The World Is Yours

Verkaufsrang: 59888 (Musik)
Artist: Ian Brown
Audio CD
EAN: 0602517420298
ListPrice:
Anzahl Medien: 1
Verlag: Polydor (Universal)
UPC: 602517420298
Preis: EUR 5,99

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WORLD IS YOURS

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Kundenrezensionen zu 'The World Is Yours'

Einsame Klasse (18. November 2008)

Bis vor wenigen Wochen war mir der Name Ian Brown völlig unbekannt. Dann erzählte mir mein bester Freund, dass er Browns letztes Konzert in Hamburg erlebt habe und davon ziemlich begeistert gewesen sei. Und er drückte mir die CD THE WORLD IS YOURS mit der Behauptung in die Hand, dass sie mir ganz sicherlich gefallen werde.

Inzwischen weiß ich, dass Ian Brown Sänger von The Stone Roses war, einer englischen Band der semi-legendären Manchester-Szene der späten 80er-Jahre. Die Gruppe veröffentlichte 1989 und 1994 zwei Studioalben, von denen zumindest das erste bis heute einen hervorragenden Ruf genießt. Der einzige mir bekannte Song der Stone Roses ("Fool's Gold"), den ich auf irgend einem Britpop-Sampler habe, ist allerdings dermaßen unspektakulär, dass ich ihn schon während des Anhörens wieder vergessen hatte.

Ganz anders hingegen dieses Album! Bereits von den ersten Tönen an hatte ich mich schwer in das wunderbare Eröffnungsstück "The World Is Yours" verknallt. Das wiederkehrende orchestrale Hauptthema erinnerte mich sofort an irgend etwas aus meiner fernen musikalischen Vergangenheit. Ein Rezensent schreibt von Ähnlichkeiten mit dem Soul-Pop von Bill Withers. Ja, kommt durchaus hin. Aber das war es für mich noch nicht ganz.

Und dann kam mir plötzlich die Erleuchtung: Es war im Frühjahr 1973, ich war 14 Jahre alt, als im Radio des öfteren ein schöner Song namens "Brother Louie" von Hot Chocolate gespielt wurde; die Geschichte einer Liebe zwischen Schwarz und Weiß, die von den Eltern der beiden Kids mit allen Mitteln verhindert werden sollte.

Sowohl "Brother Louie" als auch die fast ebenbürtige Nachfolgesingle "Rumours" vom selben Jahr hatten Streicherthemen, die eine starke Ähnlichkeit mit dem von Ian Brown in "The World Is Yours" besaßen. Kurz zurück gerechnet: Brown wurde 1963 geboren, so dass die eben erwähnten Hot-Chocolate-Songs durchaus zu seinen bewussten oder unbewussten musikalischen Kindheitserinnerungen gehören könnten.

Die Hot-Chocolate-Platten erschienen damals auf RAK Records. Teile von Ian Browns Album wurden in den RAK-Studios in London aufgenommen. Zufall oder nicht? Der Leadsänger und Songschreiber von Hot Chocolate hieß übrigens Errol Brown (das allerdings ist nun wohl wirklich reiner Zufall!).

Die Streicher ziehen sich in immer neuen Variationen durch alle Songs seines Albums, ehe Brown dann mit "The World Is Yours (Reprise)" den Kreis schließt und den Hörer in einer glücklich schwebenden Stimmung und mit dem Wunsch zurück lässt, die ganze Scheibe gleich noch einmal von vorne zu hören.

Wenn man Titel wie "On Track", "Sister Rose", "Eternal Flame", "Feeding of the 5000", "Some Folks Are Hollow" oder die von Trauer durchzogene Anklage "Illegal Attacks" (mit Sinead O'Connor) ein paar Mal gehört hat, wird man sie einfach nicht wieder los. Doch eigentlich sollte man diese 45 Minuten stets als hoch eingängiges Gesamtkunstwerk genießen.

Aus der anfänglichen Verknalltheit in den Titelsong ist bei mir in kürzester Zeit eine echte Liebe zu der gesamten Platte geworden. Und inzwischen habe ich mir die CD natürlich auch selber gekauft. Ist doch absolute Ehrensache!

Das Cover mit seiner schlichten, aber ausdrucksstarken Schwarz-Weiß-Gestaltung, finde ich übrigens ebenfalls absolut küntlerisch wertvoll.

'As a young boy daddy used to to tell me stories / Do your thing my son, the world is yours / The winds of fury will lead to the paths of glory / Take it in your stride my son, the world is yours'. Wer wünschte sich nicht, er hätte als Junge einen solchen Vater gehabt!

