2001: Odyssee im Weltraum (Special Edition, 2 DVDs)

Verkaufsrang: 14312 (DVD)
Actor: Keir Dullea
Actor: Gary Lockwood
Actor: William Sylvester
AspectRatio: 16:9
AudienceRating: Freigegeben ab 12 Jahren
Autor: Arthur C. Clarke
Binding: DVD
Director: Stanley Kubrick
EAN: 7321925008104
Format: Dolby
Format: PAL
Format: Special Edition
Format: Surround Sound
Languages:
ListPrice:
NumberOfItems: 2
RegionCode: 2
Erscheinungsdatum: 7. Dezember 2007
Spielzeit: 143
TheatricalReleaseDate: 1968
von: Keir Dullea (Hauptdarsteller), Gary Lockwood (Hauptdarsteller), Aram Khatschaturian (Komponist), Richard Strauss (Komponist), Johann Strauß (Komponist), György Ligeti (Komponist)
Preis: EUR 11,98

2001: Odyssee im Weltraum (Special Edition, 2 DVDs) bei Amazon kaufen

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Aus der Amazon.de-Redaktion

Als Stanley Kubrick den Autor Arthur C. Clarke einlud, mit ihm zusammen an diesem Science-Fiction-Film zu arbeiten, kann man jede Wette eingehen, dass weder der als Einzelgänger bekannte Regisseur noch der große Autor geahnt haben, dass sie einen Film kreieren würden, der die Parameter des Kino-Sehens neu definieren sollte.

Inspiriert von einer Kurzgeschichte Clarkes, hat Kubrick ein unkonventionell erzähltes, auf Visualität beruhendes Poem geschrieben (auf 139-Minuten Film kommen nicht einmal 40 Minuten Dialog), das in einer eigene Bildsprache die Geschichte der Evolution erzählt. Der Evolution, die bereits geschehen ist und einer Evolution, die vielleicht noch kommen mag. Beginnt der Film im Zeitalter der Urmenschen, gelingt es Kubrick in nur einer Sequenz ins Zeitalter der Raumfahrt überzuleiten und vom Flug eines Raumschiffes namens Discovery im Jahre 2001 zu berichten, um mit der metaphysischen Geburt eines Sternenkindes zu enden.

Präzise ist die Geschichte konstruiert, die sich auf einer Subebene geschickt mit der Enthumanisierung des Menschen durch die voranschreitende Technologie auseinandersetzt, wofür in Kubricks Klassiker der Computer HAL 9000 steht, der von allen Figuren über die am weitesten entwickelte Persönlichkeit verfügt. Dinge wie diese sind es denn auch, die 2001 zu einem Film wie keinen anderen machen, auch wenn die Darstellung des ersten Jahres im neuen Millennium, wie wir heute wissen, denn doch etwas zu enthusiastisch ausgefallen ist. Seine spektakulären, präzise ausgearbeiteten Spezialeffekte haben darüber hinaus die Zeiten überstanden und bestehen selbst heute noch den Vergleich mit aktuellen Produktion. Ohne zu übertreiben kann man sagen, dass dies ein cineastischer Meilenstein war und ist: verwirrend, provokativ, perfekt. --Jeff Shannon

dkb.de

Kundenrezensionen zu '2001: Odyssee im Weltraum (Special Edition, 2 DVDs)'

Ein Film der wohl polarisiert wie kaum ein anderer auf sehr guter DVD! (24. Juni 2008)

Als ich mit 15 Jahren das erste mal 2001 sah muss ich gestehen das ich leider nicht allzuviel sah, da ich eingepennt bin. Erst Jahre später endeckte ich die Faszination von Kubricks Science Fiction Klassiker. Leider habe ich bemerkt das es mittlerweile genug Menschen gibt die den Film nur mal vorsichtshalber gut finden nur um nicht gegen den Strom zu schwimmen. Respekt diesbezüglich vor meiner Frau, den als ich damals den Film mit Ihr das erste mal angeschaut habe wäre das fast das Ende unserer Beziehung gewesen. Wortwörtlich sagte meine Frau Das ist der größte Schei.. den ich je gesehen habe." Auch Tage später war Sie noch sauer weil ich Sie überredet hatte den Film mit anzuschauen.
Ich muss auch zugeben das es Stanley Kubrick dem Zuschauer nicht leicht macht einen Zugang zu seinem Film zu finden. Wenn man sich aber auf seine Odyssee einlässt wird man wie ich auch der Faszination erliegen.

