Verkaufsrang: 1810 (DVD)
Actor: Peter Falk
Actor: Suzanne Pleshette
Actor: Ida Lupino
AspectRatio: 4:3
AudienceRating: Freigegeben ab 12 Jahren
Binding: DVD
Brand: Universal Studios
Director: James Frawley
EAN: 5050582518030
Technische Details: FSK 12
Format: Dolby
Format: HiFi Sound
Format: PAL
Label: Universal/DVD
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: Universal/DVD
NumberOfItems: 3
Verlag: Universal/DVD
RegionCode: 2
Erscheinungsdatum: 25. Oktober 2007
Spielzeit: 606
Studio: Universal/DVD
von: Peter Falk (Hauptdarsteller), Suzanne Pleshette (Hauptdarsteller), Gil Melle (Komponist)
Preis: EUR 16,14
Kundenrezensionen zu 'Columbo - Die komplette sechste und siebte Staffel (3 DVDs)'
Wieder fehlt ein Stückchen (16. Februar 2008)
Bei der Folge "Waffen des Bösen" fehlen ca. 3 Sekunden, als Columbo im Hotelzimmer den Waffenkoffer zeigt: Er zieht eine leere Lade heraus und meint, die Waffe sei schon im Labor. Was soll diese Kürzung?Beim zweiten Mal ziehe ich zwei Punkte ab.
Kritische Bemerkungen an Frank Columbo (20. November 2007)
Anlässlich des Erscheinens meiner Lieblingsfolge der gesamten COLUMBO-Serie auf DVD (MORD A LA CARTE) hier ein paar persönliche, aber kritische Bemerkungen an den Inspektor selbst :damten Serie nicht gegeben.Lieber Frank, Du bist ein Furunkel am Hintern, was sich nur schwer entfernen lässt und ein Blutegel am Bein eines jeden Verdächtigen. Jahrelang ist es Dir gelungen, mich mit Deinen mehr oder minder starken Fällen an den Fernseher zu locken und Dir etwas von meiner Lebenszeit zu widmen. Gegen jeden modischen Trend und gegen jeden Anstand bist Du bei den vornehmsten Leuten in Los Angeles mit Deiner Rostlaube vorgefahren und mit Deinem schäbigen Trenchcoat in die Villen der feinen Gesellschaft hereingelatscht um dieser 'ein Loch in den Bauch' zu fragen.
Immerhin muss der geneigte Krimifreund dabei neidlos anerkennen, wie geschickt Du die Nachteile, die Dir die Natur auferlegt hat, zu Deinem Vorteil nutzt. Deine eh schon kleine Statur noch kleiner machend, schleimst Du Dich mit verachtungswürdiger Unterwürfigkeit zunächst bei den honorigen Verdächtigen ein und gibts zur Ablenkung scheinbar unerschöpfliche Geschichten aus Deiner Familie zum besten. Du weist natürlich genau, dass Du nicht nur in Statur und Gehalt Deinen prominenten Mördern unterlegen bist, sondern meistens auch an Intellekt. Wenn Deine Fälle nicht dem moralischem Grundsatz unterliegen müssten, dass das Gute am Ende immer siegt, würdest Du in realitas sicher häufig bedeppert und erfolglos nach Hause schleichen müssen.
Am Ende einer wichtigen Vernehmung kommt dann meistens die berühmte 180 Grad Drehung im Türrahmen. Du wirfst im Halbprofil Dein prüfendes Glasauge auf den Verdächtigen (oder ist es doch das echte ?), bevor der berühmte Satz kommt : "Ooh Söör/Määm, ich hätte da noch eine Frage - nur fürs Protokoll !". Dabei hast Du während der gesamten Verhöre Dein Opfer bereits wie eine Spinne umgarnt und in einen Kokon von belastenden Aussagen gefesselt, aus dem es nicht wieder herauskommt. Wie oft habe ich den prominenten Tätern, die meistens auch noch sehr plausible Gründe für ihre Verbrechen hatten, gewünscht, dass sie Dir wenigstens diese eine Mal entkommen würden. Aber vergebens. Die zum Teil erbarmungslose Logik (bzw. Unlogik) des Drehbuchs, das Du sicher noch vor Ende des Falles durchgelesen hattest, liess Dich wieder als freundlich-grinsender Sieger den Tatort verlassen.
