Verkaufsrang: 2372 (DVD)
Actor: Gaspard Manesse
Actor: Raphael Fejtö
Actor: Francine Racette
AspectRatio: 16:9
AudienceRating: Freigegeben ab 6 Jahren
Binding: DVD
Director: Louis Malle
EAN: 4010324022943
Format: Dolby
Format: HiFi Sound
Format: PAL
Label: Concorde Video
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: Concorde Video
Verlag: Concorde Video
RegionCode: 2
Erscheinungsdatum: 9. Mai 2007
Spielzeit: 101
Studio: Concorde Video
TheatricalReleaseDate: 1987
von: Gaspard Manesse (Hauptdarsteller), Raphael Fejtö (Hauptdarsteller)
Preis: EUR 7,98
Aus der Amazon.de-redaktion
Frankreich, 1944: Da Paris inzwischen zu unsicher geworden ist, kehrt der 11-jährige Julien nach den Weihnachtsferien widerstrebend zurück in sein Internat. Drei Schüler, darunter Juliens Bettnachbar Jean Bonnet, sind neu, werden von den anderen Schülern aber gehänselt und verspottet. Auch Julien kann Jean zunächst nichts abgewinnen, zumal dieser ein hervorragender Schüler ist. Doch nach und nach entwickelt sich zwischen den beiden allmählich eine Freundschaft. Die Jungen versuchen ihren Alltag zu meistern, aber die Realität des Krieges macht auch vor der scheinbar heilen Welt des Internats keinen Halt: Die Lebensmittel sind knapp, die Kinder frieren erbärmlich und bei Bombenangriffen wird der Unterricht kurzerhand in die Kellergewölbe verlegt. Julien ahnt, dass sein neuer Freund ein Geheimnis verbirgt: Jean ist Jude. Eines Tages steht die Gestapo vor der Tür.Bereits in Lacombe, Lucien hat sich Louis Malle mit der Besetzung Frankreichs durch die Nationalsozialisten auseinander gesetzt. Mit Auf Wiedersehen, Kinder, der 1987 entstand und mehrfach preisgekrönt wurde, setzte Louis Malle nicht nur dem zivilen Widerstand gegen die Nazis, sondern vor allem auch dem Mut und der Menschlichkeit ein bewegendes Denkmal. Basierend auf autobiographischen Erlebnissen seiner Kindheit erzählt Malle die berührende Geschichte von Pater Jacques (im Film Pater Jean), der in seinem Internat jüdische Kinder vor den Deutschen versteckte. Seinen Einsatz bezahlte der mutige Pater mit dem Leben, auch die Kinder, die – anders als im Film – vermutlich von Nachbarn verraten wurden - überlebten nicht. Das 16-seitige Booklet, das der DVD beiliegt, erhält weitere ausführliche Informationen über die historischen Hintergründe sowie Interviews mit Louis Malle und Zeitzeugen. Bild und Ton wurden für die DVD sorgfältig remastered. Auch die Ausstattung – u.a. eine interessante Dokumentation über Louis Malle sowie der komplette Chaplin-Film, den die Kinder im Internat sehen – sind sehenswert. Gesehen durch die Augen eines Kindes ist Auf Wiedersehen, Kinder ein eindrucksvolles filmisches Dokument der Menschlichkeit und der Güte, ohne dabei jedoch ins Sentimentale zu entgleiten. Ein berührendes Meisterwerk, das zu Malles besten Filmen zählt. -- Birgit Schwenger
VideoMarkt
