Verkaufsrang: 816 (DVD)
Actor: Sir Ben Kingsley
Actor: Candice Bergen
Actor: Edward Fox
AspectRatio: 16:9
AudienceRating: Freigegeben ab 12 Jahren
Binding: DVD
Director: Lord Richard Attenborough
EAN: 4030521705685
Format: Deluxe Edition
Format: Dolby
Format: PAL
Format: Surround Sound
Languages:
ListPrice:
NumberOfItems: 2
RegionCode: 2
Erscheinungsdatum: 6. Februar 2007
Spielzeit: 183
TheatricalReleaseDate: 6. September 2001
von: Sir Ben Kingsley (Hauptdarsteller), Candice Bergen (Hauptdarsteller), Ravi Shankar (Komponist), George Fenton (Komponist)
Preis: EUR 7,34
Aus der Amazon.de-Redaktion
Sir Richard Attenboroughs 1982er Multi-Oscar-Abräumer (inklusive Bester Film, Beste Regie und Bester Hauptdarsteller für Ben Kingsley) ist ein fesselnd ehrfürchtiger Blick auf das Leben von Mahandas K. Gandhi, der im kolonialisierten Indien die Doktrin des gewaltlosen Widerstandes einführte und letztlich für die Unabhängigkeit des Landes entscheidend mitverantwortlich zeichnete. Kingsley gibt einen fantastischen Gandhi ab. Es gelingt ihm im Laufe des dreistündigen Films überaus eindrucksvoll, die Wandlung der vielschichtigen Figur vom unbedeutenden Anwalt zum internationalen Führer und lebenden Friedenssymbol darzustellen. Sowohl in seiner geschichtlichen Bedeutung (die historische Entzweiung zwischen Indien und Pakistan, noch heute ein brisanter Konflikt, kann in Gandhi in ihrem prägendsten Stadium verfolgt werden) als auch in der scharfen Zeichnung der Charaktere und der Umsetzung der einfließenden Ideen handelt es sich hier um ein großes Werk der Filmgeschichte. --Tom KeoghKundenrezensionen zu 'Gandhi (Deluxe Edition, 2 DVDs)'
" Der Schwache kann nicht verzeihen. Verzeihen ist eine Eigenschaft des Starken." ( Gandhi) (30. Mai 2008)
" Liebe ist die stärkste Kraft, die der Welt zu eigen ist, und doch die bescheidenste, die man sich vorstellen kann.""Selbst die geringste Unwahrheit verdirbt den Menschen wie ein Tropfen Gift einen ganzen See verdirbt."
"Liebe fordert nie, sondern gibt nur. Liebe leidet nur, bereut niemals und rächt sich nie."
"Ich lehne Gewalt ab, weil das Gute, das sie zu bewirken scheint, nicht lange anhält; dagegen ist das Schlechte, das sie bewirkt, von Dauer."
"Es gibt keinen Weg zum Frieden, denn Frieden ist der Weg."
"Mißtrauen ist ein Zeichen von Schwäche."
"Reich wird man erst durch Dinge, die man nicht begehrt."
Ganz bewusst stelle ich diese Zitate Mahatma Gandhis vor meine Rezension zu dem wunderbaren Film " Gandhi " Untertitel: Sein Triumph veränderte die Welt für immer, weil ich damit die Geisteshaltung dieses großartigen Menschen verdeutlichen möchte.
Dieser Film wurde 1982 zum besten Film des Jahres gewählt und erhielt 8 Oscars.
Gezeigt wird das Leben Mahatma (Sanskrit: dessen Seele groß ist) Gandhis. (geb. am 2.10.1869 in Porbandar ( Indien)- ermordet am 20.1.1948 in Neu -Delhi ). Er war der Führer der indischen Unabhängigkeitsbewegung.
Gezeigt wird zunächst wie Gandhi (dargestellt von Ben Kinsley) als Anwalt in Südafrika agierte und dort zum Führer der indischen Einwanderer aufsteigt. Er leitet in Transvaal eine Kampagne für die Anerkennung der bürgerlichen Rechte seiner Landleute.
