Wer hat Angst vor Virginia Woolf? (Special Edition, 2 DVDs)

Verkaufsrang: 1428 (DVD)
Actor: Dame Elizabeth Taylor
Actor: Richard Burton
Actor: George Segal
AspectRatio: 16:9
AudienceRating: Freigegeben ab 16 Jahren
Autor: Edward Albee
Binding: DVD
Director: Mike Nichols
EAN: 7321921124143
Format: Dolby
Format: HiFi Sound
Format: PAL
Format: Special Edition
Languages:
ListPrice:
NumberOfItems: 2
RegionCode: 2
Erscheinungsdatum: 15. Dezember 2006
Spielzeit: 125
TheatricalReleaseDate: 1966
von: Dame Elizabeth Taylor (Hauptdarsteller), Richard Burton (Hauptdarsteller), Alex North (Komponist)
Preis: EUR 7,13

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Kundenrezensionen zu 'Wer hat Angst vor Virginia Woolf? (Special Edition, 2 DVDs)'

Willkommen bei George und Martha - Special Edition (6. Mai 2008)

Zum Film WER HAT ANGST VOR VIRGINIA WOOLF? muss man nicht mehr viel sagen, er ist schlicht eine der besten Literatur-Verfilmungen aller Zeiten. Zwei Paare treffen sich nach einer Party noch auf einen Drink, doch der Abend läuft völlig aus dem Ruder. Verbale Attacken, Beleidigungen, Selbstzerfleischung, Ehebruch und das Aufdecken sämtlicher Lebenslügen stehen am Ende einer katastrophalen Begegnung. Das zugrunde liegende Theaterstück von Edward Albee wurde von dem jungen Mike Nichols (sein Regie-Debüt) atemberaubend an nur wenigen Schauplätzen inszeniert, und die Darstellerleistungen von Richard Burton, Elizabeth Taylor, Sandy Dennis und George Segal gehören zu dem Großartigsten, was der amerikanische Film der 60er (oder jemals) hervorgebracht hat. Gerade Elizabeth Taylor, die Zeit ihres Lebens damit zu kämpfen hatte, als Schauspielerin nicht ernst genommen zu werden (ein absurder Vorwurf aus heutiger Sicht, besonders wenn man sich aktuelle "Filmschauspielerinnen" anschaut), konnte mit ihrer sensationellen Leistung sämtliche Kritiker überzeugen - sogar Marlon Brando, der sich stets weigerte, mit ihr gemeinsam in einem Film aufzutreten und seine Meinung nach VIRGINIA WOOLF revidierte (sie spielten später zusammen in SPIEGELBILD IM GOLDENEN AUGE). Taylor und Burton sprengen mit ihren hasserfüllten Wortwechseln und konstanten Beleidigungen jede Kinoleinwand bzw. jeden Bildschirm. Das Finale vermag auch heute noch jeden Zuschauer bis ins Mark zu erschüttern. Das Theaterstück war seinerzeit sehr umstritten, und auch Mike Nichols bekam wegen der gesprochenen Vulgaritäten heftige Probleme mit der Zensur - der Film ging in die Geschichte ein als Begründer des neuen Rating-Systems in den USA und kann als Vorläufer des New Hollywood betrachtet werden. VIRGINIA WOOLF ist ein verdienter Filmklassiker, der den Zuschauer bis an die Grenzen des Erträglichen fordert und auslaugt. Wer von uns war nicht schon einmal bei Freunden eingeladen, die plötzlich verbal aufeinander losgingen? Genau diese Art Unwohlsein fühlt man als Zuschauer durchgängig bei VIRGINA WOOLF. Man möchte wegsehen, aber man kann nicht. Immer wieder großartig!

