In My Skin

Verkaufsrang: 16849 (DVD)
Actor: Marina de Van
Actor: Laurent Lucas
Actor: Lea Drucker
AspectRatio: 16:9
AudienceRating: Freigegeben ab 16 Jahren
Binding: DVD
Brand: Splendid
EAN: 4260034631366
Technische Details: FSK 16
Format: Dolby
Format: PAL
Format: Surround Sound
Label: WVG Medien GmbH
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: WVG Medien GmbH
Verlag: WVG Medien GmbH
RegionCode: 2
Erscheinungsdatum: 26. Januar 2007
Spielzeit: 91
Studio: WVG Medien GmbH
TheatricalReleaseDate: 2002
von: Marina de Van (Hauptdarsteller), Laurent Lucas (Hauptdarsteller), Esbjörn Svensson Trio (Komponist)
Preis: EUR 5,50

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Product Description

Splendid In My Skin, USK/FSK: 16+ VÃ-Datum: 26.01.07

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Kundenrezensionen zu 'In My Skin'

also ich verstehe es nicht........... (17. Februar 2008)

ich habe das gefühl die fsk knobelt die freigabe siegel einfach nur aus ohne sich die filme anzuschauen.
filme wie z.b. the frighteners oder hard candy bekommen das siegel keine jugendfreigabe während z.b. wrong turn 1 oder eben dieser film hier fsk 16 eingestuft werden.
nun ja, mir solls recht sein, aber verstehen werde ich dieses ominöse verfahren wohl nie.
zum film:
in my skin ist nichts für schwache nerven.
ich persönlich habe mir den streifen "blind" gekauft und wurde angenehm überrascht.
esther hat erfolg im beruf, einen freund der sie liebt und ist gesellschaftlich anerkannt.
auf einer party verletzt sie sich schwer ohne es sofort zu bemerken.
die wunde am bein ist tief und grossflächig, aber sie nimmt erst später im bad notiz davon. zwar geschockt, aber auch angenehm berührt kümmert sie sich erst später um die verletzung.
dieser schlüsselreiz bewirkt etwas in ihr. sie arbeitet effizienter und ist kreativer.
nach und nach verfällt sie zunehmend in einen zustand der selbstverstümmelung der immer extremer und kannibalistischer wird.
fazit:
marina de van, die aus diversen francois ozon filmen bekannt sein dürfte, spielt hier nicht nur die hauptrolle der esther, sondern führte auch erstmals regie.
und das ziemlich gekonnt.
die darsteller sind allesamt hervorragend besetzt.
die dialoge nachvollziehbar und realistisch.
die story ist packend, mitreissend und schockierend.
die darstellung der verstümmelungsszenen ist explizit und blutig.
das teilweise verstörende szenario wird mit ruhiger atmosphärischer musik untermalt.
die kamera zeigt genug um den wahnsinn der hauptfigur im wahrsten sinne hautnah mitzuerleben, versteckt aber auch genug um sich seinen eigenen horror zu erschaffen.
dieser ungewöhnliche und kontroverse film hat definitiv einen platz in jeder sammlung verdient. 5 sterne für dieses französische meisterwerk.

"In my Skin !" (18. Januar 2008)

"In My Skin" hat die Selbstverstümmelungs-Obsession der mit beiden Beinen im Leben stehenden Esther zum Thema. Der Film geht in seiner Darstellungsweise im wahrsten Sinne unter die Haut. Nicht nur wegen den reichlich blutigen Szenen, sondern auch aufgrund der belastenden und schwermütigen Inszenierung ist "In My Skin" keine leichte Angelegenheit für den Zuschauer. Es stellt sich hier natürlich auch die Frage nach dem Warum, diese wird jedoch den ganzen Film über nicht beantwortet.

Für unsere Horrorfans sei noch gesagt, dass der Film viel zu ruhig und überlegt ist um als Horrorfilm durchzugehen. Außerdem passiert im ganzen Filmverlauf beinahe Nichts, was Spannung aufbauen würde.

"In My Skin" ist wohl nur was für ein kleines Publikum und wieder mal etwas "Anderes" aus Frankreich.

