Aus der Amazon.de-Redaktion
Die Großmeister des Black Metal sind nach längerer kreativer Pause zurück und zeigen der Schwarzkittel-Konkurrenz, wo der Düsterhammer hängt.Vier Jahre nach Death Cult Armageddon schenken Shagrath und Konsorten ihrer Anhängerschaft ihr bis dato progressivstes und ambitioniertestes Album. Die neun teils überlangen Songs sind gespickt mit cleveren Breaks, komplexen Harmoniefolgen, stimmigen Tempowechseln und abwechslungsreichen Arrangements. Da stehen hyperbombastische orchestrale Elemente mit Hollywood-Touch neben fies klirrenden Black-Metal-Hetzjagden, verschachtelte Riff-Kaskaden neben schnörkellosem Doublebass-Geballer. Bei aller stilistischen Tabulosigkeit vergessen die Norweger allerdings nie ihre Wurzeln (wie etwa ihre zu Hörspiel-Metallern mutierten britischen Kollegen Cradle Of Filth) und schaffen es immer noch, trotz vieler hitverdächtiger Melodien angenehm gruselig rüberzukommen. Im Mainstream-Black-Metal-Bereich bleiben Dimmu Borgir auch mit In Sorte Diaboli das Maß aller Dinge. -- Michael Rensen
Kundenrezensionen zu 'In Sorte Diaboli'
immernoch sehr powerfull aber manchmal etwas eintönig (23. August 2008)
dimmu borgir sind immernoch meine großen helden aber manche songs sind doch etwas fadam besten ist wie ich finde song nr neun wegen einem etwa 45 sekunden langen gesangsstück dass für dimmmu borgir außerordentlich melodisch und wirklich gesungen ist ja GESUNGEN eine tolle abwechslung-mehr davon!...
Sehr Gutes Album! (19. August 2008)
Also ich kann das Album nur weiter empfehlen.....harte Riffs und guter Gesang wechseln sich mit ruhigen Stellen ab!!Dimmu Borgir auf dem Höhepunkt ihrer Karriere? Und wie !!! (18. Mai 2007)
Es scheint sich hier wieder um ein ziemliches Gefällt mir - Gefällt mir nicht - Album zu handeln. Ein "mittelmäßig" existiert nicht. Man mag es oder nicht, wie so vieles im Leben. Ich persönlich finde, dass In Sorte Diaboli zusammen mit Puritantical Euphoric Misantropia die mit großen Abstand besten Alben ihrer Laufbahn sind. Schon der Opener mit tollen Orchestereinlagen, gepaart mit musikalischer Abwechslung und der gewohnt genial bösen Stimme von Shagrath macht das Album schon zu einem Pflichtkauf. Wer aber denkt, dass könnte es schon gewesen sein, liegt falsch: Es gibt keinen Titel, der negativ herausfällt, alle enthalten herrliche Melodien und seine brutalen Stellen und der allgegenwärtige Chor und auch einige klar gesungene Stellen machen das Album zum abwechslungsreichsten und vielleicht sogar besten Album der Norweger. Genau wie bspw. in Puritantical Euphoric Misantropia gibt es wieder einen reinen Akustiktitel, der bei diesem Album die Halbzeit einläutet. Hier trumpft das Orchester auf, lässt eine Wahnsinnsathmophäre entstehen (man fühlt sich direkt in Mittelalter versetzt und das will schon was heißen) und lässt anschließend die zweite Hälfte mit einem wahren Dimmu-Kracher eröffnen.Ich kann wirklich nichts schlechtes über In Sorte Diaboli sagen. Sicherlich wird einigen der neue Stil nicht gefallen, aber mir persönlich gefällt Dimmu Borgir erst seit den bombastischen orchesterunterstützten Produktionen. Allen denen die Alben seit ca. 2001 gefallen, denen sei dieses musikalische Meisterwerk nur zu raten.