In Deutschland hattest Du bei Deinen ersten Fällen zudem tatkräftige Unterstützung von Herrn Klaus Schwarzkopf, der Deine rauhe und für unsere Ohren sehr gewöhnungsbedürftige Stimme durch seine sanfte, einschmeichelnde ersetzt hat. Dadurch wurde bei uns Dein arschkriecherischer Umgang mit der örtlichen Prominenz noch mit Verstärkung herübergebracht. Letztendlich gelang es in 'MORD A LA CARTE' nur dem grossartigen Feinschmecker Louis Jourdan, Dir gegenüber die Art von Wertschätzung auszudrücken, die ich auch immer für Dich empfunden habe. Er sagt nach einem gemeinsamen Dinner sinngemäss : "Sie sind ein fähiger Mann, Herr Inspektor. Aber wenn ich ehrlich bin, habe ich Sie von Anfang an nicht gemocht!" Du hast dann milde lächelnd den Kopf zur Seite geneigt und geantwortet : "Komisch Söör, das gleiche wollte ich gerade zu Ihnen sagen !". Eine passendere Konversation hat es in der gesamten Serie nicht gegeben.
Zur Bewertung : Lieber Frank, die Qualität Deiner Serie ist absolut abhängig von einem spannenden und schlüssigen Drehbuch und der jeweiligen Prominenz der Mörder und deren Schauspielkunst. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Fälle der prominenteren Täter (z.B. Laurence Harvey, Eddie Albert, Louis Jordan, Robert Culp, Jack Cassidy, Donald Pleasance) meistens die besseren waren. Ansonsten haben sich über Jahre zuviel unterschiedliche Talente an Drehbuch, Kamera und Regie versucht, um der Serie durchweg eine gute Benotung geben zu können. Etliche Folgen (vor allem die nach 1978) sind m.E. zu konstruiert, zu gespreitzt und teilweise auch schlichtweg unlogisch. Immerhin können wir uns beim Betrachten der DVD über die meistens recht gute Bildqualität erfreuen. Hier setzt Hollywood, auch für TV-Serien, Massstäbe !!
Gute Box mit überwiegend sehr guten Folgen. (1. November 2007)
Vorweg gesagt bietet diese Columbo-Box verglichen mit den vorangegangenen Editionen die größte Dichte an guten Folgen und kann deshalb nur empfohlen werden. Staffel 6 kann man dabei sogar getrost als mittleren Reinfall beschreiben; aber die mit überdurchschnittlich guten Folgen gesegnete Staffel 7 macht das mehr als wett und lässt den Inspector einige seiner besten Fälle lösen.Bei den drei Folgen der schwachen 6. Staffel macht sich nachlassender Einfallsreichtum im entwickeln raffinierter Geschichten noch überdeutlich bemerkbar. Schwache Schurkenrollen und teils beinahe lächerliche Fall-Konstruktionen lassen wenig Freude aufkommen. Dann aber wurde der Produzent gewechselt und Columbo fand mit Staffel 7 zum Schluss der zweiten Ära noch einmal zurück zu alter Klasse. Intelligente Mordpläne, charismatische Schurken und überraschende Auflösungen machen aus jeder Folge einen vollen Erfolg. Meines Erachtens zählen "Alter schützt vor Morden nicht", "Mord per Telefon" und "Waffen des Bösen" zu den cleversten, spannendsten und best gespielten Folgen überhaupt und dürfen bei keinem Columbo-Fan durchs Fahndungsraster nach guter Unterhaltung fallen.
Ein brillanter Höhepunkt zum guten Schluss ist eine Rede Columbos, die sicherlich gewollt wie ein Rückblick und eine Selbstbetrachtung der Figur Columbos ausfällt (freies Zitat): "Nach all den Jahren kann ich sagen dass ich manchmal sogar die Mörder mag, mit denen ich zu tun habe. Nicht für das was sie getan haben, das ganz bestimmt nicht. Aber für das was nett an Ihnen ist, oder intelligent, oder gut. Denn ein bißchen Gutes ist an jedem Menschen - das können Sie einem erfahrenen Polizisten glauben!"
Tja, schade dass nach dieser Staffel in Sachen Columbo lange nichts und dann nichts Gutes mehr kam. Aber immerhin hat man "seinen" Columbo jetzt erst einmal komplett auf DVD und kann sich an den alten Fällen erfreuen wann und sooft man möchte. Alleine, mit der Frau, dem Neffen oder mit Hund.
