Verkaufsrang: 4218 (DVD)
Actor: Kate Winslet
Actor: Patrick Wilson
Actor: Jennifer Connelly
Actor: Sadie Goldstein
Actor: Jackie Earle Haley
AspectRatio: 16:9
AudienceRating: Freigegeben ab 16 Jahren
Autor: Tom Perrotta
Autor: Todd Field
Binding: DVD
Brand: Warner Home
Director: Todd Field
EAN: 7321925005592
Technische Details: FSK 16
Format: Dolby
Format: PAL
Format: Surround Sound
Label: Warner Home Video - DVD
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: Warner Home Video - DVD
Verlag: Warner Home Video - DVD
RegionCode: 2
Erscheinungsdatum: 14. September 2007
Spielzeit: 131
Studio: Warner Home Video - DVD
TheatricalReleaseDate: 2006
von: Kate Winslet (Hauptdarsteller), Patrick Wilson (Hauptdarsteller), Antonio Calvache (Redakteur), Thomas Newman (Komponist)
Preis: EUR 4,95
Kundenrezensionen zu 'Little Children'
Künstlerisch wertvoll, aber... (9. November 2008)
unnötige Längen im Plot: klar braucht es Zeit, um die Story einer amerikanischen Kleinstadtidylle mit ihrer ganzen Doppelmoral und Verlogenheit zu entwickeln.Was aber am Anfang noch als gut gemeintes Stilmittel überzeugend eingesetzt wird, verliert im Laufe der Zeit an Wirkungskraft und macht den Film stellenweise zäh wie Kaugummi.
Zur Geschichte nur so viel: Geschildert werden die Charaktere eines typischen amerikanischen Vorortes mit all ihren Untiefen und verborgenen Wünschen und abartigen Vorlieben, die unter dem Deckmantel der Normalität groteske Entwicklungen auslösen.
Ansonsten gibtŽs nur Lob: Figuren sehr gut ausgearbeitet, Besetzung genau richtig (wer denkt bei Kate Winslet eigentlich noch an diesen pappsüßen Film mit dem überdimensionalen Boot?!?), Erzählstränge und "Nebenschauplätze" gekonnt in Szene gesetzt und miteinander verflochten.
Das Beste zum Schluss: schon alleine wegen des Stilmittels des Off-Erzählers, der die Geschichte und das Innenleben der Figuren kommentiert, sollte jeder, der die etwas niveauvollere Unterhaltung schätzt, den Film anschauen- ungewöhnlich beeindruckend.
Little Children (16. September 2008)
Leider wurde ich nur durch Zufall auf den Film aufmerksam.Er bietet Spannung, ist schockierend (Tabuthemen), traurig, einsichtig usw. Die Schauspieler konnten die Rollen mehr als überzeugend wiedergeben.
Ich empfand diesen Film nicht als Abkupferung irgendeines Kassenschlagers.
Absolut sehenswert!
