Charlotte Brontes

Verkaufsrang: 707 (DVD)
Actor: Ruth Wilson
Actor: Toby Stephens
Actor: Georgie Henley
AspectRatio: 16:9
AudienceRating: Freigegeben ab 6 Jahren
Binding: DVD
Brand: KSM
Director: Susanna White
EAN: 4260131125379
Technische Details: FSK 6
Format: Dolby
Format: PAL
Format: Surround Sound
Label: KSM GmbH
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: KSM GmbH
NumberOfItems: 2
Verlag: KSM GmbH
RegionCode: 2
Erscheinungsdatum: 10. Januar 2008
Spielzeit: 231
Studio: KSM GmbH
TheatricalReleaseDate: 2006
von: Ruth Wilson (Hauptdarsteller), Toby Stephens (Hauptdarsteller)
Preis: EUR 14,94

Charlotte Brontes

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Product Description

KSM Jane Eyre (Charlotte Bronte, 2006), USK/FSK: 6+

dkb.de

Produktbeschreibung

Was kann ein ungeliebtes Waisenkind schon vom Leben erwarten? Ein großes Abenteuer, das sie mit viel Mut und Willenkraft bestehen kann.

Die bewegende Geschichte der Jane Eyre, eindrucksvoll beschrieben von der berühmten Autorin Charlotte Bronte, ist nun in einer großartigen BBC-Verfilmung zurückgekehrt. Gespenstische Atmosphäre, detailgetreue Ausstattung und hinreißende Schauspieler haben diesem Klassiker neues Leben eingehaucht.

Dabei hätte das Leben der Jane Eyre auch ein kurzes, schmerzvolles Ende nehmen könne. Als Waisenkind wird sie in der Familie ihrer Tante Mrs. Reed (Tara Fitzgerald) nicht besonders herzlich aufgenommen. Der Sohn der Familie quält sie immer wieder, und so scheint es fast wie eine Erlösung, dass sie schließlich mit zehn Jahren in ein Internat geschickt wird. Dort geht es jedoch noch schlimmer zu und so stirbt ein Großteil der Schülerinnen, auch ihre einzige Freundin Helen, an Krankheit und Vernachlässigung. Jane jedoch hat gelernt, dass sie nur mit eisernen Willen und dem Wissen aus der Schule überhaupt eine Chance hat. Als ausgebildete Lehrerin kann sie nun endlich ein eigenes Leben beginnen. Sie nimmt eine Stelle als Erzieherin in Thornfield Hall an. Dort wartet die kleine Französin Adèle Varens auf sie. In der Haushälterin Mrs. Fairfax (Lorraine Ashbourne) findet Jane (Ruth Wilson) endlich einen guten Geist und eine Vertraute. Ein Mysterium bleibt zunächst ihr Arbeitgeber. Denn Edward Rochester (Toby Stephens) lernt sie erst kennen, als sie sich in Thornfield Hall eingelebt hat. Der Hausherr kehrt von langen Reisen zurück und ist nicht gerade eine Frohnatur. Ein schreckliches Geheimnis scheint ihn zu belasten. Dazu passen auch die mysteriösen Vorfälle im alten Schloss. Fast scheint es, als ob ein Geist hier sein Unwesen treibt. Ungeachtet dessen kommen sich Jane und Edward immer näher und verbringen ihre Zeit mit langen und ernsthaften Gesprächen. Hat Jane endlich einen Seelenverwandten gefunden? Mit dem Besuch der Familie Ingram hat die Idylle ein Ende. Wäre die schöne und reiche Blanche (Christina Cole) nicht eine passende Ehefrau für den alleinstehenden Hausherrn? Jane sieht ihre Tage in Thornfield Hall schon gezählt, als alles anders kommt: Edward bittet stattdessen sie um ihre Hand! Doch als die beiden vor dem Altar stehen, wird der schönste Moment in ihrem Leben grausam zerstört. Edward ist bereits verheiratet und hält seine geisteskranke Frau im Nordturm von Thornfield Hall versteckt! Jane flieht vor all der Schande, ist zutiefst verletzt und ihr Leben erscheint ihr überflüssig. Kann Jane Eyre ihren Mut und ihr Glück wieder finden?