Januar 1944: Frankreich ist von deutschen Truppen besetzt. Der 11jährige Julien kehrt nur widerstrebend aus den Weihnachtsferien in das von Patres geleitete Internat zurück. Drei neue Mitschüler, unter ihnen Bonnet, erregen Juliens Aufmerksamkeit. Er freundet sich mit Bonnet an und kommt hinter dessen Geheimnis: Der Freund ist Jude und heißt Kippelstein. Als Joseph, der Küchenjunge, wegen Schwarzhandels entlassen wird, verrät er die jüdischen Kinder an die Gestapo. Auch der Schulleiter, Pater Jean, wird bei der folgenden Fahndung verhaftet und mit seinen drei Schützlingen ins KZ gebracht.VideoWoche
Louis Malles meisterhafter, autobiographischer Film wurde in Frankreich 1988 mit sieben Cesars ausgezeichnet und erhielt den Goldenen Löwen beim Festival von Venedig.Blickpunkt: Film
Januar 1944: Frankreich ist von deutschen Truppen besetzt. Der 11jährige Julien kehrt nur widerstrebend aus den Weihnachtsferien in das von Patres geleitete Internat zurück. Drei neue Mitschüler, unter ihnen Bonnet, erregen Juliens Aufmerksamkeit. Er freundet sich mit Bonnet an und kommt hinter dessen Geheimnis: Der Freund ist Jude.Kurzbeschreibung
Frankreich 1944. Neugierig beobachtet Julien die drei neuen Mitschüler. Vor allem ist er von Bonnets geheimnisvoller Art fasziniert. Die Neugier ist berechtigt - Bonnet ist Jude. Ein Geheimnis, das zu einer behutsamen Freundschaft führt. Doch eines Tages dringt die Realität von Krieg und Besatzung auch in die kleine, beschützte Welt der Schule ein. Unschuldig und hilflos sind die Kinder der Gestapo ausgeliefert.Kundenrezensionen zu 'Auf Wiedersehen, Kinder'
Au revoir, les enfants!" - im Lexikon unter "Z" wie "Zivilcourage" zu finden! (6. März 2008)
Frankreich - Winter 1943/1944 - in einer Klosterschule, an derhauptsächlich Kinder wohlhabender Industrieller untergebracht sind,
verstecken die Brüder, des römisch-katholischen Ordens der Karmeliter,
Kinder jüdischen Glaubens vor dem Zugriff der Besatzungsmacht... - die
wahre Identität der Neuzugänge ist zu Beginn lediglich dem verschwiegenen
Lehrerkollegium bekannt.
In der Hauptsache dreht sich der Film um das langsam wachsende
Vertrauensverhältnis zwischen Julien Quentin (Katholik) und Jean Bonnet
(Jude) - an dem Beispiel dieser zwei Jungen und dem dargestellten
Gemeinschaftsleben der Klosterschüler wird sehr deutlich gezeigt, wie
herzlich, normal und unbeschwert unsere Welt sein könnte, wären da nicht
die leider auch heute noch immer wiederkehrenden Schreckgespenster diverser
Kriege, gepaart mit Vorurteilen, Antisemitismus, Größenwahns, Intoleranz
und und und - "Auf wiedersehen Kinder!" ist ein verfilmtes Paradebeispiel
für Zivilcourage.
Die Geschichte ist übrigens kein Produkt der Phantasie, sie hat sich
während der Kindheit des hier tätigen Regisseurs zugetragen - Louis Malle
verarbeitete somit seine eigenen Kindheitserinnerungen - er führte Regie,
schrieb das Drehbuch und produzierte diesen sehr ruhigen und genau aus
diesem Grund wohl auch so bedrückend wirkenden Film - Begriffe wie
"langweilig" oder gar "langatmig" sind in Zusammenhang mit "Auf wiedersehen
Kinder!" gänzlich unangebracht - vielmehr drückt diese ganz eigene
Geschwindigkeit des Filmes aus, in welchem Vakuum die versteckten,
pubertierenden, Jungen leben mussten, um eine Chance zu haben.....
Zudem hätte man die Musik von Franz Schubert und Camille Saint-Saens nicht
besser aussuchen können - ein wirklich beeindruckender Film - 5 Sterne!
