Aus der Amazon.de-Redaktion
Auch mit Magic, dem ersten Bandalbum von Bruce Springsteen und seiner E-Street-Band nach fünf Jahren und Rising, geht es einem wie immer. Alles klingt sofort vertraut, man fühlt sich heimisch mit der Musik, singt schon bei der zweiten Strophe begeistert mit, ganz nach dem Motto „home is, where my heart is.“ Ein schöneres Lob kann man einem Musiker nach so langer Karriere gar nicht aussprechen, weil es bedeutet, dass Mr. Springsteen sich absolut treu geblieben ist, in jeder Zeile, bei jeder Note authentisch klingt. Er und seine Band sind in absoluter Höchstform, spielen gesanglich und instrumental die bewährten Stärken aus, und lassen sich immer wieder zu ausgefeilten Klängen und euphorischen Soli hinreißen.Beim ersten Hören gehen viele Feinheiten unter, was auch für die Texte der elf Songs gilt, die mit viel Symbolik, Zaubertrickserei und Magie spielen, wie etwa die feinsinnig arrangierte Titelballade „Magic“. Jede Menge Blut, Waffen und gebrochene Herzen sind da im Spiel. Schon die erste Single „Radio Nowhere“ ist ein energetischer Radiohit, Track zwei „You‘ll Be Comin‘ Down“ ist ein nicht minder lupenreiner Ohrwurm mit voluminösem E-Street-Sound. Erstaunlich viele Orgeln sind neben den Gitarren im Einsatz, auch das Glockenspiel, das Springsteen selber bedient, etwa beim romantisch-bedrohlichen „Your Own Worst Enemy“. Der fröhliche-unbeschwerte Beach-Boys-Surf-Sound bestimmt das eigentlich traurige „Girls in Their Summer Clothes“, und „I'll Work for Your Love“ ist eine weitere, sehr gelungene Reverenz an Bob-Dylans-Songwriting. Die melancholische Rock-Hymne „Long Walk Home“ mit wunderschönem Saxofon ist einer dieser Gänsehaut-Rausschmeisser für lange Konzertabende. Musikalische Magie pur. -- Ingeborg Schober
Kundenrezensionen zu 'Magic'
Reife statt Reifen auf dem Asphalt (12. August 2008)
Für jemanden, der die alten Genesis, Yes, Gentle Giant, Jethro Tull und wie sie alle heißen, liebt, ist die intensive Beschäftigung mit einem Blockbuster Rocker eher eine Qual. Allein Titel wie "Born in the USA" haben mich immer davon abgehalten, diesem KÜnstler meine Aufmerksamkeit zu schenken. - Jetzt kommt mir per Zufall dieses Album "Magic" in die Quere. Nach zweimaligem Anhören schöpfte ich langsam Hoffnung, dass es vielleicht doch nicht das sein würde, was ich erwartete: Highway Blues Schnulzen, Macho Tremoli, Whiskey Exzesse und dieses ganze amerkanische Raubeinimage mit hängender Gitarre um den Hals - in Anlehnung an das Land der Marlboro Cowboys.Meine erste Springsteen CD ist also wider Erwarten eine Entdeckung. Sie ist melancholisch, zartfühlend, wehmütig, und zugleich kraftvoll und wuchtig. In fast jedem Lied fällt das Schlüsselwort "Home". So redet einer, der die Welt gesehen hat, die Welt des schnellen Geldes, des Glanzes und der vermeintlichen Freunde. "Slippin', driftin', down, away" deuten als Vokabeln Wendepunkte im Leben an, die der Künstler aus New Jersey (der ländlichen Vorstadt New Yorks) hier zu Gehör bringt. Verklausulierte Texte, mit denen man sich erst einmal beschäftigen muss, bevor man mitjubeln kann.
Die Musik aus der Feder des Altrockers ist makellos spannend. Jeder Song strömt diese Magie des bereits Gehörten, aber dennoch nicht Verinnerlichten aus. Jedes Lied hat mitreißenden Charakter, geradezu unverwechselbare Strukturen. Soundmäßig eng an die sechziger Jahre angelehnt spult die Band einen Ohrwurm nach dem anderen ab, man gerät in einen Klang-Sog, dem man sich kaum entziehen kann. Und immer filigran und wohl dosiert. Und genau das ist die Magie (Titelsong), die diesem Album innewohnt. Jeder Song packt, dreht, schiebt die Gefühle, bis Gänsehaut entsteht.
