Straw Dogs - Wer Gewalt sät  - Special Uncut Edition (2 DVDs)

Verkaufsrang: 7335 (DVD)
Actor: Dustin Hoffman
Actor: Susan George
Actor: Peter Vaughan
AspectRatio: 16:9
AudienceRating: Freigegeben ab 16 Jahren
Binding: DVD
Brand: EuroVideo
Director: Sam Peckinpah
EAN: 4009750242285
Technische Details: FSK 16
Format: Dolby
Format: HiFi Sound
Format: PAL
Format: Special Edition
Label: Euro Video
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: Euro Video
NumberOfItems: 2
Verlag: Euro Video
RegionCode: 2
Erscheinungsdatum: 12. Juli 2007
Spielzeit: 113
Studio: Euro Video
TheatricalReleaseDate: 1971
von: Dustin Hoffman (Hauptdarsteller), Susan George (Hauptdarsteller), Jerry Fielding (Komponist)
Preis: EUR 9,96

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Product Description

Eurovideo Straw Dogs - uncut Special Edition (2 DVDs), USK/FSK: 16+ VÃ-Datum: 12.07.07

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Anfang der 70er-Jahre kam einer von Sam Peckinpahs umstrittensten Filmen in einem folgenschweren Moment in die Kinos. Straw Dogs lief mit Dirty Harry und Uhrwerk Orange im gleichen Monat an und lieferte damit die Steilvorlage für eine verbissen geführte Debatte um Gewalt im Kino. Basierend auf einer wenig bekannten britischen Romanvorlage spielt Dustin Hoffman einen belesenen, amerikanischen Mathematiker, der sich mit seiner jungen Braut (Susan George) für eine Weile in deren Heimatort ins ländliche England zurückzieht. Dort verteidigt er schließlich sein Haus gegen den Angriff einer Hand voll einheimischer Rabauken, und muss dabei einen beängstigend wilden, brutalen Wesenszug an sich entdecken.

Dass Straw Dogs für die unverblümte Darstellung von Gewalt berüchtigt ist, lässt sich aus heutiger Sicht schwer nachvollziehen. Stattdessen funktioniert der Terror auf einer psychologischen Ebene. Die Spannung und das Entsetzen werden durch den Schnitt bestimmt. Weitaus verstörender als das tatsächlich Gezeigte, ist das, was man glaubt zu sehen. --Marshall Fine

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Kundenrezensionen zu 'Straw Dogs - Wer Gewalt sät - Special Uncut Edition (2 DVDs)'

Real und beklemmend dass es wehtut... (15. Juni 2008)

Um diesem Sam Peckinpah-Meilenstein in einer Rezension gerecht zu werden, muss man sich eigentlich einen ganzen Sonntag Zeit nehmen - zu groß das Risiko, dass man wichtige Aspekte auslässt. Ich versuche es dennoch in komprimierter Form.

STRAW DOGS / WER GEWALT SÄT ist bis ins letzte Quäntchen nachvollziehbar. Der im Film porträtierten Eskalation von Gewalt und dem sich zum Ende hin immer weiter steigernden Wahnsinn kann man sich nicht erziehen.
Was 1971, im Entstehungsjahr des Filmes, ein echter Skandal war, ist auch noch heute, in einer Zeit, in der leidlich begabte Regiegrobmotoriker kaltschnäuzig um die Wette schocken, ein echter Ausnahmethriller.
Der Film ist eiskalt-geradlienig und ohne Schnörkel inszeniert, bitterböse und voll von starken Szenen, die sich dem Gucker ins Gedächtis brennen. Was mich persönlich am meisten an STRAW DOGS fasziniert, ist die Tatsache, dass der Film unendlich viel Schmerz und Leid zeigt, gleichzeitig aber eine tolle Moral behält - ganz großes Kino!
Der hier noch relativ junge Dustin Hoffmann und die bis heute noch unterbewertete Susan George bieten wie der Rest der Darstellerriege Schauspiel allererster Güte.

Dass auch hier die FSK wieder von einer 18-er-Freigabe auf die blaue Plakette herunterstufte, ist kritisch, jedoch aufgrund der Tatsache, dass hier Gewalt und Sadismus nicht zelebriert werden, akzeptabel.

STRAW DOGS ist ein Must-See-Movie und mit dem MARATHON-MANN der beste Dustin Hoffman-Film!


Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben... (6. März 2008)

Toller Film ! Und obwohl (oder weil ?!) aus den 70ern, deutlich wertvoller als aktuelle "Rache-Filme" wie z. B. "Death Sentence" !! ...

Beide Filme geizen wahrlich nicht mit Gewalt, und beiden ist die Eskalation zum Ende hin (um den Begriff Showdown zu vermeiden...) gemein.

Großes Plus bei "Straw Dogs": Ich hatte nie den Eindruck, daß hier die Gewalt um ihrer selbst oder der reinen "Unterhaltung" (!!) willen inszeniert wird. Die Handlung ist nachvollziehbar, sogar nachfühlbar. Viele der etwa bis zur Mitte gezeigten Situationen und Handlungen samt zunächst unterschwelligem Unbehagen dürfte jeder mehr oder weniger selbst aus seinem Leben kennen.

Immer steht die Frage im Raum "Was würde ich tun ?" - Eingreifen, das Weite suchen, Widerstand leisten ? Wann springt auch der Friedlichste (oder Feige ? ...) über seinen Schatten und ist zu Handlungen imstande, die er im Grunde seines Herzens zutiefst ablehnt(e) ?

