Verkaufsrang: 2563 (DVD)
Actor: Carice van Houten
Actor: Sebastian Koch
Actor: Thom Hoffman
AspectRatio: 16:9
AudienceRating: Freigegeben ab 16 Jahren
Binding: DVD
Director: Paul Verhoeven
EAN: 7321925007565
Format: Dolby
Format: PAL
Format: Surround Sound
Label: Warner Home Video - DVD
Languages:
ListPrice:
Manufacturer: Warner Home Video - DVD
Verlag: Warner Home Video - DVD
RegionCode: 2
Erscheinungsdatum: 9. November 2007
Spielzeit: 148
Studio: Warner Home Video - DVD
TheatricalReleaseDate: 2006
von: Carice van Houten (Hauptdarsteller), Sebastian Koch (Hauptdarsteller), Anne Dudley (Komponist)
Preis: EUR 3,98
VideoMarkt
Nach der Ermordung ihrer Eltern bei deren Versuch, sich während des Zweiten Weltkriegs in den sicheren Süden der Niederlande zu retten, schließt sich die jüdische Revuesängerin Rachel dem Widerstand an. Sie will Rache an denen üben, die ihre Familie verraten haben. Schnell entwickelt sich ein Katz-und-Maus-Spiel, bei dem nicht nur den Nazis die Schurkenrolle zufällt. Ausgerechnet auf deutscher Seite findet Rachel einen ihrer größten Unterstützer - was sie gleichzeitig in Gewissensnöte und Lebensgefahr bringt.VideoWoche
In seinem ersten europäischen Film seit "Der vierte Mann" von 1983 (und seiner ersten Regiearbeit seit "Hollow Man" 2000) befasst sich der holländische Starregisseur Paul Verhoeven wie schon im Frühwerk "Der Soldat von Oranien" mit dem Zweiten Weltkrieg. Episch ausgebreitet erzählt Verhoeven mit der hervorragenden Carice Van Houten und Sebastian Koch in den Hauptrollen in opulenten Bildern eine ebenso ernste wie unterhaltsame Geschichte, die gerade aus ihrer Ambivalenz ihre große Spannung zieht. Ein echter Tipp!Blickpunkt: Film Kurzinfo
Nach "Der Soldat von Oranien" erzählt Paul Verhoeven in seinem ersten europäischen Film seit 21 Jahren erneut eine kompromisslose Geschichte aus dem Zweiten Weltkrieg.Kurzbeschreibung
Holland am Ende des Zweiten Weltkriegs: Als das Versteck der attraktiven jüdischen Sängerin Rachel Stein durch eine Streubombe zerstört wird, versucht sie per Boot in den bereits befreiten Süden der Niederlande zu gelangen. Ihr Schiff wird von einer deutschen Patrouille abgefangen. Alle Flüchtlinge werden erschossen und ausgeraubt. Nur Rachel überlebt. Die Sängerin hat nichts mehr zu verlieren und schließt sich dem niederländischen Widerstand an. Unter dem Namen Ellis de Vries bändelt sie mit dem deutschen Offizier des Sicherheitsdienstes Müntze an. Er ist von der attraktiven Frau sehr angetan und bietet ihr eine Stelle als Schreibkraft an. Mit Ellis' Hilfe will die Widerstandsgruppe die Gefangenen befreien...Kundenrezensionen zu 'Black Book'
Warum in die Ferne schweifen... (11. Juni 2008)
