The Complete Studio Recordings 1949-1969

Verkaufsrang: 5187 (Musik)
Artist: Maria Callas
Audio CD
EAN: 0094639591824
Format: Box-Set
ListPrice:
Anzahl Medien: 70
Verlag: EMI Classi (EMI)
Spielzeit: 1065
UPC: 094639591824
von: Various (Komponist)
Preis: EUR 91,84

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Kundenrezensionen zu 'The Complete Studio Recordings 1949-1969'

Callas Total (25. Juli 2008)

An den Aufnahmen von Maria Callas hat die EMI lange Jahre gut verdient, zu Lebzeiten der Sängerin und danach. Nun verfallen die Rechte an diesen Einspielungen und andere Firmen wie z.B. Naxos haben mit dem Nachpressen dieser Aufnahmen begonnen. EMI hat die Zeichen der Zeit erkannt und bringt nun ihrerseits die Callas-Einspielungen in preisgünstigen Editionen auf den Markt.
Eine echte Großtat auf diesem Gebiet stellt diese Box dar: sämtliche Studio-Aufnahmen der Callas sind hier vereint. EMI hat sich dankenswerter Weise auch entschlossen die ersten Einspielungen der Sängerin für die Firma Cetra in diese Box aufzunehmen. Und nicht genug: EMI hat diese Aufnahmen nochmals digital bearbeitet und damit klanglich verbessert.
Danach hat Callas ohnehin ihre gesamte Karriere exclusiv für EMI aufgenommen. So enthält diese Box tatsächlich alles, was die Sängerin je in einem Studio eingespielt hat. Darunter ihre legendären Interpretationen von Tosca, Norma, Medea, Sonnambula, Lucia di Lammermoor, Gioconda, aber auch Überraschendes wie Il Truco in Italia, wo Callas ihre komödiantische Seite zeigt. Dazu sämtliche Recital-Alben der Sängerin inclusive ihrer wunderbaren Verdi-Alben.
Einige Opern hat Maria Callas doppelt aufgenommen, in den 1950er Jahren in Mono, in den 1960ern nochmals in Stereo. Dazu gehören Gioconda, Lucia, Tosca und Norma. Natürlich sind beide Versionen in dieser Box enthalten. Der Vergleich ist hochinteressant. War Callas in den 50ern noch deutlich besser bei Stimme, so hatten ihre Interpretationen in den 60ern an Tiefe dazugewonnen, wodurch sie stimmliche Mängel auszugleichen vermochte.
Auch nach ihrem Bühnenabschied 1965 hat Maria Callas weiterhin Aufnahmen gemacht. Die meisten dieser Aufnahmen gab sie aber nicht mehr frei, da sie ihren eigenen hohen Ansprüchen an sich selbst nicht mehr genügten. Auch diese Aufnahmen finden sich in der Box. Man hört mit Bedauern den Niedergang dieser einmaligen Stimme und bewundert bis zu Letzt den Ausdruckswillen und die Interpretationskunst.
Dies alles ist auf 69 CDs dieser Box mit zu erleben. Die 70. Scheibe enthält sämtliche Libretti und zahlreiche Fotos. Und das alles zu einem mehr als fairen Preis.

sollte man nicht verpassen (9. November 2007)

Zuerst: Warum nur 4 Sterne? Nun, an der Musik liegt es nicht. Abstriche wegen der Verpackung: diese reflektiert den günstigen Preis, somit muss ein eher billiger Karton für die 70 CD, ihrerseits in einfachen Kartonhüllen, genügen. Als Information stehen nur Aufnahmedatum und Besetzung zu Verfügung. Die ganzen sonstigen Texte, die im Falle der EMI-Einzelausgaben in eher voluminösen Books (von Booklet kann man hier nicht mehr sprechen) abgelegt sind, fehlen hier ganz.

Jammerschade - denn eine CD mit allen Libretti liegt bei, und auf dieser hätte es noch gut 650 MB Platz für die Books gehabt... Deshalb nur 4 Sterne für die editorische Leistung.

Musikalisch allerdings ein absolutes Muss, bei dem unglaublichen Preis! Klangtechnisch zudem, durch das Remastering, gegenüber früheren Versionen verbessert. Und dafür 5 Sterne!

