Kundenrezensionen zu 'Der Engel der die Träume Macht'
Irdisches Vergnügen (30. Juni 2007)
"Es ist schon aberwitzig, zu einer Zeit, da Engel als Werbeträger für Käse, Kosmetik und Kinderkonfektion herhalten müssen, da die Buchhandlung von Engelkalendern, Engelbüchern und Engelmusik-CD`s nur so überquöllen, auch noch eine solche CD herauszubringen! Ich bin mir also im Klaren: der Zeitpunkt ist schlecht gewählt", schreibtGerhard Schöne im Booklet zu und über sein neues Albums.
Jahr für Jahr gibt Gerhard Schöne um 100 Konzerte und er erhält sich zugleich eine fast unheimliche Produktiviät beim Schreiben neuer Songs, die ein wenig auch mit einer seiner Arbeitsmethoden zusammenhängt.
Er begeistert sich für konkrete Themen, steig tief in diese hinab, sucht in der Breite nach Berührungspunkten und im Detail nach Reibungsflächen und lässt dann seine hierzulande kaum vergleichbare erzählerische Gabe in Texte und Lieder fließen.
Die meisten Engel- Lieder auf dem neuen Album waren zunächst für ein Theaterprojekt entstanden, sind also auf der Bühne erprobt. Erneut überzeugen die überraschenden Sichtweisen und ungewöhnlichen Blickwinkel.
Sie bringen uns Menschen und Situationen nahe, die komisch, tragisch oder einfach nur berührend sind. Schöne gewinnt in Liedergeschichten dem Alltäglichen seine phantasievollen Seiten und dem Himmlischen seine irdische Relevanz ab.
Musikalisch schon immer auf hohem Niveau, haben die Arrangeure und Produzenten Stefan Kling und Tobias Morgenstern (beide von L art de passage) nochmals zugelegt.
Entstanden ist eine unglaublich transparente, im Wechselspiel von Melodie und Stimmung leicht groovende Musik, die sich mittlerweile jeder Einordnung gekonnt entzieht.
Ein himmlisches Geschenk und höchst- irdisches Vergnügen.






