Aus der Amazon.de-Redaktion
Auf der letzten Scheibe Dark Light ließen es HIM betont rockig und entspannt angehen, mit Venus Doom geben sich die finnischen Goth-Superstars wieder deutlich metallischer.Schon das ungewohnt klischeefreie, stimmungsvolle Albumcover deutet es an: HIM versuchen sich noch konsequenter als auf ihren letzten CDs vom gotischen Kitsch-Sound ihrer ersten Scheiben zu lösen, und dazu bedurfte es nicht nur ausgereifterer Arrangements, sondern diesmal auch einer gehörigen Portion Härte. Vollpfundige Gitarrenakkorde, peitschende Drums und wütende Vocals sind wichtiger als Radio-Kompatibilität, wobei die eingängigeren Venus Doom-Tracks immer noch die nötige Klasse haben, um auch von Mainstream-Sendern rauf und runter gedudelt zu werden. Der Grundtenor der Scheibe ist jedoch düster, hart und erwachsen. HIM loten ohne kommerzielles Kalkül ihre Grenzen aus, offenbaren dem Fan viele neue Facetten und schaffen überzeugend den Spagat zwischen künstlerischer Glaubwürdigkeit und Massentauglichkeit. -- Michael Rensen
Kundenrezensionen zu 'Venus Doom (Limited Edition im Buchformat mit 2 Bonustracks)'
Venus Doom = Venus Doof (25. März 2008)
Mit Abstand das schlechteste HIM-Album.HIM ist eh nicht mehr das was sie einmal waren.Genauso schlecht und dürftig die CD's immer weiter werden,genauso geht es mit ihren Live-Konzerten abwärts.Der Höhepunkt der mehr als mässigen Konzerte war das in 02/2008 in Köln(Palladium).Das Konzert war ein Spiegelbild der z. Zt. ihrer mehr als dürftigen Musik.Meine bisher sehr große Sammelleidenschaft,von alledem was bisher von ihnen erschienen ist,ist momentan bei Null angelangt.Da lobe ich mir "Negative".Bei ihnen geht die Post so richtig ab - hoffentlich noch ganz,ganz lange -,was man von HIM nicht mehr behaupten kann.Auf ihren letzten CD's hat sich ein Liedchen an das andere gereiht.Diese CD's empfehle ich wärmsten Leuten,welche an Einschlafproblemen leiden oder als "Gute Nacht - Musik" für Kleinkinder.Monotones Album mit wenig Highligths (24. September 2007)
Nachdem HIM mit dem wechsel vom BMG zu dem Ami-Label Sire ein Album herausgebraht hat das eigentlich eher in einem Aufzug statt in der heimischen Anlage gespielt werden sollte war ich zunächst erfreut über wieder etwas härtere Klänge wie aus der Anfangszeit. Auch Ville Vallos Stimme kann von Anfang an überzeugen.Leider ist Venus Doom aber ein Meisterwerk der Monotonie. Leute die HIM seltener hören werden denken, dass dieses Album einfach ein einziges langgezogenes Lied ist. Fans aus den Zeiten von "Greatest Love Songs" und "Razorblade Romance" verpassen nichts aufregendes wenn sie dieses Album auslassen.
Beim entfernen der Einschweißfolie der limited edition sollte man übrigens aufpassen und nicht den Aufkleber mit der Tracklist zerreisen, da man diese im Booklet vergeblich sucht. Da sich das meiste aber, wie bereits erwähnt, sehr ähnlich anhört ist dies aber auch weniger tragisch.
Fazit: Ein leider nur mittelmäsiges Album, das wie der direkte Vorgänger einfach nicht an die Klasse der älteren Werke rankommt.
Hervorragendes Album (14. September 2007)
Endlich ist es da, das neue HIM Album! Genauso wie beim letzten Album Dark Light freue ich mich riesig darauf, neuen Klängen der finnischen Düster-Formation zu lauschen. Und was ich zu hören bekomme übertrifft alle Erwartungen: Fetzige, innovative und extrem metallastige Stücke krachen mir aus den Boxen entgegen, wie man es zuletzt auf dem Debüt erleben konnte. HIM sehe ich hundertprozentig als Rocker, nicht als Metaller, aber beim Debut und jetzt auch bei Venus Doom geht das ganze doch eher in Metal als in Rock über. Macht nichts, dieser Sound steht den Finnen genauso gut wie der typische HIM Rock-Sound von RR oder Dark Light.Das erste Lied ist direkt der Titeltrack und überzeugt mit seinem hypnotisierenden Refrain, in dem sich Valo wie ein Priester oder sowas anhört. Das Lied ist geprägt von harten Gitarren und Valos genialer Stimme und kann als Opener richtig gut überzeugen.
Danach geht es mit Love in cold blood und Passion's killing floor weiter, beide lieder sind sehr eingängig und überzeugen mit HIM typischen Refrains, die man nicht mehr aus dem Kopf bekommt.
Dann die erste Single, Kiss of Dawn. In der Album Version ist das Lied nochmal über ne Minute länger und hat einen Akkustikpart, der sich sehr schön in das Lied einfügt. Ansonsten eins der härtesten Lieder von HIM, aufgrund der Härte der Gitarren, der treibenden Drums und dem kratzigen Sound.
