Arias for Rubini

Verkaufsrang: 1336 (Musik)
Artist: Juan Diego Florez
Audio CD
EAN: 0028947590798
ListPrice:
Anzahl Medien: 1
Verlag: Decca (Universal)
Spielzeit: 71
UPC: 028947590798
von: G. Rossini (Komponist), Gaetano Donizetti (Komponist), Vicenzo Bellini (Komponist)
Preis: EUR 10,14

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Product Description

ARIAS FOR RUBINI

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Kundenrezensionen zu 'Arias for Rubini'

Ab und zu (24. April 2008)

Ab und zu höre ich mir Juan Diego Florez sehr gerne an. Dann lasse ich mich faszinieren durch diese helle Stimme und der leichten, absolut sicheren Höhe. Aber plötzlich ist es dann nur noch Höhe, Helligkeit und Koloraturfertigkeit, so dass ich mich wieder nach einem kräftigeren und "gefährdeteren" "erotischerene")Tenor sehne. In der Mittellage und abseits von Höhenzauber und Koloraturkunst gefällt mir Flores' Stimme kaum. Hoffentlich bleibt Flores bei seinem Fach, auch wenn dieses etwas eng ist, und erhält sich so seine Qualitäten. Ab und zu höre ich ihn sehr gerne... zumm Beispiel auf dieser CD.

Ich wage es trotz der hymnischen Wortspenden - ich bin nicht so begeistert! (1. Oktober 2007)

Der Technik muß man zweifellos Bewunderung zollen, aber ist Höhe wirklich alles? Zugegeben, so präzise und mühelos schafft derzeit sicher niemand diese schwindelnden Höhen und Koloraturen, aber die Schönheit des Klanges bleibt zu großen Teilen trotzdem auf der Strecke.Besonders die Vendetta-Schreie aus Rossinis Turca jagen mir Schauer des Grauens über den Rücken. Das kann doch niemand schön finden, oder?! Dazu kommt noch, daß die meisten Opern ja nur zum geringsten Teil aus Spitzentönen und Koloraturen bestehen und in der Mittellage hat der junge Mann halt gar nicht viel zu bieten. Obwohl man sich manchmal wünschen würde, er würde nicht wieder so steil nach oben klettern, ist man dann, wenn er es tut, auch wieder enttäuscht. Die Stimme ist über große Strecken ausdrucksarm, wie Juan Diego Flórez ja auch auf der Bühne eher ausdruckslos und ohne Bewegungstalent agiert. Für mich ist diese CD zwar ein "Zeitzeuge", sonst aber nicht weiter empfehlenswert. Schade um diese Gelegenheit!

Das Plattenwunder (1. Oktober 2007)

Diese Aufnahme ist - wie (fast) alle Aufnahmen, die Florez bisher herausgebracht hat - wirklich toll: Er bewältigt die teilweise extremen Partien mit Bravour, stupender Technik und viel Verve - insbesondere natürlich die Rossini-Arien. Allerdings ist bei Florez das gleiche Phänomen - wenngleich nicht ganz so ausgeprägt - wie bei Cecilia Bartoli festzustellen: Seine Stimme kann von den Tontechnikern einfach optimal eingefangen werden, den so opulent, voll und laut, wie man dies aufgrund seiner Aufnahmen vermuten würde, klingt sie live leider bei weitem nicht. Das ist insofern etwas "unfair", da einige seiner Kollegen auf der Bühne durchaus einen besseren Eindruck hinterlassen (z.B. der völlig unterschätzte Antoninio Siragusa oder auch Gregory Kunde). Leider können aber einige Stimmen (insbesondere natürlich die "großen") auf CD nicht immer authentisch abgebildet werden. Dies schmälert den Wert der vorliegenden Aufnahme natürlich keineswegs, schließlich ist die CD wirklich hervorragend produziert, aber Florez als einen der größten Sänger aller Zeiten zu bezeichnen, halte ich dann doch für etwas übertrieben. Passender wäre es, ihn als einen der größten Plattenstars zu feiern.

Dissonant (25. September 2007)

Kaum wagt man es, eine Dissonanz in das hymnische Lob einzubringen: aber meine Begeisterung hält sich in Grenzen.

Gewiss muss man dieser stupenden Technik Bewunderung zollen und staunt über die Präzision und Agilität, mit der eine vokale Tour de force nach der anderen scheinbar mühelos bewältigt wird; aber auf die exzessive Darbietung quasi stratosphärischer Spitzentöne hätte ich gerne verzichtet. Auch wenn vielleicht niemand zur Zeit gekonnter diese Höhen erklimmt; ein ästhetischer Genuss sind diese Höhen nicht durchgehend (findet die 'Vendetta'-Schreie in dem Ausschnitt aus Rossinis 'Turco' wirklich jemand schön?); und mögen die hohen Cs, Ds usw. in der Cabaletta noch in der Regel effektvolle Pointen setzen, so wirken sie in den lyrischen Teilen oft aufgesetzt und stimmungstötend: Des öfteren habe ich mich bei dem innigen Wunsch ertappt, bitte, bitte jetzt nicht wieder so steil nach oben. Bleib einfach unten, Junge.

Schwerer wiegt, dass ich die Stimme relativ monochrom und ihr Ausdrucksspektrum beschränkt finde; zu wirklich fesselndem Musikdrama kommt es für mich kaum. Mag sein, dass die Auswahl der (überdies strukturell sehr ähnlich gebauten) Szenen etwas damit zu tun hat, die trotz der zahlreichen eingebauten Spitzentönen sicher nicht durchgehend zu den Spitzenleistungen der betreffenden Komponisten zählen; gegenüber der an den Schluss gesetzten bekannten Szene des Arnoldo aus Rossinis 'Tell' kann sich kaum eine der vorhergehenden Nummern wirklich behaupten.

Chapeau! (2. September 2007)

Juan Diego Florez betrat Ende der 90er Jahre die internationale Opernbühne und knüpfte nahtlos an die spezielle Kunst von namhaften Rossini Tenören der 80er und frühen 90er Jahre wie William Matteuzzi oder Rockwell Blake an. Was ihn von diesen unterschied? Ein deutliches plus an Stimmschönheit! Aber das alleine würde auf Dauer eine solche Weltkarriere nicht ermöglichen, wie sie Florez gerade hinlegt: Er ist einer der großen Stars der internationalen Operszene und das ohne sein angestammtes Outsider-Repertoie bis jetzt verlassen zu haben. Die Musik Rossinis und Donizettis ist nach wie vor Zentrum seines musikalischen Wirkens. Dieser Geduld und diesem Kunsternst gebührt höchster Respekt, da gerade in der heutigen Zeit die Verlockung auf die kommerzielle Überholspur zu wechseln mehr als denn je präsent zu sein scheint.
Aber was macht Florez? Er brilliert wieder einmal mit fast schon unheimlich makelloser Stimmbeherrschung, die sich mittlerweile durch etwas mehr Volumen auszeichnet ohne an Geläufigkeit und Höhensicherheit verloren zu haben und jetzt auch im Pianobereich ein echtes Dolcezza besitzt. Florez scheint sich vom Nur-Sänger immer mehr zum echten Interpreten zu entwickeln; und das soll weder Kritik an seinen früheren Aufnahmen noch der Vorwurf eines Mangels sein, sondern lediglich Hinweis auf eine unvergleichliche Künstlerkarriere, die sich durch Beständigkeit, Kunsternst und Leidenschaft auszeichnet und sich unbeirrbar zu neuen Höhenflügen aufschwingt und das inmitten des Villatrebko-Wahns. Chapeau!

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