Aus der Amazon.de Redaktion
"Zurück in die Zukunft!" Das ist das Motto für Prince auf seinem 24.Studioalbum seit 1978. Die zehn zwischen gefälligem, leichtverdaulichen Pop(rock), einmal starkem Disco-Funk und diversen brillanten, postmodernen Soul-Balladen pendelnden Songs hat der Hyper-Kreative unter anderem mit alten Weggefährten wie Wendy & Lisa (Ex-Mitglieder seiner Begleitband The Revolution) oder Sheila E. plus zwei Gründungsmitgliedern der New Power Generation eingespielt. 50 Prozent der Stücke sind zu gefällig, doch die andere Hälfte sensationell. Deshalb: Kauf-Tip!Gut 15 Monate nach seiner 2006 erschienenen CD 3121, die Platz vier der deutschen Albumcharts erreichte, gibt es Neues von dem Mann aus Minneapolis. Planet Earth kommt als Digi-Pack mit Wackelbild-Frontcover daher - wechselweise Prince-Logo oder der Zeuge Jehovas gottgleich übergroß mit schützend geöffneten Händen hinter dem Planeten stehend. Ökologisch unpassend wird die Disc jedoch nur eingeschweißt ausgeliefert! Und das, obwohl sich die zehn Lieder inhaltlich um das Problem des Klimawandels drehen. Die Titel sind allerdings nicht gelistet und auch ein Booklet fehlt. Nur die Musiker wurden namentlich aufgeführt. Neben den eingangs Genannten ist dies natürlich seine New Power Generation, die in folgender Besetzung antritt: Cora Coleman Dunham (Schlagzeug) und ihr Ehemann Joshua (Bass), Shelby J. (Co-Vocals), The Twinz (Backgroundgesang), Mike Phillips (Saxophon), Ex-James-Brown-Saxophonist Maceo Parker, Greg Boyer (Ex-George Clinton's Parliament/Funkadelic) an der Posaune, Lee Hogan (Trompete), Renato Neto (Keyboards) sowie sein langjährigen Keyboarder Morris Hayes.
Bedient der eingängige Poprock-Track "Guitar" noch die kommerziellen Erwartungen an die erste Single-Auskoppelung, so zeigt Prince in der soft-jazzigen Ballade "Somewhere Here On Earth" seine wahre Brillanz. "The One U Wanna C" mit fettem, treibenden Basslauf ist ein simpler Ohrwurm zum Mitsingen. Superb dann die zweite Ballade, das minimalistische "Future Baby Mama" (Janet Jackson hätte sich über diesen Song als Interpretin gefreut!). Stark auch der weichgespülte Midtempo-HipHop "Mr. Goodnight". Austauschbar und beliebig: "All The Midnights In The World". Klasse, die funky-treibende Disco-Referenz "Chelsea Rodgers"! Das spacig-transparent produzierte, geradlinige "Lion Of Judah" erweist im Gitarren-Solo seinem Idol Jimi Hendrix Referenz, schielt aber zu sehr auf die Charts. Das intelligent und abwechslungsreich arrangierte "Resolution" zum Ausklang zeigt erneut: Prince hat sich längst weit vom Funk entfernt, ist kein Innovator mehr, sondern primär beim Pop gelandet! Geschickt versteht er es jedoch, 45 Minuten lang niveauvolle Unterhaltung mit textlichem Anspruch zu verknüpfen.
In der Vermarktung seines neuesten Opus geht der große Kleine indes völlig neue Wege: Nicht nur, dass alle Besucher seiner Konzerte die CD beim Kartenkauf (ohne Aufpreis) erhalten. In England wird der Longplayer ferner einer Ausgabe der Wochenzeitung "Mail On Sunday" (Auflage: zwei Millionen!) zum Nulltarif beigelegt! In diesen "Geiz ist geil"-Genuss kommen Prince-Fans jenseits der britischen Insel nicht. Sie müssen für Planet Earth zahlen. Es lohnt sich!
--Thomas Hammerl
Kundenrezensionen zu 'Planet Earth'
alles in allem zu radiotauglich.. (20. November 2007)
das Problem, was ich mit den Prince-Alben seit "Musicology" habe: sie sind ganz einfach zu kurz! Prince' Genie entfaltet sich meiner Meinung nach in der größeren Form (sprich Doppel- oder Dreifachalbum) am besten, weswegen für mich Sign 'O' The Times und Emancipation die besten Alben sind, zusammen mit Rainbow Children und 1999, die beide auch über 70 Minuten dauern. Da ist nicht jeder Track absolut hitverdächtig, aber nur mit solchen Songs, die eben keine leichtgängigen Hits sind, kann man überhaupt ein gutes Album machen. Wenn Prince genügend Raum zum Experimentieren hat, ist er absolut unschlagbar, daher verstehe ich nicht so ganz, warum er sich (mit diesem Album hier) diesen Raum quasi selber versagt.. Tracks, die nach dreieinhalb Minuten weggefadet werden, hat der das nötig? Guitar ist, zugegebenerweise, ein guter Kracher, und die beiden letzten Songs, "The Lion of Judah" und "Resolution" gehören zum besten, was er je geschrieben hat (und das will verdammt was heißen), trotzdem: das Album als solches hinterläßt beim Hören doch einen inhomogenen Gesamteindruck, daher kann ich nur drei Sterne geben.auf jeden Fall positiv, daß Prince noch zu denjenigen Künslern zählt, über die kontrovers diskutiert werden kann! also: keep it going!
Prince-Sound in altbewährter Qualität (8. November 2007)
Als olle Prince-Fannin seit den 80ern dachte ich beim ersten Hören nur: Naja, ganz nett. Allerdings fand ich "Chelsea Rodgers" sofort extrem funkig, soulig, jazzig - so super, dass sofort das Tanzbein zuckte. Das rockige "Guitar" war mir ja schon im Radio positiv aufgefallen.Je öfter ich dann das ganze Album hörte, desto mehr gefielen mir (fast) alle Titel - "Planet Earth" als Eröffnungshymne ist Prince auch super gelungen. Und man muss ja zugeben, einen Schmacht-Song, wo seine Stimme gern etwas höher geht, hat Prince doch schon auf fast jeder Scheibe untergebracht.
Ich bin jedenfalls sehr froh, dass es so ein genialer Künstler nun schon über Jahrzehnte schafft, immer noch tolle neue Songs zu schreiben, und sich gegen den Einheitsbrei abzugrenzen, weil er eben schon immer in seiner eigenen Klasse spielt.
Nicht zuletzt freue ich mich natürlich auch, dass ihm auch die meisten Musiker treu bleiben (ganz besonders, dass Sheila E. wieder verstärkt an seiner Seite ist!).
was erwartet ihr von prince (15. September 2007)
die cd mag nicht alllen gefallen..aber immer die alten sachen rauszuholen und alles damit zu vergleichen ist humbugdie platte ist gelungen
sehr sogar..es macht spaß die platte anzuhören
von der ersten bis zur letzten sekunde
selbst wenn es nicht das beste ist von prince..ist es immer noch tausendmal besser als das was uns in den charts zuhauf geboten wird
lieber eine vermeintlich schlechte prince cd als die beste von dieter bohlen und konsorten
da kann sich der neue superstar medlock einbudeln ..denn an die klasse von prinz kommt er nie heran