Dimmu Borgir auf dem Höhepunkt ihrer Karriere??? (13. Mai 2007)
Die Schwarzkittel-Träger-Gemeinde hat wieder etwas, womit sie sich beschäftigen und befassen kann: Die Death-Metaller Dimmu Borgir veröffentlichten ihr neues Album "In sorte diaboli"!Nach dem orchestral lastigen Vorgänger "Death cult armageddon" haben sie den Fokus nun wieder auf rohen, gewalttätigen Growl-Metal gelegt, was meiner Meinung nach ein großer Schritt zurück in die Mittelmäßigkeit ist. Das Album, das nur 9 Songs enthält, kann das Niveau des Vorgängers in keinster Weise halten. Hier fehlt die Innovation, die Überraschungsmomente und die nötige Eingängigkeit! Ich muss zugeben, dass ich nicht gerade aus der Death-Metal-Ecke komme, doch trotzdem wussten ältere Lieder dieser Kapelle durchaus zu gefallen.
Das ist mit "In sorte diaboli" leider nicht der Fall. Das Ganze klingt einfach langweilig, innovationslos und furchtbar eintönig. Alle Songs sind gleich strukturiert und haben Gott sei Dank keine hinausgezogene Spielzeit. Für die Zeit, die Dimmu Borgir in dieses Album investiert haben, hätten sie sich durchaus mehr anstrengen können, denn die Erwartungen der Fangemeinde waren dementsprechend groß. Scheinbar ist der Großteil der Anhänger zwar trotzdem vollauf zufrieden mit diesem Longplayer, was ich aus meiner Sicht aus leider überhaupt nicht nachvollziehen kann!!!
"In sorte diaboli" jagt einem keine kalten Schauer mehr über den Rücken, sondern dient eher zum Eindösen!!!
Das einzige, was man Dimmu Borgir wiederum zu Gute halten muss, ist die bombastische und wirklich einzigartig gute Produktion, mit der sie immer wieder ihre Konkurrenz eindeutig ausstechen!
Das Böse lebt !!! (12. Mai 2007)
Dimmu Borgir verfeinern in der Tat ihren Stil aus Black und Death Metal immer mehr, kombinieren ihn auf eine sehr harte und aggressive Art mit Neoklassik und haben mit "In Sorte Diaboli" ein Werk produziert, welches Kraft und Gewalt ausstrahlt. Die Symphonie ist in insgesamt neun Kapitel aufgeteilt, die in 42 Minuten vorgetragen werden. Damit haben die Stücke durchschnittlich eine Länge von vier einhalb Minuten. Lange Weile kommt in dieser Zeit ganz bestimmt nicht auf. Im Gegenteil, dieser Hyperblast ist in der regulären Spielzeit nicht zu verdauen, sondern es bedarf mindestens eines weiteren Hördurchlaufes. Um dieses Werk zu verstehen, sollte man sich auf jeden Fall viel Zeit nehmen, bevor man in die Musik eintaucht.Zur Musik: Die symphonischen Anteile sind auf "In Sorte Diaboli" im Vergleich zum Vorgängeralbum "Death Cult Armageddon" nicht so dominant. Dies fällt allerdings erst nach genauerer Analyse auf, denn die getragenen Passagen sind im Vergleich zu "Death Cult Armageddon" weniger geworden. Hier dominiert die rohe Gewalt.
Dieses Konzeptalbum führt uns ins dunkle Mittelalter, wo ein Priester-Anwärter sich dessen bewusst wird, dass ihm das Christentum nur Schlechtes bringt und so eine Wendung zur "dunklen Seite" erfährt:
Kapitel eins "The Serpentine Offering": Nach einem orchestralen Intro, der unwillkürlich Erinnerungen an John Williams' Imperial March aufkommen lässt, bricht ein Inferno auf den Hörer ein, der sich dem Klang nach in der Hölle wieder findet (so war es doch auch bei Anakin Skywalker welcher zu Darth Vader mutierte). Innerhalb des Songs wird eine unglaublich dichte Atmosphäre aufgebaut, die in einer Chorpassage mündet und somit einen vorläufigen Höhepunkt darstellt. Diesen Chor gab es auf der "Death Cult Armageddon" leider viel zu kurz zu hören.
Kapitel zwei "The Chosen Legacy": Hyperblast! Chaos! Gewalt! Qualen! Atmosphäre! Nach gut einer Minute Spielzeit erhält man eine kurze Pause, in der das Orchester die dichte Dunkelheit etwas lichtet. Aber gibt wenige Lichtblicke, in denen man verschnaufen kann, um zu verstehen was um einen passiert. Die Textpassage "In Sorte Diaboli" wird häufig zitiert und man fühlt sich unweigerlich in die Hölle versetzt, wo alles brennt. Ein wahnsinnig dichtes Kapitel...