Es lohnt sich kaum über einzelne Titel zu diskutieren: jeder hat seinen persönlichen Touch. Es ist eine Entdeckungsreise zwischen Mainstream Rock und progressiven Klanglandschaften. Als Beispiel sei nur genannt: Devil's Arcade. Dieses Intro wie aus einer anderen Welt ist allein schon für sich genommen den Kauf der Scheibe wert. So feinsinnig Melancholisches hört man nicht alle Tage. Von Springsteen hatte ich das am wenigsten erwartet. Der Refrain dann wie eine Hymne, ein trauriger Abgesang an lustvolle, unbeschwerte Tage der Liebe, instrumentiert wie Beatles, Stones und Moody Blues zusammen. Herrlich! Das es so etwas noch gibt. Das Ende des Liedes gipfelt in "the beat of your heart, the slow burning away", immer und immer wieder gestammelt von Bruce, bis dann die kreischende Lead-Gitarre eine ganz enge, sehr beschränkte Melodie anstimmt, die zu nichts führt, bis dann am Ende das Schlagzeug ganz einsam, kraftlos und allein den Takt noch eine Weile hält und dann ebenfalls abbricht. Da kommt einem Tschaikowskys letzte Sinfonie in den Sinn, wo letale Gefühle in ähnlicher Weise musikalisch umgesetzt werden.
Für mich ist diese Platte ein Meisterwerk, kein Rockalbum von der Stange. Es ist in Ansätzen vergleichbar mit McCartneys "Chaos and creation ..." Album oder George Harrisons "Brainwashed" Album. Dass Altmeister Nils Lofgreen bei Springsteen die Gitarre spielt ist nur ein weiterer Hinweis darauf, dass hier alles getan wurde, der Rockmusik ein Denkmal zu schaffen. - Für mich die Entdeckung der letzten Jahre. Fast möchte man einstimmen in den Satz, den Bruce in seinem Lied "Girls in their summerclothes" ganz unauffällig einnestelt: "Love's a fool's dance, I ain't got much sense, but I still got my feet". Trauriger war Rock schon lange nicht mehr. Und das ist seine legitime Aufgabe - als Erbe des Blues.
Perfekt! (15. Juni 2008)
Ich bin zufällig auf dieses Album vom Boss gestoßen, weil nicht so der ganz große Springsteen-Fan. Aber dies muß man sagen: Ein perfektes Album, es läuft seit dem Erwerb rauf und runter. Da stimmt alles, die lauten und die leisen Töne.Gut gemacht, alter Mann! Weiter so...
Kurz und bündig... (4. Juni 2008)
...die beste Scheibe vom Boss seit "Born in the USA", vielleicht sogar noch etwas näher an "Darkness at the edge of town".Eine CD mit All Star Besetzung und das Ergebnis: formidabel ! (3. Mai 2008)
Die E - Street Band hat zu ihrer alten Klasse wiedergefunden und der Boss kann diese Performance noch toppen. Ich finde alle Songs sehr gelungen, obwohl die Texte z. T. etwas schwierig zu verstehen sind, aber der Sound völlig OK. Allerdings wird dieses Album manchmal etwas verklärt besprochen. Ein Comeback ? Nein, ein ganz "normals" gutes Bruce Springsteen Album, mit seinen Höhen und - nein, richtige Tiefen gibt es eigentlich nicht ! Selbst der ach so kritische ROLLING STONE gibt 4 Sterne, was einem Ritterschlag gleichkommt. Gut so !"The Boss" at his Best (27. April 2008)
Bruce Springsteen und die E-Street Band wieder vereint. Herausgekommen ist ein wahrer Hörgenuss, vielleicht sogar das beste Springsteen Album. Musikalisch knüpft der "Boss" an "The Rising" (2003) an. "Magic" ist aber insgesamt runder, besser produziert als "The Rising". Auch wenn dem Album die ganz große Nummer fehlt, so sind doch alle Tracks auf sehr hohem Niveau eingespielt und man merkt dem Enbsemble einfach an, dass sie Spaß bei der Arbeit hatten.Fazit: Unbedingte Kaufempfehlung. Springsteen liefert hier genau das, was der Fan haben will. In hervorragender Qualität.






