Verkaufsrang: 31 (Spielzeug)
BatteriesIncluded: 0
Binding: Spiel
Brand: Abacus Spiele
EAN: 4011898030716
IsFragile: 0
Label: Abacusspiele
ListPrice:
Manufacturer: Abacusspiele
ManufacturerMaximumAge: 1188
ManufacturerMinimumAge: 96
Model: ABA03071
Verlag: Abacusspiele
Erscheinungsdatum: 18. April 2007
Studio: Abacusspiele
Preis: EUR 12,90
Amazon.de Rezension
Heitere Zoogeschichten
Hereinspaziert, hereinspaziert - die schönsten Zoos in Deutschland haben ihre Türen geöffnet und präsentieren eine bunte Vielfalt an Tieren. Sogar süße kleine Tierbabies gibt es zu bestaunen! Welcher Tierfreund kann da noch widerstehen? Aber welchem Zoodirektor gelingt es, die meisten Besucher anzulocken? Welcher Zoo bietet die die meisten Tiere, die schönsten Gehege und die attraktivsten Verkaufsstände? Schon ist im preisgekrönten Familienspiel Zooloretto der hart umkämpfte Wettwerb um die Zoobesucher entbrannt.
Der eigene Zoo ist Geldes wert
Alles, was mit Tieren zu tun hat, erfreut sich bei Kindern und Familien seit jeher großer Beliebtheit. So ist natürlich auch ein Zoobesuch immer wieder aufregend und spannend - umso mehr, da mit dem trickreichen Brettspiel Zooloretto nun jeder seinen eigenen Zoo aufbauen und einmal einen Blick hinter die Kulissen werfen kann. Dabei gilt es, wirtschaftliches Geschick an den Tag zu legen und taktisch klug abzuwägen, welcher Spielzug die meisten Vorteile bietet. Wer zum Schluß am meisten Geld in der Kasse hat, sprich die meisten Punkte aufweist, hat gewonnen. Bis dahin gilt es, den eigenen Tierpark so attraktiv wie möglich zu gestalten.
Zu Beginn erhält bei Zooloretto jeder frischgebackene Zoobesitzer eine Zootafel, die er offen vor sich hinlegt, und eine Ausbautafel, die er verdeckt daneben legt. Außerdem bekommt jeder Spieler zwei Münzen. Die restlichen Münzen werden in der Mitte bereit gelegt und bilden die Bank. Auch die Transportwagen sowie die schön illustrierten Tierplättchen, die auf mehrere Stapel verdeckt verteilt werden, werden in der Mitte abgelegt. Jede Zootafel umfasst drei verschieden große Tiergehege, einen Stall sowie Platz für bis zu vier Verkaufsstände. In den Gehegen darf natürlich nur jeweils eine Tierart gehalten werden. Befinden sich zu viele Tiere bzw. zu viele verschiedene Tierarten im Zoo, können diese nicht mehr in den Gehegen gezeigt werden, sondern müssen im Stall untergebracht werden. Dort haben die Besucher jedoch keinen Zutritt, so dass sie womöglich zur Konkurrenz weiterziehen. Welcher Zoobesucher steht schon gern vor verschlossenen Türen? Zum Schluß gibt es sogar noch Minuspunkte für die überzähligen Plättchen, die im Stall gelagert werden. Die Aufgabe der Zoobesitzer ist es daher geschickt abzuwägen, welche von drei möglichen Aktionen pro Runde für sie am Erfolg versprechendsten ist, um ihren Tierpark profitabel zu machen.
Die Kasse muss stimmen
Die Spieler können entweder ein Tierplättchen auf einen Transportwagen ablegen, einen Transportwagen nehmen und aus der laufenden Runde aussteigen oder eine Geldaktion ausführen. Eine Runde ist beendet, wenn jeder Spieler einen Transportwagen genommen hat. Dabei kommt es vor allem darauf an, den richtigen Zeitpunkt zu wählen, um auszusteigen. Die Wagen bieten Platz für maximal drei Tiere, müssen aber nicht vollständig befüllt werden. Steigt man zu früh aus, verpasst man womöglich einen dringend benötigten Neuzugang für den eigenen Zoo. Wartet man zu lange, weil man darauf spekuliert, noch ein besseres Angebot zu bekommen, schnappt einem die Konkurrenz vielleicht aus purer Mißgunst die attraktivsten Angebote weg: Man hat das Nachsehen und muss den Wagen nehmen, der übrig bleibt. Wenn ein Spieler ausgestiegen ist, muss er umgehend alle Tierplättchen in den Gehegen platzieren. Für die Verkaufsstände sind Plätze neben den Gehegen vorgesehen, die Münzkarten kommen in die eigene Kasse. Für vollständig belegte Gehege werden Prämien ausgezahlt, mit denen man weitere Geldaktionen ausführen kann. So können zusätzliche Gehege erworben werden oder Tiere und Verkaufsstände innerhalb des eigenen Zoos versetzt oder gegeneinander ausgetauscht werden. Auf diese Weise können z.B. die Elefanten ein größeres Gehege beziehen, das mehr Gewinn einbringt. Gegen die Zahlung von zwei Münzen kann der Spieler auch ein Tier aus seinem Stall verkaufen oder sogar ein beliebiges Tier aus dem Gehege eines Mitspielers kaufen und in seinen eigenen Zoo überführen. Voraussetzung ist natürlich immer, dass man genügend Geld in der Kasse hat, um diese Aktionen bezahlen zu können. Daher sollte man sorgfältig planen, bevor man sein hart erwirtschaftetes Geld für eine unvorsichtige Tauschaktion aus dem Fenster wirft.