Der größte Schatz der EMI (25. September 2007)

Pünktlich zum 30sten Todestag von Maria Callas legt die EMI noch einmal alle Studioaufnahmen ihrer erfolgreichsten Exklusivkünstlerin neu auf - und gibt uns damit einen unschätzbaren Überblick über die künstlerische Entwicklung und schließlich den stimmlichen Niedergang einer einmaligen Künstlerin:

Die Box enthält
- nicht nur stimmlich einmalige Leistungen wie die erste Tosca-Aufnahme unter de Sabata, die erste Lucia di Lammermoor und I Puritani unter Serafin, alle von 1953, Rigoletto und Norma von 1954,
- Aufnahmen von einmaliger Ausdruckskraft, in denen Callas erste Verschleißerscheinungen als Ausdrucksmittel verwendet, wie die Macht des Schicksals von 1954, Aida von 1955, den Troubadour von 1956, La Sonnambula von 1957,
- Raritäten wie die beiden Rossini-Rollen der Callas, von denen die Rosina im Barbier von Sevilla für mich zu ihren schönsten Partien zählt,
- Aufnahmen aus der "Spätzeit" ab etwa 1959, in denen man beobachten kann, wie eine große Künstlerin mit Disziplin über ihre immer weniger funktionierende Stimme triumphiert - oder zumindest glorreich scheitert wie in der Carmen von 1964.

Nicht alles ist gelungen wie z. B. die etwas merkwürdige, trotzdem faszinierende Turandot neben Elisabeth Schwarzkopf(!) als Liu. Viele Vergleiche sind ebenso faszinierend wie erhellend, weil im Fall der Tosca, Lucia, Gioconda und Norma jeweils zwei Aufnahmen enthalten sind, mono und stereo.

Insgesamt kann man sich auf ein Wiederhören mit der vielseitigsten, dramatisch fantasievollsten, kurzum faszinierendsten Sängerin des 20. Jahrhunderts freuen, deren große Zeit eigentlich nicht einmal 10 Jahre dauerte und hier umfassend dokumentiert ist.

Das Besondere an den Aufnahmen der EMI, betreut von dem großen Produzenten Walter Legge, ist aber, dass er sich nicht damit begnügte, Callas einige musikalische Statisten an die Seite zu stellen, sondern immer ein perfektes Gesamtpaket schnüren wollte - meist mit Erfolg. Und so erleben wir hier "La Divina" mit Dirigenten wie de Sabata, Serafin, Karajan und hören Sänger wie Nicolai Gedda, Richard Tucker, Anna Moffo, Fedora Barbieri und immer wieder Giuseppe di Stefano, Tito Gobbi und Rolando Panerai.

Zum Vergleich sind dank der abgelaufenen Urheberrechtsfrist in dieser Box auch zwei "Fremdaufnahmen" der Firma Cetra enthalten, nämlich die kurz vor dem Wechsel zur EMI entstandenen Aufnahmen von La Gioconda und La Traviata, auf denen sich Callas selbst zwar absolut auf der Höhe zeigt, aber im übrigen eher mittelmäßige Gesangs- und Orchesterleistungen zu hören sind.

Insgesamt sind in der Box folgende Aufnahmen enthalten:
Cherubini: Medea (1953); Bellini: Norma (2 Versionen 1954 & 1960); I Puritani (1953); La Sonnambula (1957); Bizet: Carmen (1964); Donizetti: Lucia Di Lammermoor (2 Versionen 1953 & 1959); Leoncavallo: I Pagliacci (1954); Mascagni: Cavalleria Rusticana (1953); Ponchielli: La Gioconda (1952 und 1959); Puccini: La Boheme (1956); Madama Butterfly (1955); Manon Lescaut (1957); Tosca (2 Versionen 1953 & 1964); Turandot (1957); Rossini: Der Barbier von Sevilla (1957); Il Turco in Italia (1954); Verdi: La Traviata (1953); Aida (1955); Un Ballo in Maschera (1956); La Forza Del Destino (1954); Rigoletto (1955); Il Trovatore (1956) sowie diverse Recitals zw. 1949 und 1969

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