Aus der Amazon.de-Redaktion
An Selbstvertrauen mangelte es Savas Yurderi alias Kool Savas noch nie. Der Rapper aus Berlin hat sich mit seinem zweiten Soloalbum fünf Jahre Zeit gelassen. Was aber nicht heißt, das er seit Der beste Tag meines Lebens (2002) untätig gewesen wäre. Auf diversen Mixtapes und Label-Compilations (Optik Takeover) hat er seinen einzigartigen Reimstil in den letzten Jahren konsequent weiterentwickelt. Das Ergebnis ist jetzt auf Tod oder Lebendig zu bewundern. Und auch wenn die Konkurrenz in letzter Zeit nicht unbedingt kleiner geworden ist, verteidigt Kool Savas seine Ausnahmestellung in der deutschen HipHop-Szene mit diesem Album eindrucksvoll. Der Auftakt fällt mit dem Titel "Orakel" zwar noch recht unspektakulär aus, doch danach folgt ein Höhepunkt nach dem anderen, angefangen bei dem unschlagbar dynamischen "Der Beweis" bis hin zu dem mit Hilfe von Azad eingespielten, mit einer genialen Hookline ausgestatteten "On Top". Kool Savas vertraut auch diesmal wieder auf die Produktionskünste von Melbeatz, die in den zwölf Songs in neue Sounddimensionen vorstößt und mit Savass ein gewohnt kompaktes Gespann bildet. Wie gut die beiden harmonisieren, wird vor allem bei Songs wie "Essah" oder "Mona Lisa" deutlich, die mal wieder zeigen, das sich Kool Savas eben nicht einfach auf seinen Lorbeeren ausruht. Auf Tod oder Lebendig hält er jedenfalls genug Überraschungen bereit, damit die Spannung bis zum Ende nicht abreißt. Selbst eine ungewohnt sozialkritische Nummer wie "Krank" passt dabei bestens ins Bild. Kool Savas hat auf überflüssige Gastbeiträge, abgesehen von Azad, Moe Mitchell und Senna, weitgehend verzichtet. Er weiß ganz genau, das er im Alleingang meist seine größte Wirkung entfaltet. Mit Tod oder Lebendig ist ihm ohne Zweifel ein eindrucksvolles Statement gegen das ungehemmt grassierende Mittelmaß im deutschsprachigen HipHop gelungen. --Norbert SchieglKundenrezensionen zu 'Tot Oder Lebendig'
Deutscher Rap vom FEINSTEN (2. November 2008)
Savas war der Rapper, der mein Interesse für diese Musikrichtung wecken konnte, mit diesem Album hat er gezeigt warum!Kein anderes Album hat mich bisher so vom ersten Eindruck überzeugt:
Die Beats sind genial, die Raps sind Hammer und die Features passend gewählt. Besonders gut finde ich die Live-Ausschnitte aus Berlin, man kann erkennen welche Stimmung aufkommt wenn der King of Rap loslegt ;-)
Trotz provokanter Texte ist das Niveau doch recht hoch im Vergleich zu manch anderem Rapper in der deutschen Szene. Für alle Savas-Fans ein Muss, für alle Fans des Genres sicher kein Fehlkauf
Savas hör auf (29. Oktober 2008)
Das album ist nicht das beste von Kool Savas.Es tut mir leid aber ich finde seine zeit ist abgelaufen.
Irgendwann muss mann aufhören zu rappen..
Das album überzeugt überhaupt nicht .sry
Anspieltipps :
On top feat AZAD
Alle schieben Optik
Die andern lieder sind nich besonders gut^^
Man kan Savas Flow nicht fühlen, wenn man keinen Geschmack hat! (15. Juni 2008)
Das Album ist das textlich, flowtechnisch und reimtechnisch beste was man momentan im deutschen Rap kaufen kann. Das Album kommt weniger poppig daher, wie zB ,,Der beste Tag meines Lebens'' , was mir persönlich sehr gut gefällt, auch wenn es dadurch nciht auf Anhieb ins Ohr geht und mit den synthielastigen Beats von Mel muss man sich wohl abfinden.Aber dennoch auch wenn es ein paar Durchläufe braucht ist es einfach mit das Beste was es bisher von Savas und überhaupt zu hören gab bzw gibt.
Also für jeden Fan sowieso ein Muss, für jeden anderen auf jeden Fall hörenswert, da sich das Album auch für Nicht-HipHop-Hörer, aufgrund des melodiösen Anspruchs, attraktiv präsentiert.
Mega gut! (5. Mai 2008)
Das Album sollte he jeder vernünftige HipHop Head im Schrank haben, aber die REedition packt da nochmal ordentlich drauf. Mit DVD, extra Songs live und so weiter ist sie mal richtig gut ausgestattet und ihr Geld Wert!Ein Wort: Saugeil!
Tod oder Lebendig? Lebendig, aber wie! (6. April 2008)
5 Jahre ist es her und jetzt ist es soweit. Etwas Weed auf den Tisch, ein Bier in die Hand und los gehtŽs.Für SAV genügt es leider nicht "nur" etwas Gutes zu liefern. Als, auch selbst ernannter, Vorreiter muss es etwas Neues sein. Etwas, was einen wie vor fünf Jahren wirklich "Optik schieben" lässt.
Zunächst sei betont, das Savas wie schon bei "Der Beste Tag meines Lebens" oder auch "One" nicht unbedingt mit Spielminuten protzt. Wieder mal nutzt er nur die Hälfte der möglichen 80 Minuten, 32 um genau zu sein. Ebenfalls strotzt das Album nicht unbedingt vor Gastauftritten, lediglich Moe Mitchell und das Frankfurter Mädsche` Senna sowie Frankfurts Junge Azad.
Dazu sei nun gesagt, die 32 Minuten sind kurz aber knackig. Nur ein Skit und keine lästigen Lückenfüller. Punkt zwei, wenig Features, doch nach Collabos mit Illmatic und Azad sowie sonstigen Gastauftritten von SAV ist es mal wieder nett nur ihn zu hören.
"Tod oder Lebendig", 32 Minuten zum zuhören. Melbeatz lieferte passende Beats die sich insgesamt flüssig anhören, bester findet sich dabei auf Nummer 8: "Nur ein Spiel". Alle die noch den NES kennen, werden den Beat lieben. Trotz "Flüssigkeit" hätte ich persönlich aber mehr gewünscht. Mehr was hängen bleibt, denn echte Knaller sucht man vergeblich.
Savas hingegen überzeugt dieses mal nicht durch besondere Schreibweisen, sondern, subjektiv gesehen, eher durch seinen absolut eigenen Style - der zum Glück wieder vom "One"-Projekt abweicht!
Textliche Bringer gibt es dennoch, vereinzelt. Speziell "Krank", indem dreht sich der Inhalt um unsere Gesellschaft. Die zwischen Couterstike, Olliver Geissen und Kopfschmerztabletten kreist. Von A-Z alles angesprochen.
Im Endeffekt aber überzeugt "Tod oder Lebendig" nicht ganz. Einen Klassiker wie "Der beste Tag meines Lebens" möchte ich nicht Prophezeien. Es ist ein gutes Album aber das gewisse "innovative Etwas" fehlt. Weswegen es von MBMagazine die Empfehlung gibt, doch beim Dealer des Vertrauens kurz mal reinzuhören.