Klasse Film (13. September 2008)
Ich kann ehrlich gesagt die schlechten Bewertungen nicht nachvollziehen. Mir hat dieser Film sehr gut gefallen. Er gewährt uns einen Einblick hinter die Fassade ganz normaler Familien und zeigt, dass die Meisten gar nicht so normal sind. Der Film zeichnet sich weiter dadurch aus, dass die Charaktere im Vordergrund stehen und diese werden detailliert porträtiert. Ihre verborgenen Sehnsüchte werden aufgezeigt und ihre Wünsche nach Veränderung. Letztere spielen eine entscheidende Rolle. Es ist ein Kampf zwischen bürgerlichen Gesittetheit und wildem Verlangen nach mehr Leben, mehr Gfühl in der eingerosteten Welt. Es ist ein aufbäumen gegen das logisch Richtige und gesellschaftlichen Normen. Am Ende wird dieser Kampf verloren und die Norm siegt gegen das Aufbäumen.Dieser Kampf wird personifiziert dargestellt durch Sarah (gespielt von Kate Winslet) und Brad (gespielt von Patrick Wilson). Beide verlieben sich ausgerechnet auf dem Spielplatz, den sie aufgrund ihrer Kinder tägöich besuchen. Letzteres ist das Pikante. Beide sind verheiratet, fühlen sich aber nicht glücklich. Sarah, weil ihr erfolgreicher Mann sie als Frau kaum beachtet und sich lieber an Erotikseiten befriedigt und Brad, weil seine schöne und ebenfalls erfolgreiche Frau, ihn autoritär behandelt und er sich unter ihr nicht entfalten kann. Trotz der Tatsache, dass Sarah seiner Frau äusserlich nicht das Wasser reichen kann, fühlt sich Brad an ihrer Seite lebendig. Sie beginnen eine Affäre, die sich über den Film als roter Faden zieht, aber noch parallele Handlungstränge zulässt. So treibt sich in der Nachbarschaft ein pädophiler herum, den alle kastriert sehen wollen. Seine Geschichte ist auch interessant. Er wird von der Gesellschaft nicht akzeptiert und ein fanatischer Ex-Polizist lässt ihn das Tag und Nach spüren. Dabei hat der ehemalige Polizist selbst eine schreckliche Tat auf dem Gewissen.
Die Affäre von Brad und Sarah zieht sich hin und beide wissen, das es so nicht weitergehen kann und beschließen zu fliehen. Sie wollen aus ihren langweiligen Leben flüchten und etwas neues, intensiveres kennenlernen. Als die Fluch perfekt scheint, kommt alles doch ganz anders...
Gefangen in der Vorort-Hölle - Little Children (6. Juli 2008)
LITTLE CHILDREN gehört für mich zu den besten Filmen des Jahres 2007 und wurde vollkommen unverdient im Kino übersehen (kein Wunder bei der geringen Kopienanzahl - eine Schande!). Regisseur Todd Field erzählt hier wie schon in seinem Erstling "In the Bedroom" sehr leise und subtil, aber mit ständig wachsender Spannung von einer Gruppe von Menschen, deren Hilflosigkeit im Umgang mit Lebenssituationen zur Tragödie führt.Hier ist es ein typisch amerikanischer Vorort. LITTLE CHILDREN, nach dem Roman von Tom Perrotta (ebenfalls empfehlenswert), wurde vielfach mit "American Beauty" verglichen, und tatsächlich hat er neben dem ähnlichen Soundtrack von Thomas Newman und dem gleichen Setting auch ein ähnliches Thema - das Problem von Menschen, die sich mit ihrem Leben nicht abfinden können oder wollen, aber unfähig sind, aus ihren eigenen Gefängnissen auszubrechen. Im Gegensatz zu "American Beauty" sind Komik und Satire hier aber wesentlich subtiler und bedrohlicher gehalten. Man ahnt schnell, dass die Geschichte vielleicht nicht gut ausgehen wird, aber man kann dennoch nicht wegschauen und wird dann heftigst überrascht, welche Wendung der Film gegen Ende nimmt.
Die Darsteller sind allesamt ausgezeichnet. Kate Winslet beweist wieder einmal, dass sie zu den besten Schauspielerinnen ihrer Generation gehört, und sie wird mit einer komplexen Rolle belohnt. Allein ihr erster Auftritt auf dem Spielplatz und das Kennelernen mit Wilson dürfte jede TV-Redaktion in Ohnmacht versetzen. Patrick Wilson ist ihr absolut ebenbürtig. In einer wichtigen Nebenrolle wird Jennifer Connelly zwar etwas verschenkt, dafür bekommt sie aber den vielleicht besten Moment im Film, wenn sie erkennt, dass ihr Mann und die nette Nachbarin eine Affäre haben. Jackie Earle Haley hat den schwierigsten Part als Kinderschänder, doch er gestaltet ihn unvergesslich. Seine Szenen gehen tief unter die Haut, und der Film gibt dem Zuschauer lange keine Hilfe, wie man ihn empfinden soll.
