Der letzte König von Schottland - In den Fängen der Macht

Verkaufsrang: 344 (DVD)
Actor: Forest Whitaker
Actor: James McAvoy
Actor: Kerry Washington
AspectRatio: 16:9
AudienceRating: Freigegeben ab 16 Jahren
Autor: Giles Foden
Binding: DVD
Brand: Unbekannt
Director: Kevin Macdonald
EAN: 4010232040800
Format: Dolby
Format: PAL
Format: Surround Sound
Label: Twentieth Century Fox Home Entert.
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: Twentieth Century Fox Home Entert.
Verlag: Twentieth Century Fox Home Entert.
RegionCode: 2
Erscheinungsdatum: 27. August 2007
Spielzeit: 118
Studio: Twentieth Century Fox Home Entert.
TheatricalReleaseDate: 2006
von: Forest Whitaker (Hauptdarsteller), James McAvoy (Hauptdarsteller), Alex Heffes (Komponist)
Preis: EUR 5,94

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Product Description

Letzte König von Schottland, Der DV

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Inhalt

Ein Meisterwerk der Extreme! Schonungslos, präzise und erschreckend realistisch. Ein nervenzerrender Ausnahmethriller über Idi Amin, einen der brutalsten Diktatoren der Weltgeschichte!

Der junge schottische Arzt Nicholas Garrigan (James McAvoy) ist in Uganda am Ziel seiner Wünsche angelangt: Eine fremde Kultur und die Möglichkeit, das Gesundheitssystem mit aufzubauen, wecken seine Abenteuerlust. Unerwartet wird er zu einem Verkehrsunfall gerufen, in den der Staatspräsident Idi Amin (Forest Whitaker) verwickelt ist. Schnell steigt er zu dessen Leibarzt auf und gehört bald zum Kreis der engsten Vertrauten. Verwöhnt und vom Luxus berauscht, übersieht Garrigan zunächst die Gräueltaten, die um ihn herum geschehen. Als er dann doch endlich Stellung bezieht, ist es beinahe schon zu spät. Und obendrein wendet der Diktator sich gegen seinen einstigen Schützling...

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Kundenrezensionen zu 'Der letzte König von Schottland - In den Fängen der Macht'

Enttäuschend bis ärgerlich (9. November 2008)

Der Film ist meines Erachtens kein Film über Uganda in den Zeiten Amins. Vielmehr wird dies nur als eine Art, etwas ausführlichere Kulisse, für eine Geschichte um einen jungen schottischen Arzt benutzt. Durch die Ausführlichkeit der Kulisse wird aber nie klar, was der Film sein soll: Eine Lebensgeschichte eines Schotten oder eine Darstellung einer zeitlichen Periode eines Landes.

Zurück bleibt ein sehr ungutes Gefühl: Eine grauenhafte Dikatur im schwarzen Afrika wird letzten Endes nur dargestellt durch die Sichtweise eines, nich mal sonderlich interessante, Weißen. Der schwarze Kontinent bleibt folkloristischer Hintergrund (selbst in seinen grausamen Facetten) für eine durch und durch weiße Sichtweise. Für die Schwarzen interessiert sich der Film (und damit vermeintlich auch der Zuschauer) nicht. Es geht um das Leid und die Gewissenkonflikte des Weißen. Das ist in dieser Form meines Erachtens nach eine Schande.

Dass die Geschichte des Weißen so nebenbei gesagt ziemlich belanglos ist, unterschreicht die Schwäche des Films.

Forest Whitaker brilliert trotz eines teilweise schwachen Drehbuchs (28. Oktober 2008)

Aus Abenteuerlust und mit einer großen Portion Naivität reist der junge schottische Arzt Nicholas Garrigan (James McAvoy) Anfang der 70er Jahre nach Uganda, wo er während eines Verkehrsunfalls die Bekanntschaft mit dem ugandischen Staatspräsidenten Idi Amin (Forest Whitaker) macht. Eingewickelt von dessen Charme und Charisma lässt er sich als sein Leibarzt und Vertrauter anstellen. Zunächst genießt er die Anerkennung und die Privilegien, bis er nicht mehr länger die Augen vor Amins brutalem Regime verschließen kann. Er bezieht Stellung und muss um sein Leben fürchten...

