Aus der Amazon.de-Redaktion
Mit Go - The Very Best Of legt der New Yorker Erfolgsmusiker sein erstes wirkliches „Best Of“-Album vor, denn 18 war ja eher eine Materialsammlung von 1993-1998.14 Stücke, überwiegend akuelleren Datums, aus den Alben Hotel, Play, aber eben auch aus 18 werden ergänzt durch die neue Single „New York, New York“ mit der New-Wave-Ikone Debbei Harry, ein flirrender Dance-Song mit lässigem Manhatten-Feeling. Die Songs folgen dramaturgisch in schöner Reihenfolge abwechselnd zwischen Mobys Techno-Tracks wie „Lift Me Up“, „In This World“, „Feeling So Real“ oder „Move“, und den elektronisch verfremdeten Blues-Samples im Stil von „Natural Blues“, „Why Does My Heart Feel So Bad?“ oder „Find My Baby.“ Ergänzt werden sie durch Mobys ersten großen Rave-Hit „Go“ aus dem Jahr 1991, sowie seinem Remix von „James Bond Theme“. Alles in allem ein empfehlenswerter Einstieg in den musikalisch extremen Kosmos von Moby. -- Ingeborg SchoberKundenrezensionen zu 'Go the Very Best of Moby'
Tragisch (17. Dezember 2006)
Was ist bloss mit Moby los?Als ich kürzlich wiedermal in meinem Lieblings-Plattenladen nach Musik stöberte entging mir als 'Fan erster Stunde' auch Moby's Best Of nicht. Die Trackliste hielt ich dann aber doch für mehr als bedürftig.
Auf der Kollektion fehlen als Beispiele folgende Songs:
von "Everything Is Wrong":
- God Moving The Face Over The Waters
- Hymn
- Anthem
- Everythng Is Wrong
- All That Is To Be Loved
- Everytime You Touch Me (ein Klassiker!)
- First Cool Hive
"Animal Rights" siehe unten!
von "I Like To Score":
- New Dawn Fades
von "Play":
- Bodyrock
- One Of These Mornings
- Everloving
von "18":
- 18
- Extreme Ways
- Sunday (The Day Before My Birthday)
- Jam For The Ladies
- The Rafters
von "Hotel":
- Raining Again
- Where You End
Ich bin, wie man sehen kann, keineswegs der Meinung, dass ausschliesslich Single-Auskopplungen auf ein Best Of gehören. Moby hätte so viele sensationelle Songs.
Und mit welchem Lied ist sein Album 'Animal Rights' vertreten? Sicherlich war 'Animal Rights' ein Ausrutscher, hatte aber dennoch seine Höhepunkte. Obwohl es sich schlecht mit den anderen Alben vereinen liesse, finde ich, dass auch seine (nennen wir's mal) "Rock-CD" einen Track im Best-Of verdient hätte.
- Now I let it go (sicherlich ein Intro, aber dennoch grosse Klasse!)
- Someone To Love
- Say It's All Mine
- That's When I Reach For My Revolver (sicherlich fragwürdige Lyrik, aber auch Teil von Moby's Musikgeschichte!)
Ausserdem fehlen die schon fast zum Standard gehörenden zusäzlichen zwei NEUEN Tracks, die man doch auch auf allen anderen Best Of's findet.
Fazit: Nach einem enttäuschenden 'Hotel' jetzt also das tragisch erbärmliche 'Best Of'! Kann nur hoffen, dass dieses vorübergehende Tief bald der Vergangenheit angehören wird. Sicherlich ist es schwer, ein Best Of nach bald 15 Jahren Musikgeschichte zu veröffentlichen, von einem Künstler der mit zwischenzeitlich mit drei verschiedenen Musikstilen herumexperimentiert hat. Dennoch ist diese Kompilation nicht gelungen.
Kann nur vom Kauf dieser CD abraten.
Go - the very best of Moby (29. November 2006)
Wenn das wirklich das beste von Moby ist dann hat er nach eigener Ansicht nicht allzu viel gutes gemacht. Die CD enthält nur 15 Songs, ist reichlich kurz geraten. Auch fehlen Infos zu Moby's Alben, Discographie und Angabe welcher Song von welchem Album entnommen wurde usw. Dafür gibt es aber die obligatorischen Liner Notes von Moby in denen er sich über den Zustand der Gesellschaft auslässt. Seine gesellschaftspolitischen Ansichten mag man teilen oder auch nicht, witzig geschrieben ist's aber auf jeden Fall.Vom letzten Album "Hotel" das insgesamt eher mittelmässig war, aber hervorragende Singles enthielt, fehlen die Highlights "Raining Again" und "Slipping Away". Letzters ist in einer grauenhaften Remix-Version enthalten, unter dem Titel "Slipping Away (Crier la vie)" als Duett mit Mylene Farmer die ich eigentlich sehr schätze, nur hier passt die Zweisprachigkeit so gar nicht zusammmen, und die Musik klingt sehr billig. Das Original war um Welten besser.