Regisseur Field benutzt einen Voice-Over (gesprochen von Will Lyman), der Passagen des Romans zitiert, während sich die Handlung abspielt. Obwohl ich im allgemeinen kein Fan von Voice-Overn bin, hat mich dieses Stilmittel hier aber überzeugt, weil es dem Film eine zusätzliche Dimension verleiht.
Der Titel LITTLE CHILDREN bezieht sich auf die Generation der End-Dreißiger, die sich wie Kinder aufführen, keine Verantwortung für ihr Leben übernehmen, nicht über Konsequenzen ihrer Handlungen nachdenken. Winslets Filmtochter bleibt vor einer Straßenlaterne stehen und beobachtet fasziniert die Insekten, die um sie schwirren - Patrick Wilson will eigentlich gerade den Vorort für immer verlassen, aber er schaut doch lieber den Skateboardern zu, die ihn an seine eigene Jugend erinnern. Erwachsene und Kinder lassen sich jederzeit von den wichtigen Dingen des Lebens ablenken.
Fazit: ein nicht alltägliches Ensemble-Drama, glänzend umgesetzt und erstklassig gespielt, das einen so schnell nicht loslässt. Leider "nur" ein Geheimtipp, aber vielleicht erfährt LITTLE CHILDREN ja auf DVD eine Art Widergutmachung. Reife, erwachsene Filme wie dieser sind viel zu selten geworden. Leider bietet die DVD kein einziges Extra, was wieder einmal beweist, dass anspruchsvolle, intelligente Unterhaltung nicht gewürdigt wird, während gleichzeitig Mainstream-Schrott mit Bonus-Discs überhäuft wird. Diese Neuauflage der DVD von 2008 ist identisch mit der ersten Veröffentlichung von 2007. Ton ist Deutsch/Englisch 5.1, die Bildqualität ausgezeichnet.
Keine Empfehlung. (7. Juni 2008)
Es fällt schwer ein nicht allzu pauschalisiertes Urteil über dieses suburbane Drama abzugeben, denn schliesslich wird das durch den Film betrachtete und beschriebene Sujet, also das profane Vorstadtleben, tendenziell wenig differenziert dargestellt. Das mag am Thema selbst oder eben auch an der Perspektive des Betrachtenden liegen. Meines Erachtens ist die Geschichte dennoch zu stark klischeehaft geraten, kann aber durch die kleinen Feinheiten und Überraschungen trotzdem unterhalten.Die Schauspieler funktionieren gut, aber warum unbedingt Nominierungen für den Oscar dabei waren, entging mir ein wenig. An sich ist die Schauspielkunst weitestgehend sympathisch und grundsolide, aber weniger großartig oder brilliant. Wahrscheinlich entsteht mein ambivalenter Eindruck der Schauspielkunst auch durch die übertriebene Stereotypisierung der Figuren, die sich vorhersehbar verhalten und ein einschätzbares Maß im möglichen menschlichen Verhaltensspektrum repräsentieren. Besonders irritiert hat mich die Besetzung der Figur des ehemaligen Pädophilen, der wohl schon von der Physiognomie her dem anachronistischem Bild eines triebgesteuerten Verbrechers entsprechen sollte und dem man seine kriminelle Potenz geradezu ins Gesicht zu interpretieren geneigt ist. Der Rorschachtest lässt grüßen ? Werden somit unnötig Vorurteile bedient, um im Umkehrschluss für mehr Menschlichkeit und ein feinfühligeres Miteinander in der bürgerlichen Nachbarschaft zu werben ? Das Ziel des ganzen Aufwands bleibt unglücklicherweise unklar.
Fazit: Mit den Genreklassikern kann sich "Little Children" nicht annähernd messen, obwohl er eindeutig versucht der Tradition solcher Filme wie "Magnolia" & Co. gerecht zu werden. Letztendlich ist es nicht nur der fehlende Charme, sondern auch die konzeptionelle Unfähigkeit zur kritischen Erzählung, die den Film wie ein stumpfes, aber professionell ausschauendes Plagiat erscheinen lässt. Technisch gesehen kann "Little Children" aber überzeugen.