Diese gelungene Neu-Verfilmung der BBC hat die Kritiker zu wahren Begeisterungstürmen hingerissen. Nicht nur wegen der originalgetreuen Ausstattung oder den hinreißenden Schauplätzen in Derbyshire. Auch die weitgehend unbekannten Schauspieler, allen voran Ruth Wilson und Toby Stephens, haben es den Liebhabern der Romanvorlage angetan. Mit viel Aufwand inszeniert, doch niemals reißerisch, zu modern oder flippig, ist diese Inszenierung von Regisseurin Sandy Welch zu einem Glanzstück der zeitgenössischen Literaturverfilmungen geworden. Absolut sehenswert.

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Kundenrezensionen zu 'Charlotte Brontes "Jane Eyre" (2007)'

Gar nicht mal so schlecht - aber auch nicht spitzenmäßig (13. November 2008)

Ruth Wilson ist eine tolle Jane Eyre: genau "plain and little" genug, und mit einer großen Ausdruckskraft gesegnet. Toby Stephens gefällt mir weit weniger; sein Mr Rochester wirkt seltsam schwach. Außerdem mag ich diese Art von Grübchen bei Männern nicht.

Die Miniserie nimmt sich mit 4 Episoden jede Menge Zeit, die Geschichte zu erzählen, und das ist ne feine Sache - bei den Vorgängerwerken kamen entweder Kindheit und Schule oder die Flucht oder gar beides zu kurz. Hier wird all dem viel Platz eingeräumt. Aber auch hier sind die Macher der Versuchung anheim gefallen, die Schule samt Personal sehr viel grausamer darzustellen - nämlich absichtlich grausam, nicht "nur" aus Dummheit und Geldgier.

Was mich aber sehr stört, ist die fehlende Erzählerin - der Roman ist nicht umsonst in ich-Form geschrieben, und so geht uns einer der wunderbarsten Sätze der englischen Literatur flöten ("Reader, I married him"). Das ist ja, als ob man bei P&P auf "It is a truth..." verzichten würde: geht gar nicht.

Als ich den Film zum ersten mal sah, mochte ich ihn so wenig, daß ich über ein Jahr gebraucht habe, um ihm eine zweite Chance zu geben. Und siehe da: jetzt mag ich den Film, habe ein paar tolle Nebendarsteller entdeckt(Andrew BuchanCranford [UK IMPORT], Francesca AnnisWives And Daughters [UK IMPORT]). Und kann ihn auf jeden Fall empfehlen!

Jane Eyre der plakativeren Art (8. Oktober 2008)

Ich war gespannt auf meine Meinung, ich schwankte auch erst, nun steht sie fest: Ich liebe diese Jane Eyre! Ich habe mich verzaubern lassen. Beim ersten Sehen, wollte ich an dem Film fast schon herummäkeln, da er mir etwas kitschig vorkam aber ich bringe es einfach nicht übers Herz! Dies ist einfach eine grandiose Version dieses alten Stoffes, üppig bebildert erzählt er eine der schönsten Liebes- und Emanzipationgeschichten, der Weltliteratur. Die großartigen Schauspieler, der wunderschöne Soundtrack und die liebevolle Verpackung der Geschichte taten sein Übriges, dass ich einfach nicht widerstehen konnte.
Ich habe den Film auch das erste Mal auf deutsch angeguckt aber damals waren die Synchronisationen von KSM noch grauenhaft, so verliert dieser Film, in der deutschen Fassung einfach deutlich an Substanz! Vor allem durch eine schlechte Übersetzung des englischen und durch teilweise unattraktive bzw. unpassende Stimmen.

Kurz zum Inhalt:
Erzählt wird die Geschichte des ungeliebten Waisenkindes Jane Eyre, die schreckliche Erfahrungen im Haus ihrer Tante machen musste und von ihr schließlich in ein bigottes Internat geschickt wird, wo sie ein entbehrungsreichen Umständen aufwächst. Sie wird zur Lehrerin ausgebildet und findet eine Anstellung als Gouvernante in Thorntfield Hall, wo sie die Tochter ihres Arbeitgebers Mr. Rochester unterrichten soll. Dort findet die junge Frau zum ersten Mal ein Heim. Unter der unfreundlichen Fassade des seelisch gebrochenen Rochester findet Jane Eyre einen Seelenverwandten.