Kapitel drei "The Conspiracy Unfolds": Nach einem etwas durchschnittlichem Anfang wird mit einem gewaltigem Riff die Apokalypse eingeleitet die den Hörer auf eine Reise in weite Sphären einlädt. Das Schlagzeug bildet zum groovigem Grundrhytmus einen sagenhaften Kontrapunkt. Der Song ist fast schon als poppig zu bezeichnen. Mit breitbändigen Disharmonien wird der Gewaltritt beendet. Auf jeden Fall besitzt dieses Kapitel Hitpotential...
Kapitel vier "The Sacrilegious Scorn": Mit Keyboards wird zunächst monumental eingeleitet, danach stimmt das Schlagzeug mit Blastbeat ein. In wenigen Schritten wird in einer erneuten Chorpassage der erste Höhepunkt dieses Kapitels erreicht. Durch eine kurze Klavierpassage wird der Song sehr aufgelockert und erinnert dadurch gar ein wenig an My Dying Bride's Turn Loose the Swan. Durch langsame Steigerung zum bestialischen Schrei wird der eigentliche Höhepunkt dieses Kapitels und damit des ersten Teils der Symphonie erreicht. Mit knappen vier Minuten ist dieses Kapitel das kürzeste.
Kapitel fünf "The Fallen Arises": Ein reines Instrumentalstück, welches eine schauriges Stimmung verbreitet und an so manches Elend Album erinnert (v.a. Winds Devouring Man). Gleichzeitig stellt dieses Kapitel einen Wendepunkt des Albums dar, denn der erste Teil des Albums war im Vergleich zum zweiten Teil noch vergleichsweise leichtverdaulich.
Kapitel sechs "The Sinister Awekening": Jaaaaaaaah... Disharmonien bestimmen dieses Kapitel. Kreischende Gitarren. Kreischende Geigen. Bis im höllischen "Anti Christus" der Teufel endgültig die Macht übernimmt und alles was noch nach Leben aussah zerstört wird. Jaaaaaaaah... Fast verträumt wird dieses Kapitel ausgeläutet um das nächste Kapitel einzuleiten.
Kapitel sieben "The Fundamental Alienation": Dieses Kapitel wird durch einen Chor eingeleitet, der im Laufe des Songs eine tragende Funktion erhält, da er wiederkehrt. Nach sanfter Ausblendung wird das vorletzte Kapitel eingeleitet.
Kapitel acht "The Invaluable Darkness": Nach der Abkehr vom Licht wird der Dunkelheit gehuldigt. Dimmu Borgir drücken dies wird mit feierlichen Melodien, Chören und Tänzen aus. Eine sehr feierliche Stimmung des Songs bringt die volle Freude des Haupthelden von "In Sorte Diaboli" zu Ausdruck. Mit Sicherheit der positivste Song des Albums, da er kaum auf Disharmonien baut.
Kapitel neun "The Foreshadowing Furnace": Die aufkommende Freude des "The Invaluable Darkness" wird sofort wieder zunichte gemacht. Freude ist nicht gut, Freude ist schlecht!!! Jaaaaaaaah... Disharmonien! Gewalt! Qual! Musikalisch knüpft es an das Anfangskapitel an, ist jedoch wesentlich gewaltiger, kompromissloser! Diese Qualen werden durch das Albumausklingende Fegefeuer bekräftigt...
Fazit: Was für eine Symphonie! "In Sorte Diaboli" ist mit Sicherheit nicht leicht verdaulich und nichts für Weicheier. Es nimmt jede Freude am Leben, ist destruktiv, gewaltig, kompromisslos. Wer mit "Death Cult Armageddon" nicht zu Recht kam, sollte sich dieses Album auf keinen Fall kaufen. Fans brutaler und dichter Atmosphäre und neoklassischer Musik, die durch bombastisch-orchestrale Klanglandschaften besticht, werden dieses Album lieben. Um die Vielschichtigkeit zu erfassen, ist es jedoch notwendig sich in die Musik hineinzudenken. Und dazu benötigt man viel Zeit. Congratulations!!!
Die häufigen Vergleiche mit Cradle of Filth halten nicht stand, da CoF bei weitem keine so dichte Atmosphäre der Angst aufbauen können.
Anspieltipps:
- The Serpentine Offering
- The Conspiracy Unfolds
- The Sinister Awekening






