Verkaufsrang: 7583 (DVD)
Actor: Beppo Brem
AspectRatio: 4:3
AudienceRating: Freigegeben ab 12 Jahren
Binding: DVD
EAN: 4028032071368
Format: Dolby
Format: HiFi Sound
Format: PAL
Label: Polar Film + Medien GmbH
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: Polar Film + Medien GmbH
NumberOfItems: 2
Verlag: Polar Film + Medien GmbH
RegionCode: 0
Erscheinungsdatum: 22. August 2007
Spielzeit: 86
Studio: Polar Film + Medien GmbH
TheatricalReleaseDate: 1937
von: Beppo Brem (Hauptdarsteller)
Preis: EUR 12,45
Kundenrezensionen zu 'Stoßtrupp 1917 (2 DVDs)'
Der Feind bleibt Mensch (9. Oktober 2008)
Der Film hat es geschafft, in einer Zeit des starken Nationalempfindens den Feind, engländer und Franzosen als Mensch darzustellen. Am Ende des Films gibt es sogar eine Friedensbotschaft. Den Film sollte man mit abgelegter Nazischeuklappe begutachten und es mit den Normen der damaligen Zeit betrachten. Naziglorifizierung oder Nazijargon kann ich dem Film nicht entnehmen.Jede Nation hat ihre Soldatenfilme, nur wir Deutschen machen uns noch immer Probleme damit.
Die Bonus-CD beweist mit den beiden Originalfilmen des 1. WK die Authenzität.
Zu einem Detail: in einer Szene wird ein Franzose, der sich ebreits ergeben hat, von einer Kugel getroffen. Hier hat etwa nicht der böse Deutsche mit Absicht geschossen, sondern lediglich eine verirrte Kugel hat den offen auf dem Schlachtfeld Gehenden erwischt.
Bumm, Krach, Peng (23. September 2008)
Stosstrupp 1917 ist ein Film, der seiner Zeit weit voraus war und die Action-Filme der 80er Jahre vorwegnahm: viel Geballer, wenig Handlung und dürftige Dialoge. Die Schlachtszenen selber sind für die damaligen deutschen Verhältnisse allerdings recht gut gemacht und können überzeugen. Aber allerspätestens nach einer Stunde hat man genug davon und sehnt sich nach ein wenig Handlung.Die Bild- und Tonqualität kann natürlich nicht berauschend sein, ob der Geschichte dieses Films. Aber an etlichen Stellen ist es schlichtweg unmöglich, etwas zu verstehen. Erschwerend kommt hinzu, dass die meisten Dialoge auf Bayrisch geführt werden. Da wären Untertitel auf Hochdeutsch durchaus hilfreich.
Aus zeitgeschichtlicher Sicht (frühe 30er Jahre) ist der Film allerdings recht interessant, da man anhand vieler Details innerhalb der "Handlung" sehr deutlich den damaligen Zeitgeist erkennt. Wer sich also mehr für das frühe 3. Reich als für den 1. Weltkrieg interessiert, der sollte sich "Stosstrupp 1917" ruhig mal zu Gemüte führen.
Nicht ganz zeitgemäß - aus heutiger Sicht. (10. April 2008)
Für die damaligen filmischen Möglichkeiten ist der Film gar nicht so schlecht. Die Kampf-, und Frontszenen, die Angriffe und der Beschuss sind gut gemacht.Damals, also 1934, wurde dieser Film natürlich mit dem Hintergedanken produziert, die Schmach von Versaille und die Leiden der Soldaten im Ersten Weltkrieg heroisch darzustellen.
Propaganda wird hier so dilettantisch eingesetzt, dass diese viel zu offensichtlich ist.
Der Film ist unterhaltsam und versucht nahezubringen, wie grausam die Stellungskriege im Ersten Weltkrieg waren.
Insgesamt ein annehmbarer Film, wenn man das Alter und die Mittel bedenkt.
Nach dem "Start" im Hauptmenü, beginnt der Film mit einleitenden Texttafeln, auf denen steht, dass dieser Film zur NS-Zeit entstand und auch der Drehbuchautor ein bekennendes NSDAP Mitglied war.
Der Film wurde video-, sowie audiotechnisch digital überarbeitet, was man auch eindeutig sieht - zum Glück - bei so einem alten Schinken bleiben Drop Outs und Kratzer im Bild meist nicht aus!
Die Bonus DVD besticht durch die Vielzahl von Interviews einiger Zeitzeugen des Ersten Weltkriegs! Sehr, sehr interessant.
FAZIT: Kaufempfehlung für Filmfreude alter Filme - "Band of brothers" kann darf man nicht erwarten...