Mein Senf:
Was ja vielen bemängeln: Meiner Meinung nach sind die erotisch angehauchten Szenen des Filmes durchaus dem viktorianischen Zeitgeist entsprechend. Natürlich waren im Buch leidenschaftliche Beschreibungen nicht abgedruckt aber der Film traut sich nur die unterschwellige Erotik der Vorlage auch in Bildern auszudrücken. Es gibt auch nicht mehr zu sehen als ein paar Küsse!
Zwischendurch während des Anschauens war meine puritanische Seele manchmal aber doch etwas pikiert, vor allem was die Dialoge betrifft. Die sind von Charlotte Bronte so wundervoll, man hätte eigentlich die aus dem Buch nehmen können. Warum nicht?! Das intellektuelle Geplänkel, wo sich Jane und Rochester auf Augenhöhe begegnen, und was im Buch so sprühend und kraftvoll wirkt, diese Unterhaltungen bleiben für mich in dieser Verfilmung etwas platt. Dies wird aber auch durch die schlechte Übersetzung der deutschen Synchronisation gefördert. Das beste fand ich noch wie Rochester zu Jane "Sitz!" sagt. (worauf sich dann treffend sein Hund Pilot setzt.) LOL! Ich habe den Rat einer Freundin beherzigt, und den Film beim zweiten Mal auf englisch (mit deutschen Untertiteln) angesehen. Ein großer Gewinn! Aber man hätte die wichtigen Dialoge trotzdem lieber im Bronte-Original belassen sollen. Es gibt schon einige Dinge die im Buch ein Rolle spielen , die aber im Film nicht so gut transportiert werden. Die moralischen und religiösen Motive Jane Eyres kommen im Film leider nicht beim Zuschauer an. Wer das Buch kennt wird sie gedanklich in das Gesamtgefüge einsetzten, aber für Neulinge fehlt dieser Zusammenhang, und man wird vielleicht nicht genau wissen was Jane Eyre eigentlich umtreibt! Auch ist der Umgangston manchmal einfach zu salopp. Die Szene mit der Zigeunerin fand ich im Buch auch wesentlich überzeugender als hier.
Es gibt also einige Gründe den Film zu kritisieren. Ich sehe auch hier in den Rezensionen, dass der Film bei einigen Jane Eyre Puristen wahrlich wenig Gnade findet, und dass er sogar einmal als "Daily Soap" bezeichnet wird. Aufgrund der subtilen Federführung von Bronte ist man als Zuschauer schon etwas verstimmt, wenn einzelne Teile des Buches weniger beachtet werden und die romantische Entwicklung stark überbetont wird. Manche Punkte, die Bronte im Buch leicht angedeutet hat, sind in der Verfilmung alle mit Ausrufezeichen und ziemlich plakativ dargestellt. Was im Buch eher subtil angedeutet wird, z. B. die unheimlichen Zeichen aus dem Nordturm, wird in diesem Film mit gespenstischen Gothik Elementen gewunken. Wenn Thorntfield Hall ins Spiel kommt, öffnet sich langsam das knarrende Tor und eine Fledermaus schießt in die Dämmerung. Huhhh! als Uneingeweihter denkt man womöglich, dass gleich ein Vampir um die Ecke biegt. :-))
Auch ich musste mich da umstellen. Ich erwarte aber bei Literaturverfilmungen keine 1:1 Umsetzung sondern und ich lasse auch abweichende Interpretationen und moderne oder romantisierende Einflüsse gerne zu, solange mir der Film gefällt! Und dieser Film gefällt mir sehr, ich werde ihn mir immer wieder mal ansehen.