...wenn das Gute liegt so nah? Ein passendes Sprichwort für die Besprechung von Paul Verhoevens Produktion Black Book. Eine exzellente Story, gedreht vor beeindruckendem Hintergrund, mit preisverdächtiger Besetzung. Was will das Herz des Filmfans noch mehr? Vielleicht Anspruch, Tiefgang und Objektivität? Kein Problem. Auch damit hat Verhoeven seinen Film bestückt. Alles in allem ein echtes Meisterwerk.Rachel Stein(Carice van Houten), Tochter einer jüdischen Familie, versteckt sich im Holland des Jahres 1944 vor den Nazis. Als ihr angeboten wird, zusammen mit ihrer Familie zu fliehen, ergreift sie die Chance. Sie ahnt nicht, dass sie in eine Falle gelockt werden und, bis auf sie selbst, alle Flüchtlinge ermordet werden. Rachel muss dem Tod ihrer Eltern und des Bruders ohnmächtig als Zeugin beiwohnen; aber sie merkt sich die Gesichter der Täter. Sie schließt sich dem holländsichen Widerstand an und wird in die Operationszentrale der Nazis eingeschmuggelt. Dort arbeitet sie für den Hauptsturmführer Münze(Sebastian Koch)und verliebt sich in ihn. Rachel ist zwischen dem Wunsch nach Vergeltung und der Hingabe zu Münze hin und hergerissen, aber das Heft des Handelns wird ihr aus der Hand genommen. Die Widerstandskämpfer versuchen, die Nazis zu bekämpfen, werden aber immer wieder verraten. Es muss einen Spion in ihren Reihen geben. Dazu rücken die englischen Truppen in die Niederlande ein und die Deutschen organsisieren den Rückzug, allerdings nicht, ohne sich vorher ihrer Gefangenen und Feinde zu entledigen. Für Rachel beginnt ein Wettlauf um Leben und Tod, dessen Ausgang völlig ungewiss ist.
Paul Verhoeven hat eine interessante Story spannend und geistreich zu einem Klasse-Film verarbeitet. Dabei geht er von der üblichen Schwarz-Weiß-Sicht vieler Kriegsfilme ab und zeigt uns geschickt beide Seiten der Medaille, bei der weder die deutschen Eroberer noch die holländischen Widerständler ohne Flecken auf der Weste davonkommen. Ein Stück Geschichte unseres Nachbarlandes, an dem wir unmittelbar beteiligt waren. Verhoeven schickt uns in ein Katz- und Maus Spiel, das beeindruckend inszeniert ist. Carice van Houten und Sebastian Koch gebührt ein dickes Extralob. Ihre Darstellungen sind allemal preisverdächtig. Black Book unterhält zwei Stunden lang mit allem, was einen Spitzenfilm ausmacht. Genießen sie es.
Konspirative Absprachen. (7. März 2008)
Niederlande, Ende Zweiter Weltkrieg. Die junge Jüdin Rachel lebt zunächst relativ sicher auf dem Land auf einem Bauernhof. Als das sich ändert versucht sie mit ihren Eltern in den Süden des Landes zu fliehen. Durch Verrat kommen ihre Eltern und fast alle Mitflüchtlinge ums Leben. Sie schließt sich dem Widerstand an und schlüpft alsbald in die Rolle einer Mata Hari. Als Geliebte eines deutschen Offiziers erhält sie bald eine Büroarbeit und damit Gelegenheit Spionagearbeit zu leisten.Doch der niederländische Widerstand ist in sich nicht so integer wie es nötig wäre. Man unterscheidet zwischen Einheimischen und den Juden. Geheime Absprachen mit den Deutschen sorgen für weitere Spannungen in der Gruppe. Zudem scheint es mindestens einen Verräter zu geben. Der Verdacht fällt auf Rachel und sie gerät in lebensgefährliche Situationen auf beiden Seiten. Dies ändert sich auch nicht, als die Alliierten die Niederlande einnehmen. Die Verräter auf niederländischer und deutscher Seite spielen sich noch immer die Bälle zu und der deutsche Offizier mit dem Rachel liiert war wird hingerichtet.
Rachel gelingt es ihren Häschern zu entkommen und mittels eines Buches die wahren Verräter aufzudecken.