In Südafrika entwickelt er unter dem Einfluss der altindischen Lehre des Ahimsa (des Nichtverletzens) der christlichen Bergpredigt und der Ideen L.N. Tolstois Formen des gewaltlosen Kampfes und beeinflusst damit nachhaltig den Pazifismus. Die Briten versuchen ihn zu demütigen als er in Südafrika erstmals den gewaltlosen, passiven Widerstand praktiziert. Die Machenschaften der Briten, die die Inder als Menschen zweiter Klasse behandeln, werden filmisch schockierend visualisiert.
1914 kehrt Gandhi nach Indien zurück. Er hat sich seiner europäischen Kleidung entledigt und trägt nur noch selbst gewebte Tücher.
Jetzt verfolgt er nur ein Ziel: die Unabhängigkeit Indiens vom Empire. Er reist gemeinsam mit seiner Frau durch sein Land um dieses kennen zu lernen. Gezeigt werden wunderschöne Naturaufnahmen, aber auch ein bittere Armut.
Gestützt auf den Indian National Congress, löste Gandhi 1920 nach Verkündigung des zivilen Ungehorsams den gewaltlosen Widerstand gegen die britische Herrschaft in Indien aus. Gezeigt wird wie er eine Massenbewegung in Gang setzt, die durch Nichtbeteiligung an Einrichtungen der britischen Herrschaft die britische Regierung zu Zugeständnissen in der Unabhängigkeitsfrage zu zwingen suchte. Eingeschlossen in diese Kampagne war u.a. der Boykott britischer Firmen und ihrer Produkte, so etwa der Baumwolle, wie im Film dargestellt wird. Im Rahmen dieser Aktionen wurde der von Gandhi geführte INC ( Indian National Congress) zur einflussreichsten Organisation der Unabhängigkeitsbewegung. Das wird sehr beeindruckend gezeigt. Gandhis Reden überzeugen. Die Aura Kinsleys- er spielt die Rolle perfekt - lässt das Charisma Gandhis erahnen.
1922-24 ist Ghandi in Haft . Aufgrund seiner Erfahrungen im Gefängnis wirkt er fortan der im hinduistischen Denken verankerten gesellschaftlichen Ächtung der Parias (Unberührbaren) entgegen.
1930 (die Jahreszahlen werden stets genannt) initiiert Gandhi den " Salzmarsch " als Protest gegen das britische Salzmonopol. Sehr beeindruckend dargestellt. Danach wird er erneut verhaftet. Als er die Überzeugung gewinnt, dass die maßgeblichen Mitglieder des INC das Prinzip der Gewaltlosigkeit nur als politisches Mittel, nicht aber als ein gesellschaftliches Grundbekenntnis verstehen, tritt er aus dem Verein aus.
Im Zweiten Weltkrieg verlangt er von Großbritannien die sofortige Entlassung Indiens in die Unabhängigkeit. Mutig versucht er die blutigen Auseinandersetzungen zwischen Hindus und Muslimen nach 1947 zu verhindern.
Beeindruckend ist eine Szene als er im Hungerstreik einem Hindu, dessen Sohn von Muslimen getötet wurde und der im Gegenzug ein muslimisches Kind ermordete, rät, er möge um weiterleben zu können ein muslimisches Waisenkind im muslimischen Glauben aufziehen. So werde er seine Seelenruhe wieder finden.
Der Film lebt von prächtigen beeindruckenden Bildern und der Dokumentation Gandhis politischer Einsichten, seiner asketischen Lebensweise und seiner tiefen, im Hinduismus begründeten Religiosität. Durch sie wurde die Unabhängigkeit Indiens möglich.
Dass dieser friedfertige, wunderbare Mensch 1948 von einem fanatischen Hindu erschossen wurde, ist unbegreiflich.
