Aus der Amazon.de-Redaktion
Zehn Jahre nach dem grandiosen The Colour And The Shape schließt sich für Dave Grohl der Kreis. Er ist wieder beim Grunge angekommen, hat darüber hinaus aber noch viel, viel mehr zu bieten.Nach dem gewaltsamen Ende von Nirvana brauchte Grohl lange, um sich von seiner Vergangenheit und dem übermächtigen Schatten Kurt Cobains zu emanzipieren. Mit jedem neuen Album gelang es ihm, etwas weiter aus der Grunge-Schublade herauszuklettern, und nicht zuletzt dank seiner herausragenden kompositorischen Fähigkeiten rocken seine Foo Fighters mittlerweile in ihrer ganz eigenen, originellen Nische. Heute kann es sich der Mastermind leisten, wieder in Revieren zu wildern, in die er jahrelang keinen Fuß mehr zu setzen wagte. Echoes, Silence, Patience & Grace enthält einige raue, ruppige Adrenalinausbrüche, die an In Utero oder die heftigeren The Colour And The Shape-Songs erinnern, davon abgesehen brechen die Foo Fighters aber auch zu neuen Ufern auf. Man entwickelt das Rock/Unplugged-Konzept von In Your Honor weiter, verzahnt kammermusikalische Sanftheiten mit brachialem Rock und experimentiert sogar mit Folk- und Country-Elementen, ohne sich je dabei zu verheben. Eine reife Leistung einer reifen Band! -- Michael Rensen
Kundenrezensionen zu 'Echoes, Silence, Patience & Grace'
Grundsolide (26. Juli 2008)
Nach dem für mich enttäuschenden "In Your Honor" war ich natürlich gespannt, wie es mit den Foo Fighters weitergehen sollte.Die Vorabsingle "The Pretender" schlug natürlich granatenmäßig ein u. hat sich gleich nach dem ersten Hören in die Top3 meiner Lieblingssongs dieser Band gespielt.
Klar, wer die Foo Fighters schon länger hört, konnte sich denken, daß der Lautstärkepegel nicht auf ähnlichem Level bleiben wird, so sind die schnellen, lauten Songs seit dem '99er Album "There Is Nothing Left To Loose" ja schon eher in der Unterzahl.
Die Foo Fighters sind bekannt für ihre krachigeren Stücke ("All My Life", "Breakout", "Everlong",...)- man muß sich hier ja nur die Singleauskopplungen seit '95 ansehen - aber schaffen es auch zu meist, mit ihren ruhigen Nummern zu glänzen (z.B. "Next Year", "Walking After You").
"Echoes, Silence, Patience & Grace" würde ich am ehesten in Richtung Stadionrock stecken - ein Begriff, in meinen Augen eher negativ behaftet ist (man denke nur an Nickelback od. 3 Doors Down), aber sie kriegen die Kurve, da sich ein Teil der ruhigeren Songs entfaltet u. man immer wieder durch schöne Crescendi bei Laune gehalten wird. Es ist die gelungene Fortführung von "In Your Honor, nur zwei Klassen besser.
"The Pretender" kann auf diesem Album natürlich nichts toppen, aber Songs wie "Let It Die, "Come Alive", "But, Honestly" sind fast auf Augenhöhe. Diese drei gehören zu den Titeln, die sich von Minute zu Minute steigern, nicht nur, was die Lautstärke angeht.
Daß auch die leiseren Töne überzeugen, dafür steht das gelungene "Home".
Die Foo Fighters sind reifer geworden u. bieten hier auf "Echoes, Silence, Patience & Grace" ein solides Rockalbum, das aufgrund von Songs wie "The Pretender" oder "Come Alive" aus der Masse an chartskompatiblen Rockbands heraussticht.
Wie auf jedem Album seit "The Colour And The Shape" gibt es natürlich auch Ausfälle, wie "Cheer Up, Boys (Your Make Up Is Running)" oder "Summers End", die einfach zu durchschnittlich klingen, um sie nochmal hören zu wollen.
Auch das instrumentale, akustisch-hillbillymäßige "Ballad Of The Beaconsfield Miners" wird seinen Platz nur auf's Album gefunden haben, weil eine ernste Geschichte dahinter steckt (Minenunglück in Australien).
Wer auf ein zweites "The Colour And The Shape" hofft oder glaubt, "The Pretender" würde die Quintessenz der Scheibe sein, dem möchte ich vom Kauf abraten.
Alle anderen, die den Alben nach 1997 positiv gegenübergestanden haben, können bedenkenlos zugreifen, denn tolle Songs gibt es auch diesmal.
Da kann man dann auch über die schlechteste Singleauskopplung der FF-Geschichte ("Long Road To Ruin") hinwegsehen.
The Fuh is back. (23. Juli 2008)
Manche nennen das Album eine "mittlere Sensation". Es soll so vital und ideenreich wie lange nicht klingen. Sicherlich hat Dave Grohl nicht nur die Dance-Sounds aus den End-Achtzigern kopiert, sondern bei diesen Tracks auch ein paar eigene Ideen eingebracht. Aber ist diese Mischung dann unwiderstehlich und garantiert durchtanzte Nächte? Vielleicht, aber nur für Leute, die heute noch nach dem Stil von vor 15 bis 20 Jahren tanzen. Diese Leute müssten aber mittlerweile um die 40 sein, und ich denke, da gibt es kaum einen, der in dem Alter noch Nächte in Clubs durchravt. Find ich super!Super CD (16. Juli 2008)
Wer die Foo Fighters kennt, denkt eher an grobere Musik, aber diese Cd ist anders wie die anderen. Viel ruhiger, aber nicht faad! Jedes Lied ist für sich einzigartig und hat eine besondere Melodie mit Ohrwurmqualität!Wirklich ein sehr gutes Album!




