Hokuspokus

Verkaufsrang: 6773 (DVD)
Actor: Curt Goetz
Actor: Valerie von Martens
Actor: Erich Ponto
Actor: Hans Nielsen
AspectRatio: 4:3
AudienceRating: Freigegeben ab 18 Jahren
Binding: DVD
Brand: EDITION FILMMUSEUM
Director: Kurt Hoffmann
EAN: 4260100330162
Technische Details: FSK 18
Label: Alive - Vertrieb und Marketing/DVD
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: Alive - Vertrieb und Marketing/DVD
NumberOfItems: 1
Verlag: Alive - Vertrieb und Marketing/DVD
RegionCode: 0
Erscheinungsdatum: 12. Juli 2007
Spielzeit: 86
Studio: Alive - Vertrieb und Marketing/DVD
TheatricalReleaseDate: 1953
von: Curt Goetz (Hauptdarsteller), Valerie von Martens (Hauptdarsteller)
Preis: EUR 19,36

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Product Description

Edition Filmmuseum Hokuspokus, USK/FSK: 18+ VÃ-Datum: 13.07.07

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Kundenrezensionen zu 'Hokuspokus'

Alles nur Theater - aber was für welches! (1. April 2008)

Zu "Hokuspokus" selbst muss man wohl nicht viel sagen. Wen es auf diese Seite verschlagen hat, der wird allerdings, wenn nicht direkt nach Curt Goetz, vielleicht nach der Neuverfilmung des Stoffes mit Heinz Rühmann gesucht haben. Jedoch: Wo dort eine Art schräger Avantgarde-Klamauk veranstaltet wird, bietet das Goetz'sche Original Wortwitz, Geistesreichtum und auf den Punkt gebrachte Leistungen aller beteiligten Darsteller. Curt Goetz glänzt in der Rolle des Zirkuskünstlers und Anwalts Peer Bille, Valerie von Martens gibt die des Mordes angeklagte Agda Kjerulf als scheue, aber gewitzte Dame. Ernst Waldow macht sich - im besten Sinne - als Staatsanwalt lächerlich; für die ernsteren Töne sorgen Hans Nielsen als Gerichtspräsident und Erich Ponto als Mister Graham. Einzig die Regie fällt in all ihrer Biederkeit gegenüber dem Stoff selbst ab; in diesem Dialogstück ist das aber weniger schmerzlich.

Höchst verdienstvoll ist die erstmalige Edition von "Hokuspokus" schon allein deswegen, weil hier wirklich Sorgfalt auf eine DVD-Ausgabe verwandt und nicht billiger Ramsch auf den Markt geworfen wurde. Das beiligende Booklet enthält Tagebuchnotizen von Curt Goetz, und die Filmwissenschaftlerin Susanne Marschall formuliert ihre Gedanken zum Film. Gelungen sind auch die dem Film beigestellten Extras; neben den Trailern zu weiteren Goetz-Filmen findet sich zunächst ein 10minütiges Interview mit Valerie von Martens von 1980, in denen Goetzens Herzensdame ein wenig aus dem Nähkästchen plaudert. Das 20minütige Hörspiel "Die Rache" von 1959 ist wieder mal ein Lehrstück für die Menschlichkeit, mit der Goetz seine Themen behandelt, auch wenn und gerade weil hier ernstere Töne dominieren (und Valerie von Martens hübsch vor sich hinberlinert). Den Schlussstein bildet die fast einstündige Radiosendung "Bitte legen Sie ab!" von 1958, die im wesentlichen aus einem Interview mit Curt Goetz besteht.

Der geneigte Goetz-Fan kann höchstens ein wenig bedauern, dass die kritische Auseinandersetzung mit dem Stoff - und dessen Autor - ein wenig zu kurz kommt. Dass man allerdings überhaupt daran denkt, solche Ansprüche zu formulieren, liegt an der ohnehin vorhandenen Qualität dieser Edition. Wer Curt Goetz mag - oder wer noch lernen will, ihn zu mögen - dem sei diese DVD empfohlen!

Nicht nur Hokuspokus... (2. Dezember 2007)

Über das Stück von und mit Curt Goetz ist hier schon allerhand geschrieben worden, darum enthalte ich mich dessen. Die DVD bietet aber noch drei weitere Leckerbissen, die ich hier gar nicht angekündigt fand: Zum einen ein Hörspiel von und mit Curt Goetz (etwa 20 Minuten lang) und ein typischer Goetz, allerdingsen etwas nachdenklicher. Zum zweiten bietet die DVD ein Interview mit Goetz' Frau, Valerie Martens (ich schätze mal, dass dieses Interview in den 80er Jahren aufgezeichnet wurde). Und schlussendlich: Ein Portrait von Curt Goetz selbst, den man hier auch zu Wort kommen kässt. Kleiner Lapsus: Zu Beginn wird ein falsches Geburtsdatum Goetz' genannt - zumindest nennt Goetz selbst im Interview ein anderes. Fazit: Schon wegen der Extras lohnt die DVD!