Auf der zweiten DVD erfährt man viel über die Entstehung des Films. Das Interview mit dem Regisseur Richard Attenborough macht deutlich, wie schwierig es war dieses Werk auf den Weg zu bringen.
Der Film erzählt nicht nur eine Lebensgeschichte, sondern er transportiert Gandhis beeindruckende Philosophie.
Die Ton- und Bildqualität sind sehr gut.
Sehr empfehlenswert!
Der Weg zur Befreiung, der Weg des Gandhi (29. Januar 2008)
Diesen Film Anzuschauen,hinterlässt eine tiefe Spur.Obwohl das Leben des Mahandas Gandhi ein steiniger,schmerzhafter Weg war, war es der einzig wahre Weg dieses Menschen. Wir erleben sein Leben von seiner Jugend an mit.Als britischer Anwalt ,der in Südafrika die Unterdrückung der Inder zu spüren bekommt. Jene Zugfahrt, in der Gandhi erster Klasse reist und aus dem Zug verbannt wird,lediglich seiner indischen Herkunft wegen. Als treuer Untertan des Empire,fängt er an sich gegen das System zu wehren. Von Anfang an ist im bewusst,daß nicht entgegengesetzte Gewalt, sondern bedingungsloser Widerstand sein Druckmittel sein wird. Ben Kingsley spielt Gandhi in Gestalt. Sein Aussehen, seine Bewegung und Körpersprache, es gibt keinen besseren Darsteller dieser Rolle.Die deutsche Synchronstimme des Schauspielers ist behutsam und doch voll Weisheit und mit gewissem Witz versehen.
Gandhi wird alle Qualen seines Weges auf sich nehmen, dazu gehören mehrmalige Inhaftierung, Anklage und weite Reisen. Das indische Volk bewundert ihn und erlernt die Sprache des gewaltlosen Widerstandes. Mit vielen Schwierigkeiten, so finden immer wieder Morde an britischen Polizeibeamten statt. Gandhi reagiert, er beginnt ein strenges Fasten, daß nur durch die Gewaltlosigkeit seiner Anhänger beendet werden kann.
Ben Kingsley wird entkräftet am Boden liegen, wie ein Leichentuch erscheint sein weisser Umhang. Gandhi ging sicherlich oft an die körperlichen Grenzen. Der Körper des Friedenssymbols spricht eine eigene Sprache. Wir sehen Gandhi auf langen Wegen, in England ,sowie in Indien ,überall erscheint er mit seiner schlichten Kleidung. Dem entgegen stehen die Engländer, mit all ihren Gesetzen und dem Militär,verzweifelt die Unabhängigkeit bekämpfend. Beeindruckt hat mich das grosse Massaker zu Mitte des Filmes. Eine Filmpause, Intermission, lässt den eigenen Gefühlen dazu freien Lauf. Im Hintergrund hören wir Sitar-Klänge von Ravi Shankar (Vater der Norah Jones). Die Seele des von Armut geprägten Indiens spricht aus diesen Klängen.Meditativ und anmutend. Der Film Gandhi gehört nicht zur leichten Unterhaltung. Er verkörpert eine Lebensphilosophie eine Weltanschauung.
Mitweilen schmerzt sie den Zuschauer sehr, wenn Gandhi ,immer wieder,körperlich leidet .Doch genau diese Haltung machen ihn aus. Er zweifelt an seinem eigenem Handeln, an seinem Erfolg. Dadurch wird er Mensch .Sonst würde sich sein Leben wie die Geschichte eines Gottes Krishna lesen, der in heilvoller Form menschlich wurde.
Nein, Gandhi hat diesen Weg gewählt, mit all seinen Konsequenzen. Ich habe mich zum Ende des Filmes gefragt, wie er sich gefühlt hätte, wenn plötzlich jede Gegenwehr verschwunden wäre, was wäre aus ihm geworden ?