7 von 10


harter Stoff! (2. Februar 2007)

Esthers (Marina de Van) Leben befindet sich gerade in einem positiven Aufschwung. In ihrem Job klettert sie die Karriereleiter eine Stufe weiter nach obern und in der Liebe scheint auch alles in Ordnung zu sein. Doch ihr Arzt, bei welchem Esther vor kurzer Zeit war ist von ihrer Wunde am rechten Fuß nicht gerade begeistert. Esther stürzte schwer, doch verspürte nicht ansatzweise das Gefühl von Schmerz. So beginnt sie sich nach einiger Zeit zu fragen was denn nur unter ihrer Haut bzw. in ihrem Körper befindet? Versteckt sich in ihr eine Seele die durch die dünne Haut, Knochen und Eingeweide dort festgehalten wird? Oder doch ein komplett anderes Ich? Diesen komplizierten fragen wird Esther im laufe des Films auf den Grund gehen. Esther beginnt sich zu beißen, zu schneiden und frisst sich quasi quer durch ihren Körper. Esther simuliert sogar einen Unfall um die immer mehr und tiefer werdenden Wunden vor ihrem Freund Vincent zu rechtfertigen. Denn Esther hat die Selbstverstümmelung als Sexuelle-Befriedigung schon längst akzeptiert...
Es fällt nicht gerade leicht diesen Film anzusehen, da er wirklich “unter die Haut” geht. In my Skin ist aber kein gruseliger Horrorfilm sondern reiht sich eher in die Kategorie Drama ein. Marina de Van verzichtet auf den spekulativen Umgang mit dem Thema Selbstzerstörung und inszeniert ein farbenfrohes gut gefilmtes Drama über eine verwirrte Frau die ihr Glück nicht gerade gepachtet hat.

Bewegendes Drama (2. Februar 2007)

"Ist das überhaupt ihr Bein?", fragt der Doktor, der sich gerade den tiefen Einschnitt, die blutig klaffende Wunde in Marina de Vans rechtem Fuß begutachtet. Die Frage ist zentraler Angelpunkt von de Vans Langfilmdebüt "In my Skin". Seit einem Unfall auf dem Baustellen-artigen Hinterhof einer Partylocation, der die Wunde hervorgerufen hat, fragt sich Esther, gespielt von de Van selber, diese Frage des Öfteren. Ist das wirklich ihr Körper? Warum hat sie unmittelbar nach dem Sturz keinen Schmerz an ihrem Bein gemerkt? Ist sie, die Person Esther, ihr Geist, ihre Seele überhaupt eins mit ihrem Körper? Oder gibt es da etwas, das Mensch und Haut voneinander trennt? Die Philosophie über den eigenen Körper wird für Esther zur Obsession und das Drama zu einem Horrorfilm. Und während Esther sich den ganzen Film im Unklaren darüber ist, was denn nun unter ihrer Haut auf sie wartet, kann sich zumindest der Zuschauer sicher sein, was unter ihre Haut geht: Dieser Film.

Der Film spielt in einer Zeit des "sozialen Aufstiegs" Esthers: Sowohl beruflich, als auch privat nimmt sie eine Stufe nach oben. Sie arbeitet bei einer Öffentlichkeitsarbeit-Firma, die sie bald mit einem exklusiven Kunden als Spezialbereich fördern wird. Das erhöhte Einkommen nutzt sie, um endlich die Pläne von einer gemeinsamen Wohnung mit ihrem Freund Vincent zu realisieren. Alles läuft also bestens. So gibt die grässliche Wunde zu Anfang nicht im Geringsten Auskunft über den Seelenzustand Esthers. Es ist die Wunde an sich, die die Neugierde Esthers schürt, was hinter der Wunde, hinter der Haut liegen mag. Für Esther wird diese Neugierde zu einem erneuten Entdecken ihres Körpers, der Akt der Selbstverstümmelung zu einem autoerotischen Erlebnis. Wenn sie ihre Wunde am Bein nicht verheilen lässt, sich das Blut über den Körper schmiert, hat das sicherlich etwas Abstoßendes - jedoch höchstens im Sinne, dass wir uns Sorgen um dieses arme Mädchen machen, dass zuvor so normal und sympathisch charakterisiert wurde. Die Szenen des autokannibalistischen Exzess wirken ästhetisch nicht wie eine verstörende Massakerszene aus einem Splatterfilm, sondern sind immer stilvoll und ruhig inszeniert, so als würde der Zuschauer die gleiche erotische Verzückung verspüren können, die Esther durchzucken zu scheint, wenn sie Messer und Gabel an sich selber ansetzt.

