Verkaufsrang: 16760 (DVD)
Actor: Leonardo DiCaprio
Actor: Daniel Day-Lewis
Actor: Cameron Diaz
AspectRatio: 16:9
AudienceRating: Freigegeben ab 16 Jahren
Binding: DVD
Brand: Splendid
Director: Martin Scorsese
EAN: 4013549470322
Technische Details: FSK 16
Format: Dolby
Format: DTS
Format: PAL
Format: Surround Sound
Label: Splendid Entertainment/WVG
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: Splendid Entertainment/WVG
NumberOfItems: 2
Verlag: Splendid Entertainment/WVG
RegionCode: 2
Erscheinungsdatum: 26. Oktober 2007
Spielzeit: 160
Studio: Splendid Entertainment/WVG
TheatricalReleaseDate: 22. September 2003
von: Leonardo DiCaprio (Hauptdarsteller), Daniel Day-Lewis (Hauptdarsteller), Howard Shore (Komponist)
Preis: EUR 5,93
Kundenrezensionen zu 'Gangs of New York (Steel-Edition, 2 DVDs)'
Die Geburt einer Nation (1. Oktober 2008)
Aus zeitlicher Distanz würde ich den Film anders beurteilen, als zu seinem Erscheinen vor 4/5 Jahren.Dabei habe ich in dieser ersten Einschätzung doch übersehen, was für ein brilliantes, geschlossenes Werk "Gangs of New York" wirklich ist, vorausgesetzt man vergisst für kurze Zeit den Scorsese der grandiosen Mafiafilme und Boxerbiographien und lässt sich auf ein üppiges, ausuferndes Historienepos ein.
Der Film erzählt in gewaltigen Bildern die Entstehung der Metropole New York City, eine Geschichte der Bandenkriege in der Stadt um 1860 bis hin zum historischen Gemetzel "Draft Riots", die Rebellion der armen Bevölkerung gegen die Zwangsrekrutierung für den Bürgerkrieg, bei dem sich die Upperclass mit 300 Dollar davon freikaufen konnte.
Dem Betrachter bietet der Film eine wahrhaft geniale Kulisse des damaligen New Yorks, alles detailgetreu von den Gebäuden bis zu den Kostümen. Da kommt wahrlich schon eine Versessenheit wie bei Visconti ans Licht. Eingebettet in diese historische Umgebung ist die Rachegeschichte von Amsterdam (di Caprio) an dem Mörder seines Vaters. Dieser Mörder Bill Cutting "The Butcher" wird gespielt von einem grandios agierenden Daniel Day Lewis. Hört sich alles konventionell an, die Umsetzung ist aber dank beider Schauspieler eine regelrechte Meisterleistung, denn "Gut" und "Böse" lösen sich auf und verschmelzen sogar teilweise. So hegen beide durchaus neben dem unbändigen Hass eine Art Zuneigung zueinander, die den ganzen Stoff dann wirklich zu einem grandiosen Meisterwerk werden lassen.
Der Film war zwar ein Blockbuster, trotzdem hatte er gleich danach durch eine grosse Enttäuschung des Mainstreampublikums mit herben Kritiken zu kämpfen, die ihm sehr spontan das Attribut des Flops einbrachten.
So blieb ihm dann auch der Oscarregen versagt, trotz einer Vielzahl von Nominierungen.
Ich müsste mich schwer täuschen, aber ich denke dieser Fílm wird wie beispielsweise "Heavens Gate" von Cimino auch erst Jahre später sehr wohl noch die grosse künstlerische Akzeptanz erhalten, die er zweifelsohne verdient.
Scorsese hat ein reifes Werk geschaffen, dass den amerikanischen Traum mit den Fleischermessern des Butchers zerstückelt, am Ende stehen die Gräber und zeigt uns die Skyline Manhattans in diversen zeitlichen Abständen, die Nation wurde geboren und hat sich immer wieder entwickelt.
Der Film dauert 160 Minuten und es ist einer dieser Film, bei dem ich mir jetzt richtig wünsche, dass dieser Directors Cut mit noch längerer Laufzeit endlich veröffentlicht wird. Und hoffentlich zuerst im kino, denn diese grossen Bilder brauchen die grosse Leinwand, für die heimische Glotze ist der Film zu gross.
Einer der besten 10 Filme dieses Jahrzehnts.
