Aus der Amazon.de-Redaktion
Wombats sind possierliche, australische Beutelsäuger, die sich aufreizend viel Zeit beim Verdauen ihrer pflanzlichen Nahrung lassen. Die gleichnamige Band, die aus Matthew Murphy, Dan Haggis und Tord Øverland Knudsen besteht, hat anscheinend überhaupt keine Zeit, so hetzten sie ihren Melodien hinterher. Das Trio aus Liverpool handelt auf seinem Debüt mit dem bedeutungsschwangeren Titel A Guide To Love, Loss And Desperation Jugendprobleme, Teenager Twen-Themen und romantische Gedanken in einem Tempo ab, als drohen in furchterregender Kürze Frührente, Vergreisung oder mindestens bürgerliche Langeweile. So fix geht das nun nicht. Unheil droht von ganzer anderer Seite. Wer oben auf der Welle schwimmt, kann morgen schon ertrunken sein. So erstaunen auch diese englischen Newcomer mit einem sehr fertigen Erstling, an dem Produzenten beteiligt waren, die schon mit Interpol, Franz Ferdinand, Kaiser Chiefs oder Muse im Studio waren. Entsprechend knackig sind die zwischen Power Pop, Disco und Punk angesiedelten Songs, die von entwürdigenden Schuluniformen erzählen, der Lust nach der Düster-Post-Punk-Ikone Joy Division zu tanzen oder Stripperinnen handeln. Einziges Problem auf diesem Album: Die drei Wombats müssen ein paar Mal verschnaufen. Wenn die beiden Scousers (so der Slangausdruck für Liverpudlians) und ein Norweger nach „Let’s Dance To Joy Division“ und „Backfire At The Disco“ mit „Little Miss Pipedream“ auf einmal eine unerwartete Vollbremsung vornehmen, dann berauben sie sich ihrer eigenen Stärke, aus einem Maß notwendiger Aggressivität und gradlinigen Geschichten, unterhaltsame Songs zu formen. --Sven NiechziolKundenrezensionen zu 'The Wombats Proudly Present...'
okay (14. April 2008)
Das ist eigentlich das für mich zutreffendste Wort für dieses Album: okay. Es ist auf keinen Fall schlecht, aber ich habe auch schon viel besseres aus der Brit Pop-Schiene gehört. Nach der ersten Single "Let's dance to joy devision" (meiner Meinung nach der beste Song des Albums) habe ich vom Album weit mehr erwartet, als es erfüllen konnte. A Guide to Love, Loss & Desperation ist ein ganz gutes Album, aber von viel Innovation kann hier nicht die Rede sein. "Little Miss Pipedream" ist zwar nicht so "gewöhnlich" wie die anderen Songs der Platte, nervt mich jedoch schon nach wenigen Minuten. Das Album kann man zwar gut mal einfach so im Hintergrund laufen lassen, doch ich würde raten die 15 Euro lieber in etwas anderes zu investieren."Ist das die neue von Bloc Party??" (1. Februar 2008)
... diese Frage stellt mir ne Kollegin beim ersten Mal hören von "Lets Dance To Joy Divison". Das Lied wächst mit jedem mal hören und wird zu einem richtigen Hit!Und Hits haben The Wombats viele: sei es "Kill the Director" oder "Moving to New York" alles grandiose Lieder! Leider ist "Little Miss Pipedream" völlig misslungen... das Teil nervt schon nach wenigen Minuten tierisch!
aber sonst: Album kaufen, laut aufdrehen und mitsingen!
kaum neues, aber halt auch ned schlecht (27. Dezember 2007)
the wombats - den namen hatte ich schon gehört, ein paar lieder kannte ich auch und die fand ich stark. ganz klar: das album muss her!so, nun hab ich es ein dutzend mal angehört und komme immer wieder zum selben schluss: nicht schlecht, aber halt auch nix neues, nix bahnbrechendes. schön, wenn man das album hat, aber wenn nicht, hat man sich 15 euro gesprt, die sich sicher für etwas besseres investieren lassen.
Nicht neu, aber gut (8. Dezember 2007)
Wer behauptet, die Wombats hätten mit ihrem Album die Musik neu erfunden, leidet definitiv unter Realitätsverlust. Der gesamte Inhalt dieser CD ist schon irgendwann vorher bei einer x-beliebigen anderen Indie-Band aufgetaucht, worin ja momentan scheinbar das Problem aller diesjährigen Newcomer-Bands zu liegen scheint (siehe The View). Dennoch ist dieses Album einfach nur gut, weil fast jeder Titel der Platte einen Ohrwurm garantiert. Die besten Songs des Albums sind "Kill the Director", "Moving to New York" und besonders "Let's dance to Joy Division" mit seinem amüsanten Songzitat. Die Songs variieren sehr stark, auf einen schnelleren Track kommt ein langsamerer, dazwischen auch Mal ein Soundexperiment wie "Little Miss Pipedream", das man einfach gehört haben muss. Auch wenn der Sänger aus meiner Sicht nicht die tollste Stimme hat, da sie mich zu sehr an Death Cab for Cutie erinnert, werde ich den Gesang einfach nicht Leid, weil er zwar eigentlich eher langsam ist und so einen Kontrast zu den fast punkigen Drums ergibt, was den Songs aber noch mal das gewisse Etwas gibt.Kurzum:
Texte --> witzig / schön
Musik --> unoriginell, aber spitze
Meine einzigen Kritikpunkte sind, dass das Intro, ein furchtbares A-Cappella-Stück, mich beim Probehören beinah vergrault hätte, obwohl der Rest der CD mir ja doch gefällt. Und außerdem stimmt es wirklich, dass in fast allen Songs in irgendeiner Form ein "Woo-hoo" vorkommt, was ja eigentlich mehr so dem Niveau von Simple Plan und Konsorten entspricht.
Fazit: Wer die Pigeon Detectives gut findet, sollte sich erstmal das Album der Wombats holen.