So wirkt "In my Skin" auch nicht wie ein Horrorfilm, sondern wie ein Produkt aus der Marketingmaschinerie Esthers Brötchengebers: Klar, farbenfroh, frisch und modern. Es gibt ansprechende Kameratricks und optische Spielereien, wie etwa den Splitscreen. Schon die in angenehmen Farben und entspannender Jazzmusik von Esbjörn Svensson getauchte Titelsequenz erinnert nicht an vergleichbare Body-Horror-Filme á la David Cronenberg. "In my Skin" bleibt die ganze Zeit hinweg ein "Psychologisches Drama", wird nie zu einem bloßen, auf die Selbstverstümmelung reduzierten Horrorfilm. An einigen Stellen sogar, besonders in der Szene, in der Esther sich während eines Geschäftsessens heimlich mit ihrem Essbesteck den rechten Arm aufschlitzt und dann unter Alkoholeinfluss halluziniert, ihre Hand wäre lediglich eine Prothese, die sie abnehmen könne, beweist "In my Skin" einen subtilen Schwarzen Humor. Die eingebildete Prothese ist aber auch Hinweis darauf, dass für Esther ihr Körper nicht mehr ein Teil ihrer selbst sei, sondern eher ein entferntes Objekt, deren Schmerz sie nicht mehr fühlen vermag.

Das Thema der erotischen Selbstverstümmelung als Ersatz für eine Art Selbstbefriedigung wird schon früh in dem Film verdeutlicht. Und seit den ersten Bildern aufgerissener Haut und blutiger Fingernägel steigern sich die Bilder in ihrer Intensität kaum mehr - der Höhepunkt wird auch hier auf psychologischer Ebene erreicht: Am Ende nimmt sich Esther extra ein Hotelzimmer, um ihrer neu entdeckten Leidenschaft immer extremer frönen zu können. Wie ein verbotenes Liebespaar versteckt sie sich hinter den Wänden anonymer Mietzimmer um die sadomasochistische Ekstase mit ihr selbst zu erleben. Die selbstzerstörerische Beziehung zu ihrem Körper verdeckt Esther vor ihrem Freund, wie eine Affäre mit einem anderen Mann: Um ein Alibi für die zunehmenden Wunden an ihrem Körper zu haben, simuliert sie sogar einen Autounfall.

Der Grund für all das Schlitzen und Knabbern am eigenen Körper wird nicht eindeutig benannt, doch es geht wohl auf die Idee zurück, dass es besser ist, wenigstens Schmerz zu fühlen, bevor man gar keine Emotionen mehr in sich hat. Esther scheint ein Workaholic zu sein, verbringt die Nächte vor dem Computer, um die knappen Datelines für ihre Texte und Konzeptionen einzuhalten. Ihr Leben wird durch den straffen Terminkalender ihrer Firma bestimmt - und selbst nach Feierabend muss sie die professionelle Contenance beim Geschäftsessen und über kosmopolitische Banalitäten lamentieren, anstatt wirklich etwas zu sagen, dass sie beschäftigt. Denn die Kommunikation zwischen ihr und ihren Freunden ist längst zusammengebrochen, da sich ihre Gegenüber verunsichert von ihrer neuen, beängstigenden Obsession zeigen.

Für Marine de Van ist "In my Skin" die erste Langfilmarbeit und sie absolviert die Rollen der Hauptdarstellerin, Regisseurin und Autorin mit Bravour. De Van, die vorher durch ihre Zusammenarbeit mit Francois Ozon Aufmerksamkeit bekam, verhindert anständigerweise allzu spekulativen Umgang mit dem Thema, dessen unspektakuläres, aber ehrliches Ende für Zuschauer, die so etwas wie ein traditionelles "Ende" im Sinne von Auflösung erwarten, unbefriedigend daherkommen mag. Umso mehr ist "In my Skin" ein sehr persönlicher Film de Vans. Kein fieses Splattermovie, kein Skandalfilm, sondern ein stiller, stilvoller Film über die verwirrte Seele einer Frau. Und vielleicht sogar eine Metapher auf Bulimie. "In my Skin" - ein Drama, zu verstörend, um zu erotisieren, aber auch zu wenig verstörend um bloß zu schocken, genau richtig verstörend, um zu bewegen. Und das können heutzutage nur noch wenige Filme, um nicht gleich die anderen beiden Attribute recht einfach zu beanspruchen.

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