Nach diesem Lied folgt Sleepwalking Past Hope, ein wahrer Epos, mit einer Länge von 10 min 05 sec. Das Lied ist so komplex aufgebaut wie kein zweites von HIM, die Jungs haben mal wieder Mut bewiesen und experimentiert, Kommerz-Vorwürfe fallen werden spätesten nach diesem Lied zum erstummen gezwungen.
Nach diesem Über-Lied gehts dann mit Dead Lovers Lane weiter, auch ein typisches HIM Lied, was sehr schön von Musik und Lyrics ist.
Lied Nr. 7 besticht dann wieder durch Ungewöhnlichkeit: Song or Suicide ist ein nicht viel länger als eine Minute dauerndes Akkustikstück, in dem Valo klagend und sehr tief singt. Ohne Strophe, ohne Refrain, untypisch, aber einfach nur genial melancholisch. Mein Lieblingslied gleich hinter Nr. 8: Bleed Well. Das ist meiner Meinung nach das beste Lied auf dem Album, genialer Text, genialer Refrain, und sehr schöne Härte der Gitarren und Drums, einfach nur HIM at its BEST!
Venus Doom endet dann, wie schon die letzten beiden Alben, mit einem epischen Stück, Cyanide Sun. Das Lied ist wieder ein bisschen schwerfälliger als der Rest des Albums, aber wieder sehr schön instrumentiert und die Stimme Valos ist, wie auf dem ganzen Album, auch sehr schön. Wer zudem die Limited Edition ergattert hat, dem werden auf einer 2. CD noch zwei Remixe geboten, welche auch interessant zu hören sind.
Das neue Album beinhaltet ziemlich viele schnelle Stücke, zB Passion killing floor, kiss of dawn, dead lovers lane, love in cold blood, bleed well, also über die Hälfte schnelle Stücke.
Venus Doom und Sleepwalking Past hope sind etwas langsamer, und ganz langsam ist dann song or suicide.
Alles in allem ist das Album also sehr sehr geil geworden, nur könnten sich die Jungs in Zukunft meiner Meinung mal zur Aufgabe stellen, mehr Lieder zu schreiben, weil 9 Lieder doch relativ wenig sind fürs Geld, in dem Fall lohnt es sich aber auf jeden Fall.
Wer also Alben wie Love Metal, RR und Lovesongs gerne hört, kann mit dem Album gar nichts falsch machen, und wer alles von HIM mag sowieso nicht, denn dieses Album stellt sowohl diejenigen zufrieden, die HIM wieder rockiger haben wollten als auf Dark Light, und es stellt auch diejenigen zufrieden die bis jetzt mit allem von HIM zufrieden waren.
Auf jeden Fall ist es wieder ein Meisterwerk der Finnen, und das nächste Album wird sich wieder ganz anders anhören, denn bis jetzt hat sich jedes Album anders angehört, was ich sehr positiv finde, denn zum einen hat die Band ihren ganz eigenen Stil, aber zum anderen wiederholt sie sich nicht selber, was man bei vielen anderen Bands feststellen kann, und das ist einer der wesentlichen Punkte warum ich HIM so schätze.
KAUFEN! :-)
Heavy, doomy and gloomy! (13. September 2007)
Venus Doom: Als ich diesen Titel hörte und Interviews von Ville las, hatte ich Angst, dass das neue Album nicht so toll werden würde wie die anderen vorherigen Alben. Na gut, Dark Light war jetzt nicht so der "Kracher", aber egal.Diese Angst war aber vollkommen unbegründet. Das, was Ville & Co uns da mit Venus Doom servieren ist wirklich das Beste, was sie unseren (meiner Meinung nach) Ohren liefern konnten!
"Heavy, doomy and gloomy", wie Ville die neue Platte beschrieb. Er sagte, dass Venus Doom ein Trip zu seiner persönlichen Hölle wäre. Ville meinte auch weiter: "Ich fühlte, dass wir viel weniger Keyboards brauchen und dass es eher wie ein Schlag in's Gesicht sein soll."
In der Tat lässt sich nur sehr selten ein Keyboardton in den einzelnen Songs erkennen. Allerdings ist das kein Nachteil für das Album.
Es ist frisch und gut zum Anhören und Mitsingen.
Die meiner Meinung nach besten Songs des ALbums sind "Love in cold Blood", "Dead Lovers' Lane", "Bleed well" und "Passion's Killing Floor".
Zum Schluss: Ich weiß nicht, ob es nur mir aufgefallen ist, aber ich finde, dass die Songs fast alle über Herzschmerz handeln. So ein bisschen jedenfalls... oder ganz... Mhm
Naja, jedenfalls ist das Album nur zu empfehlen!
Erfrischend anders (12. September 2007)
Nach den letzten Alben dachte ich schon, HIM werden zur 'Klein-Mädchen-Band' aber mit diesem klasse Album zeigen sie, was sie wirklich draufhaben!Endlich wieder herrlich düster!!!