Wortwitz, den es heute nicht mehr gibt... (23. November 2007)

Dieser Film staubt! Inhaltlich, wie auch vom dargestellten Zeitgeist her... Aber dennoch ist es für jeden, der geistreiche Pointen und Wortwitz mag ein Muss...

Curt Goetz ist einfach klasse... und in meinen Augen gibt es seither solchen Rhetorik im Film nicht mehr, wahrscheinlich weil man dabei zu sehr mitdenken muss...

Ich habe lange auf diesen Film gewartet, bis er endlich auf DVD erhältlich war... Jetzt habe ich Ihn! :-))))) Und er ist und war das Warten wert... Ach ja, was man heutzutage ja noch erwähnen muss: Es ist ein Schwarz-Weiss-Film...

Ein echter Curt Goetz (4. Oktober 2007)

Ich finde "Hokuspokus" ist, trotz der etwas bei den Haaren herbeigezogenem Thema, ein sehr gutes Stück. Curt Goetz, der den Luftikus Peer Bille darstellt; Valerie von Martens, die vermeintliche Witwe des Kunstmalers Hilma Kjerulf (mit ihrem unvergleichlichem, geheimnisvollen Lächeln); Elisabeth Flickenschildt als die neugierige Nachbarin der Kjerulfs (ich kann mir keine bessere Besetzung für diese Rolle vorstellen); Joachim Teege als der komische Zeuge Eunano ("Meine Vorfahren waren Griechen, deswegen das Eu" - "Die Teerflecken haben wir nicht aus dem Kleid herausbekommen - nur die blauen Tupfen. Deswagen haben wir nichts berechnet - naja das konnten wir auch schlecht"); Ernst Waldow als Staatsanwalt; Hans Nielsen als Gerichtsprsident und Erich Ponto als dessen bester Freund Mr. Graham.
Und natürlich ist es ein Curt Goetz-Stück, denn er hat es ja selbst geschrieben.
Ach ja, das Publikum im Gerichtsaal. In dem Film ist Hugo Lindinger Bestandteil des Publikums, und damit wenigstens ein paar mal im Bild. Sein Gesicht ist ja unverwechselbar. Wer mit dem Namen nichts anfangen kann: "Im weißen Rössl", mit Peter Alexander, spielt er in einer Nebenrolle den Bürgermeister, und auch sonst hat Lindinger in über 50 Filmen mitgewirkt.

Dixi et animam meam salvavi (23. Juli 2007)

Curt Goetz selbst hatte gegen diesen Film viel einzuwenden. In seinen Notizbüchern von 1953 bemängelt er Besetzungen, Einstellungen, Kamerafahrten und schreibt herrlich bösartige Sätze wie "Die kleine Zofe sieht aus wie eine südfranzösische Studentin mit negroidem Einschlag, die in einen Sexualmordprozeß verwickelt ist!" Natürlich ist "Hokuspokus" im Grunde kein Curt Goetz-Film. Dafür wirkt er, trotz der beiden Hauptdarsteller, trotz des großartigen Erich Ponto, über lange Strecken zu gewollt, zu künstlich, zu schwer. Kurt Hoffmann war Techniker, kein Schauspieler. Die Pointen fallen wie Gewehrschüsse und steigen nicht wie Seifenblasen auf, um irgendwo über uns zu zerplatzen. Das Publikum im Gerichtssaal erinnert an Sitcoms, wo das hysterische Gelächter aus dem Off den Zuschauern Vorschreibungen macht. Aber trotz aller Einwände ist es ein Film mit Curt Goetz. Und mit den Worten von Curt Goetz. Und es ist, wie immer, ein aufgeregtes, kribbelndes, diebisches Vergnügen, diesem Schauspieler und Stückeschreiber dabei zuzusehen, wie er spottet, sich freut, wie er lacht und zerknirscht scheint, wie er wartet, sich Zeit nimmt, um schließlich mit beneidenswerter Eleganz einen seiner messerscharfen Sätze auf uns zu schleudern. In jedem Fall ist diese erste Fassung, so wenig gelungen sie Curt Goetz selbst auch erschien, der zweiten, jener unsäglichen Verfilmung mit Rühmann und Pulver, unbedingt vorzuziehen. Und dass nun bald, mit Ablauf des Jahres, auch die anderen "Originale" erscheinen werden, ist eine so große Freude, dass ich nicht anstehen möchte, dem Filmmuseum München dafür "einen Kuß auf die Stirn zu drücken, obgleich ich mir etwas Reizvolleres vorstellen kann."

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