Die erste Ära ist komplett! Alles wird gut! (29. August 2007)
Er ist der Straßenköter in den Alleen der High Society. Sein verkommenes Auto ist eine Schande für jede Privilegierten-Auffahrt. Und doch freuen sich die ausgefuchsten Mörder am Anfang ,dass dieser Columbo mit dem Fall betraut wurde, denn sie denken: dieser Trottel ist keine Gefahr für mich, Glück gehabt! Der stets leicht verwirrte Mann hat auch im Hochsommer immer einen knüddeligen Regenmantel an. Irgendwo im Mantel steckt neben unbezahlten Rechnungen ein Bleistift, ein Notizbuch, eine neue Zigarre, ein Feuerzeug - aber wo das im Einzelnen alles ist, muss Columbo jedesmal neu durch Absuchen sämtlicher Taschen herausfinden. Was er gewiss nie im Mantel hat, ist eine Schusswaffe. Dafür hat er eine andere scharf geladene Waffe immer bei sich: seinen messerscharfen Verstand. Dank ihm schrumpft die anfängliche Siegesgewissheit der Verbrecher immer von Tag zu Tag, denn jeden Tag taucht der anhängliche Inspektor wieder auf: ihm sind neue Fragen eingefallen und "vielleicht können ja Sie mir da weiterhelfen".So erweist sich Columbo nach und nach als absolute Pest für Mörderinnen und Mörder. Wenn denen der A... auf Grundeis geht, hat die Stunde des kleinen Mannes geschlagen. Gerechtigkeit hat gesiegt. Und Zuschauer hat mitgesiegt.
Nun ist es bald geschafft. Auch die letzten 70er Jahre-Columbo-Goldstücke aus Staffel 7 erscheinen auf DVD und damit geht die Haupt-Schaffensperiode des Inspektors, dem vorm Weggehen immer nochwas einfällt, zu Ende. Dann haben wir endlich die wichtigsten Folgen zu unserer freien Verfügung. Bei Columbo aufs Privatfernsehen angewiesen zu sein, ist bekanntlich ein Elend sondergleichen - da wird man nicht glücklich. In welcher Form die zweite Ära (1989-2003) auf DVD erscheinen wird, weiß ich nicht, denn ab 1991 wurden immer weniger Folgen, ab 1994 sogar nur noch maximal eine pro Jahr produziert.
Aber freuen wir uns erstmal über die 6. und 7. Staffel. Dass diese beiden zusammengefasst werden, überrascht nicht. Wer würde die sechste Staffel dringend brauchen ? Sie ist die kürzeste und schwächste und enthält nicht eine einzige vorzügliche Folge. Aber mit dem Wechsel des Produzenten lief Columbo 1977/78 nochmal zur Höchstform auf. Jeder Fan hat natürlich seine eigene Top Ten, aber drei meiner liebsten Episoden der kompletten Serie finden sich in Staffel 7:
1."Alter schützt vor Morden nicht"(warmherzig und originell,mit atemberaubender Aufklärung!)
2."Mord a la carte"(kulinarisch-geschmackvoll,auf hohem Niveau)
3."Mord per Telefon"(genialer Mordplan,ausgezeichnete Ermittlungsarbeit,amüsant-überzeugendes Ende)
Auf diese Folgen musste ich lange warten; sie runden den erlesenen Krimi-Genuss, den man mit den 45 Folgen der ersten Ära unweigerlich hat, würdig ab.
Ich persönlich gucke Columbo ja rund um die Jahresuhr - und jede Folge hat ihre eigene Jahreszeit zugeordnet bekommen. Die 70minütigen, von Klaus Schwarzkopf synchronisierten Klassiker passen atmosphärisch am besten in den trüben, verregneten Herbst. Da hat man dann den ganzen Tag die Vorfreude auf das gemütliche Leckerli am Abend. Daher kommen Staffel 6 & 7 genau rechtzeitig im Oktober auf den Markt. Ich wünsche Ihnen viel Freude damit.
Ach, eine Kleinigkeit noch: schauen Sie auch ruhig mal Columbo auf englisch. Wenn die Stimmen nicht dauernd wechseln und Kontinuität eintritt...das ist gut für die Seele.
Das lange Warten (21. August 2007)
Dass die sechste und die siebte Staffel von "Columbo" auf einer Edition zusammengefasst sind, hat den schlichten Grund, dass die sechste Staffel gerade mal aus drei Episoden bestand.Die Folgen in Einzelnen:
"Mord im Bistro" Der Schauspieler Ward Fowler (William Shatner) wird von einer Produzentin erpresst, weil sie weiß, dass er im Koreakrieg desertiert ist.
"Bei Einbruch Mord" Ruth Lytton (Joyce van Patten) beschließt ihren Bruder zu töten, weil dieser das unrentable Familienmuseum schließen will.