Nachdem man knapp drei Minuten lang ein schwarzes Bild bestaunen durfte und dazu klassischen Klängen gelauscht hat beginnt unser Film zu Beginn der Menscheit. Ein Rudel Menschenaffen kämpft ums tägliche Überleben beim Kampf mit einem anderen Rudel um eine Wasserstelle. Eines Tages wacht die Gruppe neben einem schwarzen Monolithen auf, dessen Urspung ungeklärt bleibt. Ängstlich berühren die Affen den Stein und einem Mitglied der Gruppe schießt der Gedanke durch den Kopf einen Knochen als Waffe zu benutzen. Damit wird das nächste Raubtier erlegt und auch die Wasserstelle verteidigt. Zu den Klängen von Also sprach Zarathustra lernt der Affe den Umgang mit dem Knochen und schlägt auf ein Tierskelett ein.
Es folgt eine der bekanntesten Montagen der Filmgeschichte, als der Affe den Knochen in die Luft wirft und dieser im nächsten Schnitt zu einem Satelliten wird. Wir befinden uns nun im Jahre 1999. Auf dem Mond wurde derselbe Monolith entdeckt wie damals bei den Menschenaffen. Dieser Stein strahlt ein Signal Richtung Jupiter aus und Monate später macht sich das Raumschiff Discovery auf den Weg zum Jupiter. An Bord befinden sich fünf Astronauten, von denen sich drei im Tiefschlaf befinden, und alles wird vom Bordcomputer HAL gesteuert. HAL ist auch der einzige an Bord der den wahren Grund der Reise kennt. Eigentlich sollte HAL der beste Computer sein den es gibt, doch als er einen Fehler voraussagt der nicht Eintritt bekommen die Astronauten Poole und Bowman Zweifel an HAL`s Zuverlässigkeit. Die beiden beschliessen bei einem Gespräch in einer Raumkapsel HAL abszuschalten, doch dieser hat die Lippenbewegung der beiden beobachtet und weiss was sie vorhaben. HAL schaltet die Schlafkammern der drei restlichen Astronauten ab und Poole kommt durch einen von HAL verursachten Fehler außerhalb des Raumschiffes ums Leben. Bowman gelingt es schließlich doch HAL abzuschalten. Durch das Abschalten spielt HAL eine eigentlich geheime Botschaft ab und Bowman erfährt den wahren Grund der Reise. Als der Jupiter erricht wird, steigt Bowman in eine Raumkapsel um einen weiteren Monolithen zu untersuchen. Nach einem Flug begleitet von unendlichen Farbseqenzen landet er in einem barock wirkenden Raum und sieht sich dann selbst in einem Nebenzimmer altern und schließlich sterben. Der sterbende Bowman betrachtet auf dem Bett liegend den im Raum stehenden Monolithen und schließlich folgt wieder unter der Musik von Also sprach Zarathustra die Einstellung wo auf dem Sterbebett nun ein Fötus der Bowman ähnlich sieht. In der Schlusssequenz, die bei mir immer wieder Gänsehaut verursacht sieht man den Fötus im Weltall zwischen Mond und Erden schweben.

Wer den Film noch nicht kennt wird wohl jetzt denken man was ist den das für ein Schwachsinn. Ja wie schon oben gesagt macht es Kubrick dem Zuschauer nicht leicht, aber der Film lebt ja auch nicht von der mordsmässigen Spannung, sondern vor allem von der beeindruckende Bilderflut, den gigantischen Soundtrack und vor allem den vielen Interpretationsmöglichkeiten die Kubrick einem lässt. Fasst jeder, so bin ich der Meinung, wird den Film wieder ein wenig anders sehen. Jeder kann so viel in den Film interpretieren wie er will, den Kubrick lässt genau dafür viel Raum.

Nachdem bisher nur die relativ lieblose DVD Ausgabe aus der Kubrick Collection erhältlich war gibt es nun mit dieser Special Edition eine würdige Umsetzung dieses Klassikers. Einziger kleiner Kritikpunkt ist das Fehlen eines Booklets, aber das ist ja mittlerweile schon zum Normalfall geworden. Ton und Bild wurden nochmals verbessert, was aber nicht so der große Unterschied ist. Das Sahnehäubchen dieser Edition ist das Bonusmaterial, welches auf der Erstauflage völlig gefehlt hat.
Es gibt Audiokommentare der beiden Hauptdarsteller Keir Dullea und Gary Lockwood und Dokus die aller Ehren Wert sind. So gibt es Berichte über die Effekte, die Dreharbeiten, uvm. Besonders gut fand ich die Doku mit dem Titel Das Vermächtnis von 2001". Hier gibt es interessante Interviews über den Einfluss des Films auf die Gegenwart. Gut war auch die Doku mit dem Titel Die Prophezeiung 2001". Hier geht es um Aspekte des Films, der ja von 1968 stammt, die sich in der Gegenwart wirklich durchgesetzt haben und Wahrheit geworden sind.

Alles in allem eine würdige und gelungene Umsetzung dieses Klassikers, der trotzdem immer noch polarisiert wie kaum ein anderer Film. Ich habe sogar Verständis für die Gegener des Films den er ist alles andere als unterhaltsames und spannendes Popcornkino. Der Film bezieht seine Stärken aus der Bilderflut, dem Soundtrack und wie gesagt der Möglichkeit das der Film auf soviele Weisen interpretiert werden kann.
Für alle Liebhaber des Films stellt diese Auflage eine klare Verbesserung dar und von mir gibt's eine klare Kaufempfehlung.

