Aus der Amazon.de-Redaktion
Trent Reznor reist in die Zukunft, um auf dem gelungenen, tiefgründigen Year Zero seine Verschwörungstheorien und Visionen ausleben zu können. Als gäbe es Anno 2007 auf der Erde nicht genügend Stoff für misanthropisches und apokalyptisches Denken, nimmt der Mastermind der NIN einen Zeitsprung vor und landet im Jahre 2022. Es ist bei der Vorgeschichte des Industrial-Rockers leicht vorherzusagen, dass sich der gesellschaftliche, spirituelle und ökologische Zustand des Planeten nicht zum Guten gewendet hat. Er steht am Wendepunkt, vielleicht an der Endstation, und Reznor betracht alles durch die Augen unterschiedlicher Menschen in unterschiedlichen Positionen. Düster ist das Booklet der CD, düster die Musik auf Year Zero. Die überwiegend am Computer generierten Sounds, die von übellaunigen Gitarren attackiert werden, winden sich zwischen viel Chaos und Schönheit, Destruktion und Konstruktivität. Gemessen an dem Vorgänger With Teeth wendet sich Year Zero ab von Pop wie Strukturen und öffnet somit Räume für Improvisationen, Klang-Experimente, Kollagen und verstörenden Noise („The Great Destroyer“), der unter anderem von tief melancholischer Pianomusik kontrastiert wird. Das Konzept-Album ist ein Tagtraum von Reznor, inspiriert von eigenen Erlebnissen und Beobachtungen, die mit Fiktionen vermischt wurden, bis die Übergänge und Linien verschwunden sind. Komponist und Produzent Reznor gesteht selber ein, dass er mit sechszehn Tracks sehr viel Material zum Verdauen vorlegt und es dennoch für nötig hält, um das Puzzle zu vervollständigen, das Bild zuende zu malen. Recht muss man ihm geben, das Year Zero bei jedem neuen Hördurchgang einen Veränderungsprozess durchläuft, Recht hat er hoffentlich nicht mit seinen Visionen... --Sven NiechziolKundenrezensionen zu 'Year Zero (Digipak)'
Ein starkes NIN-Album! (12. Januar 2008)
Mir gefällt das Album sehr.Ich bin der Meinung Reznor hat nach "With Teeth"(welches für viele andere Fans leider im Schatten des vielgelobten "The Fragile"Albums stand-zu unrecht,wie ich finde!))wieder ordentlich nachgelegt.Die aktuelle Scheibe strotzt vor Vielschichtigkeit und Abwechslung das es eine wahre Freude ist.Auch der Sound ist wieder allererste Sahne.NIN gehört einfach in die oberste Liga...und die Nörgler sollens doch einfach mal besser machen...Meiner Meinung nach: Bestes Album 2007 (25. September 2007)
NIN 2007Neues Album Year Zero"
Komplex, abwechslung, intelligent, melancholisch, hynotisch....
Das sind die Worte, mit denen ich das Album in Verbindung bringe... Es ist meiner Meinung nach wieder um einiges düsterer als With Teeth" und auch viel besser strukturiert.
Der Opener Hyperpower" leitet das Meisterwerk bestens ein und ein besseres Ende als Zero-Sum" kann ich mir nicht vorstellen.
Die Musik ist so hypnotisierend wie keine andere, die ich kenne. Jedes Lied trägt seinen Beitrag zum Gesamtkunstwerk Reznor's bei. Jeder, der sich schon einmal intensiv mit einem NIN-Album befasst hat, wird bestens nachvollziehen können, was ich hier beschreiben will.
Es fällt mir wirklich schwer, so außergewöhnlich gute Musik in Worte zu fassen. Mann muss es einfach hören, ja, ich will jetzt nicht übertreiben wenn ich sage, man muss die Musik spüren um meine Euphorie verstehen zu können.
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Anotherversionofthetruth.com
Aufhören! (10. September 2007)
Herr Reznor führt offensichtlich jetzt ein geregeltes Leben und hat musikalisch nichts mehr aufzuarbeiten.Year Zero ist ein wirklich langweiliges Album und im Vergleich zu früheren Werken albern.
"Year Zero" / 200X? (19. August 2007)
Wer sich momentan selber ohnehin bereits vor Payback-karten, Telefonisten, Schäuble &Co Inc. fürchtet, für den packt Trent Reznor noch Echelon, conter-religiös fanatisch faschistische Einigkeit, und sonstige Abgründe auf den Tisch, wobei er noch Mächte von außerhalb, die uns mit der Auslöschung drohen hineinquirlt und damit das ganze ein bischen wie Half-Life 2 Story-Script rüberkommen lässt.Musikalisch lehnt sich "Year Zero" klanglich zwar an den futuristischen Anspruch des Vorgängers "With Teeth" an, besitzt jedoch nicht dessen härte, was seinerzeit auch über den Vorgänger geschrieben wurde. Verglichen mit früheren Werken Reznors wie "Pretty Hate Mashine", "Broken" oder "The Downward Spiral" ist diese Platte Handzahm. Womit ausschließlich die vocalische Umsetzung der lyrischen Darbietung beschrieben werden kann. Der Inhalt der Texte, die Härte der Beats, diese Distortions-Komposition von Klängen steht der Härte früherer Alben in nichts nach.
Viel Einsicht wünsche ich beim Durchhören
Ein polarisierendes, wegweisendes Album (9. August 2007)
Dieses Stück Musik ist ganz speziell. Während andere (zB Skinny Puppy mit "Mythmaker") ihre Sequenzer bis zum Anschlag ausreizen und damit gefallen, übt sich Reznor in minimalistischem Sound. Meiner Meinung nach mit vollem Erfolg. Ein Album, das wieder einmal unverwechselbar ist und seinesgleichen sucht. Wer das Gegenteil behauptet, soll mit einem ähnlichen Album aufwarten :-).Spätestens mit "The Good Soldier" (Anspieltipp!) hat die CD etwas, was mir bei "With Teeth" völlig abhanden gekommen war: Komplexität und eine Fragilität, die Reznor immer auszeichnete (-> "The Fragile" war ja Programm). Die Überleitung zu "Vessel" ist sensationell, und dort zwingen einen die Distortions gegen Ende zu Boden. So soll Industrial sein. Neu ist die totale Zurückhaltung bei den Sounds, viele Stillen...
Ein weiterer Höhepunkt ist "God Given", dessen freaky Synths in "Zero Sum" wiederhallen. Zwischen diesen Highlights durchwegs hochklassige, durchdachte Musik, insgesamt so minimalistisch wie noch nie (ich weiß, ich wiederhole mich :). Das ist mein Fall, 100% Deckung, aber sicherlich nicht jedermanns Sache. Ich bin froh, dass es keine Reprise von "With Teeth" gab...






