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Sie ist der dritte Künstler der Deutschen Grammophon, der es in diesem Jahr mit Beethoven aufnimmt. Nachdem bereits Mikhail Pletnev und Lang Lang CDs mit Klavierkonzerten von Ludwig van Beethoven einspielten, bringt nun Hélène Grimaud ihre Version von Beethovens 5. Klavierkonzert auf den Markt. Doch auch der „Philosophin am Klavier“, wie Grimaud ob ihrer hohen Intelligenz und Bildung genannt wird, gelingt es kaum, dieses majestätische Klaviermonument, das so oft gespielt wurde, musikalisch in metaphysische Sphären zu rücken. „Das Klavierkonzert ist wie ein Biest, vor dem man unglaublich Respekt hat“, sagt sie und sie ahnt, dass es das auch immer bleiben wird. Doch sie wäre nicht Helene Grimaud, wenn sie sich nicht mutig dem „Biest“ stellen würde. Was nichts anderes heißt: sie fechtet den dramatischen Kampf aus zwischen „Geist“ (Solist) und „Materie“ (Orchester) - oder wenn man so will - zwischen „Herr“ und „Knecht“ im Sinne des Philosophen Georg Friedrich Hegel, der schließlich im gleichen Jahr wie Beethoven geboren wurde. Doch ein philosophisches Ereignis resultiert aus Grimauds musikalischem Ringen nicht - trotz entfesselter Momente und sehr inspirierender Passagen. Teresa Pieschacón RaphaelKundenrezensionen zu 'Beethoven Klavierkonzert Nr. 5 / Klaviersonate Nr. 28'
Keine schöne aber eine interessante Aufnahme (6. März 2008)
Das KK Nr. 5 wird von HG eigenwillig aber in sich schlüssig interpretiert. Da muss man auch einmal härtere Klangfarben aushalten, dafür gibt es dann auch echte pp-Erlebnisse.Ärgerlich ist aber die Qualität der Aufnahmetechnik: es wimmelt nur so von Nebeneräuschen und wenn bei der Flöte die Luftgeräusche den Klang negativ beeinflussen, dann wurde hier etwas falsch gemacht. An der Qualität der Musiker dürfte es nicht liegen.
Ansonsten: Marketing bis zur Schmerzgrenze.
Unglaublich ! (18. Februar 2008)
Ein Feuerwerk, das ist es, was Hélène Grimaud in dieser Einspielung entzündet. Ich weiß nicht, was manch anderer an diesem Konzert auszusetzen hat. Es ist rundum perfekt. Ich habe mir die CD vor einer Woche gekauft und seitdem läuft bei mir der dritte Satz auf Dauerschleife. Ich glaube nicht, dass sich ein Orchester und eine Pianisten besser ergänzen können. Der Wechsel zwischen gefühlvollem und hartem Anschlag an völlig unerwarteten Stellen verschlägt einem den Atem. Ich habe mir mehrere Einspielung zu Beethovens 5. Klavierkonzert angehört und das besondere an dieser ist, dass Hélène Grimaud nicht versucht das Konzert, wie gewöhnlich, heroisch zu interpretieren. Das ist es auch nicht. Aber gewaltig. Genau wie ihr Spiel!Großartig ! (5. Dezember 2007)
Hélène Grimaud hat das Respekt einflößende"Biest" nicht gezähmt oder bezwungen -
sondern sie hat es frei gelassen, damit es
seine Kraft und seine Schönheit voll entfalten kann.
Eine hervorragende CD!
Unbedingt empfehlenswert!
Nicht mehr als bieder (31. Oktober 2007)
Dieses fünfte Beethoven-Konzert sei wie ein wildes Tier, vor dem man unglaublich Respekt hat", hat Hélène Grimaud gesagt. Nur: Spielen scheint sie es dann doch eher wie ein weit zahmeres Wesen zu wollen. Die Pianistin, die gerne mit der Aura des Besonderen umgeben wird von den Medien, ist eine nicht mehr als solide Beethoven-Interpretion. Man muss das "Emperor"-Konzert ja nicht unbedingt wie ein Schlachtengemälde klingen lassen, doch etwas weniger harmlos, etwas weniger bieder dürfte es dann schon sein. Sogar den genialen Übergang vom zweiten zum dritten Satz verschenkt sie, immerhin die spannendste Minute, die die Gattung Klavierkonzert zu bieten hat. Bei Hélène Grimaud klingt das Sich-Hineintasten in den Finalsatz viel zu brav, zu berechenbar.Besser gelingt ihr dann die Solosonate op.101: Das Alla Marcia hat Feuer und Brisanz, im Finale bekennt sie Farbe. Da wird die glatte Katze dann wirklich zum Tier...
Rather disappointing. (9. Oktober 2007)
DG has released this album of French pianist Helene Grimaud in 2007, obviously as a gimmick in the wake of the 180th anniversary of the death of Beethoven.Firstly, the concerto piece is a wrong choice for Ms. Grimaud. There being numerous readings of this famous piece, comparisons abound, and the soloist in this one does suffer upon comparisons, while the conducting is reasonably above average, hence a glaringly disparaging standard surfaced.
The first movement is unbearably slow. The opening arpeggios suffer from lack of prowess and slowness. You would want to switch off upon hearing just the first few bars, except that the slow movement does some what saved the day by beautiful conducting from Jurowski.
A first-rate conductor and orchestra, but a much inapt soloist.
The reverse of Lang Lang's Beethoven concerto album.