Besetzung:
Ruth Wilson, muss man einfach erwähnen, da die richtige Besetzung der Jane Eyre unbedingt zum Gelingen des Films ausschlaggebend ist. Sie ist als Jane Eyre einfach perfekt getroffen, mit ihrem facettenreichen Mimik ihrem wundervollen, ins 19. Jh. passenden, Gesicht und ihrer "niedlichen Oberlippe", wie es Woodstock in ihrer Rez. hier so treffend beschrieb, ist sie einfach anbetungswürdig. Sie behält den für eine Jane Eyre wichtigen "graues-Mäuschen- Charme" trotzdem ist sie so hübsch, dass man sich an ihr nicht sattsehen kann. Auch Toby Stephens als Mr. Rochster ist eine perfekte Wahl. Er verkörpert den Charakter von Mr. Rochester auch auf etwas geschönte aber eindrucksvolle und düstere Art und Weise. Sein breites Lächeln hat wahrlich Charme! :-)

Es gibt noch einen dicken Bonus: Das Format mit 231 Min. ist besser als bei jeder andren Verfilmung. Um dem Buch gerecht zu werden braucht man einfach mehr Zeit als die, die das übliche Kinoformat von 90 bis 120 Min. zur Verfügung stellt. Es kommt den Film zugute, dass er sich Zeit nimmt. Eine gute Auswahl der Locations, und eine hervorragende Ausstattung sowie Kostüme. Wobei ich auch gespannt bin auf die Verfilmung, die mit 240 Min. ein ähnliches Fomat zur Verfügung stellt: Charlotte Bronte's Jane Eyre (1983) - 2er DVD Set Eine Fassung, die ja im November endlich in einer deutschen Fassung erscheint. Von vielen wird ja dies als beste und werkgetreuste Version gefeiert. Ich bin auf einen Vergleich sehr gespannt!


Warum ich 5 Sterne vergebe? Weil ich den Film trotz seiner Fehler liebe. Diese Adaption hat (manchmal mehr als) einen Hauch von Kitsch, aber ist dabei so stilvoll, und zu Herzen gehend in Szene gesetzt dass man als geneigte(r) Romantiker(In) nur verzaubert sein kann. Jedem Period Dramen Fan sei dieser Film nachdrücklich ans Herz gelegt!

War wohl bei KSM der Bestseller 2007.

Adretter Pappschuber, BBC 2006, 321 Min, zwei Disks, wahlweise deutscher oder enlischer Ton mit leider nur deutschen Untertiteln. Bonus: * Filmo- und Biographien, * Bildergalerie,* Trailer, *Audiokommentar,* Unter Charlotte Bronte,* Interviews,* Deleted Scenes

Wunderschöne Verfilmung... (8. September 2008)

Ich kannte bisher nur die Jane-Eyre-Verfilmung mit Charlotte Gainsbourgh und William Hurt. Nun habe ich mir die BBC-Verfilmung mit Ruth Willson und Toby Stevens gekauft und ich bin begeistert. Diese Verfilmung gefällt mir besser als die mit C.G. und W.H., auch wenn ich diese auch schön fand. Aber in dieser BBC-Verfilmung sind so viele Szenen, die in dem anderen Film einfach weggelassen wurden. Auch die ganze Umgebung, die Schauspieler find ich toll besetzt. Ich bereue diesen Kauf auf keinen Fall! Einziges Manko ist, dass leider Janes Kindheit sehr gekürzt ist. Man erfährt nicht wirklich was von Janes Beziehung zu Helen, ihrer Schulkameradin in der Lowood Schule... Es werden nur kurze Szenen mit den beiden gezeigt, aber wer das Buch nicht kennt, kann sich da vielleicht keinen Reim drauf machen!

Aber alles in allem ist es eine wirklich gelungene Verfilmung!