Kein Soldat Ryan! Und auch kein Brief aus Iwo Jima! (10. Dezember 2007)
Anscheinend befassen sich meine Vorrezensenten mit dem Thema Krieg nur überHollywood-Filme, deshalb möchte ich hier mal einige Aussagen etwas korrigieren.
Wer den Film "Im Westen nichts neues" aus den 30er Jahren gesehen hat, sollte
eigentlich wissen was damals technisch an Kampfszenen machbar war.
Insofern bin ich von der Darstellung der Kampfszenen in diesem Film im Großen
und Ganz sehr angetan. Wenn man dann noch sieht wie die Pyrotechniker die
Darsteller mit schubkarrenweise Dreck überschütten kann einem vom Zuschaun
Angst und Bange werden. Für die Schauspieler waren diese Szenen sicherlich
nicht ungefährlich! Gefährlicher als heute sicherlich auch.
Dass es damals nicht möglich war ein Trommelfeuer korrekt nachzustellen sei
deshalb verziehen, auch dass einer 1-2mal seinen Kolben nur hebt und dem
Franzosen nicht ins Genick drischt auch.
Aber manche brauchen wohl kübelweise Blut und abgerissene Gliedmaßen um
einen Kriegsfilm als Kriegsfilm zu akzeptieren.
Von dieser Seite aus wird man hier wohl eher nicht bedient.
Gleich zu Beginn bekommt man einen ersten Eindruck wie
im Unterstand die Einteilung des Trupps, z.B. in "Weitwerfer" und "Kurzwerfer"
vonstatten ging (es sind Handgranatenwerfer gemeint). Die Abgabe sämtlicher
persönlicher Gegenstände und Truppenausweise wird auch erwähnt, kannte ich
bisher nur aus Büchern. Die Vorbereitung des Stosstruppunternehmens bricht
an dieser Stelle ab (normalerweise wurden vorher noch Übungen angesetzt,
kann man in Jüngers "In Stahlgewittern" alles sehr genau nachlesen).
Man bekommt dargestellt wie zuerst einzelne mit Drahtscheren, danach mit
einer gestreckten Ladung vorgehen um den feindlichen Stacheldrahtverhau zu
zerstören, dann rücken die andern nach. Der Graben wird aufgerollt, Unterstände
gesprengt, ein Franzose gefangengenommen, dann wird zurückgezogen.
Alles in allem eine korrekte und vollständige Darstellung eines Stosstrupp-
unternehmens wie ich es so bisher noch in keinem Film gesehen habe.
Später im Unterstand, Trommelfeuer, tagelang, ohne Wasser- und Lebensmittelversorgung.
Bis einer sogar anfängt die stinkende Brühe, in der alle bis über die Knöchel
stehn, zu trinken.
Also wenn das keine historisch korrekte Darstellung ist weiß ich auch nicht mehr weiter.
Die Darstellung der sumpfigen Trichterlandschaft Flanderns, häufig in der
Totalen aufgenommen, und die Bunkerkämpfe finde ich auch sehr gut dargestellt.
Von der technischen Machbarkeit 1934 aus gesehen zumindest.
Der rote Faden dieses Films ist der Krieg selbst und wie sich ein kleines
Häuflein Bayerischer Soldaten darin zurechtfinden muss, von einer Front zur
nächsten gekarrt (Flandern, Cambrai, etc.) und alles mit einer
Schicksalsergebenheit und Wurstigkeit hinnimmt und versucht am Leben zu
bleiben. Und nebenbei auch noch drastisch zusammenschmilzt.
Bild und Ton sind nunmal nicht erste Sahne, nicht verwunderlich, nach 1945
war der Antikriegstenor in diesem Film wohl nicht heftig genug um bewahrungswürdig
zu sein. Aber irgendwelches falsches Heldentum findet man hier auch nicht,
das ist definitiv kein Durchhaltefilm.
Auch manche schauspielerische Leistung, v.a. in den Nebenrollen, mag heute
furchtbar anzusehen sein, aber man schaue sich doch sonstige Filme aus dieser
Zeit an, da wurde immer alles irgendwie versucht erhaben und überzeichnet
darzustellen.
Manko an diesem Film: da muss ich zugeben dass das bayerische Idiom gepaart
mit der schlechten Tonqualität nicht gerade einfach zu verstehen ist, auch
nicht für mich als Süddeutschen.
Aber dann spul ich halt zurück oder schau einfach nur zu, das Bildmaterial
erklärt sich eh von selbst wenn man sich mit dem Thema etwas genauer
beschäftigt.
Und einen Film abzuwerten nur aufgrund der "braunen Vergangenheit" eines
Darstellers einer Hauptrolle, naja, da muss man ja wohl nichts weiter zu
sagen.





