Aus der Amazon.de Redaktion
Die Freude steckt im Detail. Auf ihrem dritten, erneut imposanten Album Our Love To Admire sind sich Interpol zwar treu geblieben und tauchen wieder düstere Post-Punk-Sounds ein, die wie der Soundtrack für vom Schicksal Geschlagene klingt. Hymnen, deren Melodien einem noch Tage durch den Kopf rauschen, fehlen auf dem Werk der vier gut gekleideten Männer aus New York City. Auffällig aber ist die satte Produktion, für sich Interpol den vielseitigen wie erfahrenen Rich Costey (Philip Glass, Jimmy Eat World, Jurrasic 5, Muse, Franz Ferdinand, The Mars Volta) ins legendäre Electric Ladyland Studio holten, wo Patti Smith zeitgleich Twelve aufnahm. Auffällig ist auch der verbesserte Gesang von Paul Banks, der anscheinend keine Kokainberge mehr abbaut. Seine keine Geschichten erzählenden Texte bleiben weiterhin kryptisch, rätselhaft und so frei interpretierbar wie ein Bild. Und da fragt ja auch niemand den Maler nach dem Sinn. Passend zu einer verstärkten Opulenz, dass Interpol auf Our Love To Admire dicker und voller auftragen, ist der verstärkte Einsatz von Keyboards oder einer Oboe. Das Album hat mehr flächige Sounds, weniger kantige und mehr flirrende Gitarrenklänge, was sich am stärksten zu Anfang beim sakralen „Pioneer To The Falls“ und beim finalen Beerdigungssong „The Lighthouse“ verdeutlicht. Songs, die das Album wie zwei Pole umschließen, und dazwischen wandert der Hörer durch viele Minuten der Ernsthaftigkeit und Schwermut, die ohne die übergroßen Gesten des britischen Pendants The Editors auskommt.--Sven Niechziol
Kundenrezensionen zu 'Our Love to Admire'
Enttäuscht! (15. Juli 2008)
A love to admire verblasst neben den beiden Vorgängern. Interpol ist es hier nicht mehr gelungen, die besondere Stimmung von "Turn on the bright lights" und "Antics" nochmals zu erzeugen.Im allgemeinen kein schlechtes Album, aber insgesamt uninspiriert und gelangweilt.
Klingt für mich wie ein lahmer Abklatsch von "Antics".
Sound meets sound (17. Juni 2008)
Absolut fantastisch, "Antics" hat mich eher wenig berührt, aber dieses Album hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Ruhige sowie härtere Passagen kombiniert mit einer tollen Stimme offnen ein weites Spektrum an Emotionen.düster, eingängig, fantastisch (19. März 2008)
Also... das ist das erste Album das ich mir von Interpol gekauft habe.Um ehrlich zu sein war der Grund für meine Kaufentscheidung, das ich
"The Heinrich Maneuver" im Radio gehört habe... Vorher hatte ich noch nie etwas über Interpol gehört ;-)
Aber am Ende bin ich sehr froh das ich mir das Album gekauft habe, denn es ist meiner Meinung nach fantastisch.
Obwohl es sehr düster gehalten ist, schaft es das Album das einem die Lieder tagelang nicht aus dem Kopf gehen.
Was mir (wahrscheinlich wie jedem der Interpol nicht kennt) aufgefallen ist, ist der frei Interpretierbarer Text.
Jeder Zuhörer hat wohl eine andere Vorstellung davon was der Sänger mit den Texten meint.
Obwohl mir alle Lieder gefallen finde ich das "Pionieer on the falls",
"The Heinrich Maneuver" und "Rest my Chemistry" die Highlights des Albums sind.
Fazit: "Our Love to Admire" hat mich zu einem Interpol-Fan gemacht und ist meiner Meinung nach ein Album das man sich als Post Punk und Indi-Rock begeisteter kaufen sollte.
Göttlich. (27. Februar 2008)
Selbst dann, wenn auf diesem Album nichts drauf wäre außer PIONEER TO THE FALLS, müsste es dringend gekauft werden. Von allen. Der genannte Track ist aber schlicht eine Sensation und der Song des Jahres 2007. Der Rest ist Interpol, wie man sie kennt und sich wünscht. Es ist nicht selbstverständlich, dieses hohe Niveau über drei Alben zu halten.abziehbild (21. Februar 2008)
nach den beiden vorgängern, die wirklich maßstäbe setzten, ein enttäuschender nachfolger. nichts von der intensität, der verzweiflung, dem schmerz. alles bleibt merkwürdig an der oberfläche, säuselnd, ein abziehbild vergangener interpol. ich hätte die messlatte wohl nicht so hoch hängen dürfen. ich vermisse die melodien, die sich einfach ins hirn brennen, die reminiszenz an curtis, das authentische. hier wurde musik nur produziert, nicht gelebt.tja, ansich freue ich mich ja, das mastermind paul banks seine sucht in den griff bekommen hat, aber der musik tut das leider nicht gut. also bitte weiter koksen wie hanne und dafür dann richtig musike machen. dann kann er auch jung sterben und total berühmt werden.
zwar immer noch besser und eigener als die zu poppigen editors, die ja der reine curtis-copyshop sind, aber leider 10m am ziel vorbei.