"Hast du Angst ?" - "Die ganze Zeit." (30. August 2007)
Winter 1943/44.Ein Jungeninternat in Frankreich. Mit den Worten "Komm mir bloß nicht zu nahe!" begrüßt der 12jährige Julien seinen neuen Mitschüler Bonnet. Doch die beiden kommen sich nah: zaghaft entwickelt sich eine Freundschaft, die aber überschattet wird durch Bonnets Geheimnis: er ist Jude.Der Holocaust ist in diesem Film eine bedrohliche Randerscheinung. Lange Zeit schildert Regisseur Louis Malle das Leben auf dem Internat, ohne dass das Thema Krieg in den Vordergrund tritt - aber es ist ständig zu spüren, dass die Konsequenzen des Krieges früher oder später unausweichlich zuschlagen werden.
So dezent dieses Thema behandelt wird, so behutsam wird auch die sich anbahnende Freundschaft der zwei Jungs inszeniert: hier gibt es keine holzhammermäßigen Dialoge wie etwa "Du bist mein Freund" - "Du meiner auch." Nein, hier wird die sich entwickelnde Verbindung zwischen zwei Herzen mit leisen Blicken angedeutet, und mit gemeinsamem Lachen,Singen,Musizieren,Lesen und gemeinsamen Regelverstößen.
Louis Malle verarbeitete in seinem zweifach oscarnominierten Drama eigene Kindheitserlebnisse.
Ein wunderbarer Film (30. Mai 2007)
Ich bin zum ersten Mal auf diesen Film gestoßen als wir ihn in der Schule gesehen haben. Das Thema war Nationalsozialismus und ich stellte mich darauf ein, mal wieder das gleiche zu sehen, was man immer zu sehen bekommt, wenn dieses Thema behandelt wird. Rauhe Gewalt, große Helden und häßliche Szenen...Doch auf wiedersehen Kinder ist anders. Der Film handelt von einem französischen Pater, der einen jüdischen Jungen in seiner Schule versteckt. Dieser findet schnell Anschluss an die anderen Schüler und das ganze läuft eine Weile gut. Bis die Gestapo das Internat unsicher macht. Der Film endet mit einem schlichten "Auf wiedersehen, Kinder", als wäre rein gar nichts passiert. Der kleine Junge und sein Pater werden dabei vom Hof geführt, was in den grauenvollen KZs folgt, wird nicht gezeigt, aber jeder kann es sich vorstellen.
Ohne große Theatralik wird ein Stück Geschichte erzählt. Und nach dem Film erwische ich mich immer mit einer Träne im Auge. Die Trauer tritt erst nach Ende des Films ein, denn man lernt die Akteure kennen und teilt ihr Schicksal, bis sie am Ende einfach verschwinden. Dabei endet der Film so ruckartig, dass die Trauer erst beim Abspann richtig einsetzt.
Mit diesem Film wird ein Stück Geschichte erzählt, wie sie tagtäglich statt gefunden hat in dieser häßlichen Zeit. Es gibt keinen großen, bekannten Helden, und keine Todesszenen. Doch das grausame Schicksal der Hauptpersonen zieht immer weiter zusammen, bis zwei Menschen einfach nicht mehr da sind. Das ist tagtäglich passiert. Und es ist fast überall passiert. Menschen wie den Pater und seinen Schüler sollte man niemals vergessen.
Jeder sollte diesen Film einmal gesehen haben. Großartiges Kino, brillant in Szene gesetzt und absolut sehenswert.
Interessant und bewegend (9. Februar 2007)
"Auf Wiedersehen, Kinder" behandelt die Judenverfolgung während dem Nationalsozialismus, genauer gesagt in einer kleinen katholischen Schule in Frankreich, welche 3 Juden aufnimmt, um sie vor den deutschen Soldaten zu schützen.Die Story wurde sehr interessant umgesetzt, wird auch aufgrund der gut gewählten Länge (etwa 95 Minuten) nicht langweilig und besticht durch einige sehr bewegende Szenen und Momente. Wenn man dann auch noch überlegt, dass alles auf einer realen Geschichte basiert, wird dem Film noch ein besonderes Gefühl verliehen.