Jane forever (4. September 2008)

Jane Eyre....nachdem ich das Buch gelesen hatte, schaute ich mir den Film an.
Und ich bin schlichtweg begeistert.
Das ist die beste Jane Eyre Verfilmung die ich bis jetzt gesehen habe!Sehr nah am Buch verfilmt und mir so viel Liebe zum Detail umgesetzt. Ruth Wilson ist eine bezaubernde Jane Eyre, sehr naturell, ehrlich und herrlich grade heraus. Mit Toby Stephens hat diese Verfilmung den besten Mr. Rochester zu bieten, den es nach meiner Meinung je gab. Beide harmonieren sehr glaubhaft nebeneinander, miteinander und Jane Eyre& Mr. Rochester waren noch nie so sexy wie die 2006/07 Verfilmung! Sehr gut eingefangen wurden die Landschaften, dunkel, ursprünglich und geheimnissvoll. Auch die Nebencharaktere wie Blanche Ingram( auch wenn sie hier blonde Haare hat, anstatt wir im Buch beschrieben schwarze..ich nehme an, damit sollte der Unterschied zwischen Blanche und Jane noch deutlicher gezeigt werden!!) oder Adele oder St. John sind perfekt besetzt! Ich hätte mir keine bessere und nervigere Adele wünschen können, als wie in dieser Verfilmung.
Das Spiel zwischen Jane und Rochester ist sehr intensiv und besonders gut gelungen finde ich die kleine "Neckerei" zwischen beiden, als Jane beschließt ihre Tante Reed zu besuchen und daraufhin Mr. Rochester im Salon aufsucht! Gelungen finde ich auch die " Wahrsagerin" Szene, eine sehr gute Lösung..im Original hätte sie wahrscheinlich nicht so gut funktioniert.
Fazit...Mr. Rochester war noch nie grummeliger, charmanter und gut ausehender als in dieser Verfilmung( man hat ihm sogar seine Hand gelassen:-)und Jane Eyre ist einfach umwerfend. Ein wunderschöner Film! Unbedingt ansehen!

Wundervoll einfühlsame Inszenierung (29. August 2008)


Du meine Güte, ich bin immer noch vollkommen fertig! Um viertel nach Acht am Abend beschliesse ich mir Jane Eyre anzusehen - und um halb eins (!) ist der Film zuende. Vielleicht hätte ich mir vorher besser mal die Spieldauer ansehen sollen, aber dass das ein solcher Marathon wird, hätte ich mir nicht träumen lassen. Und: ich konnte mich einfach nicht mehr von der Geschichte losreissen, sondern musste - als totale Fernseh-Verweigerin - geschlagene vier Stunden ausharren.
Hätte mir vorher jemand gesagt, wie phantastisch die BBC Umsetzung der Romanvorlage ist, hätte ich es nicht geglaubt, nicht, nachdem ich den Roman vor kurzem gelesen habe, und wenig begeistert war. Ehrlicherweise muss ich zugeben, dass ich von der Geschichte sogar ziemlich enttäuscht war. Um so erstaunlicher finde ich die Tatsache, wie sehr mich die filmische Umsetzung umgehauen hat.

Zum ersten Mal finde ich den Film besser als den Roman - viel besser - das ist mir noch nie passiert.
Hier wurde das Beste aus dem Buch genommen, seine Essenz, und die nervigen Teile weggelassen, wie diesen ganzen "Schikane-armes Weisenmädchen-Kram". Hier hat sich jemand wirklich Mühe gegeben und die Geschichte mit grossem Respekt behandelt. Die Verfilmung ist ausgesprochen nah am Buch geblieben, ohne jedoch den Kitsch aufzunehmen. Er hat auf den ganzen Schnick Schnack verzichtet, wie bei einem Kleid, von dem man die Troddeln & Rüschen entfernt hat, die einfach nicht mehr in unsere Zeit passen. Auch fand ich das Casting ausgesprochen gelungen - sehr sensibel, sehr nah an der Vorlage. Ich habe mir so manchen Klassiker nicht bestellt, weil ich mit dem Casting nicht klar kam. DIe Personen entsprachen einfach nicht den Figuren, wie ich sie mir vorgestellt habe. Das ist hier ganz bestimmt nicht der Fall: Ruth Wilson ist die geborene Jane Eyre und Toby Stephens die Inkarnation von Mr Rochester. Das passte einfach bis in die Fingerspitzen.

Habe ich Anfangs noch zwischen den Sprachen hin und her gezappt, wusste ich spätestens nach 20 Minuten, dass die englische Fassung der Deutschen um Längen voraus ist.
Ich kann jedem Interessierten nur empfehlen, sich den Film anzusehen - eine beeindruckende Verfilmung des Klassikers.

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