Der neue Song "New York, New York" verspricht auch weit mehr als er halten kann - Duett mit Deborah Harry (Blondie) klingt schon mal gut, aber der Song ist bestenfalls mittelmässig, ihre eigentlich gute Stimme klingt reichlich piepsig.
Natürlich sind Highlights wie "Natural Blues", "Why Does My Heart Feel So Bad ?", "Porcelain" (alle aus "Play"), "James Bond Theme (Moby's Re-Version)" (vom "Tomorrow Never Dies" Soundtrack bzw. dem Moby Album "I Like to Score"), "We Are All Made Of Stars" (aus "18") sowie "Lift Me Up" (aus "Hotel") enthalten.
Auf "Find My Baby" und "Honey" (aus "Play"), "In This World" und "In My Heart" (aus "18") hätte ich hingegen auch verzichten können, diese Stücke sind eher mittelmässig, gehören aber durchaus auch auf eine Retrospektive von Moby.
"Go", "Feeling So Real", "Move (You Make Me Feel So Good)" waren auch schon auf der Compilation "Songs 1993-1998" enthalten. Diese war aus dem Frühwerk, den Alben "Everything is Wrong", "I Like to score" und "Animal Rights" zusammengestellt. Mir gefällt Moby's Musik aus dieser Zeit aber nicht so besonders gut. Trotzdem hätte auf eine umfassende Best of Compilation mehr von dem frühen Material gehört.
Fazit: Die Musik auf "Go" ist durchwachsen wie das Werk von Moby generell. Was die CD aber unbefriedigend macht ist die Tatsache dass man sie nicht mit 80 Minuten vollgestopft hat. Es gibt noch Singles die fehlen, man hätte auch noch ein paar schöne Album-Tracks oder rare B-Seiten draufpacken können. Und ein informativeres Booklet wäre auch schön gewesen. Die paar Leute die Musik noch gern mit Verpackung kaufen und nicht nur per download verprellt man, wenn man nicht ein bischen Wert auf die Ausstattung von CDs legt.
Für die Musik 3 Sterne, einen Stern Abzug wegen Abzocke.
Es gibt keinen Grund, sich dieses Album zuzulegen (20. November 2006)
Nun auch Moby mit einem Best Of-Album. Wie bei so vielen anderen Künstlern gibt es auch keinen Grund, sich dieses Album zuzulegen. Außer man will einer Chronistenpflicht nachgehen, die den schleichenden Verfall des Moby-Soundsystems beschreibt.Am Anfang stand die Anlehnung an Drum`n`Bass mit "Go" bzw. an Big Beat mit dem "James Bond Theme". Danach folgt das gleich mit einem Drittel der Songs vertretene Album "Play" mit den üblichen Verdächtigen wie "Porcelaine", "Why Does My Heart..." oder "Natural Blues". Diese sind immer noch schön zu hören, doch nachdem sie für alle möglichen Sampler/Werbespots und sonstige Beschallungen verwendet wurden ist es mal gut. Das spätere Wirken von Moby mit Tracks wie "Lift Me Up" von dem Album "Hotel" sowie die neue Single "New York New York" mit Gastsängerin Debbie Harry reißen leider auch nichts mehr raus.
Block Rockin' Beats (16. November 2006)
Nach über zehn Jahren im Musikgeschäft hat Richard Melville Hall alias Moby endlich eine Best-Of-CD herausgebracht . Das war auch nötig, da man an diesem Album erst richtig sieht, wie variantenreich sein Stil ist und wie er sich über die Jahre hinweg geändert hat.Wer erinnert sich noch an die Anfänge, als in der Hochzeit von Dancefloor und Techno das hypnotische "Go" und das exstatische "Feeling So Real" die Discotheken unsicher machte? Beim Anhören kommen die Erinnerungen zurück. An das Mega-Album "Play" mit seinen diversen Singleauskopplungen, in dem auch ruhige Klänge angeschlagen wurden und das mit gesampleten Soulstimmen besticht, können sich bestimmt noch die meisten erinnern.
Ich finde diese Scheibe sehr gelungen und empfehlenswert, weil sie zeigt, wie facettenreich die Arbeit von Moby ist, der es schafft sowohl aus einzelnen Gesangsfragmenten und Klängen schöne Musikstücke entstehen zu lassen (z.B. "In This World", "Honey") als auch ganz klassische Popsongs mit Strophe und Refrain zu produzieren ("Lift Me Up", "We Are All Made Of Stars"), bei denen er dann auch selbst vor dem Mikrofon steht. Bei dem neuen Stück "New York, New York" hat er sich mit Debbie Harry prominente Unterstützung geholt und bei "Slipping Away" von der „Hotel“ singt Mylene Farmer mit.
Zwei Kritikpunkte hätte ich aber doch: zum einen vermisse ich die beiden Stücke "Bodyrock" und "Hymn", zum andern ist mir das Album "Play" mit fünf Tracks zu häufig vertreten.




