Live in Hamburg

Verkaufsrang: 259 (Musik)
Artist: E.S.T.
Audio CD
EAN: 0614427600226
Format: Doppel-CD
ListPrice:
Anzahl Medien: 2
Verlag: Act (edel)
UPC: 614427600226
Preis: EUR 16,89

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Product Description

LIVE IN HAMBURG

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Aus der Amazon.de-Redaktion

Es war so klar wie das Amen in der Kirche: E.S.T. live - das würde eine Riesensache. Die Studioaufnahmen des makellos eingespielten Jazztrios sind Geschmackssache; da wurden sie überdimensional gefeiert, vom Label groß und breit promoted; zu breit. Live hingegen, da ist dieses Ensemble ein gigantisches Erlebnis. Der Schwede Esbjörn Svensson gehört zu den lyrischsten, charakteristischsten und emotionalsten Pianisten seiner Generation. Er spielt virtuos, niemals technisch, er dient immerzu nur der Musik, mit jedem Ton, mit jedem klar platzierten Anschlag versinkt er, so scheint es, in einer anderen Welt, mit Hingabe, mit Demut vor dem Klang, den er, wie wundervoll, doch gerade selbst erzeugt. Svensson verschenkt sich, ist in Schweiß gebadet, in leiser, anmutsvoller Zärtlichkeit, in pulsierendem Crescendo, kraftvollem swing, und man kann den Blick nicht von ihm lassen, vergisst, gebannt, entrückt, vielleicht beinahe zu Atmen. Das alles spielt sich im Konzertsaal ab. E.S.T Live In Hamburg ist ein Doppelablum, ein Konzertmitschnitt. Er kann die echte Begegnung nicht ersetzen – wieder kommt E.S.T. auf der Aufnahme weniger gut rüber. Aber immer noch gut genug; Dan Berglund (Bass), Magnus Öström (Schlagzeug) und Esbjörn Svensson harmonieren perfekt, melodisch, groovy, mit einem Hauch von Pop-Ästhetik jazzen sie die Fans in die Ekstase. Sie sind „das Aushängeschild des heutigen Jazz in Europa“ - so nennt man sie in Fachkreisen. Vielleicht schaffen sie’s ja, auch auf lange Sicht, sich international zu behaupten – immerhin wurden sie mit Auszeichnungen überhäuft; immerhin zierten sie im Mai 2006 als erste europäische Formation überhaupt das Titelblatt des Downbeat-Magazins. --Katharina Lohmann

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kulturnews.de

Der letzte Abend einer langen Tour: Esbjörn Svensson, Dan Berglund und Magnus Öström sehnten sich vor ziemlich genau einem Jahr nach Weihnachten in Schweden, als sie in der Hamburger Laeiszhalle auf die Bühne gingen. Sie hätten es runterspielen und dann schnell nach Hause fahren können. Doch das ist ein Ding der Unmöglichkeit für dieses skandinavische Ausnahmetrio, denn sowohl die Kompositionen des 2006er Albums "Tuesday Wonderland" als auch die sparsam eingestreuten alten Nummern strotzen vor so viel Energie, dass ein Runterspulen nicht drin ist. Im Gegenteil: Offenbar schliff sich erst auf der Tour das neue Material so richtig ein und entwickelte eine innere Logik, die hier zutage tritt. Der hart verdiente Lohn dermaßen konzentrierter Tourarbeit war die frenetische Anteilnahme eines Publikums, dessen Präsenz man insbesondere dann zu spüren glaubt, wenn es gerade nicht applaudiert. (ron)

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Kundenrezensionen zu 'Live in Hamburg'

Gut - aber nicht Spitze (8. Juli 2008)

Das Trio musiziert in der klassischen Besetzung mit Klavier, Schlagzeug und Bass. Das ist schön und gut, bietet doch diese Kombination die Gewähr für ein ausgeglichenes und abwechslungsreiches Klangbild.

E.S.T. gelingt es in vielen Stücken auf der Doppel-CD immer wieder, Stimmungen und Klangteppiche mit großem emotionalem Tiefang aufzubauen. Dies ist ein ganz großes Kunststück. Doch diese Stimmungen halten immer nur für kurze Zeit an, dann kommt schon der nächste Höhepunkt.