Sehr hintergründiges Werk (8. Juni 2008)
Eines vorweg: ich bewerte nur die englische Fassung, da ich mir Filme nur in Englisch anschaue. Ich kann also nichts über die Synchronisation sagen.Der Film ist super. O.K., die Gewaltszenen sind vorhanden, aber auch nötig um dem Film dieses Flair zu geben. Je öfter man den Film anschaut, desto mehr fallem einen Details auf. Parallelen zwischen den Personen. Es ist ein bildgewaltiges Meisterwerk das eine Zeit zeigt, die auf dem Weg zu ihrem Ende ist.
Es ist kein Film für den schnellen Fernsehgenuss, dafür wäre er zu schade. Aber wer sich auf das Thema einlässt und sich die Mühe macht auf die Details zu achten - z.B. die Sprache der Darsteller als Instrument der Abgrenzung - wird bestimmt von der Tiefsinnigkeit beeindruckt sein. Er ist einfach nur toll. Sicher keine leichte Kost - aber für Film-Fast-Food wäre dieses Material auch viel zu schade.
Gangs of New York (19. Mai 2008)
Gangs of New York,Im Jahr 1846 herrscht ein erbitterter Bandenkrieg in den Five Points, einem Viertel im Süden von Manhattan. Bill Cutting, auch The Butcher" (der Metzger) genannt, der Anführer der Natives (Einheimische), ermordet Priest" Vallon, den Führer der irischstämmigen Bevölkerung, die sich zu einer Bande zusammengeschlossen hat, den Dead Rabbits (von Irisch: Dead Ráibéad, sehr gefürchtete Männer), und bringt dessen kleinen Sohn in ein Waisenhaus. Sechzehn Jahre später kehrt Amsterdam Vallon in die Five Points zurück, um Rache am Mörder seines Vaters zu nehmen. Dort stehen sich die Einheimischen und die irischen Einwanderer immer noch feindselig gegenüber. Bill Cutting regiert das Viertel wie ein König. Vallon beschließt, die Reihen seines Feindes unerkannt zu unterwandern und schließt sich "Bill The Butcher" an, der ihn in sein Herz schließt, bis es schließlich während der Draft Riots, den bürgerkriegsähnlichen Unruhen des Jahres 1863, zum großen Finale kommt.
Überfrachtet ! (27. Februar 2008)
"Gangs of New York" - 30 Jahre von Martin Scorsese geplant, größtenteils bereits 2 Jahren vor Veröffentlichung fertig, aber aufgrund der sich plötzlich verändernden Skyline des Big Apples, diverser Nachdrehs und künstlerischer Differenzen zwischen Produzent Harvey Weinstein und Scorsese ständig verschoben.Die Story:
New York im Jahre 1846. Anarchie und Elend auf den Straßen, Einwanderer kommen zu Tausenden, Banden prügeln sich um die Vorherrschaft in den Straßen. So auch im Armenviertel "Five Points", wo sich die "Dead Rabbits" und die "Natives" gegen überstehen. In einer brutalen Schlacht werden die "Dead Rabbits" vernichtet und ihr Anführer "Priest" Vallon (Liam Neeson) von Bill "The Butcher" Cutting (Daniel Day-Lewis) erstochen. Vallons Sohn Amsterdam (Leonardo DiCaprio) ist Augenzeuge des Mordes und schwört Rache. Erst 16 Jahre später erhält er die Gelegenheit.
Es könnte ein so schöner "Ein Mann sieht rot"-Film in historischem Gewand sein, sämtliche Voraussetzungen sind da:
Eine opulente Ausstattung (fast gänzlich wurde auf digitale Bauten verzichtet), stimmige Musik, perfekt eingesetzte Schauspieler und Daniel Day-Lewis in Höchstform. Er ist das personifizierte Böse. Mit einer unglaublichen Präsenz und Wucht ist er Mittelpunkt jeder Szene.
Leider beschränkt sich der Film nicht auf das mögliche Testoron-Duell zwischen Day-Lewis und DiCaprio.
Er möchte zugleich auch noch eine kleine Liebesgeschichte erzählen, den amerikanischen Bürgerkrieg und seine Begleiterscheinungen aufarbeiten und ein Porträt der damaligen amerikanischen Gesellschaft zeichnen.
Dafür reichen die 166 Filmminuten jedoch nicht aus, es ist keine konsequente Erzählstruktur zu erkennen, vor allem der Mittelteil wirkt merkwürdig lahm und teilweise konfus.
Um die Vendetta-Story vernünftig in den historischen Kontext einbinden zu können, müsste der Film wesentlich länger sein und man merkt deutlich, dass Scorseses ursprüngliche Fassung auch weitaus detaillierter war.
