Aus der Amazon.de-Redaktion
Da ist sie wieder: Vier Jahre nach ihrer letzten CD Eight seasons erscheint Mari Boines nächstes Album in ihrer „neuen“ Besetzung, auf dem sie den eingeschlagenen Weg aus archaischen Elementen, schlichtem Gesang in Kombination mit Elektronik weiter verfolgt. In the hand of the night heißt das Werk, dessen Veröffentlichung in Deutschland aufgrund der Fußball-Weltmeisterschaft ein wenig nach hinten verschoben wurde. Und das zu Recht, denn diese Musik braucht Raum, Zeit und Aufmerksamkeit: Auch die bewegteren, lebhafteren Stücke tragen diese Ruhe des Boine-typischen Musikkosmos in sich: Tiefe, pulsierende Trommeln, filigrane Saitenklänge und leise Elektronik, gepaart mit der ausdrucksvollen, unverwechselbaren Stimme der samischen Sängerin. Mari Boine singt, wispert und raunt in samischer Sprache, in einer selbst kreierten Fantasiesprache oder, bei einem Titel, in englisch; die Texte stammen diesmal großenteils von zwei samischen Autorinnen und basieren auf Geschichten aus der samischen Mythologie. Besonders eindrucksvoll sind – wie schon beim Vorgängeralbum – die langsamen, fast stehenden Balladen, wie „Where did all our colours go“ oder „My friend of angel tribe“, bei denen Boine nur zur Gitarre singt und sich die elektronischen Sounds wirklich ganz leicht im Hintergrund halten. Zahlenmäßig hat Boine mit insgesamt 15 Musikerinnen und Musikern ein sehr großes Aufgebot vereint; neben Bekannten vom letzten Album (z.B. Bassist und Produzent Svein Schultz) sind auch bekannte Gäste, wie der norwegische Gitarrist Terje Rypdal, vertreten. Das Instrumentarium auf In the hand of the night stammt aus aller Welt: von der griechischen Bouzouki über das afrikanische Daumenklavier Mbira bis zum brasilianischen Berimbau – und trotzdem wirkt alles wie aus einem Guss. Einzig die elektronischen Zutaten könnten hier und da etwas heruntergeschraubt werden, um die Stücke nicht zu überladen. --Anja BuchmannKundenrezensionen zu 'Idjagiedas-in the Hand of the Night'
Kraftvoll (30. Juni 2008)
Ich bin zufällig auf diese CD gestoßen und kannte Mari Boine Persen bis dahin noch nicht. Ich war sehrr schnell tief berührt von der kraft und Intensität ihrer Musik.Das ganze Album finde ich durchweg gelungen, was mir bisher selten passiert ist! Es wird eine ganz besondere intensive Stimmung durch dieses Album vermittelt.
Ich finde diese Werk musikalisch sehr gelungne, mir scheint die Musik wirklich aus dem innern zu kommen, ich kann hier keine hier nichts gewolltes und damit kommerzhaftes erkennen.
Dass sie mit diesem Album einen Stilwechsel gegangen ist hab ich erst später bemerken können, aber ich fände es ungerecht diesem Album gegenüber einen Stilwechsel zu kritisieren, da das Album in sich einfach sehr schlüssig und ganzheitlich funktioniert!
für mich eines der schönsten Alben die ich höre!
samisch? nellisch ? (3. Januar 2008)
Die teilweise erfundene Sprache erinnert mich sehr an den Film "Nell" mit Jodie Foster in der Hauptrolle (Titel 3).Das ist kein Nachteil sondern eher eine Verbesserung gegenüber der Filmsprache, in der eine ähnlich in sich gekehrte versponnene Atmosphäre transportiert wird.
Die Entdeckung neuer Sounds (18. Juli 2007)
Ich hatte das große Vergnügen Mari Boine und ihre, nicht ganz vollständige, Band beim NorthSeaJazz-Festival 2007 am letzten Wochenende in Rotterdam live zu erleben. Absolut beeindruckend, wie sie das Programm dieser CD auch mit der kleinen Besetzung auf die Bühne brachte. Unterstützt von hervorragenden Musikern, allen voran Terje Rypdahl an der Gitarre, reizt diese CD zum genauen Hinhören und sollte auch im Konzert erlebt werden. Spannend und filigran sind die Kompositionen, die meisterhaft gespielt werden und den Zuhörer verzaubern. Meine pers. Entdeckung des Jahres.Mari Boine vom feinsten (30. November 2006)
Wunderschöne Musik!Warum ist es Kommerz, wenn man moderne Einflüsse zuläßt?
Jeder Künstler entwickelt sich und gibt dies an die
Zuhörer weiter.
Ich finde, Mari Boine ist sich eindeutig treu geblieben.
Daher eindeutige Kaufempfehlung und hoffentlich bald live zu sehen.
Der Kommerz hat Mari Boine eingeholt (13. September 2006)
In ihrem booklet schreibt Marie Boine über ihre CD:"I opened myself for my inner world and let the language from inside there, flow freely .. this is how Idjagiedas was born."
Nach dem Hören der CD sollte diese Aussage etwa folgendermaßen an die von mir erlebte "Wirklichkeit" angepasst werden:
"I opened myself for the world of commerce und let it flow through myself, and the money will fly to me."
Schade, dass eine Künstlerin mit solch einem Potential sich an eine Art "Breitengeschmack" anpasst und mit ihrem Satz im booklet für mich das Gegenteil versucht zu beschreiben. Mein Wunsch wäre gewesen, dass sie in ihrer Aussage zu dem steht, was sie künstlerisch produziert. Dann weiß ich, woran ich bin. Ich werde mich weiter mit ihren älteren Aufnahmen im Hören verbinden. Für diese Musik danke ich ihr an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich.