Forest Whitaker hat für die Darstellung des ugandischen Staatspräsidenten und Massenmörders Idi Amin zu Recht den Oskar erhalten. Er verleiht dem Dikator eine komplexe Menschlichkeit, die dessen unfassbaren Gräultaten greifbar werden lassen.
So bietet "Der letzte König von Schottland" einen Mix aus Fakten und Fiktion. So stellt er Idi Amin nicht als eindimensionales, stereotypes Monster dar, sondern ebenso liebenswürdig und zugänglich, wie paranoid und grausam. Daran krankt aber leider auch der Film. Forest Whitaker strahlt eine unheimlich gute Leinwandpräsenz aus, so dass sämtliche Nebendarsteller in seiner Gegenwart ein wenig blass daherkommen. Erst zum Ende hin rückt der Junge Arzt Garrigan mehr in den Vordergrund, so dass der Film eine gewisse Spannung aufbaut. Nichtdestotrotz wirkt James McAvoy eher hölzern neben dem großartig aufspielenden Amin - ganz so wie ein kleiner Junge, der Angst vor seinem Vater hat. Das Drehbuch spielt McAvoy zu Beginn wunderbar in die Karten, seine Naivität, sein Wunsch Spaß zu haben, ist überzeugend und glaubwürdig. Allerdings wird dies zu lange ausgenutzt, so dass die Glaubwürdigkeit, bei aller Verblendungskunst von Amin, schon ziemlich in Frage gestellt wird.

Insgesamt gebe ich dem Film 4 Sterne, für einen grandiosen Forest Whitaker. Der vor der Schönheit und dem Schrecken Afrikas wunderbar aufspielt. Die restlichen Darsteller bleiben leider ein wenig blass oder zu lange in ihrer drehbuch-bedingten Naivität hängen, so dass es für 5 Sterne nicht ganz gereicht hat.

Scotland's King abroad? (7. August 2008)

Der erste Spielfilm des Regisseurs Kevin Macdonald ist leider weder Fisch noch Fleisch. In der beigefuegten Doku ueber die Filmentstehung meint er selbst, dass der Film zwar ueberwiegend fiktiv sei, grossteils aber auf biographischem Material ueber Idi Amin beruhe. Haben Sie mitgelesen? - Genau. Was denn nun eigentlich?
Das Movie faengt seltsam an, es wird versucht, auf einer Busfahrt durch das Land Uganda afrikanische Stimmung von Kulisse und Mensch einzufangen, dazu gibt es zeitgleich Musik wie aus einer Sauf- und Kopulierszene a` la American Pie. Erwartet uns nun ein ernster Film mit politischem Hintergrund ueber das zweifelhafte Wirken des afrikanischen Diktators oder ein "Hey Pussy!" Teeniefilm, wo es darum geht, wer mehr getragene Hoeschen in den Schulferien sammelt?
Forest Whitaker bringt soviel an Charme und vergnueglicher Stimmung rueber wie ein schwarzer Bruder der Marx Brothers, er bemueht sich auch redlich in seinem Job als Mime, kann aber die unterschwellige Gefaehrlichkeit und den morbiden Reiz, der von der Person Idi Amins ausgeht, nicht im geringsten nachvollziehbar machen.
Diverse Doku's auf der DVD machen einem klar, dass man in diesem Film sowohl auf schauspielerischer Seite (eine grausame Fehlbesetzung der in allen Lebenslagen stets homophil und kurz vor dem voelligen Nervenzusammenbruch wirkende James McAvoy), als auch von der Regie her tief in die Toilette gegriffen hat: Die ekelhafteste Szene, jene im Krankenhaus, wo McAvoy seiner von Amins Schergen zerstueckelten Liebschaft ansichtig wird, fand ja so nie statt (Zeugenbericht auf der Disc!); hier wird um eines Gruseleffektes willen darauf verzichtet, mit schauspielerischer Qualitaet und einem nuanciert glaubhaft gemachten Drehbuch die Schrecken jener Zeit hervorzukehren und fuehlbar zu machen, spaetestens hier gleitet der Film in ein Splatter-Genre ab, das den Tiefpunkt, aber nicht das Ende der Talfahrt markiert.
Deshalb wird es hernach eben auch kaum besser. Der Film wirkt irgendwie inhomogen und unausgegoren, man kann sich nicht entscheiden, ob man nun etwas Gefuehl in einzelne Szenen investieren sollte, die im naechsten Augenblick vielleicht schon verschwendet erscheinen, weil das Niveau wieder weit unterhalb der Grundwassergrenze sinkt.
Trotzdem zwei Sterne, weil es ein politisches Anliegen gibt, gut gedacht, -aber eben schlecht gemacht-, ist.
Sehen Sie sich lieber das Zusatzmaterial ueber Idi Amin an, da koennen Sie wesentlich mehr an Inhalt und Gehalt jener furchtbaren Zeit in Uganda entnehmen als mit dem missglueckten "letzten Koenig von Schottland".