Langer Rede kurzer Sinn: Ich liebe dieses Album.

Langweilig (27. Juli 2008)

Meisterwerk? Nee, es kommt totale Langeweile auf. Die Melodiestruktur des ersten Stückes zieht sich über die gesamte CD. Klingt wie eine XXL-Maxi-CD. Und dieser stoische Gesang: Ebenso langweilig. Von Harmonien keine Spur.

Schön wärs... (5. Februar 2008)

Beim ersten Anspielen mußte ich spontan an Bill Withers denken - und was die unaufgeregte Musikalität angeht, haben die beiden wirklich viel gemeinsam. Die Platte bleibt rhythmisch makellos und läßt sich fantastisch hören. Ein modernes Lovely Day/Harlem feeling, mit durchaus (gesellschafts-)kritischen Passagen, die sich im schönen Soundgewand verstecken.
The world is yours. Schön wärs... Das bringt er einfach gut in seiner ganzen Ambivalenz rüber, und die Tendenz ergibt sich letztlich für jeden Hörer aus seiner eigenen Stimmung.
Solides Album vom Routinier, das ich gern höre. Nicht mehr und nicht weniger.

Grandios gescheitert (9. Januar 2008)

Bei den Engländern genießt der ehemalige Stone Roses-Sänger Kultstatus. Das aber mehr wegen seiner früheren Verdienste als wegen seiner zwar guten, aber nicht umwerfenden Solo-Alben.

Der alte Godfather des Rave (ohne Stone Roses kein Arctic Monkeys bzw. Oasis - nun ja) dimmt auf seinem fünften Solo-Album den Speed auf Midtempo und so pluckert das Album unaufgeregt vor sich hin. Da fällt auch die Gästeliste mit Steve Jones, Paul Ryder oder Sinead O`Connor in keiner Weise ins Gewicht. Vielmehr erscheint uns die Melodie des ersten Songs in verschiedenen Varianten im Verlaufe dieses Albums wieder. Man kann ja seinen eigenen Stil pflegen - aber so plakativ Lustlosigkeit demonstrieren muss nicht sein.

Fans werden dieses Album lieben - denn auch wenn er musikalisch in Resteuropa kaum in Erscheinung tritt - ein paar Fans außerhalb Englands finden ihn noch immer cool. Aber dieses Album ist so aufregend wie die Wiedervereinigung der Happy Mondays (grandios gescheitert).

Musikalische Genialität eines unbekannten Künstlers (2. Oktober 2007)

Ian Brown, ehemals Frontsänger der Stone Roses begibt sich auf seinem offiziell 5. Album (außerdem 1 Greatest Hits und 1 Remix Album) auf musikalisch neue Fährten. In Deutschland ist er dennoch unbekannt. Seine Musik ist weder im Radio zu hören, noch sind seine Videos im TV oft zu sehen.
Seit Jahren experimentiert Brown mit Musik in allen Richtungen, sei es Pop, Rock, Indie, Alternative, Dance...Die Mischung machts und lässt sich so auch nicht eindeutig definieren.
Dennoch sollte man immer vorher kurz reinhören, denn Ian Brown ist und bleibt Geschmackssache.

Mit "The World is yours" hat Ian Brown, meiner Meinung nach, sein bisher bestes Album aufgenommen. Es nimmt sofort mit dem gleichnamigen Anfangsstück einen in seinen Bann. Diese Melodie zieht sich dann wie ein roter Faden durch alle 11 (12 UK Version) Songs, ohne je eintönig zu klingen.

Besonders "Street children" und "Some folks are hollow" klingen so atmosphärisch, dass man die Melodie nicht mehr so schnell aus den Ohren bekommt.

Auch das einmalige Duett "Illegal attacks" mit Sinead OConnor zeigt die Vielfalt in seinen Tracks. Dennoch spiegelt dieser Song (erste Single-Auskopplung) nicht die gesamte Bandbreite des Albums wider.

Wer also mutig ist und mal was neues hören möchte, was sich von anderen "Einton-Pop" (radiotaugliche Wiederholungsmusik) abhebt, sollte sich dieses Meisterwerk zulegen.

Vielleicht wird Ian Brown irgendwann auch die Anerkennung in Deutschland bekommen, schließlich hat uns England diesen Ausnahmekünstler schon seit fast zehn Jahren (DebutAlbum 1998) erfolgreich voraus.

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