Aus der Amazon.de-Redaktion
Wieder so ein Duo, das die Tanzflächenkultur verändern könnte. Nach Soft Cell, Daft Punk, Air, Chemical Brothers oder Mouse On Mars gelten nun Justice als Hoffnungsträger. Noch bevor das französische Duo aus dem Label-Stall Ed Banger – womit natürlich „Headbanger“ gemeint ist – sein sehnsüchtig erwartetes Debüt Cross Symbol (auf dem Cover ist ein Kreuz abgebildet) veröffentlichte, lief die Hype-Maschine spätestens nach dem Gewinn eines MTV Awards heiß. Nehmen wir mal Hamburg im Sommer 2007: Vor einem alten, unzerstörbaren Bunker kommt es zu einem Menschenauflauf zumeist sehr junger Partygänger. Wer einen Ausdruck seines eigenen Profils eines weltberühmten Internet-Blogs mitbringt, kommt umsonst in das gewaltige Gebäude mit seinen meterdicken Wänden. Der restlos ausverkaufte Saal platzt aus allen Nähten. Justice, das sind Xavier de Rosnay und Gaspard Augé, sehen mit ihren bis zu den Brustwarzen reichen Kotletten aus, als hätten sie gerade bei einer Rockband gekündigt. Als sie hinter einem beleuchteten Kreuz sitzend die Laptops hochfahren, Rhythmusmaschinen anwerfen und die Knöpfe manipulieren, da dreht das Publikum schlichtweg durch. Leuchtstäbe kreisen, Menschen fliegen durch die schneidend dicke Luft, die Bässe überrollen alles, die Höhen machen einen kirre. Eine Sternstunde der Clubkultur!Wie soll das nur auf einem sterilen Silberling funktionieren, der alleine zuhause seine Runden dreht? Dem eine fette PA fehlt? Es funktioniert, aber lange nicht so intensiv und packend wie im Club. Auf einmal fallen einem die extremen Brüche in den Tracks der neuen Helden des French-House deutlich auf wie auch die zerhackten Sounds. Dafür bleibt Zeit, die Feinheiten neben den wuchtigen, funkigen Beats zu entdecken. Gute und wichtige Platte, ohne Frage. Könnte man doch nur den Schweiß der Tanzfläche auf eine CD brennen... --Sven Niechziol
Kundenrezensionen zu 'Cross Symbol'
Gut, aber overhyped (18. September 2008)
Zuerstmal ganz klar: Die Scheibe ist gut, geht ab, hat geile super interessante Tracks.Das ganze drum herum, Album des Jahres, neue Daft Punk blabla nervt. Die Produktion ist technisch spannend gemacht, die Arrangements sich kompkex und unkonventionell. Bei manchen Tracks besteht bei Kopfhörergenuss definitiv die Gefahr bleibende Schäden davon zu tragen...Insgesamt sticht "Stress" positiv heraus. Einige Tracks sind auch eher Klangcollagen oder Soundexperimente, aber genau deshalb ist das Album ganz spannend, Themen und Sounds wiederholen sich aber. Zu oft hören ist allerdings anstrengend.
Merci! (2. September 2008)
Seit einen halben Jahr rotiert nun diese CD regelmäßig in meinen CD- Player und lässt meine Boxen vibrieren. Das Album stellt endlich die Innovation dar, wo bei Daft Punk schon seit langen Einfallslosigkeit herrscht. Abwechslungsreiche Beats, harte Housetunes und schräge Elemente vereinigen sich zu einen Klangmonster, welches soviel Energie aufweist, wie selten bei einer Band im elektronischen Bereich. Es rockt an allen Ecken und Kanten und lässt einen keine andere Möglichkeit als sein Tanzbein mitzuschwingen. Songs wie "D.A.N.C.E.", "DVNO", "Waters Of Nazareth" und "Stress" verfügen über absolutes Kultpotential und sollten in keiner guten DJ- Sammlung fehlen. Ein Dance- Album, dass endlich mal innovativ ist, Ideen hat und absolut süchtig macht.encore y encore (1. Februar 2008)
Als großer Fan elektronischer Musik aus Frankreich bin ich durch Zufall auf dieses Werk gestossen,war jedoch sofort angetan von dem großartig arrangierten Opener Genesis.
Im Großen und Ganzen würde ich die Platte als laut knarzendes Opus mit verspielteren Stücken dazwischen beschreiben. So kommt in DANCE beispielsweise sogar ein Kinderchor zum Einsatz.
Die Platte macht Spaß vom ersten Hören an und lässt einen durch Tiefschichtigkeit nicht mehr los.
Des weiteren muss ich den anderen leider Rezessoren widersprechen: Justice haben mit den 80ern überhaupt nichts am Hut. Mit Daft Punk sind sie nur teilweise zu vergleichen, da Daft Punk wesentlich houselastiger agieren, ihr Song "Robot Rock" jedoch dem Style von Justice sehr nahe kommt.
Alsow er auf Innovation, harte Beats und mal was anderes hören will als das übliche Electro-Charts Gejaule, der sollte bei dieser Scheibe unbedingt zugreifen.
Zum Schluss noch das abolute Highlight der Cd : One Minute to Midnight
Musik ohne Ende (20. Oktober 2007)
Habe mir das Album mal spontan gekauft,seitdem läuft es bei mir hoch und runter (meist während der Autofahrt), dieses Album gehört definitiv in jede Sammlung, kann gar nicht sagen was überhaupt mein Favourit ist, da ich das Album vom ersten bis letzten Song in sich sehr stimmig findeBest of '07 (17. September 2007)
Fand die Scheibe von anfang an ziemlich gut, musste mich aber dennoch über zwei, drei Wochen hinweg reinhören und bin mittlerweile völlig hinfortgeblasen.Knarzt wie nichts Gutes, dabei dennoch ziemlich gut arrangiert und läuft sound-ästhetisch einfach ziemlich gut durch. Dass die 80er mal cool werden... sowas...
Ansonsten kann man die beiden wirklich wenig mit Daft Punk vergleichen, denn die waren eher housig, wohingegen Justice mehr richtg. Elektro gehen, verbreaktere Beats haben, 80er-Drummachine-Sounds und way too much Snare-action loslassen, als dass man hier noch von House sprechen könnte. Wurde auch schon als NuRave tituliert... Wie auch immer, die beiden seltsamen Franzosen haben hier mein persönliches Lieblingsalbum des Jahres 2007 hingelegt. Es knarzt, störsoundet und bollert ohne dabei die Gewichtung von schönen oder mitreissenden Melodien zu nehmen.
Unglaubliche Unglaublichkeit.






