Aus der Amazon.de-Redaktion
Wer will es Jurrasic 5 nach dreizehn Jahren schuften im Underground und in der Alternative-Rap-Szene verdenken, dass sich die Crew mit Feedback dem Mainstream nähert. Erstmals besteht die 1993 in Los Angeles gegründete, multikulturell zusammengestellte Gruppe aus einem Quintett, denn Turntable-Wizard und Produzent Cut Chemist geht eigene Wege. Was einerseits einen Verlust bedeutet, lieferte er sich doch (gerade live) atemberaubende Nadel-Duelle mit DJ Nu-Mark.Verlust bedeutet aber auch immer, dass sich Räume für Neuerungen auftun. Im Falle von den in der Vergangenheit sehr auf sich selber fokussierten Jurrasic 5 bedeutet das: Nicht gerade preiswerte Top-Leute wie Scott Storch (Roots, Nas, Justin Timberlake, 50 Cent) und Salaam Remi (Fugees, Joss Stone) sind and an der Produktion mitbeteiligt, wodurch sich der J5-Sound auf ihrem erst vierten Album Feedback zwangläufig verändern musste. Während sich die Wortakrobaten Chali 2na, Zaakir, Marc 7even und Akil weiterhin als eingespieltes Team an den Mikrophonen präsentiert, ist das Klangbild uneinheitlich.
Einem Electro-Boogie wie „Back 4 U“ steht eine R & B-Nummer („Radio“) gegenüber, einer Grandmaster-Flash-Hommage („In The House“) ein eher rockiger Songs wie „Work It Out“, auf dem die Dave Matthews Band gastiert. Auf Latin („Canto De Ossanha“) folgt eine spielerische, an Ugly Duckling erinnernde Nummer „Get It Together“. So sehr die stilistischen Wechsel und Tempoverschiebungen Feedback prägen, so sehr wird deutlich, dass sich Jurrasic 5 im Umbruch befinden. --Sven Niechziol
Kundenrezensionen zu 'Feedback'
Gemischte Gefühle (5. August 2006)
Naja, naja, als echter J5 Fan blicke ich nach langer Vorfeude nun mit gemischten Gefühlen auf das Album. Doch der Reihe nach...Intro:
BACK 4 U - gefällt mit straightem Old School Beat, klasse Untermalung und macht Lust auf das weitere Album...dann
RADIO - Intrumental erinnert stark an P-A-N von 2Live Crew. Macht ebenfalls Spaß, doch dann kommts zum ersten Mal ganz Dicke....
BROWN GIRL - Was um Himmels Willen soll das denn sein??? J5? Nein !! Das glaub ich einfach nicht....schnell weiter
GOTTA UNDERSTAND - puh, schon besser, super Funky Instrumental, Lyrics wie gewohnt.....
Als weiteren Anspieltip kann ich noch Red Hot empfehlen...
FAZIT:
Gewohnt gute J5-Lyrics und der Charme, der durch die Wechsel der MCs am Mic entsteht, lebt nach wie vor. ABER, die Intrumentals sind auf diesem Album teilweise etwas sehr a la Timberland oder Neptunes... Geschmacksache. Von mir deshalb nur 3 Sterne. Wer J5 noch nicht so gut kennt, auf jeden Fall "Power in numbers" kaufen.
trotzdem noch old school (31. Juli 2006)
ich habe dieses album kaum erwarten können und gott sei dank hat es mich nicht enttäuscht.also j 5 ist definitiv ein bißchen kommerzieller geworden.
die songs könnte man auch im radio spielen lassen.
trotzdem muss ich sagen das die platte trotzdem noch unverkennbar jurassic 5 style ist. der ganze oldschool einfluss ist deutlich hörbar. die beats sind zwar ein bißchen härter geworden, was jeden dj freuen wird, sind aber immer noch die alten typischen j 5 beats.
wer auf jurassic 5 steht sollte sich das album unbedingt kaufen. wer gerne melodischen, nicht alzuharten, oldschool hip hop hört, dem würde ich dieses album auch empfehlen. also viel spass beim hören.
