Kundenrezensionen zu 'The Colour and the Shape (Special Edition)'
The Colour and the Shape (21. Februar 2008)
Zunächst einige Hintergrundfakten: The Colour and the Shape erschien 1997, 2 Jahre nach dem von Dave Grohl im Alleingang aufgenommenen "Foo Fighters". Die Band bestand damals aus- natürlich- Dave Grohl(Gesang, Gitarre), Nate Mendel (spielt auch jetzt noch den Bass bei den FF), William Goldsmith (Drums), und Pat Smear an der zweiten Gitarre, der auch schon Leuten die Nirvana kennen, ein Begriff sein sollte.Goldsmith und Smear übrigens wurden schon bald darauf durch Taylor Hawkins (Schlagzeug) und Chris Shiflett (Gitarre) ersetzt und das bis heute aktuelle Lineup war perfekt.Nun zum Album: Das recht ruhige "Doll" eröffnet und mündet nach ungefähr anderthalb Minuten in den bekannten Klassiker "Monkey Wrench" man merkt schon während dieser ersten Minuten dass man es hier mit einem großartigen Stück Musik zu tun hat. Die unglaubliche Energie die in Grohls Songs steckt lässt sich in fast jedem der Songs wiederfinden wenn man mal von der Single "Walking After You" absieht, das den schönsten Popmoment aller bisher erschienenen Foo Fighters Werke darstellt , mit einem Wort : großartig. Grohl schafft es hier eine zuckersüße Melodie zu verfassen ohne dabei in unnötigen Kitsch abzudriften. Aber diesem Meisterwerk wäre Unrecht getan würde man diesen oder jenen Song über einen anderen stellen, da sich auf diesem Album, darauf sei hiermit ausdrücklichst hingewiesen, kein Ausfall befindet. Und auch die auf dieser zum zehnjährigen Jubiläum von The Colour and the Shape herausgegebenen Special Edition enthaltenen Bonustracks "Requiem", "Drive Me Wild", "Down in the Park"," Baker Street"(Cover - ursprünglich von Gerry Rafferty) und der fragwürdiger weise nicht auf der Originalversion der Scheibe enthaltene Titeltrack, der sehr aggressiv daher kommt, was aber kaum aufgefallen wäre unter Bomben wie "Enough Space" und "Wind Up" auf denen der ehemalige Nirvana Drummer seine Stimmbänder gehörig malträtiert. Insgesamt allerdings finden sich die stärksten Momente alle im Bereich des melodiösen Rocksongs für den Grohl einfach prädestiniert ist, wie z.B. "Everlong" (für viele DER Foo Fighters Song schlechthin), "February Stars", das minutenlang behutsam aufgebaut wird um dann in einem euphorischen Refrain zu münden, oder auch das wunderbare "My Hero" (Live ein Killertrack: habe mich selbst davon überzeugt!!). Auch nach über 10 Jahren ist dieses Album der Maßstab im Bereich Alternativer Gitarrenmusik. David Grohl hat hier mit seinen Mannen ein Wurf gelandet den er wohl niemals mehr wird übertreffen können. Ein Album für die Ewigkeit...