Zur DVD: Diese Special Edition präsentiert auf der ersten Disc den Film im 16:9-Format mit Audiokommentar von Regisseur Mike Nichols (gemeinsam mit Steven Soderbergh) und einem zusätzlichen Kommentar von Kameramann Haskell Wexler, dessen bedrückende Schwarz-Weiß-Fotografie einen großen Teil des Erfolgs von VIRGINA WOOLF ausmacht. Die Kommentare sind nicht untertitelt. Auf der zweiten Disc befindet sich das Zusatzmaterial. "Elizabeth Taylor - ein persönliches Porträt" ist eine US-TV-Sendung von über 60 Minuten, in der Weggefährten (u.a. Rock Hudson, Roddy McDowall, Vincente Minelli, Richard Brooks) über die Schauspielerin erzählen. Zwei Dokumentationen ("Ein mutiges kraftvolles Werk" und "Nur für Erwachsene") berichten von den Dreharbeiten und der bereits angesprochenen Kontroverse um den Film. Dazu gibt es Testaufnahmen von Sandy Dennis, ein Interview mit Mike Nichols aus dem Jahr 1966 und den US-Kinotrailer. Mehr kann man für sein Geld nicht verlangen, insofern ist diese DVD ein Muss für jeden Filmfan. WER HAT ANGST VOR VIRGINIA WOOLF? gehört einfach in jede gute Filmsammlung. Und hoffen wir, dass es kein Remake gibt!

"Who`s afraid of Virginia Woolf" ein Jahrhundert-Werk (18. September 2007)

Tolle Specials als Background Infos und dann das geniale Werk selbst:mit dem Jahrhundert-Schauspieler-Paar Taylor-Burton. Mutig, hingebungsvoll...wie Elizabeth Taylor in der Rolle der Martha aufgeht...und Richard Burton als großartiger George, der ebenso einen Oscar verdient hätte...absolut überzeugend. Ganz große Klasse, dieses Werk gehört in jede Heim-DVD-Sammlung. Prädikat: sehr empfehlenswert

Meisterleistung des Duos Taylor / Burton (22. Mai 2007)

Der als Dozent an einer Universität arbeitende George und seine leichtlebige Frau Martha haben sich schon lange nichts mehr zu sagen. Als sie eines Abends, mal wieder, von einer Party zurück kommen offeriert Martha George das sie Gäste erwarten. Das junge und ach so nette Dozentenpärchen Nick und Honey. Nach anfänglichem Protest kapituliert George, denn gegen die cholerische Martha hat der eher stille Mann keine Chance.

Die Gäste kommen.

Anfangs redet man belangloses Zeug. Nach und nach sticht George zu, immer tiefer und fester. Martha sticht George zurück, immer fester, immer tiefer. Die leicht pikierten Gäste wollen nun natürlich gehen, nichts da. Man hebt die Stimmung mit Musik und reichlich Alkohol. Bis George die Gäste angreift. Nach und nach werden die Abgründe aller vier bloß gelegt und es kommt zu einer Orgie von Vorwürfen, Schreien, Beleidigungen wie man es noch nie zuvor gesehen hat. Eine lange, lange Nacht lang.....

Fazit: Absoluter Oberhammer! Einer der besten FIlme die ich jeh gesehen habe. Das Duo Taylor/Burton in ihrer besten Rolle! Elisabeth Taylor als verbitterte, versoffene Martha kommt dermaßen glaubwürdig rüber das man es gesehen haben muss. Wer diesen FIlm, das gleichnamige Bühnenstück oder das Hörspiel nicht kennt hat wahrlich etwas versäumt!

genial und nicht unbedingt autobiographisch (21. April 2007)

Diesen Film als genial zu bezeichnen, ist nicht originell. Aber ich will wenigstens eines anmerken: Der ständige Hinweis darauf, daß Burton und Taylor auch im richtigen Leben verheiratet waren ist richtig und greift doch zu kurz: hier spielen nicht zwei Personen sich selbst, sondern zwei der besten Schauspieler des letzten Jahrhunderts spielen auf beeindruckende Weise ein Theaterstück und beweisen einmal mehr ihre Kunst.