Weiterentwicklung??? (28. Juli 2006)
Lange habe ich "Feedback" entgegengefiebert und nun muss ich leider festsellen, dass ich gerne noch ein paar Monate gewartet hätte, wäre dadurch ein besserer Longplayer enstanden. Die Schwächen sind leicht auszumachen und zu erklären! Cut Chemnist(einer der beiden DJs) hat die Crew verlassen, weil er sich Solo einen Namen machen will. Nun ist das eigentlich nicht so katastrophal, denn mit DJ Nu-Mark hat J5 mMn immer noch einen der besten Producer der Westcoast. Das Problem ist aber, dass sich die Jungs für über die Hälfte aller Tracks, andere DJs ins Boot geholt haben (Scott Storch, Salaam Remi, Exile & Bean One).WARUM???
DJ Nu-Marks Sound ist unverkennbar auf dem Album und einfach besser als die Produktionen der "Gast-DJs". Ich habe nichts gegen einen neuen frischeren Sound oder Weiterentwicklung, ganz im Gegenteil. Nur frage ich mich warum dazu andere Produzenten benötigt werden , da Nu-Mark eindeutig in der Lage ist für frischen Wind zu Sorgen, und das auch für ein komplettes Album.
Das beweist er schon mit dem Intro "Back 4 U". Ein stimmiger Piano-Sample mit einer fetten Oldschool-Baseline führt einen in heimische und dennoch freshe J5 Soundgefilde. "In The House" eine ultrafunkige "Flip da Scrip-Dancenummer" bei der sich die 4 MCs so richtig austoben können,"Red Hot" oder "Where We At" eine Kollabo mit Mos Def, sowie die vielleicht etwas poppige, aber dennoch chillige Single "Work It Out" a la "Concrete Schoolyard" und mein persönlicher Favorit "Future Sound", zeichnen sich durch die Handschrift DJ Nu-Marks aus. Gepaart mit dem genialen Flow und den Skillz der MCs sucht dies nunmal seinesgleichen. DAS ist für mich Jurassic 5!
"End Up Like This" oder "Gotta Understand" sind ja auch noch ganz gut gelungen, aber sowas wie das von Scott Storch produzierte "Brown Girl" mit einem Boney M-Refrain (würg), sind unentschuldbar schlecht. Darauf folgen Songs wie "Baby Please", "Get It Together" oder "Radio", die höchstens Mittelmaß erreichen und einfach nicht zu Jurassic 5 passen wollen. Zu uneinheitlich und fremdartig klingt mir das Ganze.
Also kann hier von Weiterentwicklung wirklich nicht die Rede sein, sondern eher von einem hoffentlich nur kleinen Schritt in die falsche Richtung!
3,5 Sterne (5 Sterne für DJ Nu-Mark, 2 Sterne der Rest)
Das könnt ihr besser!!!
Jurassic 5 at It's best (27. Juli 2006)
Ich finde, dass diese Album sehr wohl eine Weiterentwicklung ist und trotzdem schafft dem gewohnte J5 Charme treu zu bleiben. Auch die Beats sind äußerst abwechslungreich (von sehr souligen Samples wie in Gotta Understand oder Baby please über sehr chilligen Klaviersound in Where we at bis hin zu richtigen Bangern wie Future Sound, das für mich einen Höhepunkt des Albums darstellt). Die Features sind überlegt und zum J5 Stil passend ausgewählt und die Collabo mit Mos Def ist wie immer eine Bereicherung. Alles in Allem finde ich, dass das neueste Werk ein äußerst rundes Album mit sehr wenigen Schwachstellen geworden ist, das mit dem als bonus track ans Ende gesetze What's golden (live) so stark endet wie es mit Back 4 U anfängt.Jurassic goes radio... (26. Juli 2006)
Der Meinung des Kolegen hier kann ich NICHT zustimmen. Wer J5 die Jahre über verfolgt hat, der weiß dass gerade dieses Album Weiterentwicklung pur ist!Allerdings -daher nur 4 statt 5 Sterne- ist die Liebe zum Underground verschwunden. Cut Chemist ist nicht mehr dabei und mit Scott Storch wird versucht, langfristig neue Hörer zu gewinnen... das sollte ihnen gelingen. "Red Hot" und "Radio" sind massentauglich und dennoch siedend heißer Rap - sowas hat man beattechnisch von den 5ern noch nicht gehört und der Sprachgesang (v.a. von jedermanns Liebling Chali2Na) ist wieder on top!! Zudem läutet die Ladies-Anmach-Single "Brown Girl" (Sample von Boney M.) die nächste Runde des Sommers ein.
Für Fans ein tolles Album - für alle HipHop Liebhaber einfach gute Musik!!