Nicht wir suchen Gott, sondern Gott sucht uns (12. Dezember 2007)

Man kann 2001 auch einfach als einen spannenden Science Fiction sehen. Während sich die Menschen an Bord einer Expedition zum Jupiter entweder langweilen oder im Kälteschlaf befinden, entwickelt der Bordcomputer ein Eigenleben. Nicht nur schlägt er die Menschen im Schach, er scheint auch zu wissen, was besser für die Expedition ist. Schließlich kommt es zu einem Kampf von Mensch gegen Computer um das Überleben. Diese Handlung ist von dem genialen Filmhandwerker Stanley Kubrik großartig in Szene gesetzt worden. Trotzdem der Film bereits Ende der 60er Jahre gedreht worden ist, wirken viele der Tricks heute noch echter als die computergenerierten Bilder heutiger Tage. Und es fällt auf, dass man sich wirklich schlau gemacht hat, wie das mit den Reisen ins All denn aussehen würde. Denn es ist eben nicht so einfach mit der Erzeugung von künstlicher Schwerkraft im All. Dazu kommt dann noch eine besondere Art von Tonspur, die zeitweise nichts, zeitweise nur Atemgeräusche, zeitweise aber auch klug ausgewählte, klassische oder moderne, künstliche Musik hören lässt. Und so hat man auch ohne philosophischen Hintergrund einen schönen Film zu sehen, auch wenn einem das Erzähltempo für heutige Verhältnisse etwas langsam vorkommen wird. Spannend ist das alles dennoch.

Irritierend werden aber für viele Zuschauer jeweils die ersten und letzten zwanzig Minuten des Films sein, in denen schwarze, flache und rechtwinklige Steine ("Monolithen") eine wichtige Rolle spielen. Zu Beginn sehen wir eine Horde von Affen, die dank des über ihnen schwebenden Monolithen einen evolutionären Vorteil gewinnen. Dieser sorgt nämlich für eine Inspiration. Die Affen setzen Waffen ein, um Konkurrenten auszuschalten. Es ist schon ein eigenartiger Schöpfungsmythos, den die Zuschauer hier präsentiert bekommen. Man gewinnt den Eindruck, dass das Menschsein durchaus etwas mit dem Ausüben von Gewalt zu tun hat. Und so geht in einem der berühmtesten Schnitte der Filmgeschichte der Knochen als Waffe ansatzlos in das von Menschen gebaute Raumschiff über.

Als unter der Mondoberfläche dann Jahrtausende später ein weiterer Monolith von Menschen gefunden wird, machen sich Astronauten auf, um den Ursprung des offenbar außerirdischen Objektes herauszufinden. Eigentlich ist es eine Suche nach dem eigenen Ursprung, die dort unternommen wird. Aber auf dem Weg zum Jupiter kommt es erneut zu einem durchaus darwinistischen Auswahlverfahren. Denn HAL, der Computer, ist eine scheinbar dem Menschen überlegende Intelligenz. Die es vorzieht, dem Schöpfer allein gegenüber zu treten. Dass HAL hier durchaus als Lebewesen anzusehen ist, wird dadurch deutlich, dass der Computer die Fähigkeit zur Lüge und zur Intrige besitzt. Ist es ein Zufall, dass "Also sprach Zahathustra" von Richard Strauss hier das wichtigste Element der Filmmusik ist? Die Sicht auf die Welt und den Menschen im Film ist wohl doch den Ansichten des umstrittenen, deutschen Philospohen Nietzsche recht nahe.

Am Ende überrascht es natürlich nicht, dass die außerirdische Intelligenz bereits auf den Sieger des Rennens zum Jupiter gewartet hat. Denn letztendlich war es der Monolith, der dieses Rennen vor Jahrtausenden auf der Erde eingeleitet hat. Und so wird der Überlebende der Evolution nicht nur empfangen, sondern wird - auch hier werden bestehende Mythen zitiert - wiedergeboren. Und die Schlussszene macht klar, dass das Produkt eines Planeten namens Erde mit ein bisschen Hilfe von oben durchaus auf einer Stufe mit dem Schöpfer stehen kann. Denn auch Götter wollen Kinder haben.

Ist das jetzt nicht etwas viel Philosophie? So oder so, wir haben hier einen der intelligentesten Filme aller Zeiten vor uns. Und jetzt wissen wir auch, warum einige Einstellungen dem Zuschauer so viel Zeit lassen. Denn diese darf durchaus zum Nachdenken genutzt werden.

Öffne das Tor Hal. (23. Oktober 2007)

Mit 2001 hat Kubrick einen Kultfilm kreiert.
Mit seiner Musik, seiner Spannung auch ohne Ton, grandios.

Als Science Fiction Film allererste Wahl, sollte man gesehen haben.
Nun gibts ihn auch als Special Edition und auch als Steelbook, bin schon sehr neugierig, wie er zur ersten DVD Ausgabe verändert wurde.

dkb.de

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