Gerne hätte ich, den die alltägliche ("kleine") Gewalt oftmals sprachlos macht, einen Erkenntnisgewinn vernommen, wie denn Gewalt am besten begegnet werden kann im Spannungsfeld "Auge um Auge" und "... "dann halte die andere Wange hin". Anders ausgedrückt: Läßt sich ein Agressor nur durch stärkere Aggression in Bahnen lenken oder durch Ins-Leere-laufen-lassen ?

Inhaltlich hilft auch "Straw Dogs" in diesem Punkt nicht wirklich weiter, kann der Film vermutlich auch gar nicht. Filmisch fällt die Antwort letztlich aus wie eigentlich bei allen mir bekannten Filmen des Genres...

Und gerade frage ich mich, ob die Geschichtsbücher den Drehbüchern nicht letztlich sogar (leider !) recht geben ? ;-/

Auf jeden Fall ist "Straw Dogs" ein nachdenklich stimmender Film. Viel mehr als bloße Action. Und obwohl aus den 70ern, wirkt der Streifen auch nicht altbacken und macht rein optisch aufgezoomt auf 16:9 durchaus eine ansehnliche Figur. Letzteres gilt übrigens auch für den gut gemachten Schuber samt Booklet und Bonus-DVD.

= Sehr empfehlenswert !!

Toller Klassiker (uncut) - mit kleinem Mangel (7. Oktober 2007)

Schön diesen Film endlich uncut in gut restaurierter Fassung anschauen zu dürfen. Den Audiokommentar in deutsch habe ich auch als informativ empfunden.

Ein kleiner Mangel trotzdem: Warum enthält die Version keine deutschen Untertitel?

Revolutionäre Gewaltdarstellung, entwertet durch alberne Western-Klischees (21. September 2007)

Dieser Film, den Skandalregisseur Sam Peckinpah 1971 gedreht hat und der nun in einer ungeschnittenen Fassung vorliegt, ist in seiner Anlage ungefähr so realistisch wie interessanter Konfirmandenunterricht. Ein amerikanischer Mathematiker, gespielt von Dustin Hoffman, zieht in ein isoliertes südenglisches Kaff, um dort Ruhe für die Ausarbeitung und Vollendung eines wissenschaftlichen Werkes zu gewinnen. Mit dabei ist seine attraktive (aber eher nichtintellektuelle) Frau Amy, die aus just diesem Dorf stammt und dessen Einwohnerschaft anscheinend zu ca. 95 Prozent aus sexgeilen Dorfdeppen und potenziellen Sexualstraftätern mit Hang zur Verwendung von Nazi-Symbolen zu bestehen scheint.
Auch wenn zwischendurch die Einblendung wunderschöner englischer Heidelandschaften erfolgt, kommt Peckinpah beim Versuch, einen in Europa spielenden Film zu drehen, nicht über eine verquaste Wiederbelebung solcher Klischees hinaus, wie man sie aus konventionellen Western-Filmen her kennt. Auch an diesem altehrwürdigen Schauplatz gelten selbstverständlich die folgenden unverbrüchlichen Weisheiten:
1. Männer sind für die Hirnarbeit zuständig.
2. Frauen sind für die Hausarbeit und die Gefühlswelt zuständig.
3. Wenn die eigene Frau in Gefahr ist, wird auch der rationalistischste Mathematiker wie selbstverständlich zum Tier und schreckt auch nicht davor zurück, seine Feinde mit der aus Dekorationszwecken an der Wand prangenden Bärenfalle zu erlegen.
Also im Ernst, dieser Streifen mag filmhistorisch interessant in der expliziten Art und Weise sein, auf die er die Darstellung von Gewalt unter Einsatz von Zeitlupenaufnahmen betreibt. Ansonsten aber handelt es sich um ein philosophisch armes Werk, das nicht in der Lage ist, die psychosozialen Ursachen für Gewalt zu eruieren und sich statt dessen lediglich auf eine provokative Darstellung von Gewaltakten kapriziert, die allerdings zu ihrer Zeit vollkommen neuartig war. Das ist aber auch alles, was an diesem Film memorabel ist.

Kannte ich bisher nicht... (10. September 2007)

Gelegentlich verpennt man ein Genre-Meilenstein, einen wichtigen Dekadenfilm. Ich habe den Film vor kurzem zum ersten Mal gesehen und bin sehr begeistert, es ist sicher einer der besten Filme der 70er Jahre.
Und auch eines der besten Werke von Peckinpah.....
"Straw Dogs" ist ein harter, kompromissloser Film, der es schafft, aus der vermeintlich schönen Idylle, aus einer glücklichen Momentaufnahme und dieser Illusion, dem "Schein" innert von wenigen Tagen eine Hölle zu machen, bei der es am Ende nur noch ums Überleben geht. Und im Fegefeuer vorher sämtliches Innenleben aufs gewaltigste seziert wird...
Dustin Hoffman liefert eine seiner besten Rollen überhaupt ab. Dieser durchaus sympathische, aber recht verschrobene und verspannte Intellektuelle, der sich durch die Macho-Prototypen des Dorfes bis zum Äussersten mit dem Kastrationskomplex auseinandersetzen muss, die Bandagen werden so hart angelegt und eskalieren total, dass die Situation nur noch mit dem "Auge um Auge" Prinzip gelöst werden kann.

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