Der Film erzählt eine spannende Kriegsgeschichte. Habgier, Intrige und Verrat zeigen, das es keine klaren Fronten gibt und die Aufrechten in beiden Lagern nicht immer die Gewinner sind. Überraschende Wendungen, pittoreske Szenenbilder und ausgezeichnete schauspielerische Leistungen erzeugen einen sehenswerten Film.
Ernstes Thema - spannender Thriller (21. Februar 2008)
Ein unheimlich gut gemachter Film über die Zeit um 1944. Die Protagonistin erinnert sich an ihr Leben zu dieser Zeit. An den Mord an ihrer Familie, ihre Zeit im holländischen Wiederstand und an Verrat, Liebe und Korruption.Interessant ist das Spektrum an Charakteren: vom guten bis zum schlechten Holländer, dem Ekelpacket in der deutschen Armee und dem jungen selbstbewussten jüdischem Mädchen - Verhoeven beleuchtet alle Seiten.
Unbedingt sehenswert: historisch interessant und nervenaufreibend spannend!
Endlich mal eine (kleine) Abrechnung mit dem holl. Widerstand (16. Dezember 2007)
Endlich wagt sich mal ein Regisseur (und zum Glück in diesem Fall ein Niederländer) an das Thema Holland unter der deutschen Besatzung im 2. Weltkrieg. Zwar gibt es darüber reichlich Filme (gute und schlchte), aber dieser ist behandelt endlich auch die Kehrseiten des hol. Heldenepos.Von der Handlung her ist er recht spannend. Eine jüdische Frau erlebt, wie ihre Familie und andere jüdische Flüchtlinge in einer Falle der deutschen SS und des SD ermordet werden. Sie selber versteckt sich in einer holl. Widerstandsgruppe und wird zur Spionin. Sie lässt sich in das Hauptquartier der SS einschleusen und wird zur "Sekretärin" (oder besser Betthupferl?) vom SD-Führer, in den sie sich verliebt. Kurz vor Kriegsende kommt ihr der Verdacht, dass in ihren eigenen Reihen ein Verräter ist.
Leider, muss ich leider sagen, sind die Darsteller teilweise nicht wirklich glauibwürdig. Die Wandlung der Hauptdarstellerin vom jüdischen Flüchtlingsmädchen zur Beischlafagentin und schließlich Geliebten des SD-Führers mag es gegeben haben (waren ja alles nur Menschen), aber in dem Film wurde diese Wandlung eher am Rande und sehr oberflächlich gezeigt. Auch die bösen Nazis sind recht oberflächlich gezeichnet, es mag so gar keine emotionale Bindung zu den Bösen und Guten aufkommen.
Dazu kommen viele kleine, eher unglaubwürdige Vorfälle. IN der alten Fabrik, wo sich die Widerstandsgruppe zum Empfang der von den Alliierten abgeworfenen Abwurfbehälter trifft kommen plötzlich 4 deutsche SS-Männer in einem Halbkettenfahrzeug hineingefahren... und werden natürlich hinweggemacht. Und weiter? Nichts. Die Holländer sprechen über die Studentenzeit und ziehen gemächlich ihrer Wege. Das war nur ein Beispiel, aber diese kleinen Fragezeichen ärgern mich zumindest gewaltig.
Was den Film wichtig macht ist die Tatsache, dass hier zumindest versteckt Kritik am Verhalten vieler Holländer während der Besatzung geübt wird.
Immerhin gab es in keinem besetzten Land so viele Kollaborateure (von denen sich bei Kriegsende natürlich auf die richtige Seite schlugen), und es gab nirgends so einen "Befreiungshype", der aber in der Mehrzahl von den ganzen Drückebergern und Kleinkriminellen getragen wurde. Was nicht bedeutet, dass es dort keinen Widerstand gegeben hat, aber es gab auch überdurchschnittlich viele Kollaboratuere. Daher ist dieser Film eine Ausnahme.