Im Film erfahren wir auch, wie aus dem geeint ,gegen die Briten rebellierenden Volk ,ein geteiltes Volk, der Moslems und Hindus wurde.
Die zunehmenden Rivalitäten begannen dort, wo nicht mehr das Empire der Feind war. Gandhi sprach davon. Er sagte, daß in jedem von uns eine teuflische Seite steckt, mit der jeder ,auf seine Art ,leben muss.
Er hat gezeigt, daß es einen Frieden geben kann. Sein Tod beendet auch hier die Geschichte. Seine Asche wird im Fluss verstreut und Sitarmusik beendet diesen Tag.
Was dann kommt, wird viel Nachdenken sein, soviel kann ich verraten.
Tom Netzer
Eine Story, wie sie kein Drehbuchautor hingekriegt hätte - Gandhis Leben als großes Filmerlebnis! (1. Januar 2008)
8 Oscars erhielt "Gandhi", und keiner davon war zu viel! Der Streifen beginnt mit Gandhis Südafrikaaufenthalt, als er erstmals "politisch" (wenn man das so nennen kann) aktiv wurde und die unterdrückten farbigen Südafrikaner zum gewaltlosen Widerstand aufforderte.Von da an erntete Gandhi Lob und Tadel. Es ist ein Film, wie ihn keiner erfinden hätte können! Gandhis Leben und Wirken birgt ausreichend Stoff für einen mehrstündigen Film in sich. Dass "Gandhi", es sei an dieser Stelle erwähnt, ungefähr drei Stunden dauert, erscheint hierbei angemessen. Dem Zuseher wird Zeit gegeben, um nachdenken zu können; allerdings kommt es dabei nie zu einer tatsächlichen Langatmigkeit. Die Geschichte rührt auf, fesselt, packt, reißt mit, macht betroffen, unterhält. Was will man mehr??
Hinzu kommen noch die tollen schauspielerischen Leistungen, wobei ich dabei keinen der hier Mitwirkenden ausgeklammert lassen möchte. Ausnahmslos alle Rollen wurden in "Gandhi" ausgezeichnet besetzt - ein Riesenlob an die Casting-Abteilung! Herauszuheben ist dabei natürlich Sir Ben Kingsley (in der Hauptrolle, eben als Gandhi), der ungefähr ein Jahrzehnt später, nämlich in "Schindlers Liste", noch einmal eine ähnlich brilliante schauspielerische Leistung ablieferte - BRAVO!!
Abschließend stellt sich mir da nur mehr die Frage, wie "Titanic" es zu 11 Oscars gebracht hat, wenn sich "Gandhi" mit 8 begnügen muss... (Natürlich gäbe es noch einige andere Filme, die ich relativ deutlich über "Titanic" stellen würde).
Na ja, seien wir versöhnlich - 8 Oscars sind ja auch eine Menge und Gandhi war ja ohnehin ein bescheidener Mann...
Resümee: Ein filmisches Großerlebnis, ein echter Muss-Film! SPITZE!!
Anmerkung: Auch die Extras (Gandhi-Doku etc.) sollte man sich nicht entgehen lassen!
Schauspielerische Meisterleistung und dafür einen Oscar zurecht (18. Dezember 2007)
Ein meisterhafter Ben Kingsley, der hierfür mehr als zurecht mit dem Oscar ausgezeichnet wurde, brilliert nicht nur rein optisch als Gandhi. Er gibt dem aufopfernden und sich immer für die Menschlichkeit einsetzenden Weltmann auch schauspielerisch die ihm zustehende Größe. Eine würdige Biographie für den sich selbstlos marternden Inder.Alle Daumen hoch. Fünf Sterne sind eigentlich nicht genug zum Bewerten :-)
Fünf Sterne + ... (30. Oktober 2007)
...weil es leider viel zu wenige Filme dieser inhaltlichen Güte gibt,und weil man sich Mühe gegeben hat der Person Gandhi gerecht zu werden.
Ein Film, den man sich immer wieder ansehen kann.