Besonders glücklich kann sich ein Zoobesitzer schätzen, wenn es ihm gelingt, zwei paarungsfähige Tiere einer Art in ein Gehege zu setzen: Prompt stellt sich Nachwuchs ein. Hoffentlich ist noch genug Platz im Gehege für das niedliche Tierbaby! Ansonsten muss der garantierte Publikumsliebling zum großen Kummer des Zoodirektors in den Stall gebracht werden.
Wird der letzte Plättchenstapel angebrochen, läuft die letze Runde. Danach wird abgerechnet: Vollständig oder bis auf ein Tier gefüllte Gehege werden ebenso wie Verkaufsstände mit entsprechenden Gewinnpunkten belohnt. Alle Plättchen, die sich im Stall befinden, schlagen gleich mit jeweils zwei Minuspunkten zu Buche. Gewiefte Zoobesitzer haben allerdings noch ein paar Tricks in petto: Verfügt ein mangelhaft gefülltes Gehege über einen Verkaufsstand, gibt es für jedes Tier im Gehege zumindest einen Punkt. Auch quasi in der letzer Minuten können so Tausch- oder Verschiebeaktionen noch äußerst gewinnbringend sein und das Blatt womöglich noch einmal wenden. Zooloretto gewonnen hat der Spieler mit den meisten Punkten, bei Gleichstand entscheidet das Guthaben in der Kasse.
Weniger kann auch mehr sein
Das gewitzte Familienspiel Zooloretto ist ein weiteres Spiel des Autors Michael Schacht aus der beliebten Coloretto-Reihe und somit das ideale Brettspiel für alle, die Coloretto mögen, aber noch etwas mehr wollen. Aus dem beliebten Kartenspiel wurde der Verteilermechanismus übernommen und auf das große Brett übertragen, dabei jedoch intelligent um einige neue Regeln und Aktionen erweitert. So bietet Zooloretto unterhaltsamen Spielspaß für zwei bis fünf Spieler ab acht Jahren. Die Spielpläne sind liebevoll gestaltet und vor allem die niedlichen Tierplättchen sprechen die Spieler auf den ersten Blick an: Neben Pandabären, Elefanten, Zebras und Schimpansen sind rosarote Flamingos, Kängurus, Leoparden und Kamele mit von der Partie. Zooloretto wurde als Spiel des Jahres 2007 ausgezeichnet. Natürlich ist auch eine Portion Glück im Spiel, aber bei Zooloretto kommt es vor allem auf die richtige Taktik und das richtige Timing an: Es kann sich auszahlen, auch einmal ein Risiko einzugehen und einen noch nicht ganz gefüllten Wagen erst einmal liegen zu lassen - in der Hoffnung, dass noch ein attraktives Plättchen hinzu kommt. Allerdings folgt die Strafe auch auf den Fuß, wenn man gar zu gierig war. Man kann auch mal ein Tier mitnehmen, das zwar nicht in den eigenen Zoo passt, dafür aber Interesse bei einem Mitspieler weckt. Ist dieser willens es zu kaufen, hat man nicht nur ein Tier weniger im Stall, sondern auch noch mehr Geld in der Kasse. Geschicktes Taktieren macht sich hier definitiv bezahlt!
Die Spielanleitung ist durch die erläuternden Illustrationen sehr übersichtlich und leicht nachvollziehbar. Zusätzlich zu einer Spielvariante für zwei Spieler enthält sie außerdem ein kleines Tierlexikon. Auch das Spielprinzip selbst ist leicht verständlich. Mit einer Spieldauer von ca. 45 Minuten und der idealen Mischung aus einfachem Einstieg und strategischem Anspruch ist Zooloretto daher gleichermaßen empfehlenswert für jüngere Mitspieler und geübte Strategen, die immer wieder neue spielerische Möglichkeiten entdecken können.