Sehr gut besetzter und gespielter Film (5. Dezember 2007)
Gerade, als man die Niederlande als Filmnation völlig von der Landkarte tilgen wollte, kommt Starregisseur Paul Verhoeven nach langem Amerikaaufenthalt wieder zurück in seine Heimat und stellt die größte holländische Produktion aller Zeiten auf die Beine. Sechs Jahre nach seinem letzten großen und eher mauen Film, “Hollow Man“, meldete er sich wieder mit einem richtig guten Reißer zurück. Und da der mittlerweile 69-jährige Regisseur die Grauen der Besetzung seines Landes noch selbst miterlebte, ist es wohl nicht weit hergeholt, hier von einem seiner persönlichsten Filme zu sprechen.“Black Book“ hat nichts von der Poppigkeit seiner großen Hollywood-Filme wie “Starship Troopers“ oder “Total Recall“ und ist alles andere als actionorientiert, aber auch kein bierernstes Weltkriegsdrama. Stattdessen handelt es sich bei dem Film um eine Art Hybrid zwischen Weltkriegsdrama und Thriller. In der ersten Hälfte entspricht er dabei noch weitgehend den Erwartungen des deutschen Zuschauers, der Filme über das Dritte Reich nur als ernste, realistische Dramatisierungen geschichtlicher Tatsachen versteht. Doch mit der sich verdichtenden Handlung kommen immer mehr Thriller-Elemente ins Spiel. Verfolgungen, Schießereien, Verrat und so einige Wendungen in der Story machen “Black Book“ damit vor allem zu einem waschechten Reißer, der seinen Anspruch auf Glaubwürdigkeit ziemlich dehnt. Aber etwas anderes ist man von Paul Verhoeven ja auch gar nicht gewohnt. Zwar basiert der Film tatsächlich auf Tatsachen, jedoch wird dem biederen deutschen Zuschauer die Behandlung des Themas in Form eines Thrillers sauer aufstoßen, schließlich darf die Nazizeit ja niemals nimmernicht unterhaltsam sein. Das ist natürlich alles Quatsch, selbstverständlich muss es auch erlaubt sein, diese Periode menschlicher Geschichte unterhaltsam aufzubereiten. Verhoeven spricht dabei ja trotzdem einige schockierende Missstände an, nicht nur bei den Nazis, sondern auch bei den Widerstandskämpfern selbst und bei vielen Niederländern in der Zeit nach der Befreiung durch die Alliierten. Wer ist da noch das Monster? Die so vertraute Konstellation böser Nazis und guter Widerstandskämpfer bekommt dabei so einige Grauzonen spendiert, beide Seiten werden mit erfrischender Ambivalenz betrachtet.
Das, und nicht die Einbettung in das Thriller-Genre, ist der eigentliche Verdienst von Verhoevens “Black Book“. Denn einmal mehr kann es der Skandal-Regisseur nicht lassen, den Holzhammer auszupacken. Da muss halt, um die Erniedrigung der Hauptfigur auch angemessen darstellen zu können, eben mal ein großer Bottich Scheiße über ihr ausgekippt werden - danke, Paul, wir haben es verstanden! Nein, Subtilität war noch nie Verhoevens Stärke. Dennoch ist sein Film eine der besseren europäischen Produktionen dieses Jahres. Ein mit Sebastian Koch, Carice van Houten, Christian Berkel und Waldemar Kobus sehr gut besetzter und gespielter Film, der gleichzeitig bewegend und - wagt man es zu sagen? - unterhaltsam ist.
Bild und Ton der DVD sind überdurchschnittlich gut, vor allem der Surround-Sound lässt in den paar Szenen, wo er wirklich gebraucht wird, ordentlich seine Muskeln spielen.
Die Extras sind dafür nicht ganz so doll geraten, neben dem Trailer gibt es nur ein paar kurze Interviews mit dem Regisseur und den Darstellern, die noch nicht mal untertitelt sind.