"Todessymphonie" Um die teuren Ausgaben seiner verwöhnten Frau zu decken, unterschlägt Oliver Brandt (Theodore Bikel) Gelder. Sein Partner kommt dahinter.
"Alter schützt vor Morden nicht" - auch "Rache ist bitter" Die Krimischriftstellerin Abigail Mitchell (Ruth Gordon) tötet Edmund Galvin, weil sie davon überzeugt ist, dass er deren Nichte Phyllis umgebracht hat.
"Mord a la Carte" - auch "Lauter Feinschmecker" Der arrogante Restaurantkritiker Paul Gerard (Louis Jourdan) tötet einen Restaurantbesitzer, weil der seine erpresserischen Machenschaften aufdecken will.
"Mord in eigener Regie" Wegen verschmähter Liebe und eines entgangenen Jobs in der Fernsehbranche tötet Kay Freestone (Trish van Devere) ihren Chef und Geliebten.
"Mord per Telefon" Da der Starpsychologe Eric Mason (Nicol Williamson) dahinter gekommen ist, dass sein Freund und Kollege ein Verhältnis mit seiner verstorbenen Frau hatte, stellt er ihm ein tödliche Falle.
"Waffen des Bösen" Der Schriftsteller Joe Devlin (Clive Revill) unterstützt die irisch-republikanische Armee, mit Waffen beliefert zu werden. Dabei tötet er einen betrügerischen Waffenhändler.
Nach der siebten Staffel sollte ein für allemal Schluss sein mit "Columbo". Das hatte mehrere Gründe: Erstens war die Zeit der Fernsehdetektive abgelaufen, die Soaps drängten mit Macht auf die Bildschirme. Zweitens wurde es immer schwieriger, geeignete Drehbücher zu finden. Das (und wahrscheinlich der Umstand, dass er sich nicht für den Rest seines Lebens auf eine einzige Rolle festlegen wollte) führte dazu, dass Peter Falk endgültig die Nase voll hatte. Es sollte tatsächlich elf Jahre dauern, bis Falk wieder den Trenchcoat überstreifen sollte.
Für die Fans war das eine Katastrophe. Schließlich wurden dem Inspektor auch mal die eine oder andere schwächere Folge verziehen, weil man ihn nun einmal ins Herz geschlossen hatte, getreu nach dem Motto: Besser eine schwache Columbo-Folge als gar keine.
Nun muss man allerdings sagen, dass die sechste und siebte Staffel keine schlechte Folge hatte, höchstens ein paar durchschnittliche. Eine davon war "Bei Einbruch Mord". Das wurde aber dadurch wieder ausgeglichen, dass Columbo hier von einem Trendfriseur eine Frisur verpasst kriegt, mit der er Ähnlichkeit mit seinem Hund bekam. Solche kleinen Zutaten waren es immer, die die Serie so liebenswert machte.
Außerdem sind mindestens drei Folgen zu den stärksten der Serie zu zählen: "Alter schützt vor Morden nicht" (bei der Columbo den ältesten Mörder seiner Karriere verfolgt. Ruth Gordon war zu diesem Zeitpunkt 81 Jahre alt), "Mord a la Carte" und "Mord per Telefon". Bei "Mord a la Carte" spielte übrigens Shera Danese mit, die schon in "Mord im Bistro" eine kleine Rolle als Molly spielte und nach dieser Folge Peter Falks Ehefrau wurde.
Eine der Stärken der Reihe war es, dass Columbo manchmal mit dem jeweiligen Mörder (oder der jeweiligen Mörderin) ein gewisses Mass Sympathie hatte. Bei "Mord a la Carte" war das anders. Vielleicht aufgestachelt durch Louis Jourdans Bemerkung, dass er Columbo respektiert, aber sonst nicht viel für ihn übrig hat, entgegnet er, dass er Jourdans Talent (zum Kochen) bewundert, aber "sonst gar nichts an ihm mag". Und wie das in den besten Folgen üblich ist, wird dann noch eins draufgesetzt. Hier hat Columbo gekocht (und dabei Jourdan als Mörder überführt), also fragt er den Kritiker nach seiner Meinung und der kommt nicht umhin, folgendes zu sagen: "Ich wünschte, sie wären Koch geworden".
Zum Schluss der letzten Folge spricht Columbo dann einen Satz, der während der ganzen Folge immer wieder vorkommt, und der irgendwie passend für das Ende war: "Wo wir so weit gekommen sind...so weit und nicht weiter".
Dann zog Peter Falk den Mantel aus und das lange Warten begann...




