Il Progetto Vivaldi

Verkaufsrang: 7 (Musik)
Artist: Sol Gabetta
Audio CD
EAN: 0886971316926
Anzahl Medien: 1
Verlag: Scl (Sony BMG)
UPC: 886971316926
von: Sol Gabetta (Künstler), Antonio Vivaldi (Komponist)
Preis: EUR 12,57

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Kundenrezensionen zu 'Il Progetto Vivaldi'

Junges Talent (3. Juli 2008)

Habe Sols CD zwar noch nicht gehört, sie aber live im Konzert erlebt - eine junge Ausnahmekünstlerin, die sich sicherlich einen Platz an der Weltspitze erobern kann und wird. Mit Elan, Temperament und einem fantastischen Ton - und auch optisch gibt die -fast schon magere- Künstlerin viel her ;-) .

"Alles drin ..." (6. März 2008)

Es ist wirklich "alles drin", was Vivaldis Barock-Musik so unverwechselbar macht: Vitale Lebensfreude, Besinnlichkeit, Melancholie, sakraler Charakter, Hoffnung, Wandel, Erlösung, Dankbarkeit, Fröhlichkeit - kurz alles, was dieser Musik und ihrer Epoche entspricht. Die ganz wunderbar aufspielenden SONATORI DE LA GIOIOSA MARCA (Violinen, Viola, Violoncello, Gambe, Laute und Cembalo - Original-Instrumente der Zeit) schenken SOL GABETTA einen würdigen Klang-Rahmen, die wunderbare Solistin bedankt sich mit ihrem frischen, fröhlichen, getragenen, sensiblen und klanglich reich illustrierten barocken Cello-Spiel auf dem Guadagnini-Cello von 1759, hier mit Darmsaiten bespannt, am idealen Spielort, der Kirche SAN VIGILIO / Col San Martino (Treviso). Sie haben sich gefunden, die seit 2 Jahrzehnten als Spezialisten für "Alte Musik" geschätzten Sonatori und die seit 2004 international erfolgreiche junge Cellistin. Was hat sie zusammengeführt? Die Art zu musizieren, da ist alles drin: Alte Instrumente, Darmsaiten, Barockbogen, Barock-Musiker von höchstem Rang, die bezaubernde, grandiose Cello-Virtuosin, die ewig junge, alte Musik des großen Vivaldi ... ist es dem Label SonyBMG zu verdenken, dass bei soviel Qualität auch excellentes Marketing und PR seine Beiträge zu aller Erfolg spendet?! Vergessen wir aber nicht: Es sind vor allem die Interpreten, die uns mit vitalem Spiel, mit ihrer Leidenschaft für diese historisch-romantische Aufführungspraxis faszinieren! Diese excellente CD-Produktion IL PROGETTO VIVALDI höre ich mir niemals über.

Stimmt alles ! (3. Januar 2008)

Perfektes Marketing. Junge Cellistin, angenehmes Programm, grossartiges Orchester. Da kann man ins Schwärmen geraten.
Aber:

Raritäten werden hier nicht eingespielt. Die Cello-Konzerte von Vivaldi sind im Repertoire gut vertreten. In teilweise grossartigen Aufnahmen.

Ofra Harnoy hat vor längerer Zeit auch schon das angenehme out-Fit dazu geliefert,in ihrer Aufnahme der Vivaldi-Cello-Konzerte.

Und wenn ich an Spielweise in historischer Manier mit Darmsaiten denke, fällt mir die relativ neue Aufnahme mit Christophe Coin und den giardini harmonici ein, die musikalisch in keiner Weise hinter dieser mit Sol Gabetta zurücksteht, aber eben nicht so gut vermarktbar ist, dass bei ihrem Erscheinungen diverse Berichte in Kultursendungen dazu erscheinen. Vielleicht nicht so gut bebilderbar ?

Für den Klassikfreund ist diese Aufnahme der Cellokonzerte sehr gut anhörbar, aber keinesfalls konkurrenzlos gut. Die Konkurrenz ist da, auch wenn sie nicht so gut sichtbar ist.

Romantisch - na und? (1. Januar 2008)

Dass Sol Gabetta sich nach Tschaikowsky für ihre zweite CD Cellokonzerte von Vivaldi ausgesucht hat, zeugt von stilistischer Repertoirevielfalt. Dazu muss man wissen, dass die junge Argentinierin mit französisch-russischen Eltern in den Konzertsälen derzeit mit Schostakowitschs 2. Konzert zu hören ist.

Um einen warmen, vollen Ton hinzubekommen, hat Sol Gabetta ihr Guadagnini-Cello aus dem Jahre 1759 mit Darmseiten bezogen und einen Barockbogen zur Hand genommen. Besonders bei dem für Violoncello transkribierten 4. Konzert aus den "Vier Jahreszeiten" mit dem Titel "Der Winter" kommt man ins Grübeln, ob nicht dieser dunkle, melancholische Violoncelloton von Hause aus besser zu dieser Jahreszeit passt. Eine solche Interpretation dieses Vivaldi-Hits hört man nicht alle Tage!

Puristen mögen sich darüber streiten, ob man - wie Sol Gabetta - Barockmusik romantisch interpretieren kann oder nicht, ob Vivaldi die Technik des Daumenaufsatzes kannte, wie im Beiheft beschrieben, oder nicht. Dem Hörer kann das egal sein. Die junge Künstlerin brilliert mit ihrer Virtuosität und temporeichem Spiel in den Ecksätzen und kostet die langsamen Mittelsätze aus, ohne süßlichen Kitsch zu verbreiten.

Mit dem preisgekrönten Streichensemble "Sonatori de la Gioiosa Marca", das zu einem Inbegriff für alte Musik auf Originalinstrumenten geworden ist, hat Sol Gabetta den idealen Partner gefunden, der Begleitung und Orchesterpart wohlgewogen ausbalancieren kann. Mit einem Wort: Das Projekt Vivaldi ist gelungen!

Modern präsentierte Barockmusik (11. Dezember 2007)

Ich finde barocke Instrumentalmusik sehr interessant und erdiger bzw. bodenständiger als die teilweise doch sehr übertriebene Klassik im eigentlich Sinn. Vorallem bedeutet das hören von barocker Musik für mich immer auch eine echte Zeitreise zurück in eine völlig andere Zeit. Zudem finde ich alte Instrumente wie das Cembalo äußerst interessant.

Wobei die hier von Sol Gabetta präsentierten Cello-Konzerte sehr schnell und modern gespielt werden. Man kommt nicht umhin in der barocken Komposition - vorallem wie sie hier interpretiert wird - gewisse Paralleln zur heutigen elektronischen Musik zu entdecken. Dadurch das die hier präsentierten Stücke vom Cello begleitet werden kommt der sonst bei der Violine manchmal gefährliche Kitsch nicht auf.

Interessant auch die Cello-Interpretation des Winters aus den 4 Jahreszeiten, sowas hört man nicht alle Tage.

Einzig und allein hinderlich ist für mich persönlich die manchmal stark hörbare Nähe zur Kirchenmusik. Aber das liegt ja leider in der Barockmusik an sich begründet........

dkb.de

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