Was musikalisch etwas fehlt, ist die inhaltliche Ausgestaltung der zum Teil hervorrangenden Grundmuster und musikalischen Ansätze in den einzelnen Stücken. Groovige Rythmen werden überstrapaziert und es passiert keine richtige Entwicklung mit dem Ziel, durch ein Jazz-Stück auch eine Gesamtaussagen zu schaffen. So verebben dann viele der Stück zu dem wohlbekannten "Jazz,-das-ewige-Gedudel"-Einheitsbrei.

Auch klanglich geht E.S.T. bei vielen Stücken auf dieser Doppel-CD noch weiter und entfernt sich vom klassichen Trio-Sound. Plötzlich sind künstliche Sounds zu hören, oder es scheppert mal ein Klavier. Allerdings kommt auch durch diese Tricks keine neue und keine einheitliche Aussagen zustande. Vielmehr wirkt das Album so, als wollte man bei dem einen oder anderen Stück mal klanglich etwas neues ausprobieren.

Insgesamt faszinieren die CDs durch die ein oder zwei hervorragend herbeigeführten musikalischen Höhepunkte pro Stück, denen jedoch der ebenbürtige Gesamtrahmen fehlt.

Diese herb klingende Kritik soll nicht darüber hinwegtäuschen, dass das vorliegende Album richtig gut ist - doch für die absolute Spitzenklasse und 5 Sterne fehlt eben der letzte Pepp.

Durchwachsen. (16. März 2008)

Meine erste Platte dieser Musiker.

Erster Eindruck: Wie schön, daß ein paar Jazz-Musiker wieder mit
Klängen experimentieren und sich trauen, auch Spaß zu machen!
Denn enzyklopädisch abgearbeitete "Standards" kann ich nun wirklich
nicht mehr hören, auch wenn sie von Kapazitäten wie Keith Jarrett
vorgetragen werden.

Aber dann leider: Das Schlagzeug ist eine Zumutung. Wenn der
Leitwolf sich minutenlang in ostinatem Geklimper ergeht, dann ist
seine Zeit gekommen! Aber nein, er hört den Schuß nicht, er kloppt
weiter seinen einfachen Rhythmus. Was bleibt ist ostinates Geklimper.

Es wird eher keine weitere für mich geben.

na endlich live (4. Januar 2008)

und zudem noch ziemlich gut. Verschiedene Elemente und Stimmungen fügen sich hier wie die drei Musiker zu etwas unmittelbaren und einmaligem zusammen. Sehr viele Stellen erzeugen ein "wunderschön" nur wenige ein "soll ich vorspulen". Der Applaus ist zu lang. Doch das Album steht kurz vor der Himmelspforte, da kann man über diese Punkte hinwegsehen.

Diese Aufnahme packt - und lässt nicht mehr los! (1. Januar 2008)

Besser kann eine Live-Jazz-Platte nicht sein. Was Esbjörn Svensson und seine beiden Mitstreiter hier bieten ist für mich zusammen mit dem 2001er-Konzert von Keith Jarrett und seinen Mannen in Montreux schlicht das Beste, was 2007 im Jazz veröffentlicht wurde. Eigentlich sogar besser als Jarrett und Co.!
Jedes Stück entwickelt in sich einen unwiderstehlichen Sog - und dieser steigert sich auf CD2 dann über alle Songs hinweg schier ins Unermessliche. Nur schon alleine der Übergang von der Traum-Ballade "Sipping On The Solid Ground" zum unglaublich powervollen Groove von "Goldwrap" - allererste Güteklasse! Das ist spannend, faszinierend, hypnotisch, magisch - was muss eine solche Konzertaufnahme noch mehr bieten? Der frenetische Applaus des Hamburger Publikums spricht ebenfalls eine deutliche Sprache.

Übertroffene Erwartungen (30. Dezember 2007)

Bisher hatte ich ein gespaltenes Verhältnis zu Jazz...m.E. meist nervige Musik, die den Kopf nicht abschalten lässt - doch eine Rezension in der ZEIT ließ mich aufhorchen und ich erwarb e.s.t.live in HH.
Eine vielseitige und spannende CD, die mein Jazz-Klischee nachhaltig entkräftet hat, tolle Stimmung und ein wirklicher Hörgenuss.
Einfach Augen schließen und live dabei sein - großartig!

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