Man hat Angst vor Taylor & Burton! So gut waren sie niemehr zusammen. (15. November 2006)

Wer sich wirklich liebt, der neckt sich! Wer sich irgendwann nur noch neckt, hatte sich vielleicht auch einmal geliebt - die Frage ist dann nur: Was ist Davon dann noch übrig geblieben? Diese Frage dürfte sich der trinkende, durchschnittliche Universitäts-Professor und Historiker “George”, gespielt von Richard Burton, an diesem einen Abend, an dem dieser Schwarz-Weiss-Filmklassiker von 1966 spielt, wohl fragen. Seine nicht minder trinkende, gehässige, qualmende und ihn anschreiende Ehefrau “Martha” begegnet Ihrem Mann mit jahrelang in sich angestauten Vorwürfen und Kritiken, in Form von gemeinen Demütigungen, die aufgrund des hohen Alkohol-Konsums zu primitiven und argumetativ, schlechteren Hasspredigen verkümmern, die aber ihrer enorm zerstörbaren Funktion sehr wohl gerecht werden. Richard Burton wird von Liz Taylor unvorstellbar hart herangenommen und vor deren an diesem Abend, geladenen Gästen wahnsinnig gedemütigt - ein Versager sei Ihr Mann George, keifft Sie. Trotzallem verspürt man als Zuschauer dennoch die wahre, tiefe Liebe und ein dennoch starkes Zusammenhalten der Beiden in Form von anderen kleinen Gesten, die die beiden exzellenten Schauspieler hier darbieten. Das berühmtberüchtige, wirkliche Schauspielerpaar spielt hier vielleicht zu 90% ihr eigenes, privates, authentisches Drama und daher ist der Film auch so wundersam fantastisch und genial - die perfekte Besetzung also. Die Sprüche, Dialoge und Ehelebensweisheiten in diesem Film sind von hoher, inhaltlicher Qualität und schlichtweg genial. Richard Burton entpuppt sich vom spießigen Uni-Dozenten zu einem, die ganze Nacht hindurchtrinkenden, gescheiterten Ehemann, der aber keinesfalls seinen Lebenswitz verloren hat. Er versteht es mit seinem zwar gehäßigen, aber starken und intellektuellen Humor seine Mitmenschen plötzlich ganz schön entblößt und verunsichert dastehen zu lassen. Ein bravoröser Zyniker. Er ist es, der noch in der tiefen Nacht bzw. am frühen Morgen auf einmal noch richtig durchstarten will, sowohl was seinen Intellekt als auch den Rausch betrifft, wo die anderen schon totmüde sind und ihn seit Stunden mißbilligt und ausgelacht haben. Martha, die am Anfang des Abends noch souverän und hart Ihren Mann zurechtweisst, entblättert zu einer gebrochenen, unzufriedenen und traurigen Frau. Nach einer Geschichte des US-Dramatikers Edward Albee wurde das Drehbuch zu diesem Film von Ernest Lehmann adaptiert und Mike Nichols (“Die Reifeprüfung”, “Ein seltsames Paar” etc.) zeigt hier sein fabelhaftes Regie-Debut und durfte sich an einen Stoff heranmachen, der auch von Tennessee Williams hätte sein können. Das sind eben noch die Filmklassiker aus den Sechzigern, die in mehr als 2 Stunden Spielzeit noch vom wirklichen Leben erzählen, die wie ein phänomenales Theaterstück inszeniert wurden und die genauso wichtig sind wie gute Literatur. Der Film wurde mit 5 Oscars ausgezeichnet (u.a. Elizabeth Taylor und die junge Sandy Dennis als beste Nebendarstellerin). Richard Burton ging leider leer aus, er hätte hier auch ganz klar ein Oscar verdient gehabt. Ich liebe diesen Film, so wie “Die Katze auf dem heißen Blechdach” und “Rat mal wer zum Essen kommt?”. Endlich erscheint er auf DVD! Für das eigene Wohnzimmerregal für immer verfügbar! Und diese DVD-Edition bringt auch noch eine DVD mit Extras mit sich - und das bei einem so alten Film, besser geht es fast nicht.

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