Die offenbar von Harvey Weinstein zu verantwortenden Kürzungen sind Gift für die ambitionierte Grundidee Scorseses. Sie sind aber auch nicht konsequent genug, lassen von jedem Erzählstrang ein wenig stehen und richten so den Focus nicht auf das Duell Day-Lewis-DiCaprio, wodurch insbesondere DiCaprio gänzlich die Möglichkeit genommen wird schauspielerisch zu glänzen. Und was der lächerliche Schluss soll, wird wohl auf ewig das Geheimnis Weinsteins bleiben.
Unterschätztes, bildgewaltiges Epos mit einigen Schwächen (9. Februar 2008)
Keine Frage, "Gangs of New York" ist zweifellos ein oft zu Unrecht unterschätztes und übertrieben kritisiertes Historien-Epos, das vor allem durch seine Bildgewalt, seine faszinierende Visualität, beeindruckt. Große visuell beeindruckende Bilder auf die Leinwand bringen - das kann Scorsese wie sonst vielleicht nur noch Francis Ford Coppola und Sergio Leone.Hervorzuheben ist vor allem die Darbietung von Daniel Day-Lewis, der mit seiner ungeheuren Präsenz, mit der er in jeder einzelnen Szene brilliert, und seiner ausdrucksstarken Mimik hier in "Gangs of New York" und einige Jahre später dann auch in "There will be blood" an die großen Darbietungen eines Robert De Niro oder Al Pacino erinnert.
Und auch Leonardo DiCaprio zeigt hier in seiner ersten Zusammenarbeit mit Meisterregisseur Martin Scorsese eine überzeugende Leistung, die den Anfang für eine Reihe weitere gelungene und sukzessive überzeugendere Darbietungen in folgenden Filmen wie "Aviator", "Departed" und "Blood Diamond" bilden sollte.
Und trotzdem wurde "Gangs of New York" von der Filmkritik äußerst kritisch aufgenommen und trotz seines großen finanziellen Erfolgs, bis dahin der größte in Scorseses Karriere, als Flopp betrachtet. Der Grund für diese mit Sicherheit übertriebene Kritik ist vielleich, dass der Film die hohen Erwartungen, die man in dieses Langzeitprojekt Scorseses setzte, nicht erfüllen konnte. Der Filme reicht nicht heran an Scorseses Meisterwerke, die man wohl nicht aufzählen muss.
Denn "Gangs of New York" ist sicher nicht ohne Schwächen. So ist der Film mit einer Spieldauer von über 2,5 Stunden doch recht lang geraten; vor allem dafür, dass die Geschichte linear erzählt wird und die Charaktere teilweise nicht an Tiefe gewinnen können. Die Besetzung von Cameron Diaz war schlicht und einfach ein Fehlgriff. Vor allem im Zusammenspiel mit DiCaprio ist sie nicht überzeugend, da dieser ihr schauspielerisch einfach zu überlegen ist. Deshalb funktioniert die Liebesbeziehung zwischen DiCaprio und Diaz nicht wirklich und kann schon gar nicht als zweiter Handlungsstrang fungieren.
Doch trotz allem bleibt "Gangs of New York" ein episches, bildgewaltiges, monumentales, teilweise fesselndes und trotz aller Längen eigentlich selten wirklich langweiliges Historien-Epos, das man wirklich gesehen haben sollte.
Ein überragender Schauspieler, der hier eine der bestenn Darbietungen seiner Karriere zeigt, Daniel Day-Lewis, und einer der immer überzeugender wird und so langsam dann wirklich mal einen Oscar verdient hätte, Leonardo DiCaprio, versammeln sich hier unter der Regie des großen Martin Scorsese - allein das macht den Film zu etwas Besonderem.
Bei der Oscarverleihung ging der Film allerdings trotz 10 Nominierungen leer aus. Dies ist dann doch unverständlich, wenn man bedenkt, dass die Trophäen fast allesamt an "Chicago" gingen. Das ist zwar ein schöner Film, aber, wie Michael Ballhaus, der ja mal wieder maßgeblich für die grandiosen Bilder in Scorseses Film verantwortlich war, es treffend formuliert hat: Während Chicago ein Jahr nach der Preisverleihung vergessen war, wird man "Gangs" noch in 30 Jahren schauen.
Ich halte "Gangs of New York" also zwar nicht wie mein Vorrezensent für ein Meisterwerk, kann diese Meinung aber durchaus nachvollziehen, da auch ich den Film trotz einiger Kritikpunkte bedenkenlos weiterempfehlen kann.