Verführung (14. Juli 2008)

Ein (fiktiver) junger schottischer und abenteuerlustiger Arzt, Garrigan, fährt nach seinem Abschluss nach Uganda, um dort in eimem Dorfkrankenhaus zu praktizieren und etwas "Weltluft" zu schnappen. Durch eine Zufallsbegegnung fällt er dem frischgebackenen Diktator Idi Amin auf, den er durch seine naßforsche und selbtssichere Art beeindruckt.

Nach kurzem Überlegen nimmt er die angebotene Stelle als Leibarzt an und wird von da an in die Welt seltsamer Machtausübung verstrickt, die Amin praktiziert. Warnungen, die er von Landsleuten zu hören bekommt, weist er ziemlich großspurig zurück.

In seinem jugendlichen Überschwang genießt er seine neue Tätigkeit und den damit verbundenen Luxus, bestärkt durch Amin, der sich ihm als Vaterfigur anbietet und ihn immer wieder als "Berater" aufwertet. In Laufe der Zeit verstärkt sich jedoch die Paranoia Amins, der überall Feinde wittert. Dummerweise verpasst Garrigan den richtigen Zeitpunkt der Distanzierung und wird durch sein Vertrauen sogar zum Denunzianten und somit mitschuldig an den Verbrechen des Diktators. Erst als man ihm seinen Pass wegnimmt, merkt er, dass es fast zu spät ist. Sein Schicksal ist so gut wie besiegelt, als er sich mit einer der Frauen von Amin einlässt.

Die fiktive Person Garrigan ist als Platzhalter für den Zuschauer zu verstehen, der sich fragen sollte, wie er sich selbst verhalten hätte.

Was hier gezeigt wird, ist eine Beziehungsstruktur, deren Schwerpunkt Garrigan anfangs nicht verstehen kann. Er betrachtet sich als Gewinner in einem Spiel, das für ihn schon verloren ist. Fühlt sich Garrigan aufgrund seiner mangelnden Lebenserfahrung geschmeichelt, wird er stattdessen von Amin nach Strich und Faden manipuliert und verführt. Er verschließt die Augen so lange, bis er fast nicht mehr entkommen kann und sich mitschuldig an den Verbrechen des Diktators gemacht hat. Garrigan denkt letztlich an die kurzfristige Befriedigung seiner Bedürfnisse und ist dadurch das Spiegelbild der naiv-weißen Kultur im Umgang mit Staaten wie Uganda. Est als er selbst "am Haken hängt" liegt, wird ihm bewusst, dass er von Anfang an verloren hatte.

Gleichzeitig wirkt Garrigan dennoch sympathischer als das lauernde westliche Diplomatenpersonal, das anscheinend von vornherein wesentlich mehr Hintergründe kennt, ohne jedoch ehrliche Konsequenzen aus diesem Wissen zu ziehen, dabei Garrigan erst benutzen will und ihn letztendlich hängen lässt. Dieses Fäden ziehen im Hintergrund wirkt unangenehmer als die Schuld Garrigans, weil Garrigans Schuld am Ende eine reflektierte und eingestandene Schuld ist.

Amin selbst wird dargestellt als unbekümmerter Schlächter, den man in vielen Situationen fast mögen kann, solange man fähig ist, nicht wahrzunehmen, was er anrichtet. Er ist der klassische Verführer, der so naiv wie er selbst scheint, die Naivität der anderen ausnutzt und dazu einlädt, ihn zu unterschätzen.

Ein durchaus bemerkenswerter Film, der das Wechselspiel zwischen Verführung und verführt werden wollen, hervorragend auf die Leinwand bringt. Ergänzt wird dieser Eindruck durch die beliegende Dokumentation, wo einige Landsleute von Amin aus ihrer anhaltenden Begeisterung für den ehemaligen Dikator kein Geheimnis machen.

Gute Darstellung wertet den Film auf.... (6. Juli 2008)

Idi Amin war von 1971 bis 1979 ugandischer Diktator, er war Sinnbild des brutalen afrikanischen Gewaltherrschers, damals waren seine Greueltaten täglich Thema der Weltpresse. Zwischen 100.000 und 500.000 Menschen fielen nach Schätzungen von Menschenrechtsorganisationen seiner achtjährigen Gewaltherrschaft zum Opfer.
Der Brite Kevin McDonald, Enkel des ungarisch-britischen Drehbuchautors und Filmregisseurs Emeric Pressburger, drehte 2006 diese britisch-amerikanische Coproduktion mit Forest Whitaker in der Titelrolle.
Der Film war sehr erfolgreich, Whitaker spielte den Diktator so gut, dass er nicht nur für den Oscar nominiert wurde, er gewann ihn dann auch noch...wobei man vielleicht noch dazu anmerken muss, dass die Konkurrenz in diesen Jahrgang nicht gar so stark war.
Auch bei der Verleihung zum europäischen Filmpreis war er mehrfach nominiert.
Ein Film, über den gesprochen wurde....
Die Geschichte des Psychopathen Amin ist im Film auch die Geschichte des schottischen Mediziners Nicolas Garrigan (James McAvoy) aus dessen Sicht die Story aufgerollt wird.
Als er zufällig dem frisch gebackenen Präsidenten Idi Amin bei einem Verkehrsunfall hilft, wird er sehr bald von ihm zu seinem Leibarzt ernannt. Amin hat auch charismatische Züge, ein kindliches und emotionales Gemüt, dies beeindruckt den jungen Arzt und so wird er zu einem seiner engsten Vertrauten. Somit verteidigt er Amin zunächst vehement gegen Vorwürfe gegen alle Kritiker. Nur langsam bemerkt Garrigan die Gefahr, die vom Verbrecher Amin ausgeht...aber da ist es dann auch schon fast zu spät.
"Der letzte König von Schottland" ist sicherlich kein schlechter Film. Dazu sind die Leistungen der Darsteller zu gut, die 20 Minuten bis zum Schlussakkord sind dramaturgisch hochspannend.
Ganz gepackt oder gefesselt hat mich der Film trotzdem nicht.
Er ist sicherlich besser als "Blood Diamond", eine weiterer Afrikafilm, der fast gleichzeitig in die Kinos kam - aber viel mehr Afrikaklischee bietet. Möglicherweise liegt meine Distanz zum Film daran, dass der Schwerpunkt des Streifens die ungleiche Freundschaft der beiden Männer beleuchtet, die Diskussion, das Abtasten der beiden sich wiederholt, selbst wenn die Dialoge abgewandelt sind und die Greueltaten des Diktator meistens nur angedeutet werden.
Für die Lebensgeschichte ist es zu wenig, für das Abbild eines kranken, gefärhlichen Mannes hat der Film aber einen optimalen Darsteller gefunden.



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