Juli 2008)
Der Name ist Programm - die große Stille in dem strengen Karthäuserkloster wird in diesem Film eindrucksvoll übermittelt.Kaum ein Geräusch dringt an den Zuseher, jede noch so kleine akustische Botschaft wurde von mir gierigst aufgesaugt.
Trotzdem, obwohl der Film so ruhig und ganz unaufdringlich ist, sich im Großen und Ganzen nichts tut und man die Mönche bei ihrer täglichen Routine und den ständigen Wiederholungen im Klosterleben einfach nur beobachtet wird der Film nicht langweilig sondern fesselt die Aufmerksamkeit völlig.
Ein Punkt Abzug nur, weil ich mir ein wenig mehr Infos über das Kloster und den Orden erwartet hätte.
Die große Stille und Ohren (21. Juni 2008)
Dieser Film ist eine Dokumentation über den Orden der Kartäuser. Lange Zeit mußte der Regisseur auf eine Dreherlaubnis warten. Und mit "langer Zeit" sind 16 Jahre gemeint. Die Produktion dieses Machwerkes dauerte noch einmal 5 Jahre. Nun denn, was aufgenommen wurde, liegt uns nun in knapp über 2,5 Stunden Film vor.Der Film läßt das Kloster auf den Zuschauer wirken. Es gibt keine Filmmusik, keinen Kommentar. Somit sollte sich die Atmosphähre des Klosters von alleine entfalten.
Leider konnte es sich Herr Gröning nicht verkneifen, dem Ganzen seine eigene Note aufzusetzen. So gibt es immer wieder unsinnige kurze Filmschnipsel in surrealistischen Farben. Ich frage: Was soll das?
Auch die dauernden Texteinblendungen mit Psalmen nerven. Ein sparsamerer Einsatz dieser hätte vollkommen ausgereicht.
Und irgendwie muß Herr Gröning auch ein Ohrfetischist sein. Schon zu Beginn des Filmes - und auch immer wieder zwischendurch - ist minutenlang nichts anderes zu sehen als das Ohr eines Mönches. Was soll damit bezweckt oder ausgesagt werden? Daß die Ohren durch die "große Stille" nicht so wichtig sind?
Insgesamt wirkt der Film durch so etwas stellenweise leicht albern. Schade, ohne dies (und mit ein wenig Kürzung, aber irgendwie mußte man ja die knapp über 160 Minuten zusammenkriegen) hätte es ein echtes Meisterwerk werden können. So entfaltet der Film zwar immer noch eine gewisse Wirkung, aber es hätte mehr sein können.
Die Stille der Anderen (13. Mai 2008)
Die grosse StilleFast nicht auszuhalten ist sie, die grosse Stille. Eine Aneinanderreihung von Bildern, die man niemals mehr vergisst. Wunderschöne Aufnahmen aus dem Kloster werden gezeigt, alten holländischen Gemälden nachempfunden, mit magischem Licht aufgezeichnet. Manchmal sieht man fast gar nichts, aber das ist dann wohl so beabsichtigt. Der Jahresablauf als grober Rahmen gibt ein gewisses Zeitgefühl. Und an den Mönchen zeigt sich ebenfalls der Lauf der Zeit. Die ganz Jungen sind zu sehen und auch die ganz Alten. Und alle werden äußerst liebevoll und behutsam dargestellt. Tauschen wollte ich aber mit den Männern nicht. Es entsteht zwar eine grossartige Faszination, aber der Heilige Geist liess sich letztlich doch nicht einfangen. Das Selbsterleben ist etwas anderes. Wenn ich eine Bergbesteigung im Fernsehsessel miterlebe, werde ich bestimmt keinen Schweisstropfen vergießen. Und so blieb mir auch bei dieser Filmbetrachtung Erleuchtung versagt. Sicher im Gegensatz zu den porträtierten Menschen. Diese haben offensichtlich den Sinn des Lebens erfasst. Ein Gespräch mit einem gealterten blinden Mönch am Schluss des Filmes zeigt deutlich, welche Zuversicht und welches Gottvertrauen, ja welche Gottesliebe möglich sind und wie dieses Erkennen das Leben eines Menschen hell und klar werden lässt. – Ein Film für besondere Tage im Jahr, denn sie ist wie gesagt schwer auszuhalten, die grosse Stille.
Tu m'as seduit, o Seigneur, et je m' ai laissé seduire. (19. März 2008)
"Du hast mich verführt, oh Herr, und ich habe mich verführen lassen."Diesen Satz blendet Philip Gröning wiederholt ein. Ohne Erklärung und scheinbar ohne Zusammenhang, so wie der gesamte Film ohne Erklärungen und oft auch ohne Zusammenhang auskommt.
Es gibt keine Musik, kein künstliches Licht, keine Voice-Over-Kommentare.
Gröning hat keinen Dokumentarfilm gedreht, eher eine Meditation.
Sein Film unterhält das Publikum nicht, er fordert es, und das nicht zu knapp.
Am besten wirkt er in einem kinoähnlichen, dunklen, stillen Raum, damit die große Stille des Klosters spürbar wird.
Eine überwiegende Mehrheit wird diesen Film nach der ersten halben Stunde abschalten. Für alle, die es darüber hinaus schaffen, bietet der Film einen tiefen Einblick in ein radikal abgeschiedenes Leben mit und für Gott und, aufgrund seiner Eigenarten, vieleicht eine Möglichkeit, über sein eigenes Leben